Patientensicherheit weist Mängel auf

Rechtsbeziehung Patient – Therapeut / Krankenhaus / Pflegeeinrichtung, Patientenselbstbestimmung, Heilkunde (z.B. Sterbehilfe usw.), Patienten-Datenschutz (Schweigepflicht), Krankendokumentation, Haftung (z.B. bei Pflichtwidrigkeiten), Betreuungs- und Unterbringungsrecht

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Patientensicherheit weist Mängel auf

Beitrag von WernerSchell » 21.02.2020, 07:29

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Philipps-Universität Marburg

Patientensicherheit weist Mängel auf

Fehldiagnosen, falsche Verschreibung von Medikamenten, unzureichende Erhebung der Krankengeschichte: Patientinnen und Patienten wissen eine Menge zu erzählen, wenn es um Mängel der ambulanten medizinischen Versorgung geht – sofern man sie fragt. Ein Team um den Marburger Gesundheitsversorgungsforscher Professor Dr. Max Geraedts hat das nun erstmals systematisch getan. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befragten 10.000 Bürgerinnen und Bürger, welche Probleme sie bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten erlebt haben. Die Forschungsgruppe berichtet im Fachjournal BMJ Open über ihre Ergebnisse.
Viele Menschen suchen zuerst die Praxis von niedergelassenen Ärztinnen oder Ärzten auf, wenn sie medizinische Hilfe oder Rat benötigen; „trotzdem gibt es so gut wie keine Daten über Probleme mit der Patientensicherheit in der ambulanten Versorgung, weder in der Bundesrepublik noch international“, erklärt der Mediziner Max Geraedts von der Philipps-Universität Marburg, der die Studie leitete. Dabei zeigen Schätzungen für den stationären Bereich, dass die Patientensicherheit sehr wohl verbesserungsbedürftig ist: Demnach erleiden 5-10 Prozent aller Krankenhauspatientinnen und -patienten unvorhergesehene Schädigungen.

Wie steht es in der ambulanten Versorgung um die Patientensicherheit? Geraedts und sein Team befragten mittels eines neu entwickelten Erhebungsbogens 10.000 Personen über 39 Jahre, die zufällig ausgewählt worden waren. Das Ergebnis: 14 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten über Probleme, die aufgetreten seien, wenn sie niedergelassene Ärztinnen oder Ärzte konsultierten. Die telefonische Umfrage dokumentiert mehr als 2.500 Einzelfälle.

Bei 61 Prozent davon geht es um unzureichend erhobene Vorgeschichten der Patientinnen und Patienten oder um unzulängliche Diagnostik. In 75 Prozent der Fälle klagten die Betroffenen über schädliche Folgen wie unnötig lang anhaltende Schmerzen oder die Verschlechterung ihres Gesundheitszustands, die auf die Probleme bei der Behandlung zurückgingen; bei 35 Prozent der Vorkommnisse kam es demnach zu dauerhaften Schäden, 31 Prozent lösten weitere Arztbesuche, 14 Prozent Notfallbehandlungen und 10 Prozent Krankenhausaufenthalte aus. Auf Allgemeinmediziner entfielen 44 Prozent der Patientenberichte, auf Orthopäden 15 Prozent und auf Internisten 10 Prozent.

„Unsere Ergebnisse belegen, dass Probleme der Patientensicherheit in der ambulanten Versorgung häufig sind, oft mit Gesundheitsschäden einhergehen und zusätzliche Behandlungen nach sich ziehen“, resümiert Geraedts. „Die Ergebnisse können helfen, kritische Situationen zu erkennen und gezielte Maßnahmen zur Vermeidung von Problemen zu entwickeln.“

Darüber hinaus zeige die Studie, dass Patientenberichte eine wertvolle Quelle zur Identifizierung von Sicherheitsproblemen seien; sie könnten demnach dazu beitragen, die Patientensicherheit zu verbessern. Diesen Aspekt betont auch das „Aktionsbündnis Patientensicherheit“ APS in einer Stellungnahme: Grundsätzlich sei es schwierig, Probleme mit der Patientensicherheit zu erheben, weil die Einschätzung von professionellen Kräften und Betroffenen variiere. „Im Aktionsbündnis sind wir davon überzeugt, dass es von unschätzbarem Wert ist, die Patientinnen und Patienten selbst einzubeziehen, um die Sicherheit in der Versorgung zu bewerten und zu verbessern“, sagt Marcel Weigand, Generalsekretär im APS.

