Wahlkampf zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

Moderator: WernerSchell

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Gaby Modig
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Wahlkampf zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen

Beitrag von Gaby Modig » 29.06.2009, 15:07

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Wahlkampf zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen - nein danke!

Ein Jahr nach dem Start der Pflegereform ruft Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) die Union zur Verständigung über eine weitere Umgestaltung der Pflegeversicherung auf. Das Entstehen von Pflegebedürftigkeit müsse stärker als heute verhindert werden. Die Hilfe müsse zudem stärker nach den geistigen, sozialen oder körperlichen Einschränkungen ausgerichtet werden, sagte Ulla Schmidt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin (29.06.2009).

Ulla Schmidt hat in Sachen Pflegereform versagt, weil sie es verhindert hat, bereits 2008 den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff durchzusetzen. Sie hat damit auf Zeit gespielt und tut jetzt so, als sei sie Garant für eine gute Pflegeversicherung. Der Wahlkampf lässt grüßen. Schade, dass es diesmal zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen geht.

Gaby
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!

thorstein
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Beitrag von thorstein » 29.06.2009, 17:57

Insgesamt ist von dem neuen Pflegebegriff dringend abzuraten. Er ist für die Betroffenen nicht nachvollziehbar und lässt sich je nach Kassenlage modifizieren. Das hat mit einem ernsthaften Bemühen um eine Verbesserung für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte nichts zu tun.

http://www.wernerschell.de/Medizin-Info ... egriff.pdf

Liest man die Einlassungen von Ministerin Stolz und vielen anderen Sozialpolitikern, weiss man schon jetzt, dass ein "neuer" Pflegebegriff nicht zu mehr Kosten und damit auch zu keinen Verbesserungen führen wird. Genau dafür ist er auch konzipiert. Es bleibt nur zu hoffen, dass eine neue Regierung diesen Unfug in der Schublade verschwinden läßt.

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