Pflegebedürftigen bei Misshandlung schützen

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

Moderator: WernerSchell

PflegeCologne
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Erst die Personalnot beheben ....

Beitrag von PflegeCologne » 30.10.2011, 11:40

thorstein hat geschrieben: .... Dürfen wir die Betroffenen mit der Forderung nach besseren Personalschlüsseln vertrösten? ....
Hallo,
natürlich haben die hilfe- und pflegebedürftigen Menschen einen umfassenden Anspruch auf angemesse Pflege und sonstige Versorgung. Das wird hier im Forum doch immer wieder herausgestellt. Gerade Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk fühlt sich diesbezüglich in der Pflicht, als Interessenvertretung für pflegebedürftige Menschen klare Wort zu finden.
Eigentlich wissen wir doch alle, dass es vielfältige Mängel gibt. Diese liegen doch aber, und das kann nicht ernstlich bestritten werden, im System begründet. Vor allem sind die Stellenschlüssel völlig unzureichend. Da, wo es aber diese systemischen Mängel gibt, ausreichend Personal fehlt, gibt es auch Fehler. Wer aber diese Fehler zukünftig ernsthaft vermeiden will, muss nicht mit Staatsanwälten drohen, sondern muss die Ursache für die Personalnot angehen. Und die sliegen im Kern in den schlechten Rahmenbedingungen begründet.
LB Grüße
Pflege Cologne
Alzheimer - eine Krankheit, die mehr Aufmerksamkeit erfordert! - Pflegesystem muss dem angepasst werden, auch, wenn es teurer wird! - Ich bin dabei:
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Lutz Barth
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Staatsanwaltschaften sind wenig hilfreich...?

Beitrag von Lutz Barth » 30.10.2011, 17:06

Also - mit Verlaub: Gelegentlich haben wir es in Pflegeheimen nicht (!) mit Kavaliersdelikten zu tun, sondern mit Körperverletzungstatbeständen, ggf. mit Todesfolge.
Selbstverständlich hat hier die StA die notwendigen Ermittlungen aufzunehmen, denn in der Tat kann es nicht die Aufgabe der zu Pflegenden sein, einstweilen "Leid" auf sich zu nehmen, bis es den Pflegenden gelingt, die "systemischen" Änderungen herbeizuführen.

Insoweit genießt die Gruppe der Professionellen (mithin also die Träger als auch die Pflegenden) innerhalb unseres Rechtsstaats keine besonderen "Vorschusslorbeeren", die anzunehmen aufgrund des hohen Engagements der Pflegenden sich zwar aufdrängen, aber gelegentlich seltsam hässliche Blüten zu treiben beginnen.
Zudem sei die Frage erlaubt, warum es im Übrigen anderen Heimen in der Mehrzahl gelingt, jedenfalls eine defizitäre Pflege zu vermeiden, die nicht in der Verwirklichung von Körperverletzungstatbeständen besteht, und zwar im Zweifel unter vergleichbaren ökonomischen Grundbedingungen.

Die Worte des Herrn Brysch sind daher nicht "irritierend" oder "wenig hilfreich", sondern letztlich als flankierende Maßnahmen zu verstehen und zwar ungeachtet eines "Pflegenotstandes", dessen Ursachen selbstverständlich zu beheben sind.

Nachdem allerorten immer wieder die "systemischen Mängel" gerügt werden und es also kein Analyseproblem gibt, scheint es hohe Zeit zu sein, endlich zu handeln, statt darüber nachzudenken, ob wir einen neuen "Pflegebegriff" brauchen bzw. was noch alles unter dem Begriff der "menschenwürdigen Pflege" zu subsumieren ist. Wenn es stimmt, dass es an ausreichendem Personal ermangelt, dann sollte der Gesetzgeber schnellstens tätig werden. Punkt um!

Dies kostet allerdings "Geld" und die "Engel der Alten" sollten hierzu konstruktive Vorschläge unterbreiten, so dass im Zweifel für die Staatsanwaltschaften der "Grund" entfällt, ihren Ermittlungspflichten nachzukommen.

Ich verstehe die Debatte eigentlich seit geraumer Zeit nicht mehr. Einfache Fragen erfordern zügige Antworten und hier erwarte ich mir persönlich ein Stück weit mehr Engagement von den Professionellen, geschweige denn von den Heerscharen "akademisch" ausgebildeter Pflegewissenschaftler.

Wenn die Pflegeunternehmen "notleidend" sind, sollte eine bodenständige ökonomische Analyse vorgenommen werden, auf deren Grundlage der "Preis" für die Dienstleistung angesichts einer auskömmlichen und zureichenden Pflege vereinbart resp. festgestellt wird und zwar auch in Verhandlungen mit den Vertragspartnern.