Der Mediziner Professor Dr. Max Geraedts lehrt Versorgungsforschung und Klinische Epidemiologie an der Philipps-Universität Marburg. Neben Geraedts Arbeitsgruppe beteiligte sich Dr. Johannes Leinert vom Sozialforschungs-institut Infas an der Studie. Der Gemeinsame Bundesausschuss, eine Einrichtung der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen, unterstützte die zugrundeliegende Forschungsarbeit finanziell.

Originalveröffentlichung: Max Geraedts & al.: Patient safety in ambulatory care from the patient's perspective: a retrospective, representative telephone survey BMJ Open (2020), DOI: 10.1136/bmjopen-2019-034617

Weitere Informationen:
Ansprechpartner:
Professor Dr. Max Geraedts,
Institut für Versorgungsforschung und Klinische Epidemiologie
Tel: 06421-28-662 43
E-Mail: geraedts@uni-marburg.de

Pressemitteilung der APS: https://www.aps-ev.de/wp-content/upload ... _PSP_F.pdf

Quelle: Pressemitteilung vom 20.02.2020
Johannes Scholten Stabsstelle Hochschulkommunikation
Philipps-Universität Marburg
https://idw-online.de/de/news731844
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Studie zur Patientensicherheit in der ambulanten Versorgung zeigt Verbesserungspotential

Beitrag von WernerSchell » 28.02.2020, 07:13

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P R E S S E M I T T E I L U N G vom 20.02.2020

Studie zur Patientensicherheit in der ambulanten Versorgung zeigt Verbesserungspotential:
Zeit für Mut zum Handeln, nicht für Skandalisierungen


Berlin – Eine Forschergruppe rund um Professor Max Geraedts hat erstmals mittels einer Bevölkerungsbefragung erhoben, wie viele Patientensicherheitsprobleme den Bürgerinnen und Bürgern in der ambulanten Versorgung auffallen und wo die Schwerpunkte der berichteten Probleme sind. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit begrüßt die Erhebung und ruft dazu auf, die Ergebnisse konstruktiv zu nutzen, um Verbesserungen in der Patientensicherheit in der ambulanten Versorgung zu entwickeln und umzusetzen.
Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) setzt sich seit mittlerweile fast 15 Jahren dafür ein, einen offenen Blick auf Probleme der Patientensicherheit zu richten und aus Fehlern für die Zukunft zu lernen. Dafür ist es von zentraler Bedeutung, dass es nicht zur Skandalisierung kommt: Dass überall Fehler auftreten, wo Menschen arbeiten, ist normal – gerade auch in ambulanten Praxen, in denen viele Menschen mit unterschiedlichsten Anliegen zum Teil unter erheblichem Zeitdruck und oft ohne kurzfristige kollegiale Rücksprache- und Korrekturmöglichkeiten medizinisch betreut werden. Auch kommen hier viele Schnittstellenprobleme zum Tragen. Deshalb ist es wichtig, die jetzt erstmals vorliegenden quantitativen Ergebnisse zu den berichteten Patientensicherheitsproblemen nicht als Überraschung einzustufen. Es ist ein Verdienst der jetzt vorliegenden Studie, hier erstmals einen Einblick in den Umfang der Patientensicherheitsprobleme und deren Verteilung zu ermöglichen.
„Im Krankenhausbereich gab es vor 15 Jahren, zur Gründungszeit des APS, mutige Ärztinnen und Ärzte, die sich sogar in der BILD-Zeitung dazu bekannt haben, dass ihnen Fehler unterlaufen sind. Das hat den Weg freigemacht für viele Verbesserungsansätze und mehr Offenheit, um Fehler nicht zu vertuschen, sondern ihre Ursachen zu suchen und zu reduzieren,“ sagt Dr. med. Ruth Hecker, Vorsitzende des APS. „Ich wünsche mir von den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen den gleichen Mut, denn nur durch genaues Hinsehen können wir erreichen, dass sich etwas verbessert!“
Befragungen zur Patientensicherheit sind grundsätzlich schwierig, weil die Einschätzung von professionellen Kräften und Betroffenen über Vorliegen, Schwere und Ursachen von Patientensicherheitsproblemen variiert und es derzeit keine Routinedaten gibt, die hier Auskunft geben könnten. Gerade für die ambulante Versorgung reicht es auch nicht aus, die Behandlungsakten auszuwerten, da die Patientinnen und Patienten die Praxen unmittelbar nach der Behandlung und damit möglicherweise wieder verlassen, lange bevor Auswirkungen auftreten. Entsprechend erfahren nicht selten auch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte gar nicht vom Patientensicherheitsproblem.
„Im APS sind wir davon überzeugt, dass es von unschätzbarem Wert ist, die Patientinnen und Patienten selbst einzubeziehen, um die Sicherheit in der Versorgung zu bewerten und zu verbessern. Deshalb gibt das APS auch zahlreiche Patienteninformationen heraus, die die Menschen dabei unterstützen, selbst zu ihrer Sicherheit beizutragen,“ sagt Marcel Weigand, Generalsekretär des APS. „Eine Bürgerbefragung zur Abschätzung der Größenordnung von Patientensicherheitsproblemen im ambulanten Bereich ist folgerichtig.“

