Neuregelung der Organspende

Rechtsbeziehung Patient – Therapeut / Krankenhaus / Pflegeeinrichtung, Patientenselbstbestimmung, Heilkunde (z.B. Sterbehilfe usw.), Patienten-Datenschutz (Schweigepflicht), Krankendokumentation, Haftung (z.B. bei Pflichtwidrigkeiten), Betreuungs- und Unterbringungsrecht

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Beitrag von johannes » 01.11.2011, 08:13

Schon wieder eine Manipulation der Öffentlichkeit?

Will Frau Blome jetzt ernsthaft behaupten, daß der Organisation 20.000.000 Namen von Organspendern vorliegen?

Für wie dumm hält diese Lobbyistin die Menschen?
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Krebsrisiko nach Organtransplantation verdoppelt

Beitrag von Presse » 03.11.2011, 08:25

Krebsrisiko nach Organtransplantation verdoppelt

Rockville – Empfänger von Organtransplantaten erkranken doppelt so häufig wie andere Menschen an Krebs. Eine Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2011; 306: 1891-1901) dokumentiert ein breitgefächertes erhöhtes Risiko auf 32 unterschiedliche Tumore, wobei es große Unterschiede zwischen den einzelnen Organen gibt. .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/lette ... m&id=42554

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Organspendebereitschaft

Beitrag von Presse » 03.11.2011, 15:07

Regierung will Thema Organspendebereitschaft im Verfahren zur Änderung des Transplantationsgesetzes aufgreifen
Gesundheit/Gesetzentwurf

Berlin: (hib/MPI) Die Bundesregierung strebt eine baldige Regelung zur Erhöhung der Organspendebereitschaft an. Wie aus der Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrates zum Gesetzentwurf zur Änderung des Transplantationsgesetzes (TPG) (17/7376) hervorgeht, will die Regierung „Maßnahmen ergreifen, die dazu führen, dass mehr Menschen sich zu Lebzeiten mit dem Thema Organspende auseinandersetzen“. Das weitere Gesetzgebungsverfahren solle „genutzt werden, um dem noch bestehenden Beratungsbedarf Rechnung zu tragen und eine geeignete Lösung zu erarbeiten“. Der Bundesrat hatte die Einführung einer so genannten Erklärungslösung vorgeschlagen. Danach würden die Bürger „in einem geregelten Verfahren über die Organspende informiert und zu einer persönlichen Erklärung“ aufgefordert, „ob sie einer Organspende zustimmen, nicht zustimmen oder sich nicht erklären möchten“.

Zurzeit gilt die so genannte erweiterte Zustimmungslösung, die für die Organentnahme die Einwilligung des Organspenders beziehungsweise sofern nicht vorhanden, die Einwilligung der nächsten Angehörigen vorsieht. Der Bundesrat verweist in seiner Stellungnahme darauf, dass in Deutschland infolge des Organmangels jedes Jahr rund 1.000 Patienten versterben, die auf der Warteliste für ein Spenderorgan stehen, das heißt etwa jeder Dritte. Die Länder schreiben, die von ihnen favorisierte Erklärungslösung biete „gute Voraussetzungen für eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Einerseits nehme sie die Bürger „in die Pflicht“, sich zur Organspende zu verhalten, andererseits werde „dem Selbstbestimmungsrecht der Menschen hinreichend Rechnung“ getragen. In der Gegenäußerung heißt es, die Regierung teile das Ziel des Bundesrates, „die Organspendebereitschaft in der deutschen Bevölkerung zu erhöhen“.

Desweiteren will die Regierung prüfen, ob und inwieweit Änderungen bei der versicherungsrechtlichen Absicherung von Organlebendspendern vorzunehmen seien. Der Bundesrat hatte angemahnt, im Krankenversicherungsrecht zu regeln, dass der Organlebendspender einen eigenen Behandlungsanspruch an die gesetzliche Krankenkasse des Organempfängers hat. Ferner müsse der Anspruch auf angemessenen Ersatz seiner im Zusammenhang mit der Organlebendspende entstehenden Aufwendungen festgeschrieben werden, insbesondere des Nettoverdienstausfalls. Außerdem soll nach dem Willen der Länder der Unfallversicherungsschutz auf alle Komplikationen infolge einer Organspende erstreckt werden. Eine Leistungspflicht der Unfallversicherung solle auch bei Spätschäden der Organspender bestehen, auch wenn es problematisch zu beweisen sei, ob die Schäden tatsächlich auf die Organentnahme zurückzuführen sind.

