Vom Krankenhaus in die Hilflosigkeit? - Lücken !
Offener Brief - übermittelt am 28.10.2009
Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrte Frau Eberle-Dittus,
die Sendereihe „Marktcheck“ SWR kündigte die Sendung, vom 22.10.09 mit dem Titel, „Verfrühte Klinikentlassung - Leiden hilflose Patienten?“ an.
Mit großem Interesse habe ich den Beitrag verfolgt.
Gleichwohl erstaunt mich, wie positiv und pauschal Sie Krankenhausentlassungen im Zeitalter der DRG's" weich" zeichnen.
Die dramatischen Erfahrungen sogar als "Versagen" der Betroffenen darstellen.
Man müsse sich halt „kümmern", wie Frau Eberle Dittus freundlich meinte.
Keine Frage, "sich kümmern" gehört zum Selbstverständnis eines selbstbewussten und selbstbestimmten Patienten!
Doch was ist, wenn "kümmern" nicht zur dringend notwendigen Hilfe führt?
Die Pflegeversicherung nicht greift?
Die Krankenkassen trotz Widerspruch Unterstützung verweigern?
Die Pflegekasse die Kosten NICHT übernimmt?
Nicht das nötige "Kleingeld" vorhanden ist, sich die dringend notwendige ein- oder mehrmonatige so genannte "Kurzzeitpflege" privat zu finanzieren?
Wenn die Krankenkasse kein Haushaltshilfe zur Verfügung stellt?
Wenn Menschen älter sind?
Keine Kinder unter 12, bzw. 14 Jahren haben?
Wenn Menschen allein lebend sind?
Was ist mit Betroffenen, die einfach "nur" gesund werden wollen, innerhalb des ersten halben Jahres?
Im März 2009 hat der Verein Ambulante Versorgungslücken aus Bremen eine öffentliche, bundesweite Petition auf den Weg gebracht. Titel: Häusliche Krankenpflege - Ambulante Nachsorge".
Ca. 25.00 Menschen haben das Anliegen unterzeichnet. Sie wird zurzeit vom Petitionsausschuss des Bundestages bearbeitet.
Nahezu täglich erreichen uns die Erfahrungen von Betroffenen, die in der so genannten "Versorgungslücke" landen.
Menschen, die oft ohne oder nur mit sehr wenig Unterstützung aus der Klinik entlassen wurden.
Just vor einer Stunde sprach ich mit einer achtzigjährigen Dame, die sich mit Unterstützung des Krankenhauses, entgegen Ihrer Aussage, sehr sorgfältig und mit Bedacht "kümmerte".
Und sehenden Auges von ihrer Krankenkasse, der IKK – Gesund-Plus allein gelassen wird!
Ein "Nord-Süd-Gefälle?
"Wohl kaum!"
Die erschütternden Schilderungen kommen aus allen Teilen der Republik!
Das Gesundheitsministerium bestreitet inzwischen NICHT, dass in diesem Bereich Handlungsbedarf besteht!
In der letzten Legislaturperiode wurde erstmalig in diesem Bereich "grünes Licht" für ein Modellvorhaben signalisiert.
Die geburtenstarken Jahrgänge kommen erst!
Vor allen Dingen Single und Menschen mit kleinen Einkommen befinden sich auf dem Weg - in die "gefährlichen Jahre"
Der demografische Wandel ist Realität. Wir leben bereits in einer Gesellschaft des längeren Lebens! Mit allen Licht- und Schattenseiten, die eine solche Entwicklung beinhaltet.
Die Krankenkassen räumen inzwischen ebenfalls eine deutliche Lücke in der Gesetzgebung ein - In den Paragrafen 37 und 38 SGB V -.
Allerdings scheint es wenig produktiv zu sein, den "Schwarzen Peter" zwischen den Akteuren und den Betroffenen hin- und her Betroffenen zu schieben.
Daher möchte ich mit einer Einladung schließen.
Am 13. November 2009 findet in der Bremischen Bürgerschaft ein Fachtag zum Thema "Vom Krankenhaus in die Hilflosigkeit? Lücken in der nachstationären Versorgung" statt.
Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns an jenem Tag das Thema zu erörtern und nach neuen Wegen zu suchen
Den Programm-Flyer finden Sie in der Rubrik „Veranstaltungen“.
P.S. Neue Mailadresse: ambulanteversorgungsluecken@gmx.de
Elsbeth Rütten
Ambulante Versorgungslücken
Vorstand
Bismarckstr. 208
28205 Bremen
Tel. 0421-3809734 & 0163-4430020
http://ambulante-versorgungsluecke.de/index.html
"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"
(Erich Kästner)
Vom Krankenhaus in die Hilflosigkeit? - Lücken !
