Corona-Pandemie - Schutzmaßnahmen: AHA+L-Regeln und Impfschutz ...

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung
WernerSchell
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Die Corona-Pandemie muss effektiver bekämpft werden!

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Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


26.11.2021

Die Corona-Pandemie muss effektiver bekämpft werden!

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Die rasant steigenden Coronazahlen belasten unser Gesundheitssystem von Tag zu Tag stärker. Geplante medizinische Eingriffe müssen bereits verschoben werden. Die Hoffnung, dass die 4. Welle ohne neuerlichen Lockdown gebrochen werden kann, schwindet leider. Die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der ständig steigenden Infektions- und Krankheitszahlen müssen als unzureichend angesehen werden. Viele derjenigen, die heute erkrankt sind, werden in 10 - 14 Tagen Intensivpatienten sein. Richtig sind daher die immer lauter werdenden Forderungen, die auf deutlich mehr Beschränkungen von Kontakten abstellen. Bereits mehr als 100.000 Tote im Zusammenhang mit der Pandemie sind zu beklagen. Wir brauchen daher jetzt eine wirksame "Notbremse" und eine allgemeine Impfpflicht! Damit muss sich der im Kanzleramt einzurichtende Krisenstab sofort befassen. Dies ist auch deshalb geboten, weil in Südafrika eine neue Variante des Coronavirus mit einer Vielzahl an Mutationen entdeckt worden ist. Daraus lassen sich zusätzliche Besorgnisse ableiten. - Werner Schell

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Siehe insoweit die Infos unter:
> viewtopic.php?f=5&t=13&p=3301#p3301
> viewtopic.php?f=5&t=13&p=3360#p3360
> viewtopic.php?f=5&t=13&p=3361#p3361


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Unstatistik des Monats: Die Angst vorm Impfdurchbruch - Fazit der Pressemitteilung des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung vom 26.11.2021: Es ist wohl kaum zu ändern, dass mit der zunehmenden (Des-)Informationsflut plakative und neugierig machende Schlagzeilen benutzt werden, um in den sozialen Medien Aufmerksamkeit zu erregen. Das rechtfertigt es jedoch in keiner Weise, mit irreführenden Botschaften den Nutzen der Impfung massiv in Frage zu stellen – genausowenig wie es angezeigt ist, ihn dramatisch zu übertreiben, was wir in unserer September-Unstatistik angemahnt haben. Beides schadet der Sache in einer Situation, in der wir uns eine Fehleinschätzung von Risiken nicht länger leisten können. … Näheres unter > viewtopic.php?f=5&t=13&p=3367#p3367

Intensiv- und Notfallmediziner haben ihre klinisch-ethische Empfehlungen zur Priorisierung und Triage bei COVID-19 aktualaisiert und Näheres dazu am 26.11.2021 mitgeteilt … > viewtopic.php?f=5&t=13&p=3368#p3368
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Gemeinsam können wir die vierte Welle brechen

Beitrag von WernerSchell »

Marburger Bund – Bundesverband
Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
Pressemitteilung vom 26. November 2021


Gemeinsam können wir die vierte Welle brechen
Marburger Bund appelliert an die Bevölkerung: Kontakte drastisch reduzieren, solidarisch sein und impfen lassen


Die vierte Welle der Pandemie hat unser Land mit voller Wucht erfasst. Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht Tag für Tag neue Höchststände. Immer mehr Menschen müssen wegen COVID-19 im Krankenhaus behandelt werden. In den besonders betroffenen Regionen werden Intensivkapazitäten knapp, sodass inzwischen Intensivpatienten in großem Umfang auch bundesweit verlegt werden. Wöchentlich sterben in Deutschland mehrere Hundert Menschen an den Folgen von COVID-19.

Der Marburger Bund appelliert daher eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, dieser verhängnisvollen Entwicklung Einhalt zu gebieten – durch praktizierte Solidarität mit den Mitmenschen und mit denen, die unter größter Anstrengung und Belastung in den Krankenhäusern Patienten versorgen und zunehmend an das Ende ihrer Kräfte gelangen:
1. Lassen Sie sich gegen das Coronavirus impfen und nutzen Sie die Möglichkeit der Auffrischimpfung.
2. Reduzieren Sie Ihre persönlichen Kontakte auf ein notwendiges Minimum.
3. Meiden Sie größere Begegnungen in Innenräumen.
4. Meiden Sie dichtes Gedränge und Großveranstaltungen.
5. Beachten Sie die AHA+L-Regeln, um Infektionen vorzubeugen.

