Studie:
Pflegeversicherung vor massiven Herausforderungen
Frankfurt a. M./Berlin. Die soziale Pflegeversicherung steht in den kommenden Dekaden vor enormen Herausforderungen. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland werde sich von derzeit 2,25 Millionen bis zum Jahr 2050 auf knapp 4,5 Millionen verdoppeln. Dabei werde sich der „Heimsog-Effekt“ verstärken. Dies ist das Fazit einer aktuellen Studie von Deutsche Bank Research. Der bisherige Grundsatz – häusliche vor stationärer Pflege – lasse sich nicht mehr halten, so die Autoren. Leistungskürzungen der sozialen Pflegeversicherung seien mit Blick auf die Qualität der Pflege keine realistische Option. Vielmehr müsse klar werden, dass Pflege in Zukunft wohl teurer werde. Ein Wandel in der Struktur von Pflegeheimen, ein flexiblerer Pflege-Mix, eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie die Einführung eines Pflegebudgets und ein verstärktes bürgerschaftliches Engagement in der Pflege wären notwendig. Hier geht es zu den Studienergebnissen:
http://www.dbresearch.de/PROD/DBR_INTER ... 239350.PDF
In einem Handelsblatt-Artikel vom 13. April sprechen sich anlässlich der Studie Fachleute für die Entwicklung neuer Konzepte aus und favorisieren dezentrale, kleine Einrichtungen, um die Nachfrage nach Pflegeeinrichtungen auch in Zukunft zu befriedigen.
Lesen Sie hier mehr:
http://www.handelsblatt.com/finanzen/im ... en;2232830
Quelle: Pressemitteilung vom 15.04.2009
Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB)
Nicole Meermann
Presse
Im Teelbruch 132
45219 Essen
Fon 0 20 54/ 95 78 15
Fax 0 20 54/ 95 78 40
E-Mail nicole.meermann@vdab.de oder presse@vdab.de
Pflegeversicherung vor massiven Herausforderungen l- Studie
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WernerSchell
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Pflegeversicherung vor massiven Herausforderungen
Siehe auch die Texteinstellung unter
http://www.wernerschell.de / Aktuelles / Beiträge / April 2009:
Pflegeversicherung vor massiven Herausforderungen
Die soziale Pflegeversicherung steht in den kommenden Dekaden vor enormen Herausforderungen. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland werde sich von derzeit 2,25 Millionen bis zum Jahr 2050 auf knapp 4,5 Millionen verdoppeln. Dabei werde sich der „Heimsog-Effekt“ verstärken.
Studie informiert!
http://www.wernerschell.de/Medizin-Info ... system.pdf
http://www.wernerschell.de / Aktuelles / Beiträge / April 2009:
Pflegeversicherung vor massiven Herausforderungen
Die soziale Pflegeversicherung steht in den kommenden Dekaden vor enormen Herausforderungen. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland werde sich von derzeit 2,25 Millionen bis zum Jahr 2050 auf knapp 4,5 Millionen verdoppeln. Dabei werde sich der „Heimsog-Effekt“ verstärken.
Studie informiert!
http://www.wernerschell.de/Medizin-Info ... system.pdf
Studie zur Zukunft der Pflegeversicherung
Studie zur Zukunft der Pflegeversicherung: Stationär und ambulant gleichrangig
Frankfurt/Main. Die Zahl der notwendigen stationären Pflegeplätze könnte sich einer aktuellen Untersuchung der Deutsche Bank Research zufolge bis zum Jahr 2050 auf 3,5 Millionen verfünffachen. Um die damit verbundene Kostenexplosion zu dämpfen, sollte das informelle Umfeld des Pflegebedürftigen gestärkt und zudem kleinere und dezentral gelegene Einrichtungen gebaut werden, wo sich Angehörige stärker kümmern können, so die Studienmacher. Nach Einschätzung der Experten deute vieles darauf hin, dass beide Formen der Versorgung – die häuslich-ambulante Pflege und die stationäre Pflege – als gleichrangig betrachtet werden müssten und dass sich beide in einer grundlegenden Weise verändern müssten.
Mehr dazu lesen Sie in der CAREkonkret, Ausgabe 17.
