Schulfach Gesundheit - Einsatz von Gesundheitsfachkräften

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung
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WernerSchell
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Schulfach Gesundheit - Einsatz von Gesundheitsfachkräften

Beitrag von WernerSchell »

Zum Thema "Schulfach Gesundheit - Einsatz von Gesundheitsfachkräften" wurden im Forum - Archiv (bis 2020) zahlreiche Beiträge eingestellt: > https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 96#p109496 / https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 95#p109495 - Die Informationen zu diesem Thema werden - im Forum - Beiträge ab 2021 - fortgeführt!

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WernerSchell
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Mediziner fordern Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften auch in Deutschland

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Mediziner fordern Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften auch in Deutschland
Weltkindertag am 20. September 2021


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Nach dem Vorbild skandinavischer und angloamerikanischer Länder sollen auch in Deutschland Schulgesundheitsfachkräfte zum Einsatz kommen. Dies fordert eine Allianz medizinischer Fachgesellschaften aus Anlass des Weltkindertages am 20. September 2021, um die Bildungs- und Gesundheitsbiografien chronisch kranker Kinder, etwa mit Diabetes mellitus Typ 1, zu verbessern und die Inklusion zu fördern. Spezialisierte Pflegekräfte können Eltern und Lehrer entlasten und auch bei Suchtproblemen, Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung frühzeitig Hilfestellung leisten.


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Jährlich erkranken hierzulande derzeit rund 3500 Kinder und Jugendliche neu an einem Typ-1-Diabetes, immer mehr bereits im Vorschulalter. Obwohl die Versorgung diabeteskranker Kinder dank moderner Insulinpumpen und kontinuierlicher Glukosemessung einfacher geworden ist, benötigen die kleinen Patientinnen und Patienten im Grundschulalter punktuell Unterstützung. „Den Insulinbedarf an Sport und Spiel, an Lernstress und Schulessen anzupassen, ist eine komplexe Herausforderung, die sie oft noch nicht allein meistern können“, betont DDG Präsident und Kinderdiabetologe Professor Dr. med. Andreas Neu. Lehrkräften fehle das medizinische Wissen, um zu unterstützen.

Für jede Schule eine Gesundheitsfachkraft

Aus diesem Grund plädieren DDG und die Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Diabetologie (AGPD) in der DDG gemeinsam mit diabetesDE – Deutsche Diabetes Hilfe, der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) sowie dem Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e. V. (BeKD) für die flächendeckende Etablierung von Schulgesundheitsfachkräften. „Gesundheitsfachkräfte können chronisch kranke Kinder im Schulalltag kompetent begleiten“, erläutert AGPD Sprecher Dr. med. Thomas Kapellen. In einem Positionspapier fordern die Experten Verantwortliche in Gesundheits- und Kultuspolitik auf, in einem ersten Schritt alle öffentlichen und privaten Grundschulen verbindlich mit einer Gesundheitsfachkraft auszustatten.

Damit würde Deutschland dem Beispiel anderer Nationen folgen. In skandinavischen und angloamerikanischen Ländern sind seit Jahren spezialisierte Pflegekräfte in Schulen tätig, die als „school nurses“ Kinder und Jugendliche in allen gesundheitlichen Angelegenheiten betreuen. Studien bestätigen, dass alle Beteiligten der Schulgemeinde davon profitieren. Auch in Deutschland sind zwei Modellprojekte in Brandenburg und Hessen evaluiert worden. Das Gutachten (1) kommt zu dem Schluss, dass die Einrichtung von Gesundheitsfachkräften an Schulen machbar und ökonomisch sinnvoll ist und empfiehlt als Orientierungsrahmen einen Schlüssel von 1:700. „An jeder Schule sollte eine Gesundheitsfachkraft tätig sein“, so Kapellen.

Weniger Notfallsituationen, bessere Lebensperspektiven

Denn deren Einsatz zahlt sich aus. So kam es in Brandenburg und Hessen zu weniger Unfällen und Rettungswageneinsätzen sowie zu geringeren Behandlungskosten. „Für Kinder mit Diabetes Typ 1 bedeutet dies: verbesserte Glukoseeinstellung, weniger Notfallsituationen, weniger Fehlzeiten und Ausgrenzung, eine insgesamt positivere Lebensperspektive“, erläutert Neu. Schulgesundheitsfachkräfte trügen zudem stark zur Entlastung von Lehrern und Eltern bei, die sonst wegen der Krankheit ihres Kindes häufig ihre Berufstätigkeit einschränken müssen.

