Pflegetreff in Neuss weiterhin auf Erfolgskurs !

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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WernerSchell
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Pflegetreff in Neuss weiterhin auf Erfolgskurs !

Beitrag von WernerSchell » 09.10.2008, 06:41

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Vorstand: Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss
Tel.: 02131 / 150779 – E-Mail: ProPflege@wernerschell.de
Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de


Einladung
zum öffentlichen Pflege- und Patiententreff
am 22.10.2008, 18.00 – ca. 20.00 Uhr
in Neuss-Erfttal – „Bürgerhaus“ - Eintritt frei!

>> Eingeladen sind vor allem pflegebedürftige Menschen und Angehörige, PflegemitarbeiterInnen, Leitungskräfte in Pflegeeinrichtungen sowie alle interessierten BürgerInnen.

>>>> Treff-Themen <<<<

· Patientenautonomie am Lebensende – Vorsorgevollmacht – Patientenverfügung – Betreuungsverfügung – Organspendeausweis. - Sind vorsorgliche Verfügungen sinnvoll? – Die Bedeutung der rechtlichen Betreuung.
· Sterben in Würde – Der Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e.V. stellt sein kreisweit flächendeckendes Angebot der ambulanten Palliativpflege vor.

Siehe dazu auch
Palliativpflege durch Caritasverband im Rhein-Kreis Neuss
viewtopic.php?t=9746
Palliativpflege: Lebensqualität bis zuletzt
http://caritas.erzbistum-koeln.de/neuss ... iativ.html

Soweit es der Zeitplan zulässt – weitere Themen:
Neuerungen der Pflegereform? – „Nach der Reform ist vor der Reform.“ - Pflegenotstand - Zweiklassenmedizin – Budgetierung – Rationierung – Patientengefährdungen - Beitragsanhebung?! – Was bringt das neue Heimgesetz NRW?

Treff-Adresse: Bürgerhaus Erfttal, Bedburger Straße 61, Neuss- Erfttal
Organisation und Leitung: Werner Schell – http://www.wernerschell.de
Wegbeschreibung: Mit dem Auto die A 57, Ausfahrt Neuss-Norf - Richtung Erfttal (Wegstrecke beschildert) fahren. Bahnreisende fahren bis Neuss-Norf (S-Bahn-Station). Der Bahnhof ist vom Veranstaltungsort etwa 10 Minuten Fußweg entfernt.

Bitte schon jetzt vormerken!
Der 7. Pflege-und Patiententreff wird am 17.02.2009, 18.00 Uhr, in Neuss, Kontakt-Erfttal, stattfinden. Gast u.a.: W. Zylajew, MdB.

Siehe:
(7.) Neusser Pflegetreff am 17.02.2009
viewtopic.php?t=10135
Zuletzt geändert von WernerSchell am 10.03.2009, 18:15, insgesamt 7-mal geändert.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Pflegetreff in Neuss - die Medien informieren

Beitrag von WernerSchell » 09.10.2008, 09:22

Pflegetreff in Neuss - die Medien informieren:

Öffentlicher Pflege- und Patiententreff - 22.10.2008 Neuss-Erfttal
http://www.pflegen-online.de/ - Termine

Pro-Pflege lädt zum Pflege- und Patiententreff
(NEUSS) Werner Schell lädt ein: am 22. Oktober können Pflegebedürftige und deren Angehörige, Pflegende und an Pflege interessierte Menschen im Bürgerhaus in Neuss-Erftal von 18:00 bis ca. 20:00 Uhr am öffentlichen Pflegetreff teilnehmen. Schell, Inititator der Veranstaltung und Referent, informiert zu den Themen Patientenautonomie, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Organspende. Zudem stellt der Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e.V. sein kreisweit flächendeckendes Angebot der ambulanten Palliativpflege vor. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Wegbeschreibung ist hier hinterlegt. (Zi)
http://www.good-care.de:80/

Heute, 09.10.2008, machte die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ), Rubrik Rhein-Kreis Neuss, auf den Pflegetreff am 22.10.2008 aufmerksam.
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Pflegetreff am 22.10.2008 - In Würde alt werden

Beitrag von WernerSchell » 11.10.2008, 07:43

Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) vom 09.10.2008:

In Würde alt werden

Rhein-Kreis Neuss (NGZ) - Das Thema "Patientenautonomie und würdevolle Versorgung - auch am Lebensende" steht im Mittelpunkt eines Pflege- und Patiententreffs am Mittwoch, 22. Oktober. Beginn der Veranstaltung ist um 18.00 Uhr im Bürgerhaus an der Bedburger Straße 61 in Neuss-Erfttal. Angesprochen sind pflegebedürftige Menschen und Angehörige, Pflege-Mitarbeiter, Leitungskräfte in Pflegeeinrichtungen sowie alle interessierten Bürger. Ausrichter des Treffens ist das "Pro-Pflege-Selbsthilfenetzwerk" um Werner Schell aus Neuss.
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Wie Menschen mit Würde altern können

Beitrag von WernerSchell » 20.10.2008, 05:07

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) brachte in ihrer Ausgabe vom 11.10.2008 in einer "extra-Seite" (Rat im Trauerfall) eine weitere Ankündigung zum Pflegetreff:

Wie Menschen mit Würde altern können

(NGZ) Am Mittwoch, 22. Oktober 2008, 18 Uhr, organisiert das "Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk" eine Veranstaltung im Bürgerhaus Erfttal an der Bedburger Straße 61. Das Thema lautet: "Patienten-Autonomie und würdevolle Versorgung am Lebensende". Adressaten sind pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen, aber auch Mitarbeiter in und Leiter von Pflegeeinrichtungen und alle Zuhörer mit Interesse am Thema.
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Nein zur Sterbehilfe

Beitrag von WernerSchell » 20.10.2008, 12:36

Neuss
Nein zur Sterbehilfe

VON FRANK KIRCHSTEIN

Rhein-Kreis Neuss Die CDU im Rhein-Kreis Neuss fordert den Kreis auf, eine Informationskampagne zum Thema „Keine Angst vor dem Altern - wirksame Hilfen im Alter, bei Krankheit und am Lebensende“ zu starten. Die Delegierten des Kreisparteitags am Samstag votierten - bei sieben Enthaltungen - einstimmig für einen entsprechenden Antrag des CDU-Stadtverbandes Neuss.
... (weiter unter)
viewtopic.php?p=38269#38269
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Palliativpflege: „Sterben in Würde“ - Ankündigung mit Fehler

Beitrag von WernerSchell » 21.10.2008, 11:58

Patienten-Treff am 22.10.2008 – Palliativpflege: „Sterben in Würde“

Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 21.10.2008 Achtung! Treffbeginn 18.00 Uhrhier:
http://www.wernerschell.de/ProPflege/be ... 1008-1.jpg
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Heute Pflege-Treff: "In Würde sterben"

Beitrag von WernerSchell » 22.10.2008, 07:03

Die NGZ berichtete gestern, 21.10.2008, ausführlich über den Pflege- und Patiententreff in Neuss-Erfttal. Leider wurde für den Beginn der Veranstaltung die falsche Uhrzeit genannt, nämlich 20.00 Uhr. Daraufhin berichtete die NGZ heute, 22.10.2008, erneut und informierte wie folgt korrekt über den Beginn der Veranstaltung um 18.00 Uhr:

Heute Pflege-Treff: "In Würde sterben"

Erfttal (NGZ) - Der nächste Pflege- und Patienten-Treff ist für heute (22.), 18 Uhr, im Bürgerhaus an der Bedburger Straße 61 angesetzt. Die Info- und Diskussionsveranstaltung zu der Werner Schell vom "Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk" gemeinsam mit dem Caritasverband einlädt, wendet sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte. Schell spricht gezielt pflegebedürfte Menschen und Angehörige oder aber Leitungskräfte in Pflegeeinrichtungen an. Die Themen lauten: Patientenautonomie und "in Würde sterben".
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Pflege- und Patiententreff in Neuss auf Erfolgskurs

Beitrag von WernerSchell » 23.10.2008, 06:44

Der Pflege- und Patiententreff in Neuss-Erfttal am 22.10.2008 fand großes Interesse und kann als voller Erfolg verbucht werden. - Ein Pressebericht folgt.
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Pflegetreff in Neuss weiterhin auf Erfolgskurs !