Queelle: Mitteilung vom 17.04.2009
Vincentz Network, Hannover, http://www.vincentz.net
Frankfurt/Main. Die Zahl der notwendigen stationären Pflegeplätze könnte sich einer aktuellen Untersuchung der Deutsche Bank Research zufolge bis zum Jahr 2050 auf 3,5 Millionen verfünffachen. Um die damit verbundene Kostenexplosion zu dämpfen, sollte das informelle Umfeld des Pflegebedürftigen gestärkt und zudem kleinere und dezentral gelegene Einrichtungen gebaut werden, wo sich Angehörige stärker kümmern können, so die Studienmacher. Nach Einschätzung der Experten deute vieles darauf hin, dass beide Formen der Versorgung – die häuslich-ambulante Pflege und die stationäre Pflege – als gleichrangig betrachtet werden müssten und dass sich beide in einer grundlegenden Weise verändern müssten.
Mehr dazu lesen Sie in der CAREkonkret, Ausgabe 17.
Queelle: Mitteilung vom 17.04.2009
Vincentz Network, Hannover, http://www.vincentz.net
Kleine Heime finanzierbar?
Wäre das Argument ambulant vor stationär jemals ernst genommen worden, hätte man die ambulante Versorgung zumindest finanziell gleichstellen müssen.
Das ist aber nie geschehen, weil es letztendlich um die Frage ging: lieber billig=Angehörige als teuer=Heim. Es ist eines von vielen Beispielen, bei dem uns Sozialpolitiker und Gesundheitsökonomen regelmäßig an der Nase herumführen.
Wirklich witzig und realitätsfremd ist nun die Forderung in obiger Studie, kleine Heime mit 20 Betten zu bauen. Offensichtlich wollen manche Schöngeister einfach nicht begreifen, was es finanziell bedeuten würde, z.B. für 20 BewohnerInnen einen professionellen Nachtdienst vorzuhalten.
Natürlich bin ich als Pflegekraft für diesen Vorschlag. Derzeit habe ich in der Nacht 50 BewohnerInnen zu versorgen.
Immerhin sind Leistungskürzungen angesichts der Qualität in der Pflege keine Option. D.h. es geht nur noch darum, denn status quo zu erhalten. Schöne Aussichten!
Das ist aber nie geschehen, weil es letztendlich um die Frage ging: lieber billig=Angehörige als teuer=Heim. Es ist eines von vielen Beispielen, bei dem uns Sozialpolitiker und Gesundheitsökonomen regelmäßig an der Nase herumführen.
Wirklich witzig und realitätsfremd ist nun die Forderung in obiger Studie, kleine Heime mit 20 Betten zu bauen. Offensichtlich wollen manche Schöngeister einfach nicht begreifen, was es finanziell bedeuten würde, z.B. für 20 BewohnerInnen einen professionellen Nachtdienst vorzuhalten.
Natürlich bin ich als Pflegekraft für diesen Vorschlag. Derzeit habe ich in der Nacht 50 BewohnerInnen zu versorgen.
Immerhin sind Leistungskürzungen angesichts der Qualität in der Pflege keine Option. D.h. es geht nur noch darum, denn status quo zu erhalten. Schöne Aussichten!
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Dieter Radke
- Full Member
- Beiträge: 168
- Registriert: 13.11.2005, 16:46
Pflegereform muss grundlegende Veränderungen bringen
Hallo Forum,
die nächste Pflegereform muss grundlegende Veränderungen bringen, z.B.:
Stärkung des Prinzips von "ambulant vor stationär",
Rehabiliation stärken - gesetzliche Ansprüche konsequent umsetzen,
Vorhaltung ausreichender Pflegeplätze in stationären Heimen mit ausreichend Pflegefachkräften,
Erneuerung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes - Demenzkranke einbeziehen,
Leistungsrecht neu gestalten - statt Pflegestützpunkte, MDK-Vergrößerung... (usw.) mehr Geld für die pflegebedürftigen Menschen frei machen.
....
Viele Grüße
Dieter Radke
die nächste Pflegereform muss grundlegende Veränderungen bringen, z.B.:
Stärkung des Prinzips von "ambulant vor stationär",
Rehabiliation stärken - gesetzliche Ansprüche konsequent umsetzen,
Vorhaltung ausreichender Pflegeplätze in stationären Heimen mit ausreichend Pflegefachkräften,
Erneuerung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes - Demenzkranke einbeziehen,
Leistungsrecht neu gestalten - statt Pflegestützpunkte, MDK-Vergrößerung... (usw.) mehr Geld für die pflegebedürftigen Menschen frei machen.
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Viele Grüße
Dieter Radke
Menschenwürdige Pflege ohne Ausnahme! - Dafür müssen wir alle eintreten.