Dies sind volkswirtschaftliche Pluspunkte, die sich potenzieren – schließlich unterstützen Schulgesundheitsfachkräfte nicht nur chronisch kranke Kinder. „Sie leisten Erste Hilfe, sind Anlaufstelle bei Schmerzen und Vertrauensperson bei gesundheitlichen und psychischen Auffälligkeiten, sie beraten Kinder und Eltern zu Sucht, Ritzen, Stress, in Krisensituationen oder in Ernährungsfragen, melden den Verdacht auf Missbrauch, Misshandlung oder Vernachlässigung“, erklärt Professor Dr. med. Jörg Dötsch, Präsident der DGKJ. „Wir sollten nicht zögern und Schulgesundheitsfachkräfte für Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus und alle anderen chronischen Erkrankungen zügig flächendeckend etablieren. Sie sind eine sehr gute Investition in die Jugend und damit in unsere Zukunft“, betont der Präsident der DGKJ.

Finanzierung über das Präventionsgesetz

Zur Finanzierung der Schulgesundheitsfachkräfte sind aus Expertensicht Anstrengungen von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungsträgern erforderlich. „Zunächst sollte die Lebenswelt Schule ins Präventionsgesetz aufgenommen werden“, erläutert Neu. So könnten die Krankenkassen mit einem Euro pro Versichertem einen Beitrag in Höhe von rund 57 Millionen Euro in einen Fonds einzahlen, der über die Länder an die Schulen weitergegeben werden kann. Auch Länder und Unfallkassen könnten sich beteiligen, der Bund einen „GesundheitsPakt Schule“ auflegen oder eine Bundesstiftung „Schulgesundheit“ gründen.


Siehe auch > https://www.deutsche-diabetes-gesellsch ... _final.pdf
Maulbecker-Armstrong C, Schulenberg D, Binder D (Hrsg.): Gutachterliche Stellungnahme im Rahmen von Projektphase IV des länderübergreifenden Modellprojektes „Schulgesundheitsfachkräfte“ in Brandenburg und Hessen. Dezember 2020 > https://www.thm.de/ges/images/Downloads ... %A4fte.pdf


Quelle: Pressemitteilung vom 17.09.2021
Deutsche-Diabetes-Gesellschaft
Albrechtstr. 9, 10117 Berlin
Internet: https://www.deutsche-diabetes-gesellsch ... eutschland

Download Pressemitteilung: https://www.deutsche-diabetes-gesellsch ... _final.pdf
WernerSchell
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Schulgesundheitsfachkräfte sind ihr Geld wert

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Ärzte Zeitung vom 10.01.2022:

Kosten-Nutzen-Analyse
Schulgesundheitsfachkräfte sind ihr Geld wert

In Hessen und Brandenburg wurde in einem Modellprojekt der Einsatz von „Schulkrankenschwestern“ bewertet. Die Technische Hochschule Mittelhessen leitet daraus eine klare Empfehlung ab.
Gießen. An den Vorteilen des Projekts hat es auch in Brandenburg keinen Zweifel gegeben, trotzdem kam das landesseitige Aus für Schulgesundheitsfachkräfte (SGFK) zum Jahresende. Es fehlte schlicht am Geld. Lediglich vereinzelte Kreise finanzieren dort eine Stelle weiter.
... (weiter lesen unter) ... > https://www.aerztezeitung.de/Politik/Sc ... 20[rundate]
WernerSchell
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Schulgesundheitspflege langfristig etablieren

Beitrag von WernerSchell »

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Schulgesundheitspflege langfristig etablieren
Sie rechnet sich und steigert sowohl Gesundheitskompetenz als auch Bildungschancen.