Dass dies nicht unmöglich ist, dokumentieren u.a. Jahr für Jahr die Gewerkschaften mit ihren Tarifkommissionen und genau an diesem Punkt ist denn auch das besondere Engagement der Berufsverbände einzufordern und nicht das ständige Werben um irgendwelche "Pflegekammern", die dann in der Folge auch nur den "Mangel" verwalten werden und sich auf "Nebenkriegsschauplätzen" tummeln.

Nun - ich denke, der Pflegeberuf als solcher sollte endlich "erwachsen" werden und nicht so sehr an ihrem Mythos basteln, "nur Gutes tun zu wollen". Vielleicht sollten sich hier die Professionellen ein Beispiel an den Ärztinnen und Ärzten nehmen, die es auch verstehen, für ihre Berufsgruppe nachhaltig einzutreten. Aber nein - stattdessen "quarkt" die "Pflege" über die Honorarforderungen der Ärzteschaft und spielt die "beleidigte Lebenwurst"!

Auch der Pflege wird es nicht gelingen, die alte Dichotomie zwischen Kapital und Arbeit aufzulösen und genau dies sind die vermeintlichen Mängel im System, die fortwährend "bekämpft" werden müssen und zwar nicht durch nette Rundschreiben an irgendwelche Staatsanwaltschaften.

Dies ist zwar ehren- und tugendhaft, aber allein die Ergebnisse fehlen, sehen wir mal von bescheidenen "Achtungserfolgen" ab.
Wir vertreten nicht immer die herrschende Lehre!

WernerSchell
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Pflegemängel = mehr Personal & keine Kriminalisierung

Beitrag von WernerSchell » 30.10.2011, 18:18

Sehr geehrter Herr Barth,
soweit Ihr Statement Kritik an Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk enthält, eine kurze Antwort:
Ich habe erst vor Monaten umfangreiche Stellungnahmen zu den gebotenen Reformen vorgelegt und auch gezielt im Deutschen Bundestag platzieren können. Zum Thema Neufassung des § 612a BGB gibt es von hier zusätzlich eine Petition.
Es gibt im Übrigen ergänzenden Schriftwechsel zu allerlei Rechtsfragen rund um die Pflege, auch in Richtung Berufsverbände. Das kann ich natürlich nicht alles öffentlich machen. Und dabei wähle ich meist klare Worte für die Problembeschreibungen, bin aber immer um Sachlichkeit bemüht.
Die Einrichtung von gesonderten Staatsanwaltschaften für die Pflege wäre nicht hilfreich. Damit würde kein einziges Problem gelöst, der Frust an der "Pflege-Front" würde sich nur vergrößern. Es müssen sich m.E. alle, die sich einigermaßen auskennen, für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege einsetzen. Wir alle sind gefordert.
Wir werden daher auch beim Pflegetreff am 10.11.2011 über Pflegequalität und Pflegemängel sprechen und erneut konkrete Forderungen formulieren.
Übrigens, wenn es um die Ahndung von kriminellen Handlungen geht, da könnte man im Zweifel noch mehr Schwerpunkt-Ermittler für ganz andere Bereiche einfordern!
Viele Grüße
Werner Schell
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Lutz Barth
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Kritik an PRO-Pflege (?)

Beitrag von Lutz Barth » 30.10.2011, 18:38

Verehrter Herr Schell.

Mir geht es nicht um eine Kritik an dem von Ihnen ins Leben gerufenen Netzwerk, sondern darum, dass die Profession Pflege seit Jahren gebetsmühlenartig einen Notstand beklagt und es keine einschneidenden Maßnahmen gibt, die diese berechtigte "Klage" hinreichend dokumentieren.

Aber mit Verlaub: Es geht nicht darum, den "Frust der Pflegenden" an der Front weiter zu vergrößern. Wer Veränderungen will, auch mit Blick auf die konkreten Arbeitsbedingungen, muss sich schon etwas mehr engagieren, als "nur" zu "jammern".

Entscheidend sind und bleiben die Interessen der Bewohner resp. die der Patienten und zu denen zählt sicherlich auch der Schutz der physischen und pyschischen Integrität.

Jedwede Straftat gehört geahnet und es kann nicht Ziel sein, aufgrund vorgeblich "systemischer Mängel" einen "Rettungsschirm" über die Träger und diejenigen Pflegekräfte zu spannen, die Körperverletzungstatbestände verwirklichen. Hieran wird eine Neufassung des § 612a BGB wahrlich nichts ändern, außer vielleicht dazu beitragen, dass weitere "Märtyrer" sich aufgerufen fühlen, die unsäglichen Pflegebedingungen anzuprangern.