Moderator: WernerSchell
Hilflos nach dem Klinikaufenthalt
Hilflos nach dem Klinikaufenthalt
Ambulante Versorgungslücken bringen aus der Klinik entlassene Patienten in Not
Wer aus dem Krankenhaus entlassen wird und etwa, weil er noch nicht gehfähig ist, die eigene Versorgung nicht schafft, kann dadurch in zusätzliche Not geraten. Krankenversicherungen haben einen Ermessensspielraum, ob sie in solchen Fällen Hilfe gewähren. "Zahlt sie nicht, sind gerade viele ältere Rentner ganz auf sich allein gestellt", berichtet Elisabeth Rütten, Rentnerin aus Bremen, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Sie hat die Initiative "Ambulante Versorgungslücken" gegründet, um diesen Missstand abstellen zu helfen. Patienten sollen, wie in Bremen in einem Modellprojekt derzeit möglich, einen Anspruch auf eine Haushaltshilfe bekommen. Noch müssen Betroffene dafür aber an den meisten Orten individuell kämpfen. Rütten rät, sich schon vor der Klinikaufnahme genau zu erkundigen, wie es danach weitergeht und welche Leistungen einem zustehen. Und wenn die die Kasse sich für nicht zuständig hält? "Ältere scheuen sich da oft, sollten sich aber klarmachen: Ich darf was einfordern. Widerspruch einlegen kann sich lohnen", rät Rütten.
Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 11/2009 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.
Quelle: Pressemitteilung vom 27.11.2009
Pressekontakt: Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
http://www.wortundbildverlag.de
Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.
Ambulante Versorgungslücken bringen aus der Klinik entlassene Patienten in Not
Wer aus dem Krankenhaus entlassen wird und etwa, weil er noch nicht gehfähig ist, die eigene Versorgung nicht schafft, kann dadurch in zusätzliche Not geraten. Krankenversicherungen haben einen Ermessensspielraum, ob sie in solchen Fällen Hilfe gewähren. "Zahlt sie nicht, sind gerade viele ältere Rentner ganz auf sich allein gestellt", berichtet Elisabeth Rütten, Rentnerin aus Bremen, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Sie hat die Initiative "Ambulante Versorgungslücken" gegründet, um diesen Missstand abstellen zu helfen. Patienten sollen, wie in Bremen in einem Modellprojekt derzeit möglich, einen Anspruch auf eine Haushaltshilfe bekommen. Noch müssen Betroffene dafür aber an den meisten Orten individuell kämpfen. Rütten rät, sich schon vor der Klinikaufnahme genau zu erkundigen, wie es danach weitergeht und welche Leistungen einem zustehen. Und wenn die die Kasse sich für nicht zuständig hält? "Ältere scheuen sich da oft, sollten sich aber klarmachen: Ich darf was einfordern. Widerspruch einlegen kann sich lohnen", rät Rütten.
Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 11/2009 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.
Quelle: Pressemitteilung vom 27.11.2009
Pressekontakt: Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
http://www.wortundbildverlag.de
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Ambulante Versorgungslücken e. V.
Mitteilung vom 3.1.2010:
Liebe/r Freund/in,
der Verein Ambulante Versorgungslücken e.V. wünscht Ihnen ein gesundes, zufriedenes und entdeckungsreiches Neues Jahr!
Unser Verein ist jung. Wir blicken auf die ersten 15 Monate "Vereinsgeschichte" zurück: Als handfesten Erfolg im Jahr 2009 werten wir die Bereitschaft der AOK Bremen/Bremerhaven gemeinsam mit uns ein Modellprojekt im Bereich der stationärer Nachsorge zu entwickeln. Das Bundesland Bremen wird somit als erste Region in der Bundesrepublik die Schnittstelle "Krankenhausentlassung" und damit verbundene "ambulante Versorgungslücken" untersucht. Dabei werden wir vom Zentrum für Sozialpolitik an der Universität Bremen, Prof. Dr. Gerd Glaeske, wissenschaftlich begleitet.