Beitrag von ProPflege » 23.10.2008, 12:52

Erfttaler Pflegetreff weiterhin auf Erfolgskurs!
Themen des gut besuchten Pflegetreffs am 22.10.2008 waren die Patientenautonomie am Lebensende und die Palliativpflege


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Pressemitteilung vom 23.10.2008

„Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk“, vertreten durch Werner Schell, hatte zum 6. Pflege- und Patiententreff in Neuss-Erfttal eingeladen. Über 70 Gäste waren der Einladung gefolgt.

Im ersten Teil der Veranstaltung ging es um die eher juristischen Fragestellungen der Patientenautonomie am Lebensende. Werner Schell zeigte in einem kurz und präzise vorgetragenen Referat auf, welche Möglichkeiten bestehen, vorzusorgen für den Fall, dass infolge von Krankheit, Unfall und Alter eigene Entscheidungen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich sind. In solchen Situationen kann es schnell zur Bestellung eines rechtlichen Betreuers kommen. Diese vom Vormundschaftsgericht anzuordnende Betreuung kann aber rechtswirksam ausgeschlossen werden, wenn in „gesunden Tagen“ eine Vorsorge-Vollmacht erstellt und damit eine Person des Vertrauens mit der Rechtsvertretung betraut wird. Ergänzt werden kann eine solche Vollmacht durch eine verbindliche Patientenverfügung, die nähere Handlungsanleitungen für bestimmte Krankheits- bzw. Pflegesituationen enthält. Eine solche Patientenverfügung verschafft aufgrund ihrer Verbindlichkeit Rechtsklarheit für Behandlungs- und Pflegesituationen, vorausgesetzt, sie ist inhaltlich genau bestimmt.

Darüber und vieles mehr informierte Schell und löste damit eine lebhafte Diskussion aus. Dabei wurden auch verschiedene Einzelsituationen erörtert, die eindrucksvoll aufzeigten, welche Problemstellungen sich am Lebensende ergeben können und wie schwierig es sein kann, allseits befriedigende Antworten zu finden. Zur Vertiefung der vorgestellten Erläuterungen stellte der Referent einige informative Broschüren zur kostenlosen Mitnahme zur Verfügung.

Schließlich informierte Schell auch in Grundzügen über die aktuelle Initiative einer Gruppe von Bundestagsabgeordneten für ein Gesetz zur Patientenverfügung. Er vertrat dabei die Auffassung, dass ihm (und auch anderen) die Vorschläge zu kompliziert erschienen und daher so nicht Gesetzeskraft erlangen könnten. Schell bot an, die entsprechenden Textvorschläge aus dem Bundestag auf Anfrage zur Verfügung zu stellen.

Der zweite Teil des Pflegetreffs wurde durch einen sehr informativen Vortrag von Norbert Stratmann, Leiter des Palliativteams des Caritasverbandes Rhein-Kreis Neuss e.V., eingeleitet. Stratmann befasste sich mit allgemeinen Fragestellungen der Palliativversorgung und erläuterte das Angebot der Caritas, die als erster Anbieter im Rhein-Kreis Neuss flächendeckend eine ambulante palliativpflegerische Versorgung gewährleistet. Bei dieser Pflege geht es darum, schwer kranken und hoch betagten Menschen mit sehr begrenzter Lebenserwartung Zuhause ein Sterben in Würde und ohne Schmerzen zu ermöglichen. Über 90% aller Menschen möchten Zuhause sterben. Doch nur für allenfalls 30% ist dieser Wunsch zu realisieren. Damit sich dies ändert, forciert der Caritasverband die ambulante Palliativpflege nach dem Motto: „Schaffen und Erhalten einer möglichst hohen Lebensqualität bis zuletzt“.

Dem Vortrag von Stratmann folgte eine lebhafte Diskussion. Dabei konnte auch verdeutlicht werden, dass sich hinter dem kreisweiten Angebot zur Palliativpflege ein umfangreiches Netzwerk verschiedener Helferinitiativen steht mit dem Ziel, allen betroffenen Menschen wirkungsvoll zur Seite zu stehen. Es wurde aber deutlich, dass die Bundesrepublik Deutschland in der Palliativversorgung noch großen Nachholbedarf hat und daher „Druck“ geboten ist, baldmöglichst weitere Verbesserungen zu erzielen.

