Vom Krankenhaus in die Hilflosigkeit? - Lücken !
Verfasst: 29.10.2009, 16:49
Vom Krankenhaus in die Hilflosigkeit? - Lücken !
Offener Brief - übermittelt am 28.10.2009
Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrte Frau Eberle-Dittus,
die Sendereihe „Marktcheck“ SWR kündigte die Sendung, vom 22.10.09 mit dem Titel, „Verfrühte Klinikentlassung - Leiden hilflose Patienten?“ an.
Mit großem Interesse habe ich den Beitrag verfolgt.
Gleichwohl erstaunt mich, wie positiv und pauschal Sie Krankenhausentlassungen im Zeitalter der DRG's" weich" zeichnen.
Die dramatischen Erfahrungen sogar als "Versagen" der Betroffenen darstellen.
Man müsse sich halt „kümmern", wie Frau Eberle Dittus freundlich meinte.
Keine Frage, "sich kümmern" gehört zum Selbstverständnis eines selbstbewussten und selbstbestimmten Patienten!
Doch was ist, wenn "kümmern" nicht zur dringend notwendigen Hilfe führt?
Die Pflegeversicherung nicht greift?
Die Krankenkassen trotz Widerspruch Unterstützung verweigern?
Die Pflegekasse die Kosten NICHT übernimmt?
Nicht das nötige "Kleingeld" vorhanden ist, sich die dringend notwendige ein- oder mehrmonatige so genannte "Kurzzeitpflege" privat zu finanzieren?
Wenn die Krankenkasse kein Haushaltshilfe zur Verfügung stellt?
Wenn Menschen älter sind?
Keine Kinder unter 12, bzw. 14 Jahren haben?
Wenn Menschen allein lebend sind?
Was ist mit Betroffenen, die einfach "nur" gesund werden wollen, innerhalb des ersten halben Jahres?
Im März 2009 hat der Verein Ambulante Versorgungslücken aus Bremen eine öffentliche, bundesweite Petition auf den Weg gebracht. Titel: Häusliche Krankenpflege - Ambulante Nachsorge".
Ca. 25.00 Menschen haben das Anliegen unterzeichnet. Sie wird zurzeit vom Petitionsausschuss des Bundestages bearbeitet.
Nahezu täglich erreichen uns die Erfahrungen von Betroffenen, die in der so genannten "Versorgungslücke" landen.
Menschen, die oft ohne oder nur mit sehr wenig Unterstützung aus der Klinik entlassen wurden.
Just vor einer Stunde sprach ich mit einer achtzigjährigen Dame, die sich mit Unterstützung des Krankenhauses, entgegen Ihrer Aussage, sehr sorgfältig und mit Bedacht "kümmerte".
Und sehenden Auges von ihrer Krankenkasse, der IKK – Gesund-Plus allein gelassen wird!
Ein "Nord-Süd-Gefälle?
"Wohl kaum!"
Die erschütternden Schilderungen kommen aus allen Teilen der Republik!
Das Gesundheitsministerium bestreitet inzwischen NICHT, dass in diesem Bereich Handlungsbedarf besteht!
In der letzten Legislaturperiode wurde erstmalig in diesem Bereich "grünes Licht" für ein Modellvorhaben signalisiert.
Die geburtenstarken Jahrgänge kommen erst!
Vor allen Dingen Single und Menschen mit kleinen Einkommen befinden sich auf dem Weg - in die "gefährlichen Jahre"
Der demografische Wandel ist Realität. Wir leben bereits in einer Gesellschaft des längeren Lebens! Mit allen Licht- und Schattenseiten, die eine solche Entwicklung beinhaltet.
Die Krankenkassen räumen inzwischen ebenfalls eine deutliche Lücke in der Gesetzgebung ein - In den Paragrafen 37 und 38 SGB V -.
Allerdings scheint es wenig produktiv zu sein, den "Schwarzen Peter" zwischen den Akteuren und den Betroffenen hin- und her Betroffenen zu schieben.
Daher möchte ich mit einer Einladung schließen.
Am 13. November 2009 findet in der Bremischen Bürgerschaft ein Fachtag zum Thema "Vom Krankenhaus in die Hilflosigkeit? Lücken in der nachstationären Versorgung" statt.
Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns an jenem Tag das Thema zu erörtern und nach neuen Wegen zu suchen
Den Programm-Flyer finden Sie in der Rubrik „Veranstaltungen“.
