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1,3% mehr Schwangerschafts­abbrüche im 2. Quartal 2008

Verfasst: 11.09.2008, 11:06
von Presse
1,3% mehr Schwangerschafts­abbrüche im zweiten Quartal 2008

WIESBADEN – Im zweiten Quartal 2008 wurden dem Statistischen Bundesamt (Destatis) rund 29 400 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und damit 1,3% (400) mehr als im zweiten Quartal 2007. Der Vergleich der beiden ersten Quartale 2008 mit dem 1. Halbjahr des Vorjahres ergibt jedoch einen Rückgang von – 0,6%.

Knapp drei Viertel (72%) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche im zweiten Quartal 2008 durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15% zwischen 35 und 39 Jahren. 8% der Frauen waren 40 Jahre und älter. Die unter 18-Jährigen hatten einen Anteil von knapp 5%, ihre Anzahl ging um rund 6% (– 98 ) im Vergleich zum entspre­chenden Vorjahresquartal zurück. 42% aller Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.

Mehr als 97% der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungs­regelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in knapp 3% der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (75%) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt. Bei fast 12% der Schwangerschaftsabbrüche wurde das Mittel Mifegyne® verwendet.

Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant (97%), und zwar zu 79% in gynäkologischen Praxen und 18% ambulant im Krankenhaus. 5% der Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland vornehmen, in dem sie nicht wohnten.

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Hans-Jürgen Heilmann,
Telefon: (0611) 75-8154,
E-Mail: schwangerschaftsabbrueche@destatis.de

Quelle: Pressemitteilung Nr. 345 vom 11.09.2008

Abtreibungsraten zeigen gesellschaftliches Versagen

Verfasst: 19.09.2008, 09:04
von Service
Senioren-Union der CDU: Abtreibungsraten zeigen gesellschaftliches Versagen

Zum Schweigemarsch des Bundesverbands Lebensrecht (BVL) "1000 Kreuze für das Leben" am Samstag, 20. September, in Berlin erklärt der Bundesvorsitzende der Senioren-Union der CDU Deutschlands, Prof. Dr. Otto Wulff:

"Die Senioren-Union der CDU Deutschlands teilt die Besorgnis über die immer noch ungewöhnlich hohe Abtreibungsrate in der Bundesrepublik Deutschland. Über das menschliche Leid hinaus, das mit jeder Abtreibung verbunden ist, ist diese hohe Abtreibungsrate auch ein Zeugnis für allgemeines gesellschaftliches Versagen auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung unseres Landes.

Die Senioren-Union wird in allen politischen Gremien, in denen sie Einfluss ausüben kann, unbeugsam und unbeirrt auch weiterhin für den Schutz des menschlichen Lebens eintreten."

Wulff teilt die Befürchtungen des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers hinsichtlich des derzeit vom Deutschen Bundestag diskutierten Gendiagnostikgesetzes, dass mit der Verabschiedung, wenn auch ungewollt, ein neues Einfallstor für Abtreibungen geschaffen werden könne. Er fordert die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD zu unzweideutigen Klarstellungen auf.

Quelle: Pressemitteilung vom 19.9.2008
Pressekontakt:
Dirk Hülsenbeck, Bundesgeschäftsführer der Senioren-Union der CDU
Deutschlands
Konrad-Adenauer-Haus
Klingelhöferstraße 8
10785 Berlin
Tel.: 030 22070 446
Fax: 030 22070 54 446
Mobil: 0160 99500612

Pressesprecher:
Friedhelm Görgens
Mobil: 0173 5467940
E-Mail: pressedienst@goergens.net

Abbrüche deutlich absenken!

Verfasst: 19.09.2008, 18:18
von conny24
Jeder Schwangerschaftsabbruch ist eigentlich einer zuviel. Wenn wir überhaupt das Töten von ungeborenem Leben zulassen, dann muss dass im Rahmen einer engen Indikation erfolgen. Was heutzutage zugelassen wird, ist eindeutig verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht hat, wenn die Zahlen der Abbrüche nicht klar sinken, bereits vor vielen Jahren eine gesetzliche Neuregelung gefordert. Und diese Forderung steht - politisch ungehört - immer noch im Raum.

Conny

Regelungen über Schwangerschaftssabbruch novellieren

Verfasst: 20.09.2008, 15:15
von Herbert Kunst
conny24 hat geschrieben: ... Jeder Schwangerschaftsabbruch ist eigentlich einer zuviel. Wenn wir überhaupt das Töten von ungeborenem Leben zulassen, dann muss dass im Rahmen einer engen Indikation erfolgen. Was heutzutage zugelassen wird, ist eindeutig verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht hat, wenn die Zahlen der Abbrüche nicht klar sinken, bereits vor vielen Jahren eine gesetzliche Neuregelung gefordert. Und diese Forderung steht - politisch ungehört - immer noch im Raum. ...
Hallo,
dieser Texteinstellung gilt meine uneingeschränkte Zustimmung. Die jetzigen Regelungen über den Schwangerschaftsabbruch müssen m.E. überarbeit werden, weil sie dem Lebensschutzgedanken nicht mehr ausreichend Rechnung tragen.
Gruß
Herbert Kunst