Im Diskussionsteil der Veranstaltung wurde auch über verschiedene Mängel im Pflegesystem gesprochen. Dabei wurde von einer Teilnehmerin erläutert, dass ein Pflegekritiker aus München (Claus Fussek) die Pflegekräfte zu 40% als ungeeignet bezeichnet habe. Das könne so nicht akzeptiert werden. Schell nahm diesen Diskussionsbeitrag auf und erklärte, dass er genau wegen dieser unerträglichen Erklärung bereits in aller Deutlichkeit Position bezogen habe: Es sei, so Schell, schlichtweg unmöglich, die Pflegekräfte in dieser Form zu attackieren und damit für Fehler im Pflegesystem (siehe u.a. die Debatte über den Pflegenotstand) verantwortlich zu machen. Pflegekräfte seien in aller Regel hoch engagiert tätig und verdienten Anerkennung, nicht aber einen pauschalierten Tadel. Dieser Einschätzung widersprach niemand.

Werner Schell konnte den Pflegetreff mit der Gewissheit schließen, eine sehr gelungene Info-Veranstaltung angeboten zu haben. Zahlreiche Gäste sparten folglich nicht mit Lob und Anerkennung und signalisierten Bereitschaft mitzuwirken, wenn es darum gehen soll, die Versorgung der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen verbessern zu helfen.

In diesem Zusammenhang konnte Schell bereits den nächsten Pflegetreff im „Kontakt Erfttal“ für den 17.02.2009 ankündigen. Dabei wird es um (weitere) notwendige Veränderungen im Gesundheits- und Pflegesystem gehen müssen nach dem Motto „Nach der Reform ist vor der Reform“. Willi Zylajew, MdB und pflegepolitischer Sprecher der Union im Deutschen Bundestag, hat bereits seine Teilnahme für den 17.02.2009 zugesagt. Schell rief die Gäste beim Pflegetreff dazu auf, die Veranstaltung vorzumerken und zu unterstützen. Anregungen für die konkrete Themengestaltung sind herzlich willkommen.

Ansprechpartner:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Vorstand: Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss

Tel.: 02131 / 150779 – E-Mail: ProPflege@wernerschell.de
Internet: http://www.wernerschell.de/ProPflege/index.htm
Projektbeschreibung in Pressemitteilung vom 03.08.2008:
http://www.wernerschell.de/ProPflege/pr ... eilung.htm

Abdruck frei und erwünscht!

Text auch bei pflegen-online.de unter
http://www.pflegen-online.de/nachrichte ... gskurs.htm

Siehe:
(7.) Neusser Pflegetreff am 17.02.2009
viewtopic.php?t=10135
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/

KPHNeuss
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Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Treff!

Beitrag von KPHNeuss » 23.10.2008, 18:08

Hallo Herr Schell,
die gestrige Veranstaltung war nicht nur gut besucht, sie ist auch thematisch und vom Ablauf her sehr gut aufgenommen werden. Wir haben anschließend im kleinen Kreis noch diskutiert.
Wir begrüßen es sehr, dass nunmehr eine Plattform geschaffen ist, um auch - vielleicht etwas kritisch - "von unten" pflegerische Aspekte stärker in die Öffentlichkeit zu bringen. Wir wollen Sie dabei unterstützen, das haben wir uns vorgenommen.
Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Treff!
Liebe Grüße
KPHNeuss
Für eine uneingeschränkt gute Pflege müssen wir alle eintreten - die Verfassung enthält die entscheidenden Wertegrundsätze: Die Menschenwürde ist unantastbar!

Nursing-Neuss
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Pflegetreff - Lob in jeder Hinsicht!

Beitrag von Nursing-Neuss » 25.10.2008, 07:59

Guten Morgen allerseits!

Es ist mir ein Bedürfnis, zum Pflegetreff am 22.10.2008 eine kurze Wortmeldung abzugeben:

Ich habe eine solche Veranstaltung in Erfttal zum ersten Mal besucht und war begeistert, von dem Engagement von Herrn Schell, den sachlichen Informationen aller Beteiligten. Es gab zwar auch kritische Wortmeldungen zu Pflegemissständen. Diese wurden aber fair und argumentativ diskutiert. Ein Lob also auch in die Gästerunde.
Der Abend in Neuss-Erfttal war für mich ein Lichtblick. Ich hoffe, dass die Aktivitäten um Werner Schell weiter gehen. Beim nächsten Pflegetreff am 17.02.2009 bin ich wieder dabei!

