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Geriatrische Rehabilitation verbessert Lebensqualität

Verfasst: 05.11.2008, 10:40
von Service
Gesundheitsstaatssekretärin Huml:
Geriatrische Rehabilitation verbessert Lebensqualität älterer Menschen
Huml: "Fast 90 Prozent der Patienten können nach Rehabilitation zurück in Privatwohnung"

Geriatrische Rehabilitation verhindert Pflegebedürftigkeit und ermöglicht älteren Menschen, möglichst lange in der eigenen Wohnung zu leben; die 'Reha' wird daher auch künftig im Mittelpunkt der Altersmedizin in Bayern stehen. Das betonte Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml heute auf dem Geriatrie-Symposium 2008 in München. Huml: "Ob Mobilitätstraining, Übungen zum selbstständigen Ankleiden, Essen, Einkaufen oder zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit: Durch geriatrische Rehabilitation kommen ältere Patientinnen und Patienten buchstäblich wieder auf die Beine." Die Bedeutung der Altersmedizin steigt. Denn 2050 wird etwa jeder dritte Bayer über 65 Jahre alt sein. Häufig droht gerade Patientinnen und Patienten in höherem Alter nach einem Krankenhausaufenthalt Heimeinweisung oder Pflegebedürftigkeit. Durch gezielte Rehabilitation können in fast 90 Prozent der Fälle die Patientinnen und Patienten wieder in ihre Privatwohnung entlassen werden.

Die medizinische Versorgung der älteren Bevölkerung muss laut Huml ausgebaut werden. "Deshalb untersuchen wir, ob Versorgungslücken bestehen, fördern den Erwerb geriatrischen Fachwissens bei Ärzten und unterstützen Betreuungsangebote." Um die medizinische Versorgung der immer älter werdenden Bevölkerung zu verbessern, wurde bereits im Jahr 1990 das Bayerische Geriatriekonzept verabschiedet. Flächendeckend stehen in Bayern 67 geriatrische Rehabilitationseinrichtungen mit über 2.800 Betten zur Verfügung sowie neun Einrichtungen zur ambulanten geriatrischen Rehabilitation, die an stationäre Einrichtungen angegliedert sind. Hinzu kommen vier akutgeriatrische Kompetenzzentren an Krankenhäusern hoher Versorgungsstufen und drei akutgeriatrische Tageskliniken. Anhand der Datenbank 'Geriatrie in Bayern (GiBDAT)', die fast 90 Prozent der geriatrischen Behandlungskapazität in Bayern erfasst, lässt sich der große Erfolg der geriatrischen Rehabilitation messen.

Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de

Quelle: Pressemitteilung des Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz vom 5.11.2008 - http://www.stmugv.bayern.de

Für eine bessere Geriatrie

Verfasst: 11.02.2011, 16:17
von Presse
Für eine bessere Geriatrie

Forderungen des Landesseniorenrates für Ältere und ihre Angehörigen
„Die für ältere Menschen im Sozialgesetzbuch aufgeführten Leistungen müssen bekannter
gemacht und vor allem auch bewilligt werden. Oft gewährt man sie gar nicht
oder nur restriktiv.“ Darauf hat jetzt Roland Sing, der Vorsitzende des Landesseniorenrates
(LSR), in einer Stellungnahme zur Fortentwicklung des Landesgeriatriekonzeptes
Baden-Württemberg hingewiesen. Die Interessenvertretung der 2,5 Millionen über 60-
Jährigen im Südwesten bemängelt darin, dass auch die Älteren seit Einführung des Gesundheitsfonds
mit kontraproduktiven Sparmaßnahmen konfrontiert sind.
Noch wichtiger seien jedoch die „Rahmenbedingungen“, die es zu verändern gelte: Ältere
Menschen wünschen sich am Wohnort einen Arzt, der über ein spezialisiertes Wissen
zu den Erkrankungen im Alter und deren Behandlung verfügt, sie ganzheitlich betrachtet
und ihnen dabei hilft, die Ressourcen für ein selbst bestimmtes Leben zu erhalten
bzw. wieder zu erlangen.
Die deutlich verkürzte Verweildauer in Krankenhäusern führe häufig dazu, dass Senioren
dort ihre Ressourcen nicht mehr aufbauen können und ihnen nach einem Klinikaufenthalt
ein selbstständiges Leben unmöglich ist. Notwendig ist deshalb nach Ansicht
der Interessenvertretung, dass die „eingesparte“ Behandlung mit einer garantierten Anschlussheilbehandlung
korrigiert wird, um die Selbstständigkeit wieder erlangen zu können.
Erwartet wird, „dass eine integrierte Versorgung stattfindet. Ärzte, Fachärzte, Krankenhäuser,
Vorsorge- und Rehabilitationskliniken und andere Leistungserbringer müssen
kooperieren und für den notwendigen Wissensaustausch sorgen“.
Vielen älteren Menschen ist das selbst bestimmte Wohnen in der eigenen Häuslichkeit
nur möglich, weil sich Angehörige um sie kümmern. Ohne diese Eigen- und Selbsthilfe
im Familienverbund wäre die geriatrische Versorgung insgesamt sicher nicht zu lösen:
Sie stellt daher einen unschätzbaren Wert und einen unverzichtbaren Beitrag für unsere
Gesellschaft dar. Pflegende Angehörige müssen jedoch angeleitet, unterstützt, und entlastet
werden.