Anlässlich eines Fachgesprächs des Bildungsausschusses im Landtag Schleswig-Holstein zum Antrag „Mehr Gesundheit im Schulalltag fördern“ der SPD-Fraktion macht der DBfK auf die Notwendigkeit der langfristigen Etablierung von Schulgesundheitspflege aufmerksam.
„Der DBfK begrüßt die Absicht außerordentlich, ein Projekt zur Schulgesundheitspflege in jedem Kreis beziehungsweise jeder kreisfreien Stadt Schleswig-Holsteins auf den Weg zu bringen“, sagt Swantje Seismann-Petersen, stellvertretende Vorsitzende des DBfK Nordwest. „Das langfristige Ziel muss sein, Schulgesundheitsfachpersonen – international als School Nurses bezeichnet – an jeder öffentlichen Schule als festen Bestandteil des Personals zu etablieren“.
Der DBfK unterstützt das Konzept Schulgesundheitspflege als wesentlichen Teil der öffentlichen Gesundheitsversorgung (Public Health) und als attraktives Berufsfeld für Pflegefachpersonen seit vielen Jahren. Die Erfahrungen aus den bisherigen Modellprojekten in Deutschland zeigen, dass Schulgesundheitspflegendende einen großen Beitrag beim Erkennen von Entwicklungsstörungen, bei Anzeichen von Gewalt und im Umgang mit besonderen Belastungen leisten. Sie genießen das Vertrauen von Kindern, Jugendlichen und Eltern und etablieren sich als wichtige Ansprechpartner:innen auch für Lehrende im Umgang mit chronischen Erkrankungen und akuten Beschwerden, Schmerzen oder Unfällen.
„In Krisenzeiten wie jetzt der Corona Pandemie wird die Schlüsselfunktion von Schulgesundheitsfachpersonen ganz besonders deutlich“, so Swantje Seismann-Petersen weiter. „Gesundheitskompetenz und Bildungschancen steigen mit einer etablierten Schulgesundheitspflege“. Auch ökonomisch rechnet sich ihr flächendeckender Einsatz: Nach Berechnungen eines Gutachtens* bringt jeder in Schulgesundheitspflege investierte Euro eine Rendite zwischen 11,81 Euro und 34,81 Euro. „Wir als DBfK fordern dringend die gesetzliche Verankerung und dauerhafte Finanzierung der Schulgesundheitspflege in Schleswig-Holstein und ganz Deutschland“.
Eine ausführliche Stellungnahme des DBfK dazu findet sich hier.
*) Maulbecker-Armstrong, C.; Schulenberg, D; Binder D. (Hrsg.) (2020). Gutachterliche Stellungnahme im Rahmen von Projektphase VI des länderübergreifenden Modellprojekts „Schulgesund-heitsfachkräfte“ in Brandenburg und Hessen. Online unter: https://www.thm.de/ges/images/Downloads ... kräfte.pdf (19.01.2022).

Quelle: Pressemitteilung vom 20.01.2022
Katharina von Croy M.A. | Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest e.V.
Geschäftsstelle | Bödekerstr. 56 | D-30161 Hannover
Regionalvertretung Nord | Am Hochkamp 14 | D-23611 Bad Schwartau
Regionalvertretung West | Beethovenstraße 32 | D-45128 Essen
Telefon +49 511 696844-136 | Mobil +151 42228489 | nordwest@dbfk.de
www.dbfk.de
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Bildung fördert Gesundheit

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Ausgabe 1. Quartal 2022


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Auf den Beitrag "Bildung fördert Gesundheit" wird besonders aufmerksam gemacht. Dort gibt es u.a. Informationen zum Thema:
Länderrankings: Über die Länge der gesunden Lebenszeit wird auch in den Schulen entschieden Gute Bildung sorgt für eine höhere Lebenserwartung und mehr gesunde Lebenszeit. Das gilt für Individuen genauso wie für Länder. Wie gut ein Gesundheitssystem oder wie gesund die Esskultur in einem Land sind, ist daher nur eine Erklärung für Unterschiede bei der gesunden Lebenszeit. ….> https://www.demografische-forschung.org ... fo2201.pdf
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Leben mit Schmerz: Pflegeexpertise stärkt Selbstmanagement

Beitrag von WernerSchell »

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Leben mit Schmerz: Pflegeexpertise stärkt Selbstmanagement
Aktionstag gegen den Schmerz 2022


Wer unter Schmerzen leidet, fühlt sich diesen oft ausgeliefert. Dass es mit pflegerischer Schmerzexpertise möglich ist, Schmerzen entgegenzuwirken und Strategien zum Umgang mit Schmerzen zu entwickeln, erläutert Sascha Bülow von der Fachgruppe Pflegeexpert:innen Schmerz im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) zum diesjährigen Aktionstag gegen den Schmerz.