Liebe Grüße
Nursing-Neuss
Das Pflegesystem muss grundlegend reformiert werden. U.a. ist deutlich mehr Pflegepersonal erforderlich!

WernerSchell
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Lokalanzeiger Neuss berichtete über Pflegetreff

Beitrag von WernerSchell » 01.11.2008, 13:32

Bericht des Neusser Lokal Anzeigers vom 30.10.2008
hier:
http://www.wernerschell.de/ProPflege/be ... 301008.jpg
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/

Beitrag von WernerSchell » 09.12.2008, 07:48

Informationen zu Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und zu Pflegetreffs jetzt auch unter
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Pflegetreff am 17.02.2009 stieß auf große Resonanz

Beitrag von WernerSchell » 22.02.2009, 07:42

Neuss-Erfttaler Pflegetreff am 17.02.2009 mit dem Thema „Pflegesysteme in der Krise?“ stieß auf große Resonanz
Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung(NGZ) vom 19.02.2009 hier:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 022009.htm
Bildmaterial folgt! Siehe auch unter
viewtopic.php?t=10135
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https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Pflegetreff am 17.02.2009 stieß auf große Resonanz

Beitrag von ProPflege » 22.02.2009, 15:36

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk - Pressemitteilung vom 22.02.2009

>>> Textübernahme aus
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... eilung.htm


Der Neuss-Erfttaler Pflegetreff am 17.02.2009 mit dem Thema „Pflegesysteme in der Krise?“ stieß auf große Resonanz

„Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk“, vertreten durch Werner Schell, hatte zum 7. Pflegetreff in Neuss-Erfttal eingeladen. Über 130 Gäste waren der Einladung gefolgt. Hochkarätige Referenten standen mit sachkundigen Statements und Diskussionsbeiträgen zur Verfügung.

Heinz Sahnen, Mitglied des Landtages(MdL)von NRW und Schirmherr des Pflegetreffs, übernahm zu Beginn des Pflegetreffs in Vertretung des dienstlich verhinderten Bürgermeisters, Herbert Napp, die Begrüßung der Gäste und brachte den Dank und die Anerkennung für die Erfttaler Initiative zur Verbesserung der Pflegesysteme zum Ausdruck. Dabei sparte er nicht mit Lob für Werner Schell, der sich für diese Thematik engagiert einsetzt und die Erfttaler Treffs ins Leben gerufen hat bzw. organisiert.

Im ersten Teil der Veranstaltung ging es um allgemeine gesundheits- und pflegepolitische Fragestellungen. Willi Zylajew, MdB und pflegepolitischer Sprecher der Union im Deutschen Bundestag, zeigte in seinem Statement auf, dass wir in Deutschland mit unseren Versorgungssystemen gut aufgestellt seien. Diese positive Einschätzung schließe aber (weitere) reformpolitische Überlegungen nicht aus. Dabei seien die unterschiedlichsten Interessen zu berücksichtigen. Finanzielle Leistungen könnten nicht einfach nur ausgeweitet werden. Es seien nämlich entsprechende Beitragslasten (für Arbeitgeber und Arbeitnehmer) zu bedenken. Klar sei, dass es im Pflegesystem Veränderungsnotwendigkeiten gebe. Vor allem bedürfe der Pflegebedürftigkeitsbegriff als eine Art Einstieg in die verschiedenen Pflegeleistungen einer Erneuerung. Wahrscheinlich müsse aber mit Rücksicht auf die Folgewirkungen das Budget eingehalten werden. Dies sei ein Punkt, der sorgsam betrachtet werden müsse.

Willi Zylajew bekräftigte im Übrigen das von Heinz Sahnen bereits ausgesprochene Lob für die Erfttaler Initiative und bezeichnete die Neusser Pflegetreffs als einmalig in Deutschland. Er wünsche sich mehr solcher Veranstaltungen!