Ohne Frage gibt es durchaus weitere Bereiche, in denen Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften in Erwägung gezogen werden sollten. Dies wäre insbesondere deshalb zu begrüßen, weil hiermit eine Spezialisierung einhergeht und insofern ist die Idee von Herrn Brysch vom Grundsatz her nicht verkehrt, ist doch hiermit die Erwartung verknüpft, dass die Strafermittlungsbehörde mit speziellem Sachverstand sich auf die wesentlichen Fragen konzentrieren kann.
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Cornelia Süstersell
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Pflege-Rahmenbedingungen anklagen und nicht die Pflegekräfte

Beitrag von Cornelia Süstersell » 30.10.2011, 19:59

Hallo Herr Barth,

Ihre Kommentierungen schätze ich grundsätzlich sehr. Aber in Sachen Pflegenotstand kann ich nun nicht mehr folgen. Daher sind einige Anmerkungen fällig:

Mir geht es nicht um eine Kritik an dem von Ihnen ins Leben gerufenen Netzwerk, sondern darum, dass die Profession Pflege seit Jahren gebetsmühlenartig einen Notstand beklagt und es keine einschneidenden Maßnahmen gibt, die diese berechtigte "Klage" hinreichend dokumentieren.
Der Pflegenotstand ergibt sich allein daraus, dass die Stellenschlüssel, nicht einmal bundesweit einheitlich, deutlich hinter dem zurück bleiben, was notwendig wäre. Daher muss alles in Eile erledigt werden. Man spricht ja auch von der Minutenpflege. Bezüglich der Krankenhauspflege gibt es ebenfalls ausreichend Studien und Notfallbeschreibungen. Natürlich sollten sich die Pflege-Berufsfunktionäre mehr ins Zeug legen, auch die Politiker. Aber die Pflegekräfte selbst können doch nichts ausrichten. Ihnen bleibt im Zweifel die Überlastungsanzeige under der Frust. Der Fall Heinisch zeigt dann auch, wie es ablaufen kann. Übrigens HeimbewohnerInnen und Angehörige berichten oft genug über die Pflegekräfte, die sich mühen, aber mangels Zeit nicht alles schaffen. Ist das nicht ein guter Beleg für die Mangelsituation?

Aber mit Verlaub: Es geht nicht darum, den "Frust der Pflegenden" an der Front weiter zu vergrößern. Wer Veränderungen will, auch mit Blick auf die konkreten Arbeitsbedingungen, muss sich schon etwas mehr engagieren, als "nur" zu "jammern".
Die Pflegekräfte beklagen zurecht ihre Arbeitssituation. Was sollen sie denn sonst machen. Es ist ja nicht jeder Pflegende in der Rechtspflicht, sich irgendwo gewerkschaftlich oder berufsverbandlich zu organisieren. Die Gesellschaft ist verpflichtet, für ordentliche Pflege-Rahmenbeindungen zu sorgen. Jammern im wenig erbaulichen Sinne tun meist andere. Und die Medien greifen dann solche Jammersituationen, als Pflegeskandale bezeichnet, gerne auf.

Entscheidend sind und bleiben die Interessen der Bewohner resp. die der Patienten und zu denen zählt sicherlich auch der Schutz der physischen und pyschischen Integrität.
Ja, richtig. Und genau diese haben die Pflegekräfte im Sinne. Sie können aber all dem, was zu tun wäre, nicht nachkommen, weil es an Zeitkapazitäten mangelt (Minutenpflege). Pflegekräfte geben sich in aller Regel große Mühe, mit Sorgfalt ihre Aufgaben zu erfüllen. Aber das gelingt mangels Möglichkeiten eher selten. Und solches Bemühen, das notgedrungen unvollständig und damit oftmals unbefriedigend bleiben muss, kann nicht strafrechtlich bedeutsam sein. Ich sehe nicht, dass unter Berücksichtigung solcher Umstände von Straftaten im nennenswerten Umfange gesprochen werden kann. Die Schuld liegt im Zweifel völlig woanders. Wahrscheinlich bei den Politikern oder Verbänden.