„Menschen, die an akuten oder chronischen Schmerzen leiden, brauchen Wissen, Beratung und Schulung, um selbst dem Schmerz entgegenwirken zu können“, so Bülow. „Pflegerische Schmerzexpert:innen leisten genau das: Sie klären über Wirkweisen von Analgetika auf, informieren über Strategien zur Vermeidung von Schmerzen und leiten die Betroffenen bei der Schmerzmedikation sowie gezielten Übungen an.“

Die Fachgruppe Pflegeexpert:innen Schmerz im DBfK hat kürzlich den bestehenden Leitfaden zum Umgang mit opioidhaltigen Schmerzpflastern aktualisiert. Dieser ergänzt die Informationen der Beipackzettel um praxisnahe Tipps. Er richtet sich an Schmerzpatient:innen selbst, aber auch an diejenigen, die sie pflegen und versorgen. „Insbesondere, wenn die Betroffenen selbst nicht oder nur eingeschränkt kommunizieren und sich versorgen können, müssen die An- und Zugehörigen angeleitet werden“, sagt Bülow. Sie lernen, Verhaltensänderungen der Betroffenen einzuschätzen, Analgetika zu verabreichen und Sicherheit im Umgang mit dem Menschen mit Schmerzen zu entwickeln. Basis dafür ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit und Begleitung durch pflegerische Schmerzexpert:innen. Die Betroffenen beim Aufbau von Bewältigungsstrategien für diese Situationen zu unterstützen und zu beraten, sei eine Kernkompetenz von pflegerischen Schmerzexpert:innen. Eine qualifizierte Beratung ermögliche auch, dass aus akuten Schmerzen keine chronischen werden.

Seit elf Jahren ist der erste Dienstag im Juni der bundesweite „Aktionstag gegen den Schmerz“. Die Deutsche Schmerzgesellschaft und ihre Partnerorganisationen haben den Aktionstag in diesem Jahr unter das Motto „Handeln, bevor der Schmerz chronisch wird“ gestellt. Auch in diesem Jahr berät Sascha Bülow neben anderen Expert:innen Betroffene an der Hotline, die unter der Rufnummer 0800 – 18 18 120 am 7. Juni 2022 zwischen 9:00 und 18:00 Uhr erreichbar ist.

Quelle: Pressemitteilung vom 03.06.2022
Anja Kathrin Hild | Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e. V.
hild@dbfk.de | www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157- 30 | Fax 030-219157-77
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Studie: Schulfach Gesundheit wäre wichtig

Beitrag von WernerSchell »

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Studie: Schulfach Gesundheit wäre wichtig

Die Vermittlung von Wissen über Gesundheitsthemen wird in Deutschland eher als nebensächlich betrachtet. Dabei zeigt eine aktuelle Studie, dass das Interesse gerade bei jungen Menschen riesig ist.

84 Prozent der jungen Erwachsenen wünschen sich, dass Gesundheit als eigenes Fach in der Schule unterrichtet wird. Vor fünf Jahren waren es mit 77 Prozent noch etwas weniger. Das Ergebnis unterstreicht, dass junge Menschen ihre Gesundheitskompetenz erweitern möchten. Doch die altersgerechte Vermittlung von entsprechendem Fachwissen kommt in den Schulen zu wenig vor. Dies zeigt die Studie „Zukunft Gesundheit 2021“ der Vivida BKK und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“ (Download als PDF hier). Für die Studie wurden 1.058 Bundesbürger zwischen 14 und 34 Jahren befragt.

Gesundheitsthemen kaum auf dem Lehrplan
Wenn schon kein eigenes Unterrichtsfach Gesundheit möglich ist, sollte die Gesundheitskompetenz doch mehr als bisher gestärkt werden. „Bislang tauchen Gesundheitsthemen in den Lehrplänen nur sporadisch in bestimmten Klassenstufen auf, meist in Fächern wie Biologie oder Sport“, sagt Dr. Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der Vivida BKK. „Doch es fehlt eine konsequente altersgerechte Beschäftigung mit dem Thema Gesundheit durch alle Jahrgangsstufen hindurch.“

Schüler fühlen sich zu wenig informiert
... (weiter lesen unter) ... > https://mednic.de/studie-schulfach-gesu ... htig/17579


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Junge Menschen wünschen sich Gesundheit als Schulfach
Natascha Koch | 18.11.2021

84 Prozent der jungen Erwachsenen wünschen sich, dass „Gesundheit“ als eigenes Fach in der Schule unterrichtet wird. Vor fünf Jahren waren es mit 77 Prozent noch deutlich weniger. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Krankenkasse vivida bbk und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“.
... > https://www.aponet.de/artikel/junge-men ... fach-25408
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Einführung eines Schulfachs "Gesundheit" dringend geboten!

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Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


12.06.2022


Einführung eines Schulfachs "Gesundheit" dringend geboten!

