Müttergenesungswerk kritisiert Sparkurs der Kassen

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Moderator: WernerSchell

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Müttergenesungswerk kritisiert Sparkurs der Kassen

Beitrag von Presse » 16.06.2009, 07:10

Müttergenesungswerk kritisiert Sparkurs der Kassen

Berlin – Das Müttergenesungswerk (MGW) hat den Krankenkassen vorgeworfen, auf Kosten kranker Frauen zu sparen. Die Kassen vergäben Kurplätze „nach Preis statt nach Qualität“, .... Die Kassen forderten von Einrichtungen reduzierte Tagessätze und übten damit Druck aus. Das Wunsch- und Wahlrecht der Mütter nach einzelnen Maßnahmen bleibe so auf der Strecke. Rupprecht sprach von einem „Preiskampf auf dem Rücken der Mütter“. .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/3 ... Kassen.htm

Anja Jansen
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Rehabilitation - Rechtsansprüche durchsetzen

Beitrag von Anja Jansen » 16.06.2009, 07:35

Rehabilitation - Rechtsansprüche durchsetzen

Hallo,
auf Reha besteht ein Rechtsanspruch. Versicherte, Mütter/Väter, sollten sich daher mit Ablehnungen nicht einfach abfinden. Ggf. mit Widerspruch und Klage vorgehen. Bloße Proteste allein helfen in konkreten Einzelfällen eher wenig.
Leider hat die Reha bei den Kassen keinen hohen Stellenwert. Insoweit ist weiterer "Druck" erforderlich.
Siehe auch unter
viewtopic.php?t=10934&highlight=rehabilitation
MfG
Anja
Es ist mehr Aufmerksamkeit für dementiell erkrankte Menschen nötig. Unser Pflegesystem braucht deshalb eine grundlegende Reform!

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Immer weniger Mütter-Kuren genehmigt

Beitrag von Presse » 16.10.2009, 06:44

Immer weniger Mütter-Kuren genehmigt
Berlin – Die Zahl der Antragsablehnungen von Mütter-Kind-Kuren steigt laut Müttergenesungswerk (MGW) an. Im ersten Halbjahr 2009 sei die Zahl der Ablehnungen durch die Krankenkassen bundesweit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 29 Prozent angestiegen ....
(mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/3 ... ehmigt.htm

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Mutter-Kind-Kurmaßnahmen - weiter Sparkurs

Beitrag von Presse » 05.07.2011, 13:39

Ausgaben für Mütterkuren im 1. Quartal erneut gesunken: -13,7%
Keine Änderung der Krankenkassenpraxis bei Mütter und
Mutter-Kind-Kurmaßnahmen


Berlin, 5. Juli 2011. Nach der harschen Kritik des Bundesrechnungshofes am Umgang
der Krankenkassen mit den Anträgen von Müttern auf medizinisch indizierte
Kurmaßnahmen zeigen die Ablehnungen der Kassen bisher keine Veränderung.
Das Müttergenesungswerk kritisiert zudem, dass die Ausgaben der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) für Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen im
1. Quartal des Jahres um weitere 13,7% im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind.
„Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass die Kassen die Ausgaben auf Kosten der Mütter
weiter senken, und die Umsetzung des Gesetzeswillen trotz Kritik aus allen politischen
Parteien schlicht ignorieren“, betont Marlene Rupprecht, MdB und Kuratoriumsvorsitzende
des Müttergenesungswerkes in Berlin. „Offenbar geht es bei den
Kassen nicht ohne neue gesetzliche Regelungen und Auflagen der Aufsichtsbehörden.“
Hintergrund dieser Äußerungen ist der seit April vorliegende Prüfbericht des Bundesrechnungshofes,
der den Kassen „Intransparenz“, den „Anschein von Willkür“
und die „Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes“ vorwirft und der derzeit in
den zuständigen Ausschüssen des Bundestages beraten wird. „Nach wie vor erhalten
Mütter Ablehnungsschreiben mit Falschinformationen und Textbausteinen, werden
zur Rücknahme ihres Widerspruchs gedrängt oder erhalten gar keine Widerrufsbelehrung.
Wir können noch keinerlei Veränderung oder das Bemühen darum
erkennen“, so Rupprecht. Vor diesem Hintergrund offenbart die Veröffentlichung der
neuesten Quartalszahlen aus dem Bundesgesundheitsministerium einmal mehr den
dringenden Handlungsbedarf im Interesse kranker Mütter.
Das Müttergenesungswerk fordert schnellstmögliche Veränderungen dieser rechtswidrigen
Praxis. „Neben dem Verwaltungshandeln muss der Gesetzgeber auch dem
Vorschlag des Bundesrechnungshofes nachgehen, die Prüfung und Bewilligung
dieser Maßnahmen nicht mehr von den Krankenkassen vornehmen zu lassen“, fordert
Marlene Rupprecht. „Es ist ein Systemfehler, dass Krankenkassen über die
Notwendigkeit diese Maßnahmen entscheiden dürfen, die sie dann auch bezahlen
müssen.“
Seit 2007 haben Mütter einen gesetzlichen Anspruch auf eine Mütter- oder Mutter-
Kind-Kurmaßnahme, wenn sie medizinisch notwendig ist. Das Müttergenesungswerk
bietet für kranke und erschöpfte Mütter mit seiner Therapeutischen Kette aus
Beratung, Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen und Nachsorge wirksame
Hilfen.

