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Pflegeversicherung am Limit: Der Reformbedarf ist tiefgreifend

Verfasst: 13.09.2025, 09:38
von WernerSchell
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„Pflegeversicherung am Limit: Der Reformbedarf ist tiefgreifend – sowohl mit Blick auf die Finanzierung als auch auf die Strukturen der Pflege “ (Wochenzeitschrift für die Pflegebranche „care konkret“, Ausgabe vom 15.08.2025). – Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk macht seit über zwei Jahrzehnten auf den sich fortentwickelnden Pflegenotstand aufmerksam und hat insoeweit umfänglich Handlungsempfehlungen vorgestellt, u.a. in über 30 Pflegetreffs mit Bundes- und Landespolitikern sowie Pflegeexperten.

Siehe u.a. folgende Beiträge:
 Pflege ist nötig - stell Dir vor, keiner kommt und hilft ....> viewtopic.php?f=4&t=1351
 Wir haben jetzt schon einen Notstand - aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was kommt … > viewtopic.php?f=4&t=1156
 Pflegeversicherung im Fokus! - Statement bringt es auf den Punkt…. > viewtopic.php?f=5&t=1380
 Pflegeversicherung - Politikversagen auf breiter Front … > viewtopic.php?f=5&t=1106


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Pflegereform - Pflegedeckel bei Eigenanteilen? ...

Verfasst: 02.12.2025, 08:04
von WernerSchell
Bei der geplanten Pflegereform geht es offensichtlich weiter um zentrale Fragen. Strittige Punkte sind unter anderem die Einführung eines Pflegedeckels zur Begrenzung der Eigenanteile in der stationären Pflege sowie die Bündelung von Pflegeleistungen. Bereits innerhalb der Koalitionsverhandlungen galt das Thema Pflegedeckel als problematisch. "Pauschale Entlastungen begünstigten „zu einem größeren Teil Personen mit mittlerem oder höherem Einkommen, anstatt gezielt Bedürftige zu unterstützen“, so argumentiert etwa der Leiter des Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherung (WIP), Frank Wild. Weitere Finanzierungsfragen der Pflegeversicherung, wie Beitragsanpassungen und Bundeszuschüsse, sind ebenfalls umstritten. In der neuesten Version des Eckpunktepapiers werden weiterhin zwei verschiedene Möglichkeiten aufgeführt: der Sockel-Spitze-Tausch einerseits und die Dynamisierung der Leistungsbeträge andererseits. Zudem ist die Schaffung eines Notfallbudgets vorgesehen - das geht aus einem nicht abgestimmten Entwurf hervor, der Table.Media vorliegt. "Durch Ausgaben, die bisher teils für die Kurzzeitpflege aufgewendet wurden, soll unter anderem ein „ambulanter Pflegenotdienst“ finanziert werden."
Quelle: PKV-Newsletter vom 02.12.2025

Pflegenotstand auflösen - Pflegekatastrophe vermeiden!

Verfasst: 12.01.2026, 07:31
von WernerSchell
Pflegenotstand auflösen - Pflegekatastrophe vermeiden! – Mit diesem Tenor habe ich mich am 06.01.2026 in einem umfänglichen Schreiben an das Bundesgesundheitsministerium, die Pflegebevollmächtige der Bundesregierung, den Patientenbeauftragten der Bundesregierung und zahlreiche weitere Adressaten gewandt und nochmals eindringlich auf die seit vielen Jahren bestehenden pflegerischen Versorgungsdefizite aufmerksam gemacht und erneut Handlungsempfehlungen vorgestellt. … > viewtopic.php?f=5&t=1515 - Mit Sprechblasen und den bislang bekannten politischen Planungen wird es keine hilfreichen Verbesserungen geben können.

Eigenanteile für einen Platz im Pflegeheim sind erneut deutlich gestiegen

Verfasst: 22.01.2026, 07:45
von WernerSchell
Die Eigenanteile für einen Platz im Pflegeheim sind erneut deutlich gestiegen. Das zeigen aktuelle Zahlen des AOK-Bundesverbands und des Verbands der Ersatzkassen. Als Hauptgründe für den erneuten Anstieg werden die Tariferhöhungen in der Pflege sowie die Inflation genannt. Laut AOK kletterte der Betrag, den Pflegebedürftige im ersten Jahr des Heimaufenthalts aus eigener Tasche aufbringen müssen, zwischen Juni und Dezember 2025 durchschnittlich um 112 Euro auf monatlich 3.204 Euro. Die Ersatzkassen kamen auf einen bundesweiten Schnitt von 3.245 Euro im Monat, 137 Euro mehr als zum 1. Juli 2025 und 261 Euro mehr als Anfang vergangenen Jahres. Damit kostet ein Heimplatz unter Berücksichtigung der Zahlungen der Pflegeversicherung nun erstmals im Durchschnitt mehr als 5.000 Euro. Generell gibt es zwischen den Bundesländern große regionale Unterschiede. Ersatzkassen-Vorständin Ulrike Elsner und AOK-Chefin Carola Reimann sehen beide die Politik gefordert, eine nachhaltige Finanzierung der Pflege umzusetzen, die auch Pflegebedürftige in Heimen deutlich entlastet. Ein Problem sei, dass die Pflegeheim-Bewohnenden die Versäumnisse der Länder bei der Finanzierung der Investitionskosten ausgleichen müssen - die Länder müssten endlich ihren Verpflichtungen nachkommen.

Quelle: PKV-Newsletter vom 22.01.2026