P.S. Neue Mailadresse: ambulanteversorgungsluecken@gmx.de
Elsbeth Rütten
Ambulante Versorgungslücken
Vorstand
Bismarckstr. 208
28205 Bremen
Tel. 0421-3809734 & 0163-4430020
http://ambulante-versorgungsluecke.de/index.html
"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"
(Erich Kästner)
Offener Brief - übermittelt am 28.10.2009
Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrte Frau Eberle-Dittus,
die Sendereihe „Marktcheck“ SWR kündigte die Sendung, vom 22.10.09 mit dem Titel, „Verfrühte Klinikentlassung - Leiden hilflose Patienten?“ an.
Mit großem Interesse habe ich den Beitrag verfolgt.
Gleichwohl erstaunt mich, wie positiv und pauschal Sie Krankenhausentlassungen im Zeitalter der DRG's" weich" zeichnen.
Die dramatischen Erfahrungen sogar als "Versagen" der Betroffenen darstellen.
Man müsse sich halt „kümmern", wie Frau Eberle Dittus freundlich meinte.
Keine Frage, "sich kümmern" gehört zum Selbstverständnis eines selbstbewussten und selbstbestimmten Patienten!
Doch was ist, wenn "kümmern" nicht zur dringend notwendigen Hilfe führt?
Die Pflegeversicherung nicht greift?
Die Krankenkassen trotz Widerspruch Unterstützung verweigern?
Die Pflegekasse die Kosten NICHT übernimmt?
Nicht das nötige "Kleingeld" vorhanden ist, sich die dringend notwendige ein- oder mehrmonatige so genannte "Kurzzeitpflege" privat zu finanzieren?
Wenn die Krankenkasse kein Haushaltshilfe zur Verfügung stellt?
Wenn Menschen älter sind?
Keine Kinder unter 12, bzw. 14 Jahren haben?
Wenn Menschen allein lebend sind?
Was ist mit Betroffenen, die einfach "nur" gesund werden wollen, innerhalb des ersten halben Jahres?
Im März 2009 hat der Verein Ambulante Versorgungslücken aus Bremen eine öffentliche, bundesweite Petition auf den Weg gebracht. Titel: Häusliche Krankenpflege - Ambulante Nachsorge".
Ca. 25.00 Menschen haben das Anliegen unterzeichnet. Sie wird zurzeit vom Petitionsausschuss des Bundestages bearbeitet.
Nahezu täglich erreichen uns die Erfahrungen von Betroffenen, die in der so genannten "Versorgungslücke" landen.
Menschen, die oft ohne oder nur mit sehr wenig Unterstützung aus der Klinik entlassen wurden.
Just vor einer Stunde sprach ich mit einer achtzigjährigen Dame, die sich mit Unterstützung des Krankenhauses, entgegen Ihrer Aussage, sehr sorgfältig und mit Bedacht "kümmerte".
Und sehenden Auges von ihrer Krankenkasse, der IKK – Gesund-Plus allein gelassen wird!
Ein "Nord-Süd-Gefälle?
"Wohl kaum!"
Die erschütternden Schilderungen kommen aus allen Teilen der Republik!
Das Gesundheitsministerium bestreitet inzwischen NICHT, dass in diesem Bereich Handlungsbedarf besteht!
In der letzten Legislaturperiode wurde erstmalig in diesem Bereich "grünes Licht" für ein Modellvorhaben signalisiert.
Die geburtenstarken Jahrgänge kommen erst!
Vor allen Dingen Single und Menschen mit kleinen Einkommen befinden sich auf dem Weg - in die "gefährlichen Jahre"
Der demografische Wandel ist Realität. Wir leben bereits in einer Gesellschaft des längeren Lebens! Mit allen Licht- und Schattenseiten, die eine solche Entwicklung beinhaltet.
Die Krankenkassen räumen inzwischen ebenfalls eine deutliche Lücke in der Gesetzgebung ein - In den Paragrafen 37 und 38 SGB V -.
Allerdings scheint es wenig produktiv zu sein, den "Schwarzen Peter" zwischen den Akteuren und den Betroffenen hin- und her Betroffenen zu schieben.
Daher möchte ich mit einer Einladung schließen.
Am 13. November 2009 findet in der Bremischen Bürgerschaft ein Fachtag zum Thema "Vom Krankenhaus in die Hilflosigkeit? Lücken in der nachstationären Versorgung" statt.
Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns an jenem Tag das Thema zu erörtern und nach neuen Wegen zu suchen
Den Programm-Flyer finden Sie in der Rubrik „Veranstaltungen“.
P.S. Neue Mailadresse: ambulanteversorgungsluecken@gmx.de
Elsbeth Rütten
Ambulante Versorgungslücken
Vorstand
Bismarckstr. 208
28205 Bremen
Tel. 0421-3809734 & 0163-4430020
http://ambulante-versorgungsluecke.de/index.html
"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"
(Erich Kästner)