Für die große Mehrheit der Menschen ist Krafttraining nicht nur unbedenklich, sondern ausgesprochen gesund. Es stärkt Muskeln und Knochen, beugt Stürzen vor und spielt eine wichtige Rolle bei der Osteoporoseprävention. Aber es geht sogar noch weiter: „Trainierte Muskeln setzen Botenstoffe frei, die auch auf andere Organe wie das Gehirn wirken“, erklärt Munz. Zu diesen Botenstoffen, sogenannten Myokinen, gibt es Hinweise, dass sie die geistige Gesundheit fördern und möglicherweise sogar zur Demenzprävention beitragen könnten.
Die WHO empfiehlt zwei Einheiten pro Woche – doch diese Empfehlung werde in der Bevölkerung noch weniger eingehalten als beim Ausdauertraining. „Es sollte noch viel mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung sickern, dass Krafttraining genauso wichtig und gesundheitsförderlich ist wie Ausdauertraining, und dass man am besten beides parallel und in Kombination betreiben sollte“, sagt Munz. Und das gilt auch für alle Geschlechter: Krafttraining ist eben nicht nur Männersache.
Was beim Muskelaufbau wirklich entscheidend ist
• Ausreichende, aber nicht übertriebene Proteinzufuhr
• regelmäßiges, angepasstes Training statt einem Fokus auf Supplements
• eine ausgewogene Ernährung und wenn Supplements, dann sollte man auf Herkunft und Zusammensetzung achten
• Geduld: Muskelaufbau ist ein biologisch begrenzter Prozess.
Quelle: Prof. Dr. Barbara Munz - Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Tübingen ->>> https://www.medizin.uni-tuebingen.de/pu ... ch-muskeln