Patienten gehen zu oft zum Arzt

Rechtsbeziehung Patient – Therapeut / Krankenhaus / Pflegeeinrichtung, Patientenselbstbestimmung, Heilkunde (z.B. Sterbehilfe usw.), Patienten-Datenschutz (Schweigepflicht), Krankendokumentation, Haftung (z.B. bei Pflichtwidrigkeiten), Betreuungs- und Unterbringungsrecht

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Gaby Modig
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Patienten gehen zu oft zum Arzt

Beitrag von Gaby Modig » 07.12.2009, 15:52

Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein erklärte gegenüber der Rheinischen Post (5.12.2009):

"Die Deutschen gehen zu oft zum Arzt – im Schnitt 17 Mal im Jahr. Das ist so viel wie in keinem anderen Land der Welt und liegt auch daran, dass Patienten kein Kostenbewusstsein haben."

Mit dieser Einschätzung hat der Mediziner wohl recht. Andererseits werden die Menschen ständig aufgefordert, bestimmte Gesundheitsbeeinträchtigungen nicht auf die leichte Schulter und einen Arzt in Anspruch zu nehmen. Vielleicht sollte diesbezüglich ein wenig Zurückhaltung geübt werden. Auch die dauernden Aufforderungen, alle möglichen Vorsorgeuntersuchungen zu nutzen, bedarf vielleicht der Revision. Manche Untersuchungen sind eher nicht nützlich, einige sogar eher problematisch (siehe z.B. PSA-Werte-Ermittlung).

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Karl Büser
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Deutsche zu oft zum Arzt

Beitrag von Karl Büser » 09.12.2009, 07:57

Dass die Deutschen zu oft zum Arzt gehen, ist seit Jahren bekannt. Allerlei Aktionen drängen förmlich die Menschen in die Arztpraxen. Im Moment ist es die Schweinegrippeimpfung; eine Impfung, die selbst unter Experten umstritten ist. Wenn man den medizinisch-pflegerisch ausgerichteten Medien folgt, ist man zum ständigen Kontakt zur Arztpraxis geradezu verpflichtet. Insbesondere Selbstzahler, Privatpatienten, werden umworben wie nie.
Eine fatale Entwicklung, die die ohnehin hohen Gesundheitsausgaben weiter steigern hilft. Dies alles ohne gesundheitlichen Gewinn.

K.B.
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Gaby Modig
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Gesundheit kann man nicht so einfach einkaufen

Beitrag von Gaby Modig » 14.12.2009, 09:48

Die Deutschen rennen zu oft zum Arzt. Ja, aber das machen sie, weil von allen möglichen Seiten dazu ermuntert wird: Gesundheitspolitiker, Ärzte, Apotheker, Medien usw.
Wäre es nicht endlich an der Zeit, den Menschen zu sagen, dass sie für ihre Gesundheit zunächst einmal selbst verantwortlich sind, so, wie es in § 1 SGB V beschrieben ist. Gesundheit kann man nicht einfach "einkaufen", sondern muss ständig daran arbeiten. Dies wird aber unzureichend verdeutlicht. Die Gesundheitswirtschaft ist daher wohl auch nur ein Wachstumsmarkt, wie viele andere!

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