Weitere Informationen zu Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen unter:
http://www.muettergenesungswerk.de oder Kurtelefon: 030/330029-29
Kontakt: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Bergstraße 63, 10115 Berlin
Katrin Goßens, Tel.: 030 330029-14
presse@muettergenesungswerk.de, www.muettergenesungswerk.de

Im Januar 1950 gründete Elly Heuss-Knapp, die Frau des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor
Heuss, die Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk. Zweck der Stiftung ist, Kurmaßnahmen
für Mütter zu ermöglichen, für die Idee der Müttergenesung zu werben und durch die Vernetzung der Wohlfahrtsverbände
unter dem Dach des Müttergenesungswerks (MGW) die Arbeit für Mütter zu stärken. Das geschieht mit den
Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen des MGW. Denn Verantwortung für Kinder und Familie heißt Einsatz
rund um die Uhr – wobei die Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden der Mütter oft auf der Strecke bleibt. Die
Gesundheitsprobleme können in vielen Fällen mit einzelnen ambulanten Maßnahmen nicht ausreichend behandelt
werden. Hier setzt das MGW mit seiner therapeutischen Kette an. Während eines Zeitraums von drei Wochen gewährleisten
Mütter- und Mutter-Kind-Kuren die umfassende Vorsorge und Rehabilitation außerhalb des häuslichen Umfelds.
Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände unterstützen bei der Antragstellung und bei Nachsorgeangeboten.

Quelle: Pressemitteilung vom 05.07.2011
Katrin Goßens
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Elly Heuss-Knapp-Stiftung
Deutsches Müttergenesungswerk
Bergstraße 63, 10115 Berlin
Tel.: 030 330029-14
presse@muettergenesungswerk.de
http://www.muettergenesungswerk.de

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Beitrag von Presse » 07.07.2011, 11:27

Stellungnahme des Müttergenesungswerkes zum Entschließungsantrag des
Gesundheitsausschusses:
Kurzfristige Kontrollen der Krankenkassen fehlen


Berlin, 7. Juli 2011. Das Müttergenesungswerk begrüßt den gestrigen Entschließungsantrag
des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages als richtigen
und wichtigen ersten Schritt auf dem Weg zu einer grundsätzlichen Änderung
der Bewilligungspraxis der Krankenkassen für Mütter- und Mutter-Kind-
Kurmaßnahmen.
Kuratoriumsvorsitzende Marlene Rupprecht, MdB, erklärt: „Wieder besteht fraktionsübergreifend
Einigkeit darin, dass Mütter durch die Kurmaßnahmen gestärkt
werden sollen und dieser Wille auch von den Krankenkassen umgesetzt werden
muss. Deshalb freuen wir uns über die klaren Worte im Entschließungsantrag des
Ausschusses. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind ein erster richtiger und wichtiger
Schritt auf dem Weg zur Durchsetzung der gesetzlichen Bestimmungen durch
die Krankenkassen.
Allerdings fehlen bisher völlig kurzfristige Maßnahmen, die die Krankenkassen in die
Pflicht nehmen. Seit Bekanntwerden des Prüfberichtes des Bundesrechnungshofes
zum Verhalten der Krankenkassen hat es keinerlei Veränderungen in den Ablehnungen
der Kuranträge von Müttern gegeben, obwohl die Kassen natürlich sofort
die bestehenden gesetzlichen Regelungen anwenden könnten. Da sie dies allerdings
nicht tun, bedarf es dringend kurzfristiger Kontrollen durch Politik und Aufsichtsgremien.
Insbesondere das Bundesgesundheitsministerium ist hier in der
Pflicht. Außerdem sollten auch die vorgeschlagenen gesetzlichen Änderungen im
Interesse der Mütter nicht außer Acht gelassen werden. Denn die Mütter und die
Einrichtungen sind in Not und brauchen kurzfristige Hilfen!“

Weitere Informationen zu Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen unter:
http://www.muettergenesungswerk.de oder Kurtelefon: 030/330029-29

Quelle: Pressemitteilung vom 07.07.2011
Kontakt: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Bergstraße 63, 10115 Berlin
Katrin Goßens, Tel.: 030 330029-14
presse@muettergenesungswerk.de, www.muettergenesungswerk.de

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