Jedwede Straftat gehört geahnet und es kann nicht Ziel sein, aufgrund vorgeblich "systemischer Mängel" einen "Rettungsschirm" über die Träger und diejenigen Pflegekräfte zu spannen, die Körperverletzungstatbestände verwirklichen. Hieran wird eine Neufassung des § 612a BGB wahrlich nichts ändern, außer vielleicht dazu beitragen, dass weitere "Märtyrer" sich aufgerufen fühlen, die unsäglichen Pflegebedingungen anzuprangern.
Dass Unrecht geahndet gehört, ist doch überhaupt nicht bestritten. Nur, unter den gegebenen Umständen sind strafrechtliche Ermittlungen völlig fehl am Platz. Pflegekräfte können nur unter den Bedingungen arbeiten, die ihnen vorgegeben sind. Und selbst der Bundesgerichtshof hat ja schon Haftungsklagen abgewiesen, weil er auf die unvollkommenen Sach- und Personalausstatttungen verwiesen hat. Und da wollen sie mit Strafrecht agieren, sogar mit Zusatzmannschaften anrücken? Völlig verfehlt.

Ohne Frage gibt es durchaus weitere Bereiche, in denen Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften in Erwägung gezogen werden sollten. Dies wäre insbesondere deshalb zu begrüßen, weil hiermit eine Spezialisierung einhergeht und insofern ist die Idee von Herrn Brysch vom Grundsatz her nicht verkehrt, ist doch hiermit die Erwartung verknüpft, dass die Strafermittlungsbehörde mit speziellem Sachverstand sich auf die wesentlichen Fragen konzentrieren kann.
Es gibt Bereiche, in denen würde ich Staatsanwälte eher mit einer Sonderprüfung auf den Weg bringen. Aber für die Pflege sehe ich insoweit keine Notwendigkeiten.

Es grüßt Cornelia Süstersell
Ich trete für eine menschenwürdige Pflege ein und halte für es zwingend, mehr Pflegepersonal einzustellen.

Dieter Radke
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Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften = Irrweg

Beitrag von Dieter Radke » 31.10.2011, 08:23

Hallo,
es versteht sich, dass pflegebedürftige Menschen umfängliche Ansprüche haben, gut bzw. angemessen pflegerisch und medizinisch versorgt zu werden. Das stellt unser Sozialrecht klar.
Allerdings ist das Sozialrecht mit all seinen ergänzenden Regelungen, wie z.B. Rahmenverträge, Stellenschlüssel, so unvollkommen näher ausgestaltet, dass die im Gesetzestext ausgeführten Ansprüche nie und nimmer vollständig gewährleistet werden können. Da können sich die Dienstleister noch soviele Mühe geben.
Dieser Zustand ist widersprüchlich und eigentlich unerträglich, er gehört reformiert. Insoweit sind die Parlamente, die Verbände der Leistungsanbieter (Heimträger) und die Pflegekassen(verbände) in die Pflicht zu nehmen. Die Pflegekräfte, die jeweils vor Ort ihren arbeitsvertraglichen Pflichten gerecht werden müssen, können an den Ausführungsregelungen nichts ändern. Diesen Pflegekräften bleibt nur die Möglichkeit, mit größter Anstrengung die notwendigen Verrichtungen auszuführen. Dabei scheitern sie nicht selten, weil eben der "Rahmen" mehr nicht zulässt. Das ist dann nicht ihre Schuld, sondern muss denjenigen angekreidet werden, die die Rahmenbedingungen geschaffen haben. Wer sich diese Gegebenheiten vor Augen hält und ein wenig Einblick in das tatsächliche Pflegegeschehen hat, wird nie und nimmer auf die Idee kommen können, dass Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften und ähnliche Druckmittel hilfreich sein könnten. Sie sind eher schädlich für die Alltagsarbeit in der Pflege, weil sie das Image der Altenpflege zusätzlich ramponieren würden.
MfG Dieter Radke
Menschenwürdige Pflege ohne Ausnahme! - Dafür müssen wir alle eintreten.

Lutz Barth
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Nochmals: Wir haben keinen Analysebedarf!

Beitrag von Lutz Barth » 31.10.2011, 12:16

Vorausgesetzt, wir haben tatsächlich keinen Analysebedarf mehr für den eingetretenen Pflegenotstand, dann drängt sich doch die Frage auf, was ganz konkret zu tun ist?

Sofern hierüber Einvernehmen hergestellt ist, können die ganz konkreten Forderungen durch entsprechenden Aktionen begleitet werden!

Dass den Pflegekräften letztlich nur die Möglichkeit verbleibt, nach bestem Wissen und Gewissen aus der "Not eine Tugend" zu machen, können wir seit Jahrzehnten vernehmen.

