BAG Ambulante Pflege kritisiert das Vorhaben „MoNi“ scharf

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BAG Ambulante Pflege kritisiert das Vorhaben „MoNi“ scharf

Beitrag von Presse » 09.11.2009, 12:07

BAG Ambulante Pflege kritisiert das Vorhaben „MoNi“ scharf

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Ambulante Pflege im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) e.V. spricht sich deutlich gegen die Einführung des Modellvorhabens MoNi in Niedersachsen aus. Unter dem Vorwand einer innovativen und hausarztentlastendenden Problemlösung zur strukturellen Sicherung der Gesundheitsversorgung in der Fläche wird eine Parallelstruktur zu bestehenden Versorgungsangeboten aufgebaut. Zielführend in der Problemlösung wäre hingegen eine leistungsgerechte Vergütung der bereits tätigen ambulanten Pflegedienste in Niedersachsen und bundesweit. Daneben ist dringlich geboten, den Leistungskatalog nach SGB XI auszuweiten.
Das sogenannte Modell Niedersachsen MoNi, das von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen initiiert und von der Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann unterstützt wird, soll Hausärzte durch den Einsatz von Praxishelferinnen bei Hausbesuchen entlasten. Diese sollen unter anderem Wundverbände anlegen und wechseln, Blutdruck und Blutzucker messen oder Medikamente nach ärztlicher Verordnung verabreichen.
Die BAG Ambulante Pflege stellt fest, dass alle diese Tätigkeiten bisher von ambulanten Pflegediensten auf ärztliche Anordnung professionell durchgeführt werden. Es steht außer Frage, dass diese Leistungen weiterhin sach- und fachgerecht von ambulanten Pflegediensten erbracht werden können und sollten.

Quelle: Pressemitteilung vom 9.11.2009
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