Aufklärungspflicht des Arztes ist auch bei der Verordnung von Medikamenten zu beachten

Rechtsbeziehung Patient – Therapeut / Krankenhaus / Pflegeeinrichtung, Patientenselbstbestimmung, Heilkunde (z.B. Sterbehilfe usw.), Patienten-Datenschutz (Schweigepflicht), Krankendokumentation, Haftung (z.B. bei Pflichtwidrigkeiten), Betreuungs- und Unterbringungsrecht

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Aufklärungspflicht des Arztes ist auch bei der Verordnung von Medikamenten zu beachten

Beitrag von WernerSchell » 05.06.2019, 16:03

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Zur ärztlichen Aufklärungspflicht bei Verabreichung von Medikamenten traf das Landgericht Freiburg mit Urteil vom 23.02.2018 – 1 O 297/15 - eine wichtige Entscheidung. Danach muss der Arzt vor der Verabreichung eines Medikamentes, das gezielt eine Entzündungsreaktion der Haut hervorruft, die bei jedem fünften bis zehnten Patienten (Risiko 10 - 20%) zu auch mehrere Tage anhaltenden Schmerzen führen kann, den Patienten über diese Risiken des Medikaments aufklären.

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Die Zeitschrift "Rechtsdepesche", Ausgabe Mai/Juni 2018, hat das Urteil mit folgendem Praxistipp vorgestellt:

"Die Aufklärung auch über geringe Risiken eines Arzneimittels ist mündlich durchzuführen und stichwortartig zu dokunentieren. Zeitdruck oder Bequemlichkeit vermögen ein Aufklärungsdefizit nicht zu entschuldigen.

Das Urteil des LG Freibung vom 23.02.2018 - 1 0 297/15 - ist nachlesbar unter folgender Adresse > https://xn--rabro-mva.de/zur-aerztliche ... ikamenten/ Weitere Hinweise zum Thema unter folgender Adresse > http://www.christmann-law.de/neuigkeite ... -2018.html

Siehe auch:
Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V. (Hrsg.)
Empfehlungen zur Aufklärung von Krankenhauspatienten
über vorgesehene ärztliche Maßnahmen

>>> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=21221

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Psychiatrie-Patienten: Aufklärung zu Medikamenten

Beitrag von WernerSchell » 05.06.2019, 16:04

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Psychiatrie-Patienten: Aufklärung zu Medikamenten

Ein Selbsthilfenetzwerk, die drei großen psychiatrischen Kliniken in Rheinland-Pfalz und Psychiatrie-Kritiker haben gemeinsam Aufklärungsbögen etwa zu Antidepressiva entwickelt. Die ersten Erfahrungen sind positiv.

Andernach (dpa/lrs) - Patienten können oft kaum abschätzen, welche Folgen die Medikamenten-Behandlung einer psychischen Erkrankung hat. Das Landesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit Rheinland-Pfalz (NetzG-RLP) hat deswegen unter Mitwirkung von Pharma-Kritikern neue Aufklärungsbroschüren erstellt. Klinikpatienten sollen so in die Lage versetzt werden, eine eigene Entscheidung zu treffen, ob sie Psychopharmaka einnehmen wollen oder nicht. "Weil Patienten oft die Fachsprache nicht verstehen, haben wir die Aufklärungsbögen auch in leichte Sprache übersetzt", sagt Franz-Josef Wagner vom NetzG-RLP.
... (weiter lesen unter) ... > https://www.n-tv.de/regionales/rheinlan ... 60686.html
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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