Deutscher Pflegerat beschließt Kodex zum Umgang mit extremistischen Parteien und Organisationen

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WernerSchell
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Deutscher Pflegerat beschließt Kodex zum Umgang mit extremistischen Parteien und Organisationen

Beitrag von WernerSchell »

PRESSEMELDUNG
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Berlin (24. November 2025, Nr. 45/2025)


Deutscher Pflegerat beschließt Kodex zum Umgang mit extremistischen Parteien und Organisationen

Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat einen Kodex verabschiedet, der den Umgang des Verbandes mit extremistischen Parteien und Organisationen verbindlich regelt. Damit reagiert der DPR auf die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung und macht transparent, nach welchen Maßstäben er politische Anfragen, Einladungen und öffentliche Auftritte bewertet. Der Kodex definiert klare Standards für die Kommunikation, interne Abläufe und das Handeln von Gremien und Mitarbeitenden.

„Unsere Arbeit basiert auf Menschlichkeit, Respekt und Verantwortung“, betont DPR-Präsidentin Christine Vogler. „Diese Haltung prägt auch unseren Austausch mit politischen und kooperierenden Akteuren. Wir suchen den Dialog mit demokratischen Parteien und Institutionen, ziehen aber eine klare Grenze gegenüber Kräften, die Menschenwürde, Vielfalt und Rechtsstaat infrage stellen.“

Der Kodex legt fest, dass extremistische Parteien und Organisationen zwar formal korrekt behandelt werden, weitergehende Formen der Zusammenarbeit und gemeinsame öffentliche Auftritte jedoch ausgeschlossen sind.

Konkret beschreibt der Kodex, wie der DPR seine Grundsätze im Alltag umsetzt: Anfragen werden dokumentiert und einheitlich beantwortet, Mitarbeitende und Gremien erhalten Orientierung für ihr Handeln, und öffentliche Stellungnahmen bleiben fachlich-sachlich und eindeutig in der Abgrenzung zu antidemokratischen Positionen. Damit schafft der Verband eine klare Linie, die nach innen schützt und nach außen verlässlich macht, wofür der Deutsche Pflegerat steht – und wofür nicht.

Der DPR unterstreicht, dass Pflege eine Werteprofession ist: Sie arbeitet mit und für Menschen – unabhängig von Herkunft, Identität, Religion oder sozialem Status. Genau diese Haltung spiegelt der Kodex wider. „Pflege lebt von Vertrauen, Achtung und einer klaren Orientierung an den Menschenrechten“, so Vogler. „Deshalb ist es unsere Verantwortung, uns deutlich an die Seite der Demokratie zu stellen und uns gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit abzugrenzen.“

Der Kodex gilt ab sofort für die Arbeit des Deutschen Pflegerats und steht der Öffentlichkeit als Orientierung zur Verfügung; er ist dieser Pressemitteilung beigefügt.


Download Pressemitteilung > https://deutscher-pflegerat.de/professi ... tteilungen
Download Umgang des Deutschen Pflegerates mit extremistischen Parteien und Organisationen (Verhaltenskodex) > https://deutscher-pflegerat.de/professi ... ltenskodex


Ansprechpartner:innen:
Christine Vogler
Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Michael Schulz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Telefon: (030) 398 77 303 | Telefax: (030) 398 77 304
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de | Internet: www.deutscher-pflegerat.de
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Der Deutsche Pflegerat als Dachverband vertritt die geeinten Interessen der Berufsverbände und nicht die einzelnen Partikularinteressen der Verbände. Unterschiedliche Positionen und Meinungen einzelner Verbände können sichtbar sein und die Vielfalt der pflegerischen Profession widerspiegeln. Dieses berührt nicht die gemeinsamen Ziele und Intentionen des Deutschen Pflegerats.

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 22 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,7 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
Präsidentin des Deutschen Pflegerats ist Christine Vogler. Vize-Präsidentinnen sind Jana Luntz und Pascale Hilberger-Kirlum.

Mitgliedsverbände:
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundes-Dekanekonferenz Pflegewissenschaft gem. e.V.; Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege e.V. (DFPP); Deutsche Gesellschaft für Endoskopiefachberufe e.V. (DEGEA); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP); Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Deutsches Netzwerk Advanced Practice Nursing & Advanced Nursing Practice (DNAPN) e.V.; Initiative Chronische Wunden e.V. (ICW); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands e.V. (VPU).


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Der ARD-Deutschlandtrend (13.11.2025) berichtet von Enttäuschung und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger. Unter fünf vorgegebenen Motiven, warum die AfD gewählt wird, nennen die Befragten "die Enttäuschung über die Politik der anderen Parteien" (folgerichtig wurde „rot-grün“ abgewählt). Dazu passt der Hinweis, dass nur etwa 3,3 Prozent der Deutschen ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild vertreten. Ein Antrag, die AfD zu verbieten, wäre nach Ansicht zahlreicher Experten nicht hilfreich. Es vorrangig darum gehen, die von Frau Merkel und „rot-grün“ in Gang gebrachten Fehlentwicklungen (v.a. die illegale Migration) zu stoppen und für wirtschaftlichen Aufschwung und eine grundlegende Sanierung des soziales Netzes einzutreten. – Insoweit sind vielfältige Maßnahmen erforderlich. …. Quelle >>> viewtopic.php?f=6&t=1459
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