Modellstudiengänge in Gesundheitsberufen ...

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Modellstudiengänge in Gesundheitsberufen ...

Beitrag von Presse » 20.09.2009, 06:52

Sozialminister Laumann:
„Modellstudiengänge in Gesundheitsberufen jetzt bundesweit möglich"
Nordrhein-Westfalen setzt sich im Bundesrat durch


Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Die nordrhein-westfälische Initiative zur Schaffung grundständiger Studiengänge in Gesundheitsfachberufen setzte sich heute im Bundesrat durch. Damit sind jetzt bundesweit Modellversuche zur Weiterentwicklung der beruflichen und akademischen Ausbildung für Hebammen, Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten möglich. „Ich freue mich, dass unser Vorschlag so gut angenommen wurde. Wir waren Motor dieses Gesetzgebungsverfahrens, weil es solche Modellklauseln bislang nur für den Alten- und Krankenpflegeberuf gibt“, sagte Karl-Josef Laumann, Sozialminister in Nordrhein-Westfalen.

Bei den neuen Modellstudiengängen wird die Ausbildung von der Fachschule an die Hochschule verlagert. Die Absolventen haben dann neben einem ersten Hochschulabschluss, dem Bachelor, auch eine abgeschlossene Berufsausbildung. „Bislang müssen junge Leute meist erst einmal eine Ausbildung machen, zum Beispiel als Kranken- oder Altenpfleger, und gehen erst dann an die Hochschule“, sagte Laumann. „Die Veränderungen des Krankheitsspektrums, die Strukturveränderungen im Bereich der Gesundheitsversorgung und der Bedarf auf dem Arbeitsmarkt verlangen aber eine Weiterentwicklung des Ausbildungssystems“.

Die Durchführung von Modellstudiengängen an der Fachhochschule für Gesundheitsberufe auf dem Gesundheitscampus in Bochum sei deshalb ein wichtiger Beitrag für die weitere Professionalisierung in den Bereichen Pflege, Hebammenwesen, Logopädie, Ergo- und Physiotherapie. Als bundesweit erste staatliche Hochschule wird sich die Fachhochschule allein mit den Gesundheitsfachberufen beschäftigen. Die ersten Studenten beginnen ihre Ausbildung zum Wintersemester 2010/2011.

„Nordhein-Westfalen unterstreicht damit einmal mehr seine bundesweit herausragende Stellung im Bereich der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen. Wir leisten einen wichtigen Beitrag für eine gute und zeitgemäße gesundheitliche und pflegerische Versorgung in Nordrhein-Westfalen. Die Studenten erhalten eine interessante berufliche Perspektive“, so Sozialminister Laumann.

„Auch als Arbeitsminister sehe ich die große Bedeutung des Gesundheits- und Pflegebereichs. Er ist ein „Job-Motor“ in unserem Land“, so Laumann. Rund eine Million Menschen haben in Nordrhein-Westfalen einen krisensicheren Arbeitsplatz in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflege- und Rehaeinrichtungen. An der Fachhochschule für Gesundheitsberufe auf dem Gesundheitscampus in Bochum sollen die Studierenden umfassend auf einen Beruf in dem immer komplexer werdenden Gesundheitswesen vorbereitet werden. „Damit werden wir aber nicht das bewährte Fachschulniveau als Regelausbildungsniveau aufgeben“, betonte Laumann.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.09.2009

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