Zum Hintergrund: In der Zeitschrift BMJ Open ist Anfang der Woche die Vorstellung der Studie von Professor Geraedts und seinem Team erschienen (abrufbar unter: https://bmjopen.bmj.com/content/10/2/e034617.full ). Die Studie wurde auch bereits auf der letztjährigen Jahrestagung des APS vorgestellt. Auch dieses Jahr werden wieder Themen rund um die Patientensicherheit, auch im ambulanten Bereich, auf der Jahrestagung des APS am 14. und 15. Mai 2020 in Berlin diskutiert. Der Programmentwurf der Tagung ist online unter: https://www.aps-ev.de/aps-jahrestagung2020/ .

Über das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS):
Vertreter der Gesundheitsberufe, ihrer Verbände, der Patientenorganisationen sowie aus Industrie und Wirtschaft haben sich im Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Plattform zur Verbesserung der Patientensicherheit in Deutschland aufzubauen. Zusammen entscheiden und tragen sie die Projekte und Initiativen des Vereins.
Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) wurde im April 2005 als gemeinnütziger Verein gegründet. Es setzt sich für eine sichere Gesundheitsversorgung ein und widmet sich der Erforschung, Entwicklung und Verbreitung dazu geeigneter Methoden.
Mehr Informationen finden Sie unter www.aps-ev.de

Pressekontakt bei Rückfragen:
Pressestelle APS
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Postfach 30 11 20
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Telefon: 0711 8931-583 / -516
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NRW-Konferenz zum Welttag der Patientensicherheit 2020

Beitrag von WernerSchell » 02.09.2020, 14:20

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P R E S S E E I N L A D U N G

NRW-Konferenz zum Welttag der Patientensicherheit 2020

Anlässlich des Welttags der Patientensicherheit veranstaltet das Aktionsbündnis Patientensicherheit mit seinen Kooperationspartnern, der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, der Techniker Krankenkasse und dem Universitätsklinikum Essen, eine Vorkonferenz am Universitätsklinikum Essen. Wir laden daher Sie als Pressevertreter herzlich ein, teilzunehmen am

Livestream
„Patientensicherheit in NRW -
Vertrauen schaffen während und nach Corona“
aus dem Deichmann-Auditorium, Virchowstraße 163a, 45147 Essen
am 10. September 2020 von 10:00 bis 15:45 Uhr

