Pflege in der Krise - Applaus ist nicht genug - Buchtipp!

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WernerSchell
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Pflege in der Krise - Applaus ist nicht genug - Buchtipp!

Beitrag von WernerSchell »

Buchtipp!

David Gutensohn:

Pflege in der Krise
Applaus ist nicht genug

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Atrium Verlag, Juli 2021
Taschenbuch
80 Seiten
ISBN 978-3-85535-119-0
09,00 Euro


Die Corona-Pandemie führt uns eines der größten gegenwärtigen Probleme vor Augen: Trotz der immer wieder betonten Relevanz unseres Gesundheitssystems befindet es sich in einer akuten Notlage. In Pflege in der Krise. Applaus ist nicht genug liefert David Gutensohn, Journalist und Sohn zweier Pflegekräfte, nicht nur eine aktuelle Bestandsaufnahme des brüchigen Systems, sondern auch Denkanstöße, die eine Verschärfung der Krise abwenden sowie eine solidarische und zukunftssichere Pflegepolitik realisieren könnten.

Über die Streitschrift
In Deutschland arbeiten ca. 1,7 Millionen Menschen in der Pflege. Da die Zahl der Pflegebedürftigen kontinuierlich ansteigt, bräuchten wir im Jahr 2050 bereits das Doppelte der jetzigen Angestellten, um allen Pflegebedürftigen gerecht zu werden. Schon jetzt herrscht ein bundesweiter Pflegenotstand – es mangelt an Fachkräften, junge Menschen rücken nicht nach, mehr und mehr angestelltes Personal verlässt den Job. Es fehlt an gesellschaftlicher Anerkennung, fairer Entlohnung und geregelten Arbeitszeiten. Gleichzeitig steigt der Druck am Arbeitsplatz, es bleibt nicht genug Zeit für einzelne Patient:innen und Pflege wird zum lukrativen Geschäft. Das Thema wurde jedoch lange kollektiv verdrängt und auch in der Politik hat die Pflege keine starke Lobby. In seiner Streitschrift thematisiert David Gutensohn die Notwendigkeit für eine grundsätzliche Debatte über die Zukunft der Pflege und die Finanzierung des Systems. Er erklärt, welche Lehren wir aus der Pandemie ziehen können und wieso wir dringend ein Gesundheitssystem ohne Profit brauchen.
Pflege in der Krise ist ein essenzieller und fundierter Beitrag zur aktuellen Lage unseres Gesundheitssystems und stellt konkrete Forderungen für die bevorstehende politische Legislaturperiode. Denn die Krise ist lösbar und es gibt Wege, sie zu stoppen. Wichtig ist, dass wir es jetzt tun und Veränderungen lautstark einfordern.


Autor David Gutensohn hat in Berlin Sozialwissenschaften studiert und in München die Deutsche Journalistenschule besucht. Er ist Redakteur bei ZEIT ONLINE und schreibt über den Arbeitsmarkt, soziale Themen und Gesundheitspolitik. Journalistisch beschäftigt er sich intensiv mit dem Pflegesystem, das er auch persönlich gut kennt, da er selbst Sohn zweier Pflegekräfte ist und einen Großteil seiner Kindheit im Pflegeheim verbracht hat.

Quelle und weitere Informationen > https://www.buecherwege.de/atrium.htm > https://www.politycki-partner.de/projek ... der-krise/
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