Zu fragen aber ist, wann die Grenze der "Toleranz zum Leiden" der Pflegekräfte erreicht ist und was die große Gruppe der 1,2 Millionen Beschäftigten imstande ist, zu "bewegen" (sehen wir mal von dem Pflegebett auf der Zugspitze ab)?

Warum gelingt es den Professionellen nicht, sich entsprechend "sozial mächtig" zu organisieren, wenn es doch mittlerweile "unerträglich" ist, unter diesen Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen zu arbeiten?

Mit Verlaub: Allein mir fehlt der "Glaube", dass es gelingen wird, die Professionellen aus dem "irdischen Jammertal" herauszuführen und entsprechend zu mobilisieren, weil es vielleicht "nur" eine verschwindet geringe Zahl von Pflegekräften gibt, die sich kollektiv gegen den "Pflegenotstand" stemmt.

Das Engagement von PRO-Pflege und anderen Mitstreitern an den vesrchiedensten Fronten, zu denen sicherlich auch C. Fussek oder M. Breitscheidel zählen, ist ohne Frage ehrenwert, aber es bleibt bei der bitteren Erkenntnis, dass es ohne eine "breite Bewegung" nicht geht.

Allein mit "Willens- und Unmutsbekundungen" ist es nicht getan; Veränderungen lassen sich so nicht bewerkstelligen, wie die Geschichte zuhauf lehrt.

Es muss ein entsprechender "Druck" aufgebaut werden und hier könnte in den Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften ein geeignetes Instrument erblickt werden, insbesondere unter der Maßgabe, dass ggf. organisationsrechtliche Verstöße strafrechtlich geahnet werden. Hier geraten dann weniger die Mitarbeiter als vielmehr die Träger in den Fokus der Betrachtungen.

Ob allerdings das "Strafrecht" der geeignete Rechtsrahmen ist, um die Probleme zu lösen, darf aus prinzipiellen Gründen heraus bezweifelt werden.

Das "Sozialrecht" gibt die entscheidenden Parameter vor, so dass hier ggf. zu intervenieren ist. War es Zufall, dass bereits vor Jahren Claus Fussek die These vertreten hat, dass eigentlich Staatsanwälte an den Tisch von Pflegesatzverhandlungen gehören?

Wenn ein privatwirtschaftlich orientiertes Dienstleistungsunternehmen erkennt, gewünschte Leistungen zu einem bestimmten Preis nicht erbringen zu können, dann stellt sich für jeden (!) Unternehmer die Frage, wie angemessen zu reagieren ist.

Vielleicht könnte ein erster Weg auch darin erblickt werden, zunächst eine Pflichtprüfung für alle Pflegeeinrichtungen durch kompetente Wirtschaftsprüungsgesellschaften vorzusehen, um einen status quo erheben zu können. Sind da vielleicht doch noch "Reserven" mobilisierbar, auch mit Blick auf den Personaleinsatz? Darf daran erinnert werden, dass manche Altenpflegerechtler schon vor Jahren darauf hingewiesen haben, dass die "Fachkraftquote" durchaus Spielräume eröffnet, die zunächst ausgelotet werden müssen?

Sind stationäre Einrichtungen ggf. auch "Opfer" ihrer eigenen Unzulänglichkeiten geworden, betriebswirtschaftlich sich zu organisieren? Sind die "Gewinnerwartungen" zu hoch?

Warum kommen keine "Personalbemessungssysteme" zum Einsatz, schon um des "eigenen Dienstleistungsunternehmens" willen?

Wo also liegt das Probem, wenn feststeht, dass mit dem Personal die erforderliche Dienstleistung nicht erbracht werden kann und eine Änderung nur dann zu erwarten ansteht, wenn mehr Personal eingestellt wird und freilich dann auch entsprechend zu vergüten ist?

Mit anderen Worten: Bevor ich mich auf die Suche nach "systemischen Ursachen" begebe, sollte auf der Mikroebene eine Analyse der unternehmerischen Gegegebenheiten vorgenommen werden, da ich zumindest nicht ausschließen würde, dass hier einige Reserven fruchtbar gemacht werden können.

Wie mehrfach schon betont: Es wird der Pflege als Dienstleistungsgesellschaft nicht gelingen, mit dem Faustpfand gehöriger Empathie und gutbürgerlicher Tugenden die Dichotomie zwischen "Kapital" und "Arbeit" zu durchbrechen und darauf zu bauen, dass dies ausreicht, um ein Dienstleistungsunternehmen auch wirtschaftlich erfolgreich zu führen.

