Pflegegrade - Pflegebedürftigkeit

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung
Gesperrt
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 459
Registriert: 06.02.2021, 16:16

Pflegegrade - Pflegebedürftigkeit

Beitrag von WernerSchell »

Zum Thema "Pflegegrade - Pflegebedürftigkeit" wurden im Forum - Archiv (bis 2020) zahlreiche Beiträge eingestellt, u.a.: > https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... =4&t=21742 - Die Informationen zu diesem Thema werden hier - im Forum - Beiträge ab 2021 - fortgeführt!

Bild
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 459
Registriert: 06.02.2021, 16:16

Pflegegrade - Zuordnung in NRW

Beitrag von WernerSchell »

Pflegegrade - Zuordnung in NRW

(Quelle: IT.NRW) Nahezu die Hälfte (48,3 Prozent) der 965 000 Pflegebedürftigen in Nordrhein-Westfalen waren im Dezember 2019 in Pflegegrad 3, 4 oder 5 eingestuft. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurden von diesen 466 300 schwer- oder schwerstpflegebedürftigen Menschen 138 400 (29,7 Prozent) vollstationär in Heimen betreut. 102 100 (21,9 Prozent) wurden von ambulanten Diensten betreut und 225 900 (48,4 Prozent) erhielten Pflegegeld.
Von den 102 100 Pflegebedürftigen in ambulanter Pflege waren 65 800 in Pflegegrad 3, 25 800 in Pflegegrad 4 und 10 400 in Pflegegrad 5 eingruppiert. In allen drei Kategorien lag der Anteil der 70-jährigen oder älteren Menschen bei über 72 Prozent. 65,4 Prozent bzw. 63,2 Prozent der Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 3 oder 4 waren 80 Jahre oder älter. Von den Personen mit Pflegegrad 5 waren 52,1 Prozent mindestens 80 Jahr alt.
Von den 225 900 Pflegebedürftigen, die ausschließlich Pflegegeld erhielten, waren 115 100 in Pflegegrad 3, 52 500 in Pflegegrad 4 und 18 300 in Pflegegrad 5 eingruppiert. Der Anteil der 70-jährigen oder Älteren lag bei Menschen mit Pflegegrad 3 bei 62,7 Prozent, mit Pflegegrad 4 bei 57,2 Prozent und mit Pflegegrad 5 bei 44,5 Prozent. 42,6 Prozent bzw. 40,3 Prozent der Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 3 oder 4 waren 80 Jahre oder älter. Von den Personen mit Pflegegrad 5 waren 31,7 Prozent mindestens 80 Jahre alt.

Quelle: Mitteilung vom 07.02.2021
Verband Kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rheinland-Westfalen-Lippe
Beratgerstraße 36
44149 Dortmund
Tel.: 0231/ 579743
Fax: 0231/ 579754
E-Mail: info@vkm-rwl.de
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 459
Registriert: 06.02.2021, 16:16

Pflegebegutachtung - Einheitliche Maßgaben für Hausbesuch beschlossen

Beitrag von WernerSchell »

Bild

Einheitliche Maßgaben für Hausbesuch beschlossen

Der MDS hat bundesweit einheitliche Maßgaben für die Pflegebegutachtungen während der Covid-19-Pandemie beschlossen. In diesen ist geregelt, unter welchen Schutz- und Hygienemaßnahmen die persönliche Pflegebegutachtung erfolgt und in welchen Ausnahmefällen darauf verzichtet werden kann.

Die Begutachtung von Pflegebedürftigkeit ist grundsätzlich durch eine umfassende persönliche Befunderhebung im Wohnbereich des Versicherten vorzunehmen. Dabei können die Medizinischen Dienste individuelle Empfehlungen zu Hilfsmitteln, Rehabilitationsbedarf und zu Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen geben. „Der persönliche Hausbesuch ist und bleibt das beste Verfahren in der Begutachtung. Die Medizinischen Dienste halten strenge Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen ein, um den Infektionsschutz der besonders verletzlichen pflegebedürftigen Menschen sicherzustellen. Dazu gehören regelmäßige Testungen der Gutachterinnen und Gutachter, das Tragen von FFP2-Masken und das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln“, sagt Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS.

In den Maßgaben sind zudem Fallkonstellationen beschrieben, in denen aus besonderen Gründen bei der Pflegebegutachtung auf die persönliche Befunderhebung im Wohnbereich des Versicherten verzichtet werden kann. Dies ist nur dann möglich, wenn dies im Einzelfall zur Verhinderung eines besonders hohen Risikos einer Ansteckung mit dem Sars-CoV-2-Virus zwingend erforderlich ist. In diesen Ausnahmefällen kann die Pflegebegutachtung anhand vorliegender Unterlagen und als strukturiertes Telefoninterview erfolgen.

Die Maßgaben werden mit umfassenden strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Die Medizinischen Dienste verfahren nach einem auf die Pandemielage im jeweiligen Bundesland abgestimmten Hygienekonzept. Orientierung hierfür ist das auf Bundesebene erstellte, umfassende Hygienekonzept der MDK-Gemeinschaft.

Die „Bundesweite einheitliche Maßgaben des MDS für Begutachtungen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit im Rahmen der Covid-19-Pandemie nach § 147 Abs.1 Satz 3 SGB XI“ haben die Medizinischen Dienste im Benehmen mit dem GKV-Spitzenverband entwickelt und mit dem Bundesministerium für Gesundheit und dem PKV-Verband abgestimmt. Sie gelten für die Medizinischen Dienste der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung und den Medizinischen Dienst der privaten Kranken- und Pflegeversicherungsunternehmen (Medic-proof).

Quelle: Pressemitteilung vom 29.03.2021
Michaela Gehms
Pressesprecherin
Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS)
Theodor-Althoff-Straße 47
45133 Essen
Telefon: 0201 8327-115
Fax: 0201 8327-3115
E-Mail: m.gehms@mds-ev.de
Internet: www.mds-ev.de
> https://www.mds-ev.de/presse/pressemitt ... ung-2.html

Der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) berät den GKV-Spitzenverband in medizinischen und pflegerischen Fragen. Er koordiniert und fördert die Durchführung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der MDK. Dabei geht es zum Beispiel um bundesweit einheitliche Kriterien für die Begutachtung.
Die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) begutachten Antragsteller auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung im Auftrag der Krankenkassen. Die MDK führen zudem Qualitätsprüfungen in Pflegeheimen und ambulanten Diensten durch.
Gesperrt