Die Regierung lehnt jedoch den Ländervorschlag ab, ins Transplantationsgesetz so genannte Vertrauenspersonen aufzunehmen, die, zu Lebzeiten benannt, nach dem Tod der Betroffenen anstelle von Angehörigen einer Organ- oder Gewebeentnahme zustimmen oder ihr widersprechen können. Bereits nach geltendem Recht könne die Entscheidung über eine Organspende einer bestimmten Person übertragen werden, heißt es dazu in der Gegenäußerung. Die Einführung einer besonderen Bezeichnung für diese Personen seien nicht erforderlich, schreibt die Regierung.

Mit der TPG-Änderung soll die EU-Richtlinie 2010/53/EU in deutsches Recht umgesetzt werden. Vorgesehen ist , dass so genannte Entnahmekrankenhäuser mindestens einen Transplantationsbeauftragten bestellen. Dieser soll unter anderem Verbindungsglied des Krankenhauses zu den Transplantationszentren sein, das übrige Krankenhauspersonal in Fragen der Organspende beraten und Angehörige aufklären und beraten. Vorgesehen ist ferner, die Rolle der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) als Koordinierungsstelle zu stärken. Zudem soll die bereits bestehende gesetzliche Pflicht der Entnahmekrankenhäuser, den Hirntod aller möglichen Organspender zu melden, besser durchgesetzt werden.

Quelle: Pressemitteilung vom 03.11.2011
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Bundesregierung lehnt Erklärungslösung für Organspende ab

Beitrag von Presse » 04.11.2011, 12:53

Bundesregierung lehnt Erklärungslösung für Organspende ab

Berlin – Die Bundesregierung lehnt die Einführung einer sogenannten verpflichtenden Erklärungslösung bei der Organspende ab. Gleichwohl verfolge sie das Ziel, „die Organspendebereitschaft in der deutschen Bevölkerung zu erhöhen“. Dies geht aus einer Stellungnahme an den Bundesrat hervor, die heute in Berlin veröffentlicht wurde. .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/4 ... nde_ab.htm

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Bahr lädt zur Organspende ein

Beitrag von Presse » 08.11.2011, 07:50

Bahr lädt zur Organspende ein
Daniel Bahr drängt darauf, die Organspende neu zu regeln. Jetzt bittet der Gesundheitsminister die Opposition an den Tisch mit Union und FDP. Sein Plan: Die Bürger sollen immer wieder mit der Organspende konfrontiert werden. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=677 ... nde&n=1472

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Organspender sollen profitieren

Beitrag von Gaby Modig » 09.11.2011, 07:52

Um die Organspendebereitschaft zu erhöhen, ist mehr nötig als die Verankerung der Entscheidungslösung. Davon geht nach einem Bericht der ÄrzteZeitung vom 08.11.2011 die Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsökonomie aus. Diese Gesellschaft plädiert offensichtlich in einer Stellungnahme für zwei Ergänzungen, um ein höheres Aufkommen an Organspenden zu erreichen. Das ist zum einen die Installation eines bundesweiten Registers, in dem die Positionierung zum Thema festgehalten wird. Zum anderen sollten nach Einschätzung der Ökonomen Menschen, die zur Spende bereit sind, auf der Warteliste für ein Organ einen Bonus erhalten.
Damit sollen also Organspender für ihre Bereitschaft profitieren. Dann sollte man doch vielleicht direkt den Organhandel zulassen. Ich selbst würde das aber für eine schlimme Entwicklung halten.

Gaby
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Lutz Barth
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"Schlimme Entwicklung"?

