Vermeidbare Todesfälle verhindern
Elektronische Versorgungsschränke in Kliniken retten Leben
London / Münster (19. August 2010) – Bis zu 30.000 Menschen
sterben in Deutschland aufgrund von Verordnungsfehlern jährlich
im Krankenhaus. „Diese vermeidbaren Todesfälle könnten durch
den Einsatz von elektronischen Versorgungsschränken mit
Medikationsprüf-Software erheblich reduziert werden“, erklärte
Professor Dr. Dr. Wilfried von Eiff, vom Centrum für Krankenhaus-
Management der Universität Münster, anlässlich des Besuchs dreier
renommierter Londoner Krankenhäusern mit einer Delegation
deutscher Klinikleiter.
Ziel der regelmäßig stattfindenden Exkursionen in das Guy’s and St.
Thomas Hospital sowie des Kings Hospital in London ist die Besichtigung
der als revolutionär geltenden Logistikabläufe auf Basis elektronischer
Versorgungsschränke. Die drei Häuser hatten 2008 im Rahmen einer
Projektgemeinschaft eine Neuerung der Logistikprozesse nach Prinzipien
des Lean-Management vorgenommen. Wesentlich dabei war dabei der
Einsatz elektronischer Versorgungsschränke zur Unterstützung der
Medikalprodukte-Logistik sowie der Arzneimittelversorgung.
Der Arzneimittelsicherheit kommt nach Ansicht des Krankenhaus-
Experten von Eiff in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle zu. Denn
die Ursache von Medikationsfehlern, die auf jeder Stufe des
Medikationsprozesses entstehen könnten, seien zu einem erheblichen
Teil vermeidbar. Elektronische Versorgungsschränke, die in Groß-
Britannien, den Niederlanden und den USA eingesetzt würden, steuerten
den Medikamenteneinsatz fehlertolerant. Sie bieten ferner die Möglichkeit
des logistischen Direktabrufes von Medizinprodukten für Stationen, OPs
und Intensivstationen.
„Studien aus dem Ausland haben gezeigt, dass durch den Einsatz von
elektronischen Versorgungsstationen in Verbindung mit einer
Reorganisation des Medikamenten-Verabreichungsprozesses und des
Wiederauffüllprozess die Fehlerrate deutlich reduziert werden kann“, so
von Eiff. Ein positiver und wirtschaftlich nicht zu unterschätzender
Nebeneffekt liegt im Rückgang der Retouren-Zahl und die Reduzierung
der Schwundrate z.B. infolge der Überschreitung des Verfalldatums.
In deutschen Krankenhäusern sind diese innovativen, auf
Patientensicherheit und Wirtschaftlichkeit gezielten Versorgungskonzepte
bisher nicht anzutreffen. „Teils aus Unkenntnis, teils aus Angst der Erste
zu sein“, vermutet von Eiff die Gründe für diese Zurückhaltung.
Quelle: Pressemitteilung vom 19.08.2010
APOFORMA GmbH
Kreuzstraße 1
D-14558 Nuthetal
Text übermittelt von
Kerstin Kilian MA
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Moderator: WernerSchell