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Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk macht seit einigen Jahren immer wieder darauf aufmerksam, dass die Einführung eines Schulfachs „Gesundheit“ dringend geboten erscheint. Es muss darum gehen, den Kindern und Ju-gendlichen so früh wie möglich die zur Krankheitsvermeidung (Prävention) notwendige Gesundheitskompetenz zu vermitteln. U.a. wurde mit Schrift-sätzen vom 27.07.2017 und 04.07.2019 auf die Erfordernisse aufmerksam gemacht (siehe insoweit den angefügten Text und die Infos unter > viewtopic.php?f=5&t=286&p=5372&hilit=Schulfach#p5372 ). Leider gab es daraufhin bislang keine positiven Rückenmeldungen.

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Es ist erfreulich festzustellen, dass nunmehr der 126. Deutsche Ärztetag am 27.05.2022 das Thema aufgegriffen und folgenden Beschluss gefasst hat:

„Der 126. Deutsche Ärztetag 2022 fordert die Landesregierungen auf, durch die Einführung eines eigenständigen Schulfachs „Ge-sundheit und Nachhaltigkeit“ in allen Schulformen den jetzt nöti-gen Beitrag zur Förderung der Gesundheitskompetenz der Bevöl-kerung durch frühe, gezielte und eigenständige Bildung zu leisten“ (Quelle und Begründung: Beschlussprotokoll, Seite 121 ff. > https://www.bundesaerztekammer.de/filea ... tokoll.pdf ).

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk nimmt den vom Deutschen Ärztetag ge-fassten Beschluss zum Anlass, auch von hier nochmals auf das Thema aufmerksam zu machen. In diesem Zusammenhang wird auch auf die von hier vorgestellten umfänglichen Informationen zur gesunden Lebensfüh-rung aufmerksam gemacht (> viewtopic.php?f=5&t=78 ).

Übergewicht durch fehlende Bewegung und Fehlernährung ist bereits bei den Kindern und Jugendlichen besonders ausgeprägt. Die Folgen dieser Entwicklung liegen auf der Hand.


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Es wird verdeutlicht, dass eine entsprechend gestaltete Lebensführung verschiedene Krankheiten vermeiden oder verzögern hilft. Dazu gehören z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes-Typ2, Krebs und Demenz. Prä-vention in diesem Sinne stärkt im Übrigen das Immunsystem und ist so auch mit Blick auf die Corona-Pandemie wichtig. Leider kommen diesbe-zügliche Präventionsbeiträge in der Medienlandschaft eher selten vor. Dies u.a. auch deshalb, weil Diagnostik und Therapie dominieren und damit viel Geld verdient werden kann. Prävention ist aber weitgehend in Eigeninitia-tive zu leisten und wird daher bedauerlicherweise nur unzureichend be-rücksichtigt.

Werner Schell


Diplom-Verwaltungswirt - Oberamtsrat a.D. - Buchautor/Journalist - Dozent für Pflegerecht
Mitglied im Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten e. V.- https://www.vmwj.de
https://www.wernerschell.de - Pflegerecht und Gesundheitswesen
Infos auch bei https://www.facebook.com/werner.schell.7 bzw. https://twitter.com/SchellWerner


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Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Neuss, den 04.07.2019

An das
Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen
z.Hd. Frau Ministerin Yvonne Gebauer


Nachrichtlich:
An den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen (Staatskanzlei)
An den Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen
An den Bundesgesundheitsminister
An die Patientenbeauftragte der Bundesregierung
An die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
An die Bundesärztekammer / Landesärztekammer NRW
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte
An die Landeselternschaft Grundschulen NRW
An die Lehrergewerkschaft NRW
Medien


Betr.: Einführung des Schulfachs "Gesundheit"

Sehr geehrte Frau Ministerin Gebauer
sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mich mit Schreiben vom 27.07.2017 mit dem nachfolgenden Brieftext bei Ihnen zu Wort gemeldet (Quelle: https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... =4&t=22224 ).