Egal, wie nun die Whistleblower-Problematik gelöst wird, aber auch sie wird nicht dazu führen, dass künftig Pflegeunternehmen aus dem "Vollen" schöpfen können. Umjeden Euro und jede zusätzliche Stelle wird "gekämpft" werden müssen und solange dies nicht ausreichend erkannt wird, bleibt alles beim Alten: "Sonntagsreden" werden geschwungen und es scheint, als seien diese auch notwendig, um einerseits das eigene Gewissen beruhigen zu können und andererseits vielleicht auch von einem zwingend notwendigen und vor allem konsequenten Engagement ablenken zu können.

Die unrühmliche Rolle der "Berufsverbände" scheint mir hier beredtes Beispiel dafür zu sein, wie eben eine konkrete Berufspolitik mit unmittelbaren Auswirkungen auf die "Kunden" nicht aussehen sollte. Der "heiße Herbst" neigt sich dem Ende entgegen ...

In der leidigen Debatte um den "Pflegenotstand" dürfte alles gesagt sein und es liegt m.E. nach an der "Pflege", sich nicht "nur" zu positionieren, sondern vor allem auch zu handeln. Schön zu lesende Worte werden zu keinen nachhaltigen Veränderungen führen und darauf zu bauen, dass die Bevölkerung aus eigenem Antrieb sich für die brennenden Fragen interessiert und zwar mit Blick auf die Solidargemeinschaft, dürfte eher müßig sein, denn gerade hier gilt das Motto: "Das Hemd ist mir näher als die Hose"!
Insofern darf die Prognose abgegeben werden, dass angesichts des demografischen Wandels der Grundsatz "ambulant vor stationär" desillusioniert wird und das Bemühen nicht weniger Altenpflegekundler für mehr zivilgesellschaftliches Engagement sich zunehmend verflüchtigen wird, weil die Basis der "Solidargemeinschaft" mit jeden Jahr zunehmend schmaler wird und die immensen Kosten nicht mehr "schultern" kann, mal ganz davon abgesehen, dass die junge Generation völlig andere Maßstäbe für ein "gelungenes Leben" entwickelt hat und noch weiter entwickeln wird und - von einigen Ausnahmen mal abgesehen - jedenfalls in der "Pflege" hochaltriger Familienangehöriger und dem "schmalen Budget" kein erstrebenswertes Ziel erblickt wird, und wenn doch, dann um den Preis von engagierten Pflegekräften, die aus den europäischen Nachbarländer kommen und jedenfalls "preislich" mit ihren pflegerischen Dienstleistungsangeboten attraktiv erscheinen. Auch hier gilt dann das alte Prinzip: "Angebot und Nachfrage" steuern den Preis und vielleicht könnte dann die neue Generation der zu Pflegenden auf die Idee kommen, ihren Lebensabend in Thailand bei guter Pflege, Kost und Logie zu verbringen - freilich mit den entsprechenden Konsequenzen für den hiesigen Arbeitsmarkt.

Nun - wir werden sehen...
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conny24
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Pflegenotstand und Personalbemessungssysteme

Beitrag von conny24 » 31.10.2011, 13:32

Pflegekräfte sind in einem Arbeitsverhältnis eingebunden und haben insoweit nur begrenzte Möglichkeiten, bezüglich der schlechten Pflege-Rahmbenbedingungen aktiv zu werden (Überlastungsanzeigen usw.).
Hinsichtlich der notwendigen Reformen sind nach meiner Meinung zunächst einmal die pflegebedürftigen Menschen selbst bzw. die zukünftig Betroffenen, also letztlich wir alle, zu Wortmeldungen aufgerufen. Warum klettern in Stuttgart (21) einige auf Bäume und Bauzäune und für die Pflege interessiert sich niemand??? Nur wenn es ein konkretes Pflege-Anliegen, ein Problem, gibt, geht das Geschrei, das Jammern, los.
Nein, nicht die Pflegekräfte sind vorrangig in der Pfllicht. Die gesamte Gesellschaft muss pflegepolitisch mobil machen.
Von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk gibt es übrigens seit längerer Zeit ganz konkrete Vorschläge zur Behebung des Pflegenotstandes. Einfach gesagt: die Stellenschlüssel müssen so ausformuliert werden, dass alle Verrichtungen einschließlich Dokumentationsgeschehen, Urlaub, Krankheitstage usw. einbezogen werden. Forderungen bezüglich Personalbemessungssysteme gibt es auch seit längerer Zeit. Es gab für die Krankenhäuser schon mal eine Pflegepersonalregelung (PPR). Die hat man Mitte der 90er Jahre aus Gründen der Kosteneinsparung abgeschafft. Daher sind auch Anklagen wie, Pflege nur nach Kassenlage, völlig berechtigt.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss) tritt für menschenwürdige Pflege ein - jetzt und überall! - Näheres unter:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