Quelle: Pressemitteilung des Landesseniorenrates Baden-Württemberg vom 10.02.2011
http://lsr-bw.de/

Geriatrische Rehabilitation - Mehr Angebote gefordert

Verfasst: 23.02.2013, 08:01
von Presse
Geriatrische Rehabilitation der Freien Wohlfahrtspflege überzeugt auch Patientenbeauftragten. Verbände fordern mehr Angebote

Berlin, 21.Februar 2013: Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege konnten den Patientenbeauftragten der Bundesregierung Herrn Wolfgang Zöller vom Konzept der mobilen geriatrischen Rehabilitation überzeugen. Zöller war gestern zu Gast im Evangelischen Johannesstift der Diakonie Deutschland in Berlin-Spandau und lernte hier das speziell auf die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnittene Angebot der Wohlfahrtsverbände näher kennen.

Geriatrische Rehabilitation ist seit 2007 zwar eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung, wird aber längst nicht flächendeckend angeboten. „Diesem Angebot muss jedoch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung eine besondere Aufmerksamkeit zukommen“, fordert der Geschäftsführer der BAGFW Dr. Gerhard Timm. „Die Verbände der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) wollen deshalb auch auf politischer Ebene deutlich machen, dass dieses fachlich und wirtschaftlich überzeugende Angebot unbedingt einer größeren Förderung sowie einer bundesweiten Bereitstellung bedarf.“

Zöller kam bei seinem Besuch mit Fachleuten und Patienten ins Gespräch und konnte sich persönlich von den besonderen Motivations- und Erfolgsfaktoren für diese Art der Rehabilitation überzeugen: „Ein mobiles Team aus unterschiedlichen Gesundheitsexperten beispielsweise aus den Bereichen Medizin, Pflege, Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie stellen einen individuellen Hilfeplan auf, der in der eigenen Häuslichkeit umgesetzt wird. Die Rückmeldungen der Betroffenen sind beeindruckend.“

Doch obwohl das Angebot fachlich und wirtschaftlich überzeugt, erhalten bisher nur 0,3 % der Zielgruppe diese Rehabilitationsleistungen. Gründe hierfür sind zum einen fehlende flächendeckende Angebote für mobile geriatrische Rehabilitation aufgrund schwieriger Verhandlungen mit Kostenträgern. Zum anderen wird alten Menschen vielfach die Rehabilitationsfähigkeit abgesprochen, ihr Rehabilitationsbedarf ignoriert oder schlichtweg der Antrag abgelehnt.

„Ziel des Praxisbesuchs ist natürlich auch, Herrn Zöller als Patientenbeauftragten für die Probleme etwa bei der Umsetzung und den damit zusammenhängenden Finanzierungsfragen zu sensibilisieren“, erläutert der BAGFW-Geschäftsführer das Anliegen der Freien Wohlfahrtspflege. Der Patientenbeauftragte zeigte sich interessiert an einer weiteren Zusammenarbeit für einen breiten Zugang aller Betroffenen zu diesen gesetzlichen Leistungen.

Rückfragen: Dr. Gerhard Timm, Geschäftsführer der BAGFW, Tel.: 030 / 24089 – 129
Dr. Anja Ludwig, Vorsitzende des BAGFW-FA Gesundheit, Tel. 030/ 26309 - 160

Quelle: P R E S S E M E L D U N G vom 21.02.2013
Bettina Neuhaus
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW)
Oranienburgerstraße 13-14
10178 Berlin
Tel: 030 / 240 89 – 121
Fax: 030/ 240 89 – 133
Email: bettina.neuhaus@bag-wohlfahrt.de
http://www.bagfw.de