„ … für die zukünftige Schulpolitik hatte ich bereits für die Koalitionsverhandlungen angeregt, in den Schulen verstärkt das Fach "Gesundheit" anzubieten. Dabei können umfänglich Informationen zur Prävention und Gesundheitsförderung vermittelt und z.B. im Rahmen von "Bewegungstherapie" (Sport) geübt werden. Die richtige Ernährung ist zunehmend notleidend und verdient mehr Aufmerksamkeit.
Es ist gut belegt, dass mit Prävention und Gesundheitsförderung möglichst früh begon-nen werden sollte, um so die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten tunlichst zu ver-meiden. Siehe insoweit die Hinweise unter folgender Internetadresse > https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... =4&t=22147 Angesichts vielfältiger Fehlentwicklungen werden die Krankheitsaufwendungen, auch mit Blick auf Demenz, zukünftig kaum noch zu stemmen sein.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wird das Thema am 22.11.2017 bei einem bundesweit ausgerichteten Pflegetreff in Neuss vorstellen und diskutieren (siehe insoweit die unten angefügten Hinweise). Das Motto muss lauten: "Vorbeugen ist besser als Heilen" - Prä-vention und Gesundheitsförderung mehr Aufmerksamkeit schenken - Körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter.
Ich würde es sehr begrüßen, wenn der hiesige Vorschlag aufgegriffen werden könnte. Eine gelegentliche Rückmeldung würde ich dazu sehr begrüßen. Da am 22.11.2017 zum Thema weiter informiert und diskutiert wird, lade ich bei dieser Gelegenheit zur Veranstaltung herzlich ein. … „

Leider hat der sich anschließende Schriftwechsel keine positive Rückmel-dung seitens des Ministeriums zur Folge gehabt.

Inzwischen gibt es aber immer wieder besorgniserregende Mitteilungen, dass die Gesundheit unserer Kinder mehr als notleidend ist (zu wenig Be-wegung, ungesunde Ernährung – zuviel Zucker usw.) und folgerichtig mehr Maßnahmen zur Aufklärung bezüglich einer gesunden Lebensführung geboten erscheinen. Bereits jedes 6. Kind ist übergewichtig und jedes 4. Kind ist chronisch krank. Fast jeder zweite Schüler leidet unter Stress … Tendenz all dieser Probleme: Zunahme!

Bei solchen Erkenntnissen ist bedeutsam, dass die gesundheitlichen Fehl-entwicklungen im Kindes- und Jugendalter später kaum noch behoben werden können. Wir schliddern daher offensichtlich in eine Gesellschaft mit zahlreichen kranken Menschen hinein, deren Krankheitskosten auch durch solidarische Finanzierungen nicht mehr angemessen aufgefangen werden können. Den Gesundheits- und Pflegesystemen droht schlicht der Kollaps. Hinzu kommt, dass den Versorgungssystemen immer mehr Leistungen aufgebürdet werden, die von zukünftigen Generationen nicht mehr zu finanzieren sein werden.

Der "Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz" zeigt im Übrigen ein-drucksvoll auf, dass mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung bereits jetzt über eingeschränkte Kenntnisse hinsichtlich der Anforderungen an eine gesunde Lebensführung verfügt und bei Gesundheitsproblemen und Krankheiten erhebliche Schwierigkeiten hat, die nötige Unterstützung zu sichern bzw. sich in unserem komplexen Gesundheitssystem zurechtzufin-den (siehe insoweit > https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... =4&t=22518 ).

Es erscheint daher geboten, jetzt mit geeigneten Maßnahmen gegen zu steuern. Eine dieser Maßnahmen kann in der frühzeitigen Gesundheitsbil-dung der jungen Menschen durch Gestaltung eines Schulfaches „Gesund-heit“ gesehen werden. Dabei ist folgende Erkenntnis von Bedeutung: Bil-dung (und damit auch die Gesundheitsbildung) ist die treibende Kraft hin-ter dem Zugewinn an Lebensjahren. Eine Studie des Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital in Wien bestätigt dies mit neu-en Zahlen (siehe insoweit >
https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... =4&t=23267 ).

91 Prozent der Deutschen meinen übrigens, dass Kinder in der Schule die Grundlagen guter Ernährung erlernen sollten. Das geht aus dem Ernäh-rungsreport 2018 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirt-schaft hervor. Inzwischen hält auch die Bundesärztekammer ein Schulfach „Gesundheit“ für zwingend erforderlich. Dazu schrieb die Ärzte Zeitung am 01.07.2019 u.a.: „Gesundheit sollte ein eigenständiges Lehrfach an Schu-len werden, fordert BÄK-Chef Dr. Klaus Reinhardt“. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte macht seit Jahren auf die Erfordernisse von um-fassenden Präventionsmaßnahmen aufmerksam. Es gibt bezüglich solcher Handlungserfordernisse kaum Erkenntnisprobleme.

Nach all dem bitte ich noch einmal, meine Anregung, ein Schulfach „Gesundheit“ einzurichten, aufzugreifen. Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Schell


>>> https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 94#p109494
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