Gesundheitssystem vor Überforderungen schützen
Verfasst: 12.05.2009, 17:54
Gesundheitssystem vor Überforderungen schützen
Düsseldorf, 12.5.2009 – Die Schlagzeile der Rheinischen Post von heute „5 Euro für jeden Praxisbesuch“ hat zu zahlreichen positiven wie auch negativen, ehrlichen und auch scheinheiligen Reaktionen geführt. Daher stellt Dr. Leonhard Hansen, der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, klar:
Auch ich möchte nicht, dass Kranke noch weiter belastet werden. Vielmehr habe ich aktuell gegenüber der Rheinischen Post klar gemacht, dass zusätzliche Gebühren weder von chronisch Kranken noch von Bedürftigen gefordert werden können. Auch Kinder müssen, wie bisher auch, von zusätzlichen Gebühren befreit bleiben. Im Übrigen soll dies nicht für Arztbesuche mittels einer Überweisung gelten.
Aber angesichts von durchschnittlich 18 Arztbesuchen im Jahr, zu Recht beklagten langen Wartezeiten auf der einen Seite und wenig Zeit für den einzelnen Patienten auf der anderen Seite und einer weltweit einmaligen Arztdichte, muss die Frage gestattet sein, ob und wie steuernd eingegriffen werden kann. In diesem Sinne habe ich eine Gebühr als eine Möglichkeit ins Gespräch gebracht. Begrenzten Mitteln steht ein unbegrenztes Leistungsversprechen gegenüber. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen.
Aber Ehrlichkeit wird in unserer Zeit nicht goutiert, das kenne ich und stört mich nicht. Meine Intention: Statt bedürftige Patienten durch Kostenerstattungsverfahren oder gar Direktabrechung wirklich zu überfordern, bin ich dafür, das System vor Überforderungen zu schützen, damit es auch in Zukunft als solidarisches Sachleistungssystem erhalten bleiben kann.
Quelle: Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein vom 12.05.2009
http://www.kvno.de/presse/meld2009/praxisgebuehr.html
Düsseldorf, 12.5.2009 – Die Schlagzeile der Rheinischen Post von heute „5 Euro für jeden Praxisbesuch“ hat zu zahlreichen positiven wie auch negativen, ehrlichen und auch scheinheiligen Reaktionen geführt. Daher stellt Dr. Leonhard Hansen, der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, klar:
Auch ich möchte nicht, dass Kranke noch weiter belastet werden. Vielmehr habe ich aktuell gegenüber der Rheinischen Post klar gemacht, dass zusätzliche Gebühren weder von chronisch Kranken noch von Bedürftigen gefordert werden können. Auch Kinder müssen, wie bisher auch, von zusätzlichen Gebühren befreit bleiben. Im Übrigen soll dies nicht für Arztbesuche mittels einer Überweisung gelten.
Aber angesichts von durchschnittlich 18 Arztbesuchen im Jahr, zu Recht beklagten langen Wartezeiten auf der einen Seite und wenig Zeit für den einzelnen Patienten auf der anderen Seite und einer weltweit einmaligen Arztdichte, muss die Frage gestattet sein, ob und wie steuernd eingegriffen werden kann. In diesem Sinne habe ich eine Gebühr als eine Möglichkeit ins Gespräch gebracht. Begrenzten Mitteln steht ein unbegrenztes Leistungsversprechen gegenüber. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen.
Aber Ehrlichkeit wird in unserer Zeit nicht goutiert, das kenne ich und stört mich nicht. Meine Intention: Statt bedürftige Patienten durch Kostenerstattungsverfahren oder gar Direktabrechung wirklich zu überfordern, bin ich dafür, das System vor Überforderungen zu schützen, damit es auch in Zukunft als solidarisches Sachleistungssystem erhalten bleiben kann.
Quelle: Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein vom 12.05.2009
http://www.kvno.de/presse/meld2009/praxisgebuehr.html