Nur wenn wir gemeinsam handeln, können wir verhindern, dass immer mehr Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen kommen und die Versorgung von Patientinnen und Patienten in Gefahr gerät. Auf den Intensivstationen in den Regionen mit den höchsten Inzidenzen sinkt die Anzahl der freien Betten durch die stetige Zunahme von COVID-19-Patienten. Schon jetzt drohen dadurch Patienten Schaden zu erleiden, die ebenfalls schwer erkrankt oder verletzt sind und deshalb eine Intensivbehandlung benötigen.

Die allenthalben spürbare Überlastung führt unweigerlich zu erheblichen Einschränkungen der Krankenversorgung. Auch die Arztpraxen und Medizinischen Versorgungszentren sind stark durch das dynamische Infektionsgeschehen belastet.

Als Ärztinnen und Ärzte wollen wir alle unsere Patientinnen und Patienten gut versorgen können.

Hinter den nüchternen Zahlen der Pandemie verbergen sich viele Patientenschicksale.

Wir alle dürfen dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen.

Gemeinsam können wir die vierte Welle brechen!

_______________________________________

Marburger Bund Bundesverband
Referat Verbandskommunikation
Hans-Jörg Freese (Pressesprecher)
Tel.: 030/746846-41
Mobiltel.: 0162 2112425
Reinhardtstr. 36
10117 Berlin
presse@marburger-bund.de
http://www.marburger-bund.de

Der Marburger Bund ist der Verband aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte. Mit rund 128.000 Mitgliedern ist er der größte deutsche Ärzteverband und Deutschlands einzige Ärztegewerkschaft.
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Lassen Sie nicht zu, dass Menschen einsam sterben!

Beitrag von WernerSchell »

Zu Beginn des Pandemiewinters mahnt Palliativmedizinerin Claudia Bausewein:
Lassen Sie nicht zu, dass Menschen einsam sterben!
100 000 Tote bedeuten Hunderttausende Hinterbliebene / Nähe, Abschied und Trauer: Ja, aber wie? / www.pallpan.de: Praxisnahe Empfehlungen auch zur Unterstützung von Teams & Entscheider:innen

Mit einem eindringlichen Appell hat sich die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Prof. Dr. Claudia Bausewein, heute an die Öffentlichkeit gewandt: „Im Verlauf der Pandemie haben Hunderttausende die schmerzhafte Erfahrung machen müssen, sich in schwerer Krankheit und im Sterben nicht so nah sein zu dürfen, wie es ihrem Wunsch und Bedürfnis entsprochen hätte. Insbesondere in den vor uns liegenden Monaten müssen wir deshalb dafür sorgen, dass Vereinsamung, Stigmatisierung und palliativmedizinische Unterversorgung von sterbenden Menschen vermieden wird!“

Dafür liegen auf der heute freigeschalteten Informationsplattform www.pallpan.de diverse praxisnahe und leicht zugängliche Handlungsempfehlungen für Betroffene und Angehörige sowie für Versorgende und politische Entscheider:innen vor, erläutert Prof. Dr. Steffen Simon, Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln, dies unter dem Leitmotiv: „Richtig handeln in der Betreuung Schwerkranker und Sterbender in Pandemiezeiten“. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus 13 Universitätskliniken haben Prof. Bausewein und Prof. Simon ihre in der „Nationalen Strategie für die Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen in Pandemiezeiten“ im Sommer 2021 veröffentlichten Forschungsergebnisse neu aufbereitet: Einrichtungen der Versorgung, Gesundheitsämter, Krisenstäbe und Teamleitungen finden ebenso wie Betroffene, Angehörige und Hinterbliebene unkompliziert die für sie notwendigen Informationen.

Die anwendungsorientierten Handlungsempfehlungen thematisieren „Abschied und Trauer“, „Besuch und Nähe“ und „Kommunikation“ ebenso wie „Unterstützung der Mitarbeitenden“, „Infektionsschutz vs. Bedürfnisse von Patient:innen“ und „Pandemiepläne/-konzepte“. „Vernetzung“ und „Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen“ runden die Herausforderungen unter Pandemiebedingungen ab.
Ebenso stellt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin unter www.palliativmedizin.de Handlungsempfehlungen zur Verfügung, die in der Regel in enger Zusammenarbeit mit weiteren Fachgesellschaften und Institutionen im Laufe der Pandemie entstanden sind. „Nutzen Sie für Ihre Vorbereitung auf die kommenden Monate diesen Pool an Informationen! Lassen Sie uns gemeinsam aus den belastenden Erfahrungen der vergangenen 20 Monate etwas Konstruktives für unsere Teams und vor allem für die von uns betreuten Schwerstkranken und ihre Angehörigen entwickeln.“ so der Aufruf von Claudia Bausewein, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin am LMU-Klinikum München. „Es gibt viele gute und konkrete Ideen, wie Belastungen in der Pandemie aufgefangen werden können.“