Beitrag von Lutz Barth » 09.11.2011, 10:18

Der Gedankengang ist nur folgerichtig: Wir sollten endlich das Selbstbestimmungsrecht in seiner vollen Tragweite ernst nehmen. Selbstbestimmung geht einher mit einer hohen Verantwortung und derjenige, der da aus mannigfalten Gründen meint, sich nicht zur Organspende entscheiden zu können, muss dann auch damit rechnen, dass der Gesetzgeber eine Lösung favorisiert, nach der die potentiellen Spender einen "Bonus" erhalten. Dies erscheint mir nicht nur legitim zu sein, sondern im Zweifel auch geboten. Einen "Rechtsanspruch" auf ein Organ wird es letztlich nicht geben und da hielte ich es persönlich für höchst "gerecht", wenn die Bürgerinnen und Bürger bei der Ausübung ihres Selbstbestimmungsrechts zugleich auch um die Modalitäten wissen, dass im Zweifel potentielle Spender den "ersten Zugriff" auf die gespendeten Organe haben, auch wenn etwa Ausnahmregelungen - etwa für diejenigen, die aufgrund ihrer Erkrankung keine selbstbestimmte Entscheidung treffen können, vorgesehen werden sollten, so wie wir alle davon Abstand nehmen können, eine Patientenverfügung zu verfassen. In jedem Falle wissen wir (hoffentlich) um die Konsequenzen und mit Blick auf die Organspende-Problematik kann m.E. nichts anderes gelten.

Es stellt sich die nicht unerhebliche Frage, woher derjenige, der sich nicht zu einer Organspende äußert resp. diese ablehnt, das "Recht" abzuleiten gedenkt, gleichwohl selbst in den Genuß einer Spende zu kommen? Ohne Frage hat das Selbstbestimmungsrecht auch zwei Seiten einer Medaille; eine ist die hohe Verantwortung für sich selbst und da er um die Bedingungen weiß, unter denen er idealiterweise auf ein Spenderorgan hoffen kann, ist es dem Einzelnen überantwortet, hierüber eine freie Entscheidung zu treffen. Die Last des "Entscheidungsdrucks" müssen wir alle ertragen, denn das "Selbstbestimmungsrecht" gab es zu keiner Zeit zum "Nulltarif".

"Ernten ohne zu säen" scheint mir jedenfalls nicht geboten zu sein.
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Lutz Barth
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"Hirntote sind nicht tot"

Beitrag von Lutz Barth » 11.11.2011, 07:03

Ob die Organspende ein Akt der Nächstenliebe sei, mag ein Jeder für sich selbst beantworten.

Indes schreitet die Debatte fort und wenn ich es recht überblicke, dann nimmt diese zuweilen auch bizarre Züge an, auch und gerade unter theologischen Perspektiven betrachtet.

Wenn "Hirntote" nicht tot sind und daher lebend, fragt sich, ob für sie auch die Verpflichtung zur Fortpflanzung nach dem Motto "Seid fruchtbar und mehret Euch" gilt?

Anlass zu diese "Nachfrage" bietet ein aktueller Beitrag, aus dem ich wie folgt zitieren darf:

"Hirntote Männer können noch Erektionen haben, so dass sie unter bestimmten Umständen noch in der Lage wären, Kinder zu zeugen. In Zeiten von Viagra mutet es befremdlich an, dass Ärzte, bei denen selbst eine Potenzstörung vorliegen könnte, solche Patienten für tot erklären, die wohl weniger Schwierigkeiten hätten, Nachwuchs zu zeugen als diese Ärzte selbst. Und anders als bei nicht wenigen Frauen, die keine Kinder austragen können, ist dies durch den Hirntod bekanntlich nicht ausgeschlossen." (vgl. dazu Marcus Knaup, Organspende als Akt der Nächstenliebe, in kath.net v. 11.10.11 >>> http://www.kath.net/detail.php?id=33439 <<<)

Nun - darüber mag man/frau nachdenken...
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Organspende - zwischen Hoffnung und Horror

Beitrag von WernerSchell » 18.11.2011, 07:26

18.11.2011, 22.00 - 23.30 Uhr, SWR-Fernsehen, Nachtcafé
Wiederholung: 19.11.2011, 12.20 - 13.50 Uhr


Thema:
Organspende - zwischen Hoffnung und Horror

Jede Woche sterben in Deutschland 21 Menschen, weil sie vergeblich auf ein passendes Spenderorgan warten. 12 500 Menschen bangen derzeit darum, hoffentlich noch rechtzeitig eine Niere, ein Herz, eine Lunge oder ein anderes Organ zu erhalten. Warum fehlt es uns an Spendern in Deutschland, wo im Grunde jeder sofort ein Organ annehmen würde, wenn er es denn dringend bräuchte?