Betroffene dieser Versorgungslücken dürfen sich, je nach Kassenzugehörigkeit, zurzeit als Glückskind, Pechvogel oder Bittsteller erfahren. Ob es im ersten halben Jahr einer Erkrankung überhaupt eine Perspektive für hauswirtschaftliche Nachsorge gibt entscheidet die Satzungslage der betreffenden Krankenkasse. Eine frühzeitige Entlassung aus dem Krankenhaus erfolgt auf Grund der fortschreitenden Entwicklungen in Medizin und OP-Technik heute immer schneller, aber gleichzeitig fehlt es vielfach an ambulanten Antworten und Regelungen, die eine vergleichbare Basis an Möglichkeiten für die Grundversorgung in der Zeit ambulanten Weiterversorgung und Genesung gewährleistet. Betroffene sind in dieser Situation nicht nur gefordert ihre Hilflosigkeit allein zu bewältigen; sie befinden sich dann plötzlich in der gesundheitspolitisch ungeregelten Realität wieder, in der sie, trotzt z.B. kleiner Rente, unerwartet zum Selbstzahler werden.
Die eigenen Möglichkeiten und Stärken besser kennen zu lernen, sie zu nutzen und richtig einschätzen zu können gehört darum unweigerlich dazu, wenn es darum geht, mit einem sich weiter veränderten Gesundheitswesen jetzt und in Zukunft umgehen zu lernen. In einer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden, sind wir sogar dringend darauf angewiesen, in diesen Fragen ständig auf dem neuesten Stand informiert zu sein, kritisch und konstruktiv zu agieren. Begreifen wir uns auch in Zukunft als Patienten oder werden wir zum Kunden?
Der Verein Ambulante Versorgungslücken e.V. bietet Mitgliedern und Interessierten gleichermaßen die Möglichkeit, sich über unterschiedliche Angebote im Bereich der ambulanten Nachsorge zu informieren.
Herzliche Grüße,
Ihre Elsbeth Rütten
Ambulante Versorgungslücken e. V.
Liebe/r Freund/in,
der Verein Ambulante Versorgungslücken e.V. wünscht Ihnen ein gesundes, zufriedenes und entdeckungsreiches Neues Jahr!
Unser Verein ist jung. Wir blicken auf die ersten 15 Monate "Vereinsgeschichte" zurück: Als handfesten Erfolg im Jahr 2009 werten wir die Bereitschaft der AOK Bremen/Bremerhaven gemeinsam mit uns ein Modellprojekt im Bereich der stationärer Nachsorge zu entwickeln. Das Bundesland Bremen wird somit als erste Region in der Bundesrepublik die Schnittstelle "Krankenhausentlassung" und damit verbundene "ambulante Versorgungslücken" untersucht. Dabei werden wir vom Zentrum für Sozialpolitik an der Universität Bremen, Prof. Dr. Gerd Glaeske, wissenschaftlich begleitet.
Betroffene dieser Versorgungslücken dürfen sich, je nach Kassenzugehörigkeit, zurzeit als Glückskind, Pechvogel oder Bittsteller erfahren. Ob es im ersten halben Jahr einer Erkrankung überhaupt eine Perspektive für hauswirtschaftliche Nachsorge gibt entscheidet die Satzungslage der betreffenden Krankenkasse. Eine frühzeitige Entlassung aus dem Krankenhaus erfolgt auf Grund der fortschreitenden Entwicklungen in Medizin und OP-Technik heute immer schneller, aber gleichzeitig fehlt es vielfach an ambulanten Antworten und Regelungen, die eine vergleichbare Basis an Möglichkeiten für die Grundversorgung in der Zeit ambulanten Weiterversorgung und Genesung gewährleistet. Betroffene sind in dieser Situation nicht nur gefordert ihre Hilflosigkeit allein zu bewältigen; sie befinden sich dann plötzlich in der gesundheitspolitisch ungeregelten Realität wieder, in der sie, trotzt z.B. kleiner Rente, unerwartet zum Selbstzahler werden.
Die eigenen Möglichkeiten und Stärken besser kennen zu lernen, sie zu nutzen und richtig einschätzen zu können gehört darum unweigerlich dazu, wenn es darum geht, mit einem sich weiter veränderten Gesundheitswesen jetzt und in Zukunft umgehen zu lernen. In einer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden, sind wir sogar dringend darauf angewiesen, in diesen Fragen ständig auf dem neuesten Stand informiert zu sein, kritisch und konstruktiv zu agieren. Begreifen wir uns auch in Zukunft als Patienten oder werden wir zum Kunden?
Der Verein Ambulante Versorgungslücken e.V. bietet Mitgliedern und Interessierten gleichermaßen die Möglichkeit, sich über unterschiedliche Angebote im Bereich der ambulanten Nachsorge zu informieren.
Herzliche Grüße,
Ihre Elsbeth Rütten
Ambulante Versorgungslücken e. V.