Forschungsverbund Palliativversorgung in Pandemiezeiten (PallPan), Stand: 25.11.2021
Richtig handeln in der Betreuung Schwerkranker und Sterbender in Pandemiezeiten
www.pallpan.de

Forschungsverbund Palliativversorgung in Pandemiezeiten (PallPan), Stand: 22.06.2021
Nationale Strategie für die Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen
und ihren Angehörigen in Pandemiezeiten
https://zenodo.org/record/5012504#.YYkZw7oxk2w

Quelle: Pressemitteilung vom 26.11.2021
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin und weitere Fachgesellschaften/Institutionen:
Handlungsempfehlungen, Positionspapiere und Beiträge zu COVID-19
https://www.dgpalliativmedizin.de/neuig ... demie.html
KONTAKT: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, Karin Dlubis-Mertens, Tel: 030 / 30 10 100 13, E-Mail: redaktion@palliativmedizin.de
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Weg bereiten für Impfeinsatz von Pflegefachpersonen

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Weg bereiten für Impfeinsatz von Pflegefachpersonen
DBfK fordert Übertragung heilkundlicher Aufgaben für Booster-Impfungen


Dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) zufolge sollten schnell pragmatische Regelungen getroffen werden, damit Pflegefachpersonen insbesondere in der Langzeitpflege in die Booster-Impfungen einbezogen werden können.

Die Booster-Impfungen gehen nur schleppend voran. Das andauernde Personalproblem im Gesundheitswesen gefährdet den Schutz der vulnerablen Gruppen. Es wird bereits diskutiert, dass Apotheker:innen und Tierärzt:innen für die Impfkampagne eingebunden werden sollten. „Wir haben mit den Pflegefachpersonen ein enormes Potenzial an qualifiziertem Personal, die darin ausgebildet sind, Injektionen vorzunehmen, Patient:innen zu beobachten und aufzuklären. Die qualifizierten Kolleg:innen in der Langzeitpflege sind dicht an den Menschen mit Pflegebedarf dran, können sie und auch ihre Angehörigen erreichen. Das gilt auch für die etwa 2,5 Millionen Menschen, die zu Hause gepflegt werden.“, sagt DBfK-Präsidentin Christel Bienstein.

Eigenständige Impfungen durch Pflegefachpersonen könnten dem DBfK zufolge einfach ermöglicht werden. „Die Pandemie hat uns doch gelehrt, dass man pragmatische Lösungen finden muss. Pflegefachpersonen, die eigenständig impfen möchten, könnten dies nach einer kurzen Schulung durch Ärzt:innen in ihren Einrichtungen und der ambulanten Pflege ohne weiteres tun“, so Bienstein.

„Es müssen dann nur die Übertragung der heilkundlichen Aufgabe und eine Leistungsvergütung geregelt werden, damit es losgehen kann. Ich sehe nicht, dass eine Apothekerin oder ein Tierarzt einer Pflegefachperson hier vorzuziehen wäre. Im Sinne der Menschen, die jetzt schnellen Schutz vor der Pandemie brauchen, sollten wir das große Potenzial der Pflegefachpersonen nutzen.“

Bundesverband
Alt-Moabit 91
10559 Berlin
Ansprechpartnerin:
Anja Kathrin Hild
T +49 30 219 157 – 0
F +49 30 219 157 - 77
adjei@dbfk.de
www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN)
und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR).

Quelle: Pressemitteilung vom 26.11.2021
Susanne Adjei|Sozialmanagerin | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
adjei@dbfk.de| www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-11 | Fax 030-219157-77
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Unstatistik des Monats: Die Angst vorm Impfdurchbruch

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Unstatistik des Monats: Die Angst vorm Impfdurchbruch

Die Unstatistik des Monats November ist die Darstellung der Corona-Impfdurchbrüche in verschiedenen Medienberichten. Mit irreführenden Botschaften wird der Nutzen der Impfung massiv in Frage gestellt. Dies geschieht in einer Situation, in der wir uns eine Fehleinschätzung von Risiken nicht länger leisten können.

Die Unstatistik des Monats November ist die Darstellung der Corona-Impfdurchbrüche in verschiedenen Medienberichten. Bereits im Oktober hat das ZDF in einer Grafik den Anteil der wahrscheinlichen Impfdurchbrüche an hospitalisierten COVID-19-Fällen für verschiedene Altersgruppen seit Februar 2021 mit den entsprechenden Anteilen in den Monaten September und Oktober 2021 verglichen (s. in diesem Beitrag ab 1:00min). Die Grafik stellt dar, dass seit Februar unter den 18- bis 59-Jährigen, die mit COVID-19 ins Krankenhaus mussten, vier Prozent geimpft waren; unter den Menschen ab 60 (die in der Grafik fälschlicherweise als >60 bezeichnet werden) insgesamt 9,6 Prozent. Allein im Zeitraum Mitte September bis Mitte Oktober betrug der Anteil der Geimpften an den hospitalisierten COVID-19-Fällen aber 17,4 Prozent in der Altersgruppe unter 60 Jahre und 42,1 Prozent in der Altersgruppe ab 60.