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Pflege nur nach Kassenlage

Beitrag von thorstein » 31.10.2011, 15:35

Anteil der Pflegausgaben am BIP 2007:

Schweden 3,5%
Niederlande 3,4%
Norwegen 2,2%
Dänemark 1,7%
Deutschland 0,9%

Wir reden hier über ein sozialpolitisches Thema, also über die Frage, wie viel unserer Steuern und Abgaben sollen den Pflegebedürftigen zugute kommen.
Keinesfalls sollten wir so tun, als ob es hier um ein marktwirtschaftliches Problem geht. Eine Gesellschaft, die ihre Pflegebedürftigen dem freien Spiel der Märkte überlässt? Falls das das Ziel sein sollte, reichen die 0,9% wahrscheinlich auch weiterhin aus.
Das auch Pflege nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zu erfolgen hat, wird damit nicht in Abrede gestellt.
Warum ist die Bevölkerung in den oben genannten Ländern bereit, so viel mehr für Pflege bereit zu stellen? Mit Sicherheit nicht, weil die Pflegekräfte das auf Grossdemonstrationen erstritten haben.
Warum ist bei uns jeder Sozialpolitiker der festen Überzeugung, dass solche Ausgaben wie in unseren Nachbarländern nicht akzeptiert werden?

Lutz Barth
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Imageproblem?

Beitrag von Lutz Barth » 31.10.2011, 17:59

Nun - vielleicht hat die Pflege ein Image- und Darstellungsproblem. Sofern wir des Volkes Stimme vernehmen und nach den "Kosten für einen Heimplatz" fragen, dann vernehmen wir nicht selten die Antwort, dass dieser nicht (mehr) bezahlbar sei.
Was aber folgt aus dieser Stimmungslage? Es könnte die Meinung vorherrschend sein, dass die "Pflege" schlicht zu teuer ist und es sich den Bürgerinnen und Bürgern nicht ohne weiteres erschließt, noch mehr "Geld" ins System zu pumpen, mit dem vielleicht sich "nur" die Gewinnmargen erhöhen lassen.

Was also würde wohl eine "würdevolle Pflege" im Monat kosten, da allerorten zunächst nachgefragt wird, welche Pflege sich dann die Betroffenen wünschen?

Anders gefragt: "Die Engel der Hochbetragten und Pflegebedürftigen" beschwören geradezu pathetisch die Charta. Welcher finanzieller Aufwand wäre zu schultern, damit dieses ehrenwerte Papier auch tatsächlich umgesetzt werden kann und welchen Beitrag hat hierzu der Einzelne zu leisten?

Was ist dran an den wenig schmeichelhaften Ergebnissen einer Undercover-Recherche "Abgezockt und totgepflegt"? Wo liegt der spezifische Akzent bei einem solchen markigen Titel - auf "abgezockt" oder eher auf "totgepflegt"? (vgl. dazu eindrucksvoll eine der vielen Rezensionen >>> http://www.wsws.org/de/2006/apr2006/pfle-a11.shtml <<<).

Bei solchen Hiobsbotschaften ist es den Bürgern wohl nicht zu verdenken, wenn ihnen allein der Glaube an der frohen Botschaft der Pflegebranche fehlt, "lediglich helfen zu wollen", aber das "System" gestattet es nicht.

Insofern dürfte es zuvörderst ein primäres Anliegen der Pflegebranche sein, für nachhaltige Veränderungen Sorge zu tragen. Ich glaube, es ist der verkehrte Weg, auf ein "gesamtgesellschaftliches Engagement" zu hoffen resp. zu setzen, denn nicht wenige in unsere Gesellschaft halten die immensen Kosten für ein höchst bescheidenes Leben - zumal in stationären Einrichtungen - am Ende ihres sich neigenden Lebens für höchst unangemessen.

Es liegt demzufolge an der Branche, Überzeugungsarbeit zu leisten und nicht irgendwelche "systemischen Mängel" zu beklagen, die wohl erst dann behoben werden können, wenn der Weg in eine "Staatspflege" beschritten wird. Und da sich nicht wenige dazu berufen fühlen, auch ärztliche Tätigkeiten vorrangig auszuüben, wird es also darauf ankommen, ein Heer von Pflegehelfern und -helferinnen zu engagieren, damit sich die mit akademischen Weihen bedachte Pflege ihren Kernaufgaben widmen kann. Zumindest dann scheint es gesichert zu sein, dass nicht "totgepflegt" wird, weil u.a. zeitnah ein Becher zum Trinken gereicht wird.

