Drastischer Personalabbau
Immer weniger nichtärztliche Mitarbeiter in den deutschen Krankenhäusern
In den noch 2083 deutschen Krankenhäusern haben die vergangenen zehn Jahre einen drastischen Personalumbau gebracht: Zwar wurden 20000 Ärzte zusätzlich eingestellt. Doch sank im gleichen Zeitraum die Zahl der nicht-ärztlichen Mitarbeiter um 90000, berichtet die "Apotheken Umschau". Dr. Rudolf Kösters, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, erklärt dies zum einen mit der kürzeren Verweildauer der Patienten in stationären Einrichtungen. Die durchschnittliche Liegedauer der Patienten verringerte sich zwischen 1998 und 2008 von rund 10 auf 8 Tage. "Kürzere Betreuungszeiten erfordern weniger Personal", so Kösters. Zum anderen habe die Übernahme europäischer Arbeitszeitrichtlinien für Ärzte zu einem Mehrbedarf an Medizinern geführt, der nur zulasten der Pflege finanzierbar gewesen sei. Der überproportionale Stellenabbau soll nun aber infolge eines neuen "Finanzierungsrahmengesetzes" durch 15000 neue Stellen in den nächsten Jahren ausgeglichen werden.
Weitere Infos rund um das Thema Medizin unter http://www.apotheken-umschau.de/medizin
Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 3/2010 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.
Quelle: Pressemitteilung vom 14.3.2010
Pressekontakt: Ruth Pirhalla
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Drastischer Personalabbau in den Krankenhäusern
Moderator: WernerSchell
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Sabrina Merck
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- Registriert: 18.05.2007, 10:32
Personalvermehrungen in den Pflegesystemen geboten
Guten Morgen!Presse hat geschrieben: Drastischer Personalabbau ....
In den noch 2083 deutschen Krankenhäusern haben die vergangenen zehn Jahre einen drastischen Personalumbau gebracht: Zwar wurden 20000 Ärzte zusätzlich eingestellt. Doch sank im gleichen Zeitraum die Zahl der nicht-ärztlichen Mitarbeiter um 90000, .... erklärt dies zum einen mit der kürzeren Verweildauer der Patienten in stationären Einrichtungen. .... Mehrbedarf an Medizinern geführt, der nur zulasten der Pflege finanzierbar gewesen sei. Der überproportionale Stellenabbau soll nun aber infolge eines neuen "Finanzierungsrahmengesetzes" durch 15000 neue Stellen in den nächsten Jahren ausgeglichen werden. ....
Dass in den Krankenhäusern rd. 70.000 Stellen für Pflegekräfte abgebaut worden sind, wird durch die o.a. Botschaft bestätigt. Über den dramatischen Pflegekräftemangel wurde hier im Forum immer wieder berichtet.
Dass die reduzierte Anzahl der Pflegekräfte teilweise durch die kürzere Verweildauer der Patienten gerechtfertigt werden kann, ist allerdings ein Märchen. Tatsächlich sind die Belastungen in der Pflege durch die neuen Fallpauschalenregelungen und die damit verbundenen Arbeitsverdichtungen gestiegen. Mit 15.000 neuen Stellen, selbst wenn sie kämen, kann das Problem nicht gelöst werden.
Es werden umfassende Personalvermehrungen in den Pflegesystemen für notwendig erachtet.
Siehe u.a.
Personalmangel in der Pflege - Buchtipp!
viewtopic.php?t=9807
Viele Grüße
Sabrina
Dem Pflegesystem und den pflegebedürftigen Menschen muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden! Daher:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk!
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de
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Gaby Modig
- phpBB God
- Beiträge: 1292
- Registriert: 13.11.2005, 13:58
Personalmangel in der Pflege ist katastrophal
Personalmangel in der Pflege ist katastrophal:
Siehe auch:
Zeitdruck in der Pflege - mehr Pflegepersonal erforderlich!
viewtopic.php?t=9779&highlight=personalmangel
Pflegepersonalmangel - Position des DBfK
viewtopic.php?t=13635&highlight=personalmangel
DBfK fordert andere Prioritäten in der Pflegepersonalpolitik
viewtopic.php?t=13020&highlight=personalmangel
Die Darstellung der Deutschen Krankenhausgesellschaft ist geradezu verniedlichend. Offensichtlich ist diese Gesellschaft auch mehr auf das ärztliche Personal fixiert. Denn wie sonst kam man auf die Idee, ärztliches Personal allein zu Lasten der Pflege einzustellen?
MfG Gaby
Siehe auch:
Zeitdruck in der Pflege - mehr Pflegepersonal erforderlich!
viewtopic.php?t=9779&highlight=personalmangel
Pflegepersonalmangel - Position des DBfK
viewtopic.php?t=13635&highlight=personalmangel
DBfK fordert andere Prioritäten in der Pflegepersonalpolitik
viewtopic.php?t=13020&highlight=personalmangel
Die Darstellung der Deutschen Krankenhausgesellschaft ist geradezu verniedlichend. Offensichtlich ist diese Gesellschaft auch mehr auf das ärztliche Personal fixiert. Denn wie sonst kam man auf die Idee, ärztliches Personal allein zu Lasten der Pflege einzustellen?
MfG Gaby
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!
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Anja Jansen
- Sr. Member
- Beiträge: 410
- Registriert: 05.12.2005, 08:38
Personalmangel in der Pflege ist katastrophal
Guten Morgen allerseits,Gaby Modig hat geschrieben: .... Personalmangel in der Pflege ist katastrophal
der Zustandsbeschreibung kann nicht widersprochen werden. Allerdings empfehle ich aus gegebenem Anlass, nicht mutlos zu werden, sondern, mit anderen (auch hier im Forum), alles tun, um die Pflegesituationen, die nicht alle gut sind, verbessern zu helfen. Wir brauchen Reformen und dazu müssen wir Position beziehen. Die Pflege selbst muss auch sagen, was not tut und was es zu ändern gilt.
MfG Anja
Es ist mehr Aufmerksamkeit für dementiell erkrankte Menschen nötig. Unser Pflegesystem braucht deshalb eine grundlegende Reform!