Warum vermittelt der Anteil der Geimpften unter den COVID-19-Fällen ein falsches Bild?

Das größte Problem dieser Darstellung ist nicht die Visualisierung in Form von Balkendiagrammen, auch wenn dieser jeglicher Maßstab fehlt – so stellt die X-Achse offensichtlich weder die Zeit maßstabsgetreu dar, noch die Y-Achse den Prozentsatz an Fällen oder gar den Absolutwert. Vielmehr erweckt die Darstellung den Eindruck, als ginge die Wirksamkeit der Impfung massiv zurück.

Ähnliches gilt für eine Schlagzeile des mdr: „Mehr Impfdurchbrüche bei vollständig Geimpften“, heißt es dort: „Auf den Intensivstationen steigt der Anteil der geimpften Coronapatienten. Etwa jeder fünfte intensivmedizinisch betreute Covid-19-Patient in Deutschland ist gegen das Coronavirus geimpft“. Auch wenn diese Aussage für sich genommen nicht falsch ist, liefert sie weder Informationen über die Wirksamkeit einer Impfung noch ist sie wirklich überraschend. Denn je höher der Anteil der Geimpften in der Bevölkerung ist, desto höher MUSS der Anteil der Impfdurchbrüche sein. So relativiert der mdr seine Aussage später im Text und zitiert das RKI: „Wenn 100 Prozent aller Menschen geimpft sind, kommt es zu 100 Prozent zu Impfdurchbrüchen“. Zumindest gilt das, solange kein Wirkstoff zu 100 Prozent schützt.

Auch im November thematisierten zahlreiche Medien die Impfdurchbrüche – und folgen dabei häufig einem ähnlichen Muster: Während die Beiträge selbst durchaus klarstellen, dass die Impfdurchbrüche kein Argument gegen die Impfung sind, werden Schlagzeilen irreführend formuliert und schüren – bewusst oder unbewusst – große Verunsicherung. So zitiert etwa der WDR in seinem Beitrag vom 16. November den Intensivmediziner Uwe Janssens mit den Worten „Auf keinen Fall bedeuten Durchbruchinfektionen im Krankenhaus oder auf den Intensivstationen, dass die Impfung nicht wirkt. Das ist ein Fehlschluss, der im Moment leider durch die Republik, aber auch durch die ganze Welt geistert“, und stellt klar: dass Geimpfte „deutlich seltener schwer an Corona erkranken und daran sterben als Ungeimpfte, daran lassen die Zahlen keinen Zweifel“. Auf Twitter bewirbt der WDR jedoch den Beitrag mit einem Anreißer, der das Gegenteil suggeriert: „Impfdurchbrüche sind keine Ausnahme mehr. Auch doppelt Geimpfte erkranken zum Teil schwer – und sterben. Was bringen die Impfungen überhaupt? Ein Überblick in neuen Zahlen“. Die Deutsche Welle warnte am 12. November: „Trügerische Sicherheit:: Nach Impfdurchbrüchen müssen immer mehr Geimpfte ins Krankenhaus - auch Jüngere.“ Die Visualisierung des Anteils der Geimpften unter den schwer Erkrankten und Verstorbenen transportiert optisch die Botschaft, die Impfung schütze nur unwesentlich vor Hospitalisierung und Tod, auch wenn Grafik-Überschrift und der folgende Absatz die Impfeffektivität verbal bestätigen.

Warum nützt die Impfung uns als Individuen?

Wir haben in verschiedenen Unstatistiken dargestellt, was es bedeutet, wenn ein Impfstoff zu 70 Prozent oder auch zu 95 Prozent vor einer Erkrankung schützt. Zwar sollen die derzeit zugelassenen Corona-Impfstoffe laut RKI bis zu 95 Prozent vor einem schweren Verlauf und bis zu 99 Prozent vor dem Tod schützen. Weil wir jedoch bisher nicht wissen, wie lange die Schutzwirkung anhält, heißt das eben nicht, dass 95 Prozent der Menschen durch eine Impfung dauerhaft vor einer Erkrankung geschützt sind. Nicht zuletzt deswegen werden sogenannte Impf-Booster derzeit intensiv diskutiert und von der „Ständigen Impfkommission“ (STIKO) seit dem 18. November allen Personen ab 18 Jahren empfohlen.

