PVS: Der Leistung muss das Geld folgen
Der medizinische Fortschritt und die demographische Entwicklung haben zwangsläufig eine Leistungssteigerung zur Folge. Aber Kostendämpfungsgesetze mit Beitragssatzstabilität und Budgetierung unter zunehmender Bürokratie und staatlicher Kontrolle stehen im Widerspruch zur Leistungsentwicklung. Die Gesundheitspolitik der Bundesregierung übersieht, dass über den Ausverkauf des ärztlichen Berufsstandes das Engagement und die Leistungsbereitschaft verloren gehen.
Nach Ansicht der Privatärztlichen VerrechnungsStelle Rhein-Ruhr/Berlin-Brandenburg (PVS) muss die Politik jetzt in die Zukunft denken. „Ideologische Kurzzeitlösungen mit Blick auf die nächste Wahl sind fatal, warnt Rechtsanwalt Manfred Specht, Geschäftsführer der PVS. „Wenn es nicht gelingt, dafür zu sorgen, dass die Ärzteschaft ihre hohe Motivation behält, wird es in den nächsten Jahren sehr schwierig, das bisherige Gesundheitsniveau zu halten“, prognostiziert er und hält an dem Grundsatz fest, dass gute Leistung entsprechend honoriert werden sollte. Das heißt: eine angemessene und sinnvolle Patientenversorgung hat ihren Preis, auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Verordnungsweise. Gesellschaft und Staat sind deshalb aufgerufen, eine Form zu finden, wie Gesundheit finanziert werden soll, wie Eigenverantwortung gestärkt werden kann und was solidarisch finanziert werden muss.
Mit dem Gesundheitsfonds und der staatlichen Festsetzung eines Einheitsbeitragssatzes für die gesetzliche Krankenversicherung legt die Regierung fest, wie viel Geld dem Gesundheitswesen insgesamt zur Verfügung steht. Mit dem Gesetzentwurf zur Krankenhausfinanzierungsreform bestimmt sie zudem, wie viel Geld davon in den stationären Sektor fließen darf. Anstelle der beteiligten Ärzte, die ihre regionalen Strukturen und Verhältnisse kennen, bestimmt der Staat, wie viel Geld für die medizinische Versorgung eingesetzt wird. Die Kostendämpfungsbestrebungen haben nach Ansicht der PVS über Jahrzehnte ökonomische Prioritäten gesetzt und dabei medizinische Orientierungsdaten unzureichend berücksichtigt.
Doch diese Vorgaben ändern nichts daran, dass die in der medizinischen Versorgung Tätigen durch ihr Engagement und ihre Qualifikation dafür sorgen, dass Kranke weiterhin eine gute medizinische Versorgung erhalten. Allein die Motivation der Ärzte ist der Garant für die bestmögliche Behandlung. Hingegen gefährdet die bundeseinheitliche Gleichmacherei und die Auswirkungen des Gesundheitsfonds und der Honorarreform die bislang hervorragende medizinische Versorgung in Deutschland. Zum Erhalt dieser Leistungsbereitschaft gehört nach Ansicht der PVS eine Vergütungssystematik mit einer klaren leistungsgerechten Gebührenordnung. Ärzte und Psychotherapeuten brauchen eine transparente und adäquate Vergütung. Das setzt voraus, dass die Pauschalierung in eine sinnvolle Einzelleistungsvergütung umgewandelt wird, die sich an Qualitätskriterien orientiert.
Das Postulat der PVS:„Verantwortliches ärztliches Handeln braucht entsprechende Freiräume und eine angemessene Honorierung“.
Quelle: Pressemitteilung vom 25.06.2009
Dr. Christine Winkler
- Pressereferentin -
Privatärztliche VerrechnungsStelle
Rhein-Ruhr/Berlin-Brandenburg
Remscheid er Str. 16
45481 Mülheim an der Ruhr
Tel.: 0163/4847-010
Fax: 0208/4847-711
mailto: cwinkler@pvs-rr.de
PVS: Der Leistung muss das Geld folgen
Moderator: WernerSchell