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Gesundheitsratschläge für Hochaltrige sind oft gut gemeint, helfen aber leider meistens nicht weiter ...

Verfasst: 22.03.2026, 07:23
von WernerSchell
„Unter Gesundheit verstehe ich nicht Freisein von Beeinträchtigungen, sondern die Kraft, mit ihnen zu leben.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

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Gesundheitsratschläge für Hochaltrige sind oft gut gemeint, helfen aber leider meistens nicht weiter. Bei den Hochaltrigen haben sich meistens allerlei körperliche Defekte eingestellt. Der Grund liegt in den Zellen begründet, die absterben, sich nur unvollkommen erneuern oder durch Mutationen beeinträchtigt werden. Da kann man nichts machen. Wenn man gute Gene vererbt bekommen hat, ist das möglicherweise hilfreich. Dies ist Stand der Alterswissenschaft und alles ist in dutzenden von Büchern der maßgeblichen Wissenschaftler beschrieben. Insbesondere in den USA sind zahlreiche Unternehmen seit Jahrzehnten damit befasst, geeignete Mittel und Verfahren zum Thema (gesunde) Langlebigkeit zu erfinden. Bislang, trotz erheblicher Aufwendungen, alles erfolglos. Den altersbedingten Einschränkungen kann man im Wesentlichen nur durch einen gesunden Lebensstil entgegen wirken (und damit sollte man früh beginnen).

Insoweit habe ich mich bereits Jahren umfänglich im Netz geäußert (> viewtopic.php?p=2426#p2426 ) und dann ergänzend immer wieder neue Erkenntnisse, Studien, vorgestellt. Es können manchmal auch Medikamente oder sonstige medizinische Therapien helfen. Wenn sich aber die Probleme häufen, wird es schwierig und Medikamente, für ein Problem notwendig und gut wirksam, schaffen durch Nebenwirkungen neue Probleme. Es ist daher meistens mehr als schwierig, die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen.

Naturheilmittel werden in diesem Zusammenhang auch als gelegentlich hilfreich beschrieben und beworben (insoweit ist Prof. Dr. Michalsen der führende Wissenschaftlicher > https://berlin.immanuel.de/person/andreas-michalsen/ ), müssen aber wegen ihrer eingeschränkten, meist wissenschaftlich nicht oder nicht gut begründeten Wirksamkeit mit großer Zurückhaltung Verwendung finden.

Voraussetzungen für Therapien sollten im Übrigen immer entsprechende medizinische Diagnosen sein. Solche Einschätzungen im höheren Alter zu erlangen, wird wegen der Veränderungen im Medizinbetrieb immer schwieriger. Hausärzte haben meist zu viele Patienten, um sich wirklich intensiv mit einem Problemfall zu befassen. Der Verweis auf den Facharzt kommt dann schnell. Und Fachärzte fühlen sich immer nur zuständig für Probleme, die im engen Rahmen ihr eigenes Fachgebiet betreffen. So kommt es dann letztlich zu einer Vielzahl von Verweisungen, die ältere Menschen einfach überfordern. Die gesamtheitliche Sicht von (mehreren) Krankheiten ist so kaum möglich. Und leider ist die aktuelle Gesundheitspolitik intensiv dabei, diese unbefriedigende Versorgungssituation zu verstärken.



Man sollte nicht krank werden und eine stationäre Versorgung benötigen! - Offensichtlich ist unser Gesundheitssystem selbst "behandlungsbedürftig".

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