Aus Israel und Quatar gibt es Hinweise, dass der Impfschutz nach sechs Monaten auf 50 Prozent sinkt, was mit einem Rückgang der Antikörper, aber auch der Entwicklung neuer Virus-Varianten erklärt werden könnte. Allerdings sind diese Zahlen wie auch die Senkung des Infektions- und Erkrankungsrisikos, die wir in der September-Unstatistik diskutiert haben, vor einer völlig anderen Situation zu betrachten. Die Inzidenz lag in Israel zum Zeitpunkt der „Booster-Studie“ bei 9.000 Fällen je 100.000 Einwohner. Von einer Welle derartigen Ausmaßes und auch der damit verbundenen Bedrohung waren und sind wir in Deutschland, mutmaßlich auch wegen frühzeitiger und harter Maßnahmen, weit entfernt.

Um zu überprüfen, ob auch in Deutschland bei einem insgesamt wesentlich geringeren Infektions- und Erkrankungsrisiko ein nachlassender Impfschutz zu beobachten ist, fehlen uns belastbare Daten – obwohl es diese längst geben könnte, wie unser Nachbarland Österreich beweist. Dazu müssten bei sämtlichen positiv getesteten wie auch an COVID-19 erkrankten Menschen der Impfstatus und das Datum der letzten Impfung erfasst werden, um die Fälle in Relation zur Gesamtzahl der in einem gewissen Zeitraum Geimpften zu setzen. In Deutschland werden bislang allerdings noch nicht einmal flächendeckend die Inzidenzen nach Impfstatus getrennt ausgewiesen. Ganz anders in Österreich: Dort berichtet die AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit täglich die positiv getesteten Fälle wie auch die symptomatischen Fällen getrennt nach Altersgruppen und Impfstatus. Eine vorbildliche Grafik zeigt anhand natürlicher Häufigkeiten auf, was Impfdurchbrüche sind. Die AGES schreibt dazu:

„Die Wirksamkeit der Impfung ist sehr gut, es können aber nicht alle Infektionen bei den Geimpften verhindert werden. Wenn der Anteil an Geimpften in der Bevölkerung steigt, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, trotz Impfung zu erkranken. Der prozentuale Anteil an Impfdurchbrüchen steigt, die Anzahl an Erkrankungen in der Bevölkerung insgesamt sinkt aber durch die Schutzwirkung der Impfung.“

In Österreich sind die Inzidenzen bei den vollständig geimpften Menschen im Alter ab 60 Jahren derzeit um 70 Prozent geringer als bei den unvollständig geimpften. Aber da die Mehrzahl von ihnen schon seit längerer Zeit geimpft ist, ist es dringend angezeigt, die Trends im Auge zu behalten. Während die Inzidenzen von vollständig und nicht vollständig Geimpften in einem recht stabilen Verhältnis stehen, nähern sich bei den symptomatischen Fällen die Anteile gerade etwas an. Auch berichtete die AGES laut orf.at im August, dass die Impfeffektivität bezüglich symptomatischer Erkrankungen in der Altersgruppe 60+ bei über 90 Prozent liege. Inzwischen beträgt sie laut den Informationen auf der AGES-Homepage (Stand: 24. November 2021) je nach Impfstoff nur noch 63 Prozent (Johnson & Johnson) bis 82 Prozent (mRNA-Impfstoffe). Das könnte ein Indikator dafür sein, dass der Impfschutz langsam nachlässt.

Wir müssen diese Entwicklungen selbstverständlich genau beobachten, um frühzeitig zu erkennen, wann eine dritte Impfung für welche Gruppen angezeigt ist. Es ist auch mehr als überfällig, dass die Politik endlich dafür sorgt, dass entsprechende Daten erhoben und laufend analysiert werden. Gleichwohl sollten wir uns klar machen, dass rund 215.000 wahrscheinliche Impfdurchbrüche, die das RKI seit Beginn der Impfkampagne verzeichnet, bei fast 56 Millionen vollständig geimpften Menschen nicht einmal 0,4 Prozent dieser Menschen ausmachen. Von einem Grund zur Panik, weil die Impfung nicht perfekt vor einer COVID-19-Erkrankung schützt, kann also keinesfalls die Rede sein.

Warum nützt die Impfung uns allen als Gesellschaft?