Weitere Informationen:
http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198 ... index.html
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Organspende: Gesundheitsökonomen für Bonus-Malus-Regelung

Beitrag von Presse » 18.11.2011, 08:11

Dtsch Arztebl 2011; 108(45)
Rieser, Sabine


Organspende: Gesundheitsökonomen für Bonus-Malus-Regelung
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/art ... ?id=112921

Die Stellungnahme der dggö
http://file.dggoe.de/presse/Stellungnah ... oesung.pdf

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Organspende mit Erklärungslösung

Beitrag von Presse » 24.11.2011, 16:45

Ärzte Zeitung, 24.11.2011
Durchbruch bei der Organspende
Mitarbeiter von Krankenkassen und Behörden sollen künftig die Menschen in Deutschland regelmäßig auf ihre Bereitschaft ansprechen, Organe zu spenden. Darauf haben sich alle Fraktionen des Bundestags geeinigt.
BERLIN (af). Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Volker Kauder und Frank-Walter Steinmeier, haben sich durchgesetzt. Bei der Organspende wechselt Deutschland zur Entscheidungslösung.
Dies haben Teilnehmer an dem Gespräch zwischen den Fraktionsvorsitzenden aller im Bundestag vertretenen Parteien und Fachpolitiker der "Ärzte Zeitung" bestätigt. ..... weiter lesen
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... sid=680572
+++

Zu der Einigung des Bundesgesundheitsministers und der Fraktionsspitzen, die Organspende durch die Erklärungslösung neu zu regeln, sagt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, in Berlin:
"Regelmäßig die Bereitschaft der Bürger zur Organspende abzufragen, löst die Probleme nicht. Heute werden von den 4.000 Hirntoten jährlich nur 1.900 gemeldet. Das ist Organisationsversagen. Deshalb wird es keine Wirkung zeigen, die Anzahl der Ausweisträger zu erhöhen. Das hat keinen Einfluss auf die tatsächliche Anzahl der Organspender. Hinzu kommt, dass die Einigung die existenziellen Ängste der Menschen nicht ernst nimmt: Werde ich als Organspender trotzdem noch bestmöglich behandelt? Was heißt es eigentlich, hirntot zu sein? Wie stirbt ein Organspender? Welche Kriterien spielen bei der Organverteilung eine Rolle? Tatsächlich brauchen wir mehr Aufklärung und Transparenz. Die Verteilung von Lebenschancen gehört unter rechtsstaatliche Kontrolle und darf nicht privaten Organisationen wie der Bundesärztekammer, der Deutschen Stiftung Organtransplantation und Eurotransplant im niederländischen Leiden überlassen werden. Zu den Kernproblemen gibt es weiter keine Lösungen. Das ist deregulierte Verantwortungslosigkeit."

Quelle: Pressemitteilung vom 24.11.2011

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Organspenderegelung & Pateientenautonomie

Beitrag von WernerSchell » 24.11.2011, 17:30

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative - Harffer Straße 59 - 41469 Neuss
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“


Neuss, den 24.11.2011

An die Fraktionen im Deutschen Bundestag

Sehr geehrte Damen und Herren,

soeben kam hier folgende Mitteilung an:

Ärzte Zeitung, 24.11.2011
Durchbruch bei der Organspende - Mitarbeiter von Krankenkassen und Behörden sollen künftig die Menschen in Deutschland regelmäßig auf ihre Bereitschaft ansprechen, Organe zu spenden. Darauf haben sich alle Fraktionen des Bundestags geeinigt. .... http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... sid=680572
Quelle Forum: viewtopic.php?p=62970#62970

Wenn diese Nachricht zutrifft, ist das eine schlechte Botschaft für die Patientenautonomie. Siehe dazu die Pressemitteilung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vom 11.097.2011:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... retten.php

Die nun angedeuteten Veränderungen werden nichts an der Organspendebereitschaft ändern. Zur Verbesserung des Transplantationsgeschehens bedarf es im System vielfältiger Strukturveränderungen. Dazu braucht man Personal und Geld. Davon lese ich nichts.

