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Drastischer Personalabbau in den Krankenhäusern

Verfasst: 14.03.2010, 11:02
von Presse
Drastischer Personalabbau
Immer weniger nichtärztliche Mitarbeiter in den deutschen Krankenhäusern


In den noch 2083 deutschen Krankenhäusern haben die vergangenen zehn Jahre einen drastischen Personalumbau gebracht: Zwar wurden 20000 Ärzte zusätzlich eingestellt. Doch sank im gleichen Zeitraum die Zahl der nicht-ärztlichen Mitarbeiter um 90000, berichtet die "Apotheken Umschau". Dr. Rudolf Kösters, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, erklärt dies zum einen mit der kürzeren Verweildauer der Patienten in stationären Einrichtungen. Die durchschnittliche Liegedauer der Patienten verringerte sich zwischen 1998 und 2008 von rund 10 auf 8 Tage. "Kürzere Betreuungszeiten erfordern weniger Personal", so Kösters. Zum anderen habe die Übernahme europäischer Arbeitszeitrichtlinien für Ärzte zu einem Mehrbedarf an Medizinern geführt, der nur zulasten der Pflege finanzierbar gewesen sei. Der überproportionale Stellenabbau soll nun aber infolge eines neuen "Finanzierungsrahmengesetzes" durch 15000 neue Stellen in den nächsten Jahren ausgeglichen werden.

Weitere Infos rund um das Thema Medizin unter http://www.apotheken-umschau.de/medizin

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 3/2010 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Quelle: Pressemitteilung vom 14.3.2010
Pressekontakt: Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
http://www.wortundbildverlag.de

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

Personalvermehrungen in den Pflegesystemen geboten

Verfasst: 14.03.2010, 11:13
von Sabrina Merck
Presse hat geschrieben: Drastischer Personalabbau ....
In den noch 2083 deutschen Krankenhäusern haben die vergangenen zehn Jahre einen drastischen Personalumbau gebracht: Zwar wurden 20000 Ärzte zusätzlich eingestellt. Doch sank im gleichen Zeitraum die Zahl der nicht-ärztlichen Mitarbeiter um 90000, .... erklärt dies zum einen mit der kürzeren Verweildauer der Patienten in stationären Einrichtungen. .... Mehrbedarf an Medizinern geführt, der nur zulasten der Pflege finanzierbar gewesen sei. Der überproportionale Stellenabbau soll nun aber infolge eines neuen "Finanzierungsrahmengesetzes" durch 15000 neue Stellen in den nächsten Jahren ausgeglichen werden. ....
Guten Morgen!

Dass in den Krankenhäusern rd. 70.000 Stellen für Pflegekräfte abgebaut worden sind, wird durch die o.a. Botschaft bestätigt. Über den dramatischen Pflegekräftemangel wurde hier im Forum immer wieder berichtet.
Dass die reduzierte Anzahl der Pflegekräfte teilweise durch die kürzere Verweildauer der Patienten gerechtfertigt werden kann, ist allerdings ein Märchen. Tatsächlich sind die Belastungen in der Pflege durch die neuen Fallpauschalenregelungen und die damit verbundenen Arbeitsverdichtungen gestiegen. Mit 15.000 neuen Stellen, selbst wenn sie kämen, kann das Problem nicht gelöst werden.
Es werden umfassende Personalvermehrungen in den Pflegesystemen für notwendig erachtet.
Siehe u.a.
Personalmangel in der Pflege - Buchtipp!
viewtopic.php?t=9807

Viele Grüße
Sabrina

Personalmangel in der Pflege ist katastrophal

Verfasst: 14.03.2010, 11:27
von Gaby Modig
Personalmangel in der Pflege ist katastrophal:

Siehe auch:
Zeitdruck in der Pflege - mehr Pflegepersonal erforderlich!
viewtopic.php?t=9779&highlight=personalmangel

Pflegepersonalmangel - Position des DBfK
viewtopic.php?t=13635&highlight=personalmangel

DBfK fordert andere Prioritäten in der Pflegepersonalpolitik
viewtopic.php?t=13020&highlight=personalmangel

Die Darstellung der Deutschen Krankenhausgesellschaft ist geradezu verniedlichend. Offensichtlich ist diese Gesellschaft auch mehr auf das ärztliche Personal fixiert. Denn wie sonst kam man auf die Idee, ärztliches Personal allein zu Lasten der Pflege einzustellen?

MfG Gaby

Personalmangel in der Pflege ist katastrophal

Verfasst: 19.03.2010, 08:20
von Anja Jansen
Gaby Modig hat geschrieben: .... Personalmangel in der Pflege ist katastrophal
Guten Morgen allerseits,

der Zustandsbeschreibung kann nicht widersprochen werden. Allerdings empfehle ich aus gegebenem Anlass, nicht mutlos zu werden, sondern, mit anderen (auch hier im Forum), alles tun, um die Pflegesituationen, die nicht alle gut sind, verbessern zu helfen. Wir brauchen Reformen und dazu müssen wir Position beziehen. Die Pflege selbst muss auch sagen, was not tut und was es zu ändern gilt.

MfG Anja