Was haben wir aus der Coronakrise gelernt und wo gibt es noch Nachholbedarf? Wie setzen sich die Gesundheitseinrichtungen in NRW generell für Patientensicherheit ein? Und wie gelingt es, das Vertrauen der Patienten in eine sichere Versorgung wiederzugewinnen bzw. zu stärken? Diesen und anderen Fragen widmen sich hochrangige Vertreter des Gesundheitswesens – unter anderem Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Neben den genannten Themen werden Fragen der Digitalisierung, die Infektionsprävention in der ambulanten und stationären Versorgung sowie die Behandlung und Prävention von Sepsis diskutiert werden.

Aufgrund der aktuellen Situation wird die Zuschauerzahl vor Ort begrenzt sein. Daher wird die Veranstaltung live gestreamt werden, so dass Sie sowie alle Interessierten daran online teilnehmen können.

Das vollständige Programm sowie den Zugang zum Livestream finden Sie unter folgendem Link: https://nrw2020.aps-ev.de/.
Die Presseeinladung können Sie hier einsehen: https://www.aps-ev.de/wp-content/upload ... 9-2020.pdf.

Partner für Pressearbeit:
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Ansprechpartner beim Aktionsbündnis Patientensicherheit:
Melanie Hansen
Alte Jakobstraße 81
10179 Berlin
Tel. +49 (0)30 36 42 81 6-27
hansen@aps-ev.de
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Welttag der Patientensicherheit am 17.09.2020

Beitrag von WernerSchell » 15.09.2020, 17:12

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Welttag der Patientensicherheit am 17. September 2020

(15.09.20) "Mach Dich stark für mehr Patientensicherheit", lautet das Motto des diesjährigen Welttags der Patientensicherheit am 17. September. Im Fokus steht dabei die Sicherheit von Mitarbeitern im Gesundheitssystem, nicht zuletzt mit Blick auf die Corona-Pandemie. Weitere Informationen, Texte und Hörfunkbeiträge bietet der AOK-Mediendienst unter: http://aok-bv.de/presse/gesundheitstage/

Quelle: Pressemitteilung vom 15.09.2020
Web-Infomail des AOK-Bundesverbandes
Herausgeber:
AOK-Bundesverband
Webredaktion
Tel.: 030/220 11-200
Fax: 030/220 11-105
mailto:aok-mediendienst@bv.aok.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Welttag der Patientensicherheit – Starke Selbstverwaltung ist aktiver Patientenschutz

Beitrag von WernerSchell » 16.09.2020, 11:34

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Gemeinsamer Bundesausschuss

Welttag der Patientensicherheit – Starke Selbstverwaltung ist aktiver Patientenschutz

Berlin, 16. September 2020 – Zum morgigen Welttag der Patientensicherheit, ausgerufen vom Aktionsbündnis Patientensicherheit, erklärt Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), in Berlin:
„Das diesjährige Motto des Welttags der Patientensicherheit – Versorgung der Patientinnen und Patienten während der Corona-Pandemie und Mitarbeitersicherheit – prägt auch die Arbeit des G-BA seit dem Ausbruch von COVID-19 im Frühjahr. Bei vielen Beratungen stand der G-BA vor der Frage, wie alle Patientinnen und Patienten trotz der Pandemie bedarfsgerecht und sicher versorgt werden können, also nicht nur COVID-19-Patientientinnen und -Patienten, sondern auch chronisch Kranke und Notfälle. Zugleich sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Arztpraxen, Krankenhäusern und in anderen Therapieeinrichtungen entlastet und ihr Infektionsrisiko minimiert werden. Anders ausgedrückt: Wie kann das Gesundheitssystem flexibel und schnell auf lokale Infektionsausbrüche reagieren und trotzdem eine Regelversorgung aller Patientinnen und Patienten aufrechterhalten – und was kann der G-BA hierfür ganz konkret tun?