Nicht nur Individuen profitieren jedoch von der Impfung. Es ist durchaus anzunehmen, dass ohne die Corona-Impfung erheblich früher und/oder erheblich schwerere Maßnahmen ergriffen worden wären. Dies lässt sich veranschaulichen, wenn man die Hospitalisierungsinzidenz der vollständig und nicht vollständig Geimpften vergleicht. Die Hospitalisierungsinzidenz ist hierbei ein härteres Kriterium als die Meldeinzidenz, weil man durchaus unterstellen könnte, dass Ungeimpfte häufiger getestet werden als Geimpfte.

Am 22. November 2021 waren laut RKI 85,8 Prozent der Über-60-Jährigen und 74,7 Prozent der 18- bis 59-Jährigen zweimal geimpft. Im Durchschnitt der vom RKI dokumentierten Meldewochen lag die Hospitalisierungsinzidenz der Ungeimpften in der erstgenannten Gruppe rund sechsmal so hoch wie diejenige der Geimpften. In der jüngeren Gruppe war sie sogar rund elfmal so hoch. Zugleich stellen Ungeimpfte in der jüngeren Altersgruppe 75 Prozent der Hospitalisierten, in der älteren 45 Prozent – statt der erwarteten 25 Prozent bzw. 14 Prozent, wenn die Impfung keinen Effekt hätte.

Gäbe es keine Impfung, wäre ohne weitere Annahmen die Hospitalisierungsinzidenz in der Gesamtbevölkerung so hoch wie bei den Ungeimpften. Dies würde bedeuten, dass es theoretisch heute insgesamt gut dreimal so viele Hospitalisierte gäbe, statt über 5.000 also deutlich über 15.000. Für die Todesfälle, die proportional sind zu den Hospitalisierungen, dürfte etwas Ähnliches gelten.

Vermutlich wäre es aber nicht so weit gekommen, weil angesichts solcher Entwicklungen die Politik deutlich früher einen harten Lockdown beschlossen hätte. Dies wäre wohl bereits vor mindestens einem Monat kaum zu vermeiden gewesen, wenn die Politik die Lage so eingeschätzt hätte, wie sie es heute tut: Denn mit dem Simulationsmodell des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung ergibt sich für Mitte Dezember eine vorhergesagte Intensivbetten-Auslastung von ca. 70 Prozent in Thüringen, 55 Prozent in Bayern, 40 Prozent in Sachsen, je ca. 30 Prozent in Baden-Württemberg und in Brandenburg. Für die anderen Bundesländer liegt die prognostizierte Intensivbetten-Auslastung bei bis zu 20 Prozent.

Diese Prozentangaben beziehen sich NUR auf COVID-19-Fälle. Alle anderen Intensivpatienten kämen noch dazu (bzw. auch nicht, weil Triage wohl zumindest in einigen Bundesländern nicht zu vermeiden wäre).

Die obige Vorhersage hätte sich ohne Impfung etwa bei einer Inzidenz in der Höhe, die vor einem Monat vorlag, ergeben, als die Neuinfektionen noch etwa um den Faktor 3 geringer waren – denn Neuinfektionen und Hospitalisierungen entwickeln sich zeitverzögert einigermaßen proportional. Ohne Impfung hätte dies durchaus noch früher eintreten können, weil sich die Wirkung der Impfung auch in der Inzidenz widerspiegelt. Deshalb ist es nicht unwahrscheinlich, davon auszugehen, dass spätestens Mitte Oktober ein Lockdown beschlossen worden wäre, der erhebliche Auswirkungen auf zahlreiche gesellschaftliche Bereiche gehabt hätte. Diesen Lockdown hat uns die Impfung erspart.


Fazit

Es ist wohl kaum zu ändern, dass mit der zunehmenden (Des-)Informationsflut plakative und neugierig machende Schlagzeilen benutzt werden, um in den sozialen Medien Aufmerksamkeit zu erregen. Das rechtfertigt es jedoch in keiner Weise, mit irreführenden Botschaften den Nutzen der Impfung massiv in Frage zu stellen – genausowenig wie es angezeigt ist, ihn dramatisch zu übertreiben, was wir in unserer September-Unstatistik angemahnt haben. Beides schadet der Sache in einer Situation, in der wir uns eine Fehleinschätzung von Risiken nicht länger leisten können.


Ansprechpartner/in:

Katharina Schüller (STAT-UP), Tel.: (089) 34077-447
Sabine Weiler (Kommunikation RWI), Tel.: (0201) 8149-213

Mit der „Unstatistik des Monats“ hinterfragen der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Dortmunder Statistiker Walter Krämer, die STAT-UP-Gründerin Katharina Schüller und RWI-Vizepräsident Thomas K. Bauer jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. Alle „Unstatistiken“ finden Sie im Internet unter www.unstatistik.de und unter dem Twitter-Account @unstatistik. Unstatistik-Autorin Katharina Schüller ist zudem Mit-Initiatorin der „Data Literacy Charta“, die sich für eine umfassende Vermittlung von Datenkompetenzen einsetzt. Die Charta ist unter www.data-literacy-charta.de abrufbar.