An die gesundheits- und pflegepolitischen Grundsatzerklärungen schloss sich das Statement von Burkhardt Zieger, Dipl.-Sozialwissenschaftler, Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK Nordwest e.V.), an. Bei diesem Statement wurde eindrucksvoll deutlich, dass es tatsächlich einen Pflegenotstand gibt, der mit seriösen Fakten (Studien) belegt werden kann. Das vorliegende Zahlenmaterial zeige zum Beispiel für den Krankenhausbereich einen Fehlbedarf in einer Größenordnung von rd. 70.000 Pflegekräften auf. Eine aktuelle Umfrage des DBfK zeige im Übrigen, dass die fehlenden Pflegekräfte nicht nur eine berufspolitisch beklagenswerte Situation sei, sondern mittlerweile katastrophale Zustände, Patientengefährdungen eingeschlossen, angenommen habe. Die Pflegekräfte litten aufgrund der seit Jahren zunehmenden Arbeitsverdichtungen unter Belastungen, die kaum noch erträglich seien und allzu oft nach wenigen Jahren zum Berufsausstieg führten. Die inzwischen zugesagten rd. 17.000 Personalstellen für die Pflege reichten hinten und vorne nicht aus. Der Bedarf an Pflegepersonal könne damit - auch nicht annähernd – ausgeglichen werden. Es seien daher weitere Maßnahmen zur Ausbildung und Anstellung von Pflegekräften dringend geboten.

Brigitte Bührlen, Mitglied im „Forum Pflege aktuell“ und bei "Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk", konnte daran anschließend sehr anschaulich darstellen, dass es nicht nur eine Not der professionell Pflegenden gebe. Auch die Angehörigen seien unter schwierigsten Bedingungen damit beschäftigt, in den unterschiedlichsten familiären Strukturen Pflege- und Betreuungsleistungen zu organisieren bzw. selbst durchzuführen. Dies nicht selten unter körperlichen und seelischen Belastungen, die dann Zweifel zuließen, ob es denn systemisch genug Hilfen und Anerkennung für die pflegenden Angehörigen gebe. Das Pflegesystem, eigentlich am Grundsatz „ambulant vor stationär“ ausgerichtet, anerkenne die Angehörigenpflege nur unvollkommen, was insbesondere in den unzureichenden Geldleistungen zum Ausdruck komme. Insoweit seien entscheidende Veränderungen dringend geboten. Die ambulante häusliche Pflege müsse in den Mittelpunkt reformerischer Überlegungen gestellt werden, aus menschlichen und finanziellen Gründen.

Uwe Brucker, Fachgebietsleiter „Pflegerische Versorgung“, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS), informierte schließlich über die aufgrund der Pflegereform (2008) vereinbarten Bewertungssysteme für die ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen. Dieses als „Schulnotensystem“ bekannt gewordene Verfahren zur Bewertung von Pflegeeinrichtungen solle helfen, leichter die richtige, die gute, Einrichtung zu finden. Bei der Vorstellung dieses „Schulnotensystems“ sparte der Referent allerdings nicht mit Kritik. Denn die dem Bewertungssystem zugrunde liegenden Vereinbarungen seien mit den Verbänden abgesprochen, die die zu prüfenden bzw. zu bewertenden Einrichtungen vertreten. Damit habe man den Bock zum Gärtner gemacht. Allein dieser Umstand zeige die Problematik dieses Bewertungsverfahrens auf. Es sei, so der Referent weiter, sicherlich eher hilfreich, sich eine Einrichtung selbst gründlich anzusehen und die Umstände zu erkunden, wie dort gepflegt werde. Dann ging der Referent auf die geplante Neuordnung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes ein und erläuterte, wie sich der zur Zeit geltende Begriff entwickelt habe und welche Anforderungen an eine Neuordnung zu stellen seien, die gebotene Neuausrichtung des Begutachtungsverfahrens eingeschlossen.