Zum vollständigen Text und Download > https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen/890/

Quelle: Pressemitteilung vom 16.09.2020
Gemeinsamer Bundesausschuss
Ansprechpartnerinnen für die Presse:
Ann Marini (Leiterin der Stabsabteilung Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation)
Gudrun Köster
Annette Steger

Telefon: +49 30 275838-811
E-Mail: presse@g-ba.de
Website: www.g-ba.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Internationaler Aufruf zur Sicherheit von Patienten und zum Schutz des Gesundheitspersonal

Beitrag von WernerSchell » 16.09.2020, 15:07

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Marburger Bund – Bundesverband
Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.


Internationaler Aufruf zur Sicherheit von Patienten und zum Schutz des Gesundheitspersonals

Die Weltgesundheitsorganisation widmet den Internationalen Tag für Patientensicherheit am 17. September in diesem Jahr auch der Sicherheit von Beschäftigten im Gesundheitswesen. Das Motto lautet: „Safe health workers, safe patients‘. Die Coronavirus-Pandemie hat zusätzlich den Fokus auf das Thema gerichtet: Zehn Prozent aller Infizierten weltweit arbeiten in Gesundheitseinrichtungen. Der Marburger Bund unterstützt daher aktiv den Aufruf der „G20 Health and Development Partnership“ für Patientensicherheit und Gesundheitsschutz im Gesundheitswesen.

In dem Aufruf werden die Staats- und Regierungschefs der G7 und G20-Treffen sowie anderer internationaler Zusammenschlüsse aufgefordert, Patientensicherheit und Schutz des Gesundheitspersonals in enger Verbindung zu sehen und einen globalen Fonds zur Förderung eines Höchstmaßes an Arbeits- und Gesundheitsschutz zu schaffen. Es müsse ein transparentes Berichtssystem geben, das Indikatoren für die Sicherheit von Patienten und Gesundheitspersonal widerspiegele. Im Hinblick auf die aktuelle Corona-Krise fordern die Unterzeichner, in den nationalen Pandemieplänen sicherzustellen, dass Gesundheitspersonal Zugang zu persönlicher Schutzausrüstung erhält und bei Schutzimpfungen vorrangig berücksichtigt wird.

Quelle: Pressemitteilung vom 16. September 2020
Marburger Bund Bundesverband
Referat Verbandskommunikation
Hans-Jörg Freese (Pressesprecher)
Tel.: 030 746846-41
Mobiltel.: 0162 2112425
presse@marburger-bund.de
http://www.marburger-bund.de

Der Marburger Bund ist der Verband aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte. Mit rund 127.000 Mitgliedern
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Elektronischer Medikationsplan: Patientinnen und Patienten beteiligen

Beitrag von WernerSchell » 16.09.2020, 15:15

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BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V

Elektronischer Medikationsplan: Patientinnen und Patienten beteiligen

Zum Tag der Patientensicherheit am 17. September 2020 fordert die BAGSO-Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“, Betroffenenorganisationen bei der Einführung des elektronischen Medikationsplans zu beteiligen. Patienten-, Behinderten- und Seniorenorganisationen müssen frühzeitig in die Erstellung und Verbreitung der Informationsmaterialien einbezogen werden. Denn nur wenn der elektronische Medikationsplan von den Betroffenen angenommen wird, kann er künftig zur Patientensicherheit beitragen.
Der elektronische Medikationsplan soll bis zum Jahresende eingeführt werden. Arztpraxen können die Medikation einer Patientin oder eines Patienten dann auf der Versichertenkarte abspeichern. Den Zugriff steuern die Betroffenen über eine PIN. Gibt der Patient sein Einverständnis, können Arztpraxen und Apotheken die aktuelle Medikation einsehen. Voraussetzung dafür ist, dass Patientinnen und Patienten vom Nutzen überzeugt sind und die Funktionsweise verstehen. Betroffenenorganisationen können zu zielgruppengerechter Information beitragen und für Vertrauen werben.
„Der neue elektronische Medikationsplan überzeugt. Aber Patientinnen und Patienten müssen gut informiert und begleitet werden, denn Einverständnis erfordert Wissen“ so Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO.

Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“
Die BAGSO-Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“ wurde 2019 gegründet. Sie klärt Patientinnen und Patienten über ihren Anspruch auf einen aktuellen Medikationsplan auf und ermutigt sie, in der Arztpraxis und Apotheke nachzufragen. Patientinnen und Patienten erhalten zudem Hinweise für den sinnvollen Umgang mit dem Medikationsplan. Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, ist Schirmherrin der Initiative.


www.medikationsplan-schafft-ueberblick.de

Über die BAGSO
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen vertritt über ihre 120 Mitgliedsorganisationen viele Millionen ältere Menschen in Deutschland. Mit ihren Publikationen und Veranstaltungen – dazu gehören auch die alle drei Jahre stattfindenden Deutschen Seniorentage – wirbt die BAGSO für ein möglichst gesundes, aktives und engagiertes Älterwerden.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.09.2020
Kontakt
Barbara Stupp
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V
Noeggerathstr. 49
53111 Bonn
Tel.: 0228 24 99 93 12
E-Mail: stupp@bagso.de

www.bagso.de
www.facebook.com/bagso.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Schutz des Gesundheitspersonals ist Patientenschutz

Beitrag von WernerSchell » 16.09.2020, 15:21

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Corona: Weltweit rund 2 Millionen Infizierte im Gesundheitswesen
International Council of Nurses veröffentlicht Report zu COVID-19


Ein Bericht des International Council of Nurses (ICN) zeigt die Gefährdung von Mitarbeitenden im Gesundheitswesen. Allein beim Pflegepersonal sind schon über 1.000 Todesfälle durch COVID-19 in 44 Ländern zu betrauern. Der Schutz beruflich Pflegender muss Priorität haben, fordert auch der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK).

Kurz vor dem Welttag der Patientensicherheit, der in diesem Jahr unter dem Motto „Schutz des Gesundheitspersonals ist Patientenschutz“ steht, veröffentlicht der ICN den Bericht zu COVID-19-Infektionen im Gesundheitswesen. Die klare Botschaft ist: Die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen und insbesondere beruflich Pflegende tragen ein erhöhtes Infektionsrisiko, sie werden oft nicht hinreichend geschützt, sind in vielen Fällen Gewalt und Diskriminierung aufgrund ihrer Tätigkeit ausgesetzt und in weniger als der Hälfte der befragten Länder wird COVID-19 als Berufskrankheit anerkannt.

Gerade im Falle von COVID-19 liegt auf der Hand, dass ein mangelnder Schutz des Pflegepersonals eine Gefährdung für Pflegebedürftige, Patientinnen und Patienten bedeutet. „ICN-Geschäftsführer Howard Catton hat Recht, wenn er sagt, dass Regierungen einen Fehler machen, wenn sie die Gesundheit des Personals im Gesundheitswesen riskieren, denn damit riskieren sie zugleich die Gesundheit der Patientinnen und Patienten“, so Prof. Christel Bienstein, Präsidentin des DBfK.

Anlässlich des Welttages der Patientensicherheit schließt sich der DBfK den Forderungen des internationalen Dachverbands an: „Der Report macht deutlich, dass der Schutz der Mitarbeitenden im Gesundheitswesen politisch Priorität haben muss“, so Bienstein. „Wir brauchen eine gute und einheitliche Datenerhebung der Infektionen, Erkrankungen und Todesfälle im Gesundheitswesen. Die persönliche Schutzausrüstung, Schulungen zum Infektionsschutz und eine Teststrategie für das Personal müssen etabliert werden und COVID-19 sollte weltweit als Berufskrankheit anerkannt werden. Denn: Nur wenn wir beruflich Pflegenden geschützt werden, können wir Menschen mit Pflegebedarf sicher versorgen und schützen.“

Der DBfK ist deutsches Mitglied des International Council of Nurses (ICN).

Quelle: Pressemitteilung vom 16.09.2020
Anja Kathrin Hild
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
hild@dbfk.de
www.dbfk.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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