Bei Weiterverbreitung von Texten aus der Reihe "Unstatistik des Monats" muss klar erkennbar sein, dass es sich um die Übernahme eines fremden Textes handelt. Zudem ist die Quelle https://www.unstatistik.de zu nennen. Bitte informieren Sie die Pressestelle des RWI über die Verwendung des Textes unter presse@rwi-essen.de. Das Urheberrecht bleibt bestehen.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Katharina Schüller (STAT-UP), Tel.: (089) 34077-447

Originalpublikation:
https://www.rwi-essen.de/unstatistik/121/ - hier steht die Pressemitteilung mit Links und Grafiken auf der RWI-Homepage

Weitere Informationen:
http://www.unstatistik.de

Quelle: Pressemitteilung vom 26.11.2021
Sabine Weiler Kommunikation
RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
https://idw-online.de/de/news782030
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Klinisch-ethische Empfehlungen zur Priorisierung und Triage bei COVID-19

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Intensiv- und Notfallmediziner aktualisieren klinisch-ethische Empfehlungen zur Priorisierung und Triage bei COVID-19

Angesichts der starken Zunahme von COVID-19-Patienten mit schweren Erkrankungsverläufen stehen Notfall- und Intensivmediziner, wie auch andere Disziplinen im Gesundheitswesen, derzeit vor schwierigen Entscheidungen: Wie sollen die zur Verfügung stehenden Ressourcen so verteilt werden, dass möglichst viele Patienten mit Bedarf einen Nutzen haben? Nachdem sich nicht zuletzt durch die Impfung neue Aspekte in der Diskussion ergeben, haben Experten aus sieben Fachgesellschaften die im Frühjahr 2020 veröffentlichte „Leitlinie zur Priorisierung und Triage bei akuter Ressourcenknappheit“ aktualisiert.

Die wichtigsten Punkte betreffen die Gleichbehandlung von geimpften und nicht geimpften Patienten in der Gesundheitsversorgung sowie die Beachtung des Gleichheitsgebotes bei Erhöhung der Ressourcen zugunsten der Versorgung von Patienten mit COVID-19.

Fehlende Impfung ist kein Grund für Begrenzung der Gesundheitsversorgung

In der öffentlichen Diskussion wurde in den letzten Wochen wiederholt vorgeschlagen, den Impfstatus als Entscheidungskriterium für die Priorisierung bei knappen Mitteln anzuwenden. Die Frustration über den Verzicht mancher Menschen auf eine wirksame Impfung sei zwar nicht zuletzt angesichts der massiven Belastungen für die im Gesundheitssystem Tätigen nachvollziehbar, so Prof. Uwe Janssens, ehemaliger Präsident der DIVI und Leiter der Arbeitsgruppe Ethik. Allerdings haben die Fachgesellschaften in der aktualisierten Leitlinie klargestellt, dass eine fehlende Impfung kein legitimes Kriterium für Triage-Entscheidungen darstellen kann.
„Die Hilfspflichten im Gesundheitswesen bestehen bei lebensbedrohlichen Erkrankungen unabhängig vom Auslöser beziehungsweise dem vorangehenden Verhalten des bedürftigen Patienten“, fasst Janssens die Position der Leitlinie zusammen.

Der Medizinethiker und Präsident der Akademie für Ethik in der Medizin, Prof. Georg Marckmann, ergänzt, dass Leistungsansprüche in unserem solidarischen Gesundheitssystem aus guten ethischen Gründen nicht von Kriterien wie "Selbstverschulden" oder "Eigenverantwortung" abhängig gemacht werden. Erstens sei im Einzelfall in der Regel nicht hinreichend sicher nachzuweisen, dass die Erkrankung ursächlich auf ein gesundheitsschädigendes Verhalten des Patienten zurückzuführen ist. Zweitens beruhe das Verhalten häufig nicht auf einer freien, selbstbestimmten und damit selbst zu verantwortenden Entscheidung. Drittens fehlen allgemein akzeptierte Standards, für welche selbst verursachten und frei gewählten gesundheitsgefährdenden Handlungen der Einzelne in welchem Ausmaß Verantwortung tragen soll. Dies gilt nicht nur für Übergewicht, Rauchen oder Risikosportarten, sondern auch für die Entscheidung zum Verzicht auf eine SARS-CoV-2-Impfung. Deshalb ist eine Priorisierung knapper akutmedizinischer Ressourcen nach dem Impfstatus nicht akzeptabel.

