Institut Arbeit und Technik
der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen – Bocholt – Recklinghausen
Pressemitteilung vom 3. Juli 2012
Ageing in a foreign land – IAT untersuchte Einstellungen zu Gesundheit und Pflege älterer türkischer Migranten
Mehr als jeder fünfte Deutsche ist 65 Jahre und älter, bei der ausländischen Bevölkerung ist es bislang erst jeder Zehnte. Hier ist allerdings in den nächsten Jahren ein deutlicher Anstieg zu erwarten, der die Berücksichtigung besonderer Bedürfnisse verlangt und Anforderungen an Organisation und Personal stellt. Denn auf das Altwerden in Deutschland sind die wenigsten Migranten eingestellt, wie eine aktuelle Untersuchung des Instituts Arbeit und Technik (IAT / Westfälische Hochschule) zeigt.
Die IAT-Wissenschaftler Peter Enste und Sebastian Merkel haben dazu in Interviews, Gruppendiskussionen und Expertengesprächen gefragt, wie sich die ältere Generation der türkischen Mitbewohner – das sind 15,8 Prozent aller Migranten in Deutschland – das Altwerden vorstellt. Da ein großer Teil ursprünglich nach dem Erwerbsleben in die Türkei zurückkehren wollte, hat man sich mit dem Altwerden in Deutschland bislang wenig auseinander gesetzt. Informationsdefizite gibt es in Bezug auf Prävention – es fehlen Kenntnisse über altersbedingte Erkrankungen und deren Vorbeugung – wie auch zur Altersvorsorge: wie gestaltet sich eine Betreuung im eventuellen Pflegefall? Viele verlassen sich auf vorhandene familiäre Strukturen. Kinder und Enkelkinder stehen allerdings nicht immer zur Verfügung, professionelle stationäre Angebote werden kritisch gesehen.
Enste und Merkel raten zu gezielten Maßnahmen für mehr gesundheitliche Aufklärung. Eine Herausforderung resultiert aus dem Pendeln zwischen zwei Staaten, so dass Maßnahmen nur dann effizient sein können, wenn eine gezielte Zusammenarbeit besteht. Dies gilt auch hinsichtlich der Altersversorgung im Pflegefall. Die Aufgeschlossenheit gegenüber kultursensiblen Pflegediensten und -angeboten sollte gefördert werden. Gleichzeitig stellt die gerade in der ersten Generation noch vorhandene Sprachbarriere besondere Herausforderungen an alle Akteure: Um die Zielgruppe zu erreichen, sind Angebote in Muttersprache unabdingbar. Dies bezieht sich sowohl auf Informationsmaterial als auch auf den eigentlichen Pflegeprozess. „Die Altersverteilung macht deutlich, dass bereits in wenigen Jahren fertige Konzepte entwickelt und in der Breite eingesetzt werden müssen!“
Weitere Informationen: http://www.iat.eu/forschung-aktuell/2012/fa2012-07.pdf
Ansprechpartner:
Peter Enste, Durchwahl: 0209/1707-133, E-Mail: enste@iat.eu,
Sebastian Merkel, Durchwahl: 0209/1707-163, E-Mail: merkel@iat.eu
Claudia Braczko
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Institut Arbeit und Technik
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Telefon: 0209/1707-176
E-Mail: braczko@iat.eu
Web: http://www.iat.eu
Pflege älterer türkischer Migranten
Moderator: WernerSchell
Künftig mehr Migranten pflegebedürftig
Politik
Künftig mehr Migranten pflegebedürftig
Dienstag, 3. Juli 2012
Gelsenkirchen – Deutlich mehr pflegebedürftige Migranten in Deutschland prognostiziert das Institut Arbeit und Technik (IAT/Westfälische Hochschule). Bislang sei erst jeder zehnte Migrant älter als 65 Jahre. In den nächsten Jahren werden es nach einer aktuellen Studie des Instituts aber deutlich mehr werden. Dies stelle besondere Anforderungen an Organisation und Personal im Gesundheitswesen. „Denn auf das Altwerden in Deutschland sind die wenigsten Migranten eingestellt“, hieß es aus dem IAT. .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50737
zum Thema
zur Studie des IAT
http://www.iat.eu/forschung-aktuell/2012/fa2012-07.pdf
aerzteblatt.de
Infokampagne zur Gesundheitsvorsorge von Migranten in Baden-Württemberg
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48834
Künftig mehr Migranten pflegebedürftig
Dienstag, 3. Juli 2012
Gelsenkirchen – Deutlich mehr pflegebedürftige Migranten in Deutschland prognostiziert das Institut Arbeit und Technik (IAT/Westfälische Hochschule). Bislang sei erst jeder zehnte Migrant älter als 65 Jahre. In den nächsten Jahren werden es nach einer aktuellen Studie des Instituts aber deutlich mehr werden. Dies stelle besondere Anforderungen an Organisation und Personal im Gesundheitswesen. „Denn auf das Altwerden in Deutschland sind die wenigsten Migranten eingestellt“, hieß es aus dem IAT. .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50737
zum Thema
zur Studie des IAT
http://www.iat.eu/forschung-aktuell/2012/fa2012-07.pdf
aerzteblatt.de
Infokampagne zur Gesundheitsvorsorge von Migranten in Baden-Württemberg
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48834