Wer will es da Familien verdenken, die auf Personal aus dem europäischen Ausland zurückgreifen und jedenfalls familienintern das Problem einer "Pflege" zu lösen versuchen?

Nochmals nachgefragt: Was also kostet durchschnittlich im Monat eine gute Pflege bei entsprechender Kost und Logie und was müsste sie kosten, um den "Pflegenotstand sachgerecht "bekämpfen" zu können?

Das Netzwerk PRO-Pflege plädiert zwar für einen Vorrang einer Diskussion über die Inhalte einer Pflegereform; dies mag sinnvoll erscheinen, wenngleich die Frage nach der Finanzierung ungleich wichtiger sein dürfte. Vieles erscheint "wünschenswert" zu sein - aber die Wünsche müssen auch finanziert werden und dies den Bürgerinnen und Bürgern zu verdeutlichen, dürfte ein vorrangiges Anliegen sein. Woher soll also das "Geld" kommen, damit das ehrenhafte Ziel einer "würdevollen Pflege" auch tatsächlich erreicht wird?
Wir vertreten nicht immer die herrschende Lehre!

thorstein
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Beitrag von thorstein » 31.10.2011, 23:05

Die Frage nach den Kosten hängt davon ab, was für eine Pflegequalität man erreichen will. In Holland kostet ein Pflegeplatz zum Beispiel 5000 Euro.

Aber warum nicht ein wenig selbst recherchieren, wie es in unseren Nachbarländern aussieht?

Auch juristisch sicher spannend, welche Rechte man dort Pflegebedürftigen zugesteht, die bei uns nur auf dem Papier stehen.
Und nach wie vor ist die Mehrheit der Heime gemeinnützig. Aber offenichtlich wird auch hinter der Gemeinnützigkeit schnödes Gewinnstreben vermutet.

Es stört mich tatsächlich ein wenig, wenn alle Argumente ausgeblendet werden, die der eigenen Argumentation widersprechen.

Also: Warum darf in Holland ein Pflegeplatz 5000 Euro kosten, ohne das es zu Volksaufständen kommt?
Wenn in Ländern, in denen die Pflegequalität als gut gilt, das zwei-bis dreifache ausgeben, wie soll das dann die Pflege in Deutschland erreichen?
Klingt so, wie sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen?

Warum gibt es kein Personalbemessungssystem in Deutschland? Weil kein bekanntes System auch nur annähernd zu so geringen Personalschlüsseln führen würde. Und offensichtlich war noch kein deutscher Pflegewissenschaftler korrupt genug, ein solches Personalbemessungssystem zu entwickeln. Kommt aber vielleicht auch noch.

In wie vielen Hotels zahlt man 100 Euro für eine Übernachtung und Vollpension, also so viel wie in einem Pflegeheim, nur eben ohne diese überteuerte Pflege? Und in wie vielen Hotels zahlt man allein für das Abendessen 100 Euro? Es ist schon sehr merkwürdig, in welchen Bereichen uns bestimmte Kosten als selbstverständlich erscheinen, in anderen Dienstleistungen aber offensichtlich keinen Wert darstellen.

Ich bin gespannt, wie lange noch auf dem Rücken der Pflegebedürftigen der schwarze Peter hin und her geschoben werden kann. Auch nicht auszuschliessen, dass dieses System so festgefahren ist, dass auch in 20 Jahren noch dieselben Argumente ausgetauscht werden.

Kritische Menschen haben Potential. Zumindest glaube ich das. Daher bleiben sie nicht in einem so trostlosen System hängen, sondern entwickeln sich woanders weiter. Das ist zwar tragisch, weil systemstabilisierend, andererseits aber individuell nachvollziehbar und zu begrüßen. Ich kenne da nämlcih einige und niemand trauert der Pflege nach. Trotzdem bleibt es legitim, Forderungen an "die Pflege" zu stellen, wie eben auch an "die Justiz" oder "die Politik".

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pflegenotstand - Handeln ist angezeigt

Beitrag von KPHNeuss » 01.11.2011, 17:47

Unter viewtopic.php?p=62438#62438
werden zum Thema klärende Worte gesprochen. Nun ist Handeln angesagt.

KPH Neuss
Für eine uneingeschränkt gute Pflege müssen wir alle eintreten - die Verfassung enthält die entscheidenden Wertegrundsätze: Die Menschenwürde ist unantastbar!

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