Ressourcen für COVID-19-Patienten schaffen, Gleichbehandlung von anderen Patienten sichern

Die zweite wesentliche Änderung der Leitlinie zielt auf die klinisch-ethischen Grundlagen der Ressourcenverteilung angesichts des gestiegenen Bedarfs für COVID-19-Patienten. Zeichnet sich eine Ressourcenknappheit ab, sollten Krankenhäuser den Regelbetrieb einschränken, um damit Kapazitäten für die zunehmende Anzahl Schwerkranker mit COVID-19 breitstellen zu können. Hierzu sollten zunächst solche Behandlungen aufgeschoben werden, bei denen durch die zeitliche Verzögerung keine Verschlechterung der Prognose, keine irreversiblen Gesundheitsschädigungen oder gar der vorzeitige Tod zu erwarten sind.

Für den Fall, dass darüber hinaus eine weitere Ausweitung von Behandlungskapazitäten für COVID-19-Patienten erforderlich ist, muss bedacht werden, dass Patienten mit anderen Erkrankungen gegenüber COVID-19-Patienten nicht benachteiligt werden, betont der Arzt und Medizinethiker, Prof. Schildmann, Mitautor der Leitlinie. Die Gleichbehandlung aller zu versorgenden Patienten ist auch im Falle knapper Ressourcen zu gewährleisten. Negative gesundheitliche Auswirkungen durch die Einschränkungen sind zu minimieren. Die Patienten und ihre Angehörigen sind über die Gründe etwaiger Begrenzungen in der Versorgung und die damit möglicherweise verbundenen gesundheitlichen Auswirkungen transparent zu informieren.

Beteiligt an der Leitlinie sind:
1. Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
2. Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA)
3. Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)
4. Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN)
5. Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
6. Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und
7. die Akademie für Ethik in der Medizin (AEM)

Ansprechpartnerin für Journalisten:
Nina Meckel
Pressesprecherin der DIVI
presse@divi.de
Tel +49 (0)89 230 69 60 21
www.divi.de/presse

Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI)
Die 1977 gegründete Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist ein weltweit einzigartiger Zusammenschluss von mehr als 3.500 persönlichen Mitgliedern und 19 Fachgesellschaften aus Anästhesiologie, Chirurgie, Innerer Medizin, Kinder- und Jugendmedizin sowie Neurologie und Neurochirurgie. Ihre fächer- und berufsübergreifende Zusammenarbeit und ihr Wissensaustausch machen im Alltag den Erfolg der Intensiv- und Notfallmedizin aus.
Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung vom 24.12.1953 und ist damit ein nicht-wirtschaftlicher Verein gemäß § 21 ff BGB.

Mehr über die DIVI im Internet: www.divi.de

Weitere Informationen: > https://www.divi.de/presse/pressemeldun ... i-covid-19

Quelle: Pressemitteilung vom 26.11.2021
Nina Meckel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.

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WernerSchell
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Coronavirus-Pandemie: Nationalakademie Leopoldina legt Ad-hoc-Stellungnahme zur Eindämmung der vierten Welle vor

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Coronavirus-Pandemie: Nationalakademie Leopoldina legt Ad-hoc-Stellungnahme zur Eindämmung der vierten Welle vor

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina veröffentlicht heute die Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie: Klare und konsequente Maßnahmen ‒ sofort!“. Das angehängte Papier konzentriert sich auf dringend notwendige Maßnahmen mit dem Ziel, die vierte Infektionswelle schnell und effizient einzudämmen.

Die 10. Ad-hoc-Stellungnahme zur Coronavirus-Pandemie erscheint in der Reihe von Ad-hoc-Stellungnahmen, mit denen die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in den vergangenen zwei Jahren Empfehlungen zu medizinischen, psychologischen, sozialen, ethischen, rechtlichen, pädagogischen, wirtschaftlichen und gesundheits- sowie bildungspolitischen Aspekten gegeben hat. Alle Publikationen der Reihe sind ebenfalls verlinkt unter: https://www.leopoldina.org/coronavirus-vierte-welle

Als Nationale Akademie der Wissenschaften leistet die Leopoldina unabhängige wissenschaftsbasierte Politikberatung zu gesellschaftlich relevanten Fragen. Hierfür erarbeitet die Akademie interdisziplinäre Stellungnahmen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. Daher bildet auch die vorliegende Stellungnahme die Perspektiven der beteiligten Wissenschaftsdisziplinen ab. Entscheidungen zu treffen und dabei die Interessen der zahlreichen anderen Stakeholder zu berücksichtigen, ist Aufgabe der demokratisch legitimierten Politik.

Medienkontakt:
Caroline Wichmann
Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 (0)345 472 39-800
E-Mail: presse@leopoldina.org

Originalpublikation:
www