Die verschiedenen Statements wurden unter der Moderation von Werner Schell, Vorstand von „Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk“ und Dozent für Pflegerecht, unter Beteiligung der Gäste lebhaft diskutiert. Dabei wurden die verschiedenen Schwachpunkte des Gesundheits- und Pflegesystems hinterfragt. Bei zahlreichen Wortmeldungen konnten die positiven Einschätzungen der zurückliegenden Reformen keine Bestätigung finden. Es gebe erhebliche Widersprüche zwischen Theorie und Praxis. Heftige Kritik gab es auch zu den Regelungen der ärztlichen Honorierung. Ein vor Ort praktizierender Arzt konnte seine problematische Situation erläutern. Es wurde schließlich deutlich, dass die Einstufung von pflegebedürftigen Menschen oft Schwierigkeiten bereite. Der Medizinische Dienst, der einerseits für die Überprüfung der Heime zuständig sei, verweigere andererseits oftmals die gerechte Einstufung der Heimbewohner. Dann fehle dem Heimträger das nötige Geld, um ausreichend Personal anzustellen. Dies konnte Georg Bonerz, Heimleiter des Marienhauses Essen, anhand konkreter Beispiele aus der Praxis eindrucksvoll verdeutlichen.

Werner Schell vertrat, letztlich unwidersprochen, die Auffassung, dass die nächste Pflegereform mit einer Erneuerung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes mehr Kosten verursachen werde. Denn der Begriffserneuerung müssten zwangsläufig Folgerungen im Leistungsrecht folgen. Das Budget könne, entgegen anders lautenden Bekundungen, nicht eingehalten werden. Dabei seien auch auskömmliche Personalbemessungssysteme zu schaffen; denn die Anstellung von Pflegepersonal nach Kassenlage könne nicht länger hingenommen werden. Die BürgerInnen müssten im Zweifel auch deutlicher als bisher auf die Notwendigkeit der individuellen Vorsorge hingewiesen werden.

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) berichtete am 19.02.2009 ausführlich über die Erfttaler Veranstaltung und fasste das abschließende Statement des Schirmherrn der Veranstaltung u.a. wie folgt zusammen:

Heinz Sahnen schätzt, dass durch diese Veranstaltung der Stadtteil Erfttal erneut sehr positive Aufmerksamkeit erfahre. Die Qualität der Aktivitäten und Statements müsse in die Politik einfließen: Pflege sei ein intensiv zu bearbeitendes Feld. Die Basis habe deutlich gemacht, wo der Schuh drücke. Davon sollten wirklichkeitsnahe Gesetze profitieren.

Das Resümee des örtlichen Pressevertreters (NGZ) im Übrigen (Zitat):

„Volles Haus beim siebten Pflegetreff in Erfttal. Referenten erteilten der ´Minutenpflege` in vielen Heimen eine klare Absage. Immer mehr Pfleger denken an Ausstieg.“

Der vollständige Bericht der NGZ ist u.a. im Internet abrufbar unter:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 022009.htm

Umfangreiches Bildmaterial unter:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 170209.htm

„Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk“ wird es nicht bei den Statements und Diskussionsbeiträgen beim Pflegetreff und weiterer ähnlicher Veranstaltungen belassen, sondern die für erforderlich erachteten Reformüberlegungen an die politisch Verantwortlichen (in Bund, Land und Kommune) herantragen und mit allem Nachdruck für eine möglichst weitgehende Umsetzung eintreten.

Werner Schell wörtlich:

„Diese Gesellschaft muss endlich darüber diskutieren und befinden, welche Pflege sie für die hilfe- und pflegebedürftigen Menschen gewährleisten will. Es macht keinen Sinn, mit einer gut gemeinten ´Pflegecharta` die Rechte der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen ausführlich zu beschreiben, wenn nicht auch die entsprechenden Strukturen zur Umsetzung der entsprechenden Grundsätze geschaffen werden. Uneingeschränkt gute Pflege wird deutlich mehr kosten!“

So gesehen sind die Neusser Pflegetreffs eine Basis für die zu ziehenden Folgerungen: Wir sind die Betroffenen!

Werner Schell kündigte den nächsten Pflegetreff im „Kontakt Erfttal“ für den 23.06.2009 an. Dabei werde es vor allem um die Angehörigenarbeit im Zusammenhang mit Pflegebedürftigkeit gehen. Frau Angelika Gemkow, Landesbehindertenbeauftragte NRW, hat bereits ihre Teilnahme für den 23.06.2009 zugesagt. Frau Brigitte Bührlen wird ebenfalls wieder anwesend sein. Werner Schell rief die Gäste beim Pflegetreff dazu auf, die Veranstaltung vorzumerken und zu unterstützen.

Abdruck frei und erwünscht!
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