Ich frage daher an, welche Vereinbarungen getroffen worden sind und bitte um Übersendung des entsprechenden Textes.

Danke im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell - Dozent für Pflegerecht
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Gruppenantrag zur Organspende bis Jahresende

Beitrag von WernerSchell » 25.11.2011, 14:56

Auf die o.a. Anfrage wurde der nachfolgende Text der zugrunde liegenden Pressemitteilung vom 24.11.2011 übermittelt.
Es bleibt daher der zu formulierende Antrag der Fraktionen abzuwarten:

Pressemitteilung vom 24.11.2011:

Gruppenantrag zur Organspende bis Jahresende

Die Bundestagsabgeordneten Dr. Martina Bunge (Die Linke), Gabriele Molitor (FDP), Dr. Carola Reimann (SPD), Jens Spahn (CDU) und Dr. Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen) erklären:

„In dem Gespräch der Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU, SPD, FDP, Linken und Grünen unter Beteiligung der Fachpolitiker der Fraktionen wurde vereinbart, zur Organspende einen Gruppenantrag aus der Mitte des Parlaments zu erarbeiten, der von allen Fraktionsvorsitzenden mitgetragen und unterzeichnet wird. Es ist das gemeinsame Ziel, die Zahl der Organspender in Deutschland zu erhöhen. Dazu sollen die Information über das und die Konfrontation mit dem Thema regelmäßiger und strukturierter als bisher erfolgen. Dabei soll die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zur Organspende regelmäßig, etwa mit dem Versand der Versichertenkarte, und mit einer höheren Verbindlichkeit abgefragt werden, mit so viel Nachdruck wie möglich, ohne jedoch eine Antwort zu erzwingen oder Sanktionen auszuüben.
Ein konkreter Gruppenantrag als eigenständiger Gesetzentwurf wird nun bis Jahresende durch uns erarbeitet.“
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Beitrag von johannes » 26.11.2011, 17:14

Dabei soll die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zur Organspende regelmäßig, etwa mit dem Versand der Versichertenkarte, und mit einer höheren Verbindlichkeit abgefragt werden, mit so viel Nachdruck wie möglich, ohne jedoch eine Antwort zu erzwingen oder Sanktionen auszuüben.
Was soll das werden?

Nach derzeitigem Wissensstand ist die Diagnose Hirntod keine Definition für tatsächlichen Tod, sondern ein Konstrukt, um an die Organe eines nicht mehr entscheidungsfähigen Menschen zu kommen.

Sollen die Organsammelstellen und Politiker doch einmal Klartext reden. Also:

1. Sind Organe eines definitiv Toten noch für eine Transplantation brauchbar?

2. Welche Organe können einem Lebenden entnommen werden, ohne damit seinen Tod herbei zu führen?

3. Wer verdient an einer Transplantation wieviel? (der sog. Spender oder seine Angehörigen habe wohl nichts davon, oder?)

4. Wie hoch ist die Überlebensdauer von Transplantatsempfängern nach der Transplantation? (Bitte nicht die Ausnahmen benennen) [/code]
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Organspende - TV-Tipp für den 30.11.2011

Beitrag von WernerSchell » 30.11.2011, 07:07

30.11.2011, 20.15 - 21.00 Uhr, RBB Fernsehen

Thema:

Organspende: Ich schenke Dir meine Niere


Moderation: Raiko Thal - rbb Praxis

"Ich schenke Dir meine Niere" - ein solches Versprechen ist mehr als ein Liebesbeweis, es ist ein Satz, der Folgen hat. Für die Betroffenen ist er nicht selten die schwierigste Entscheidung, die sie in ihrem Leben je treffen mussten und wollten.....

Weitere Informationen:
http://www.rbb-online.de/fernsehen/prog ... 19618.html
http://www.rbb-online.de/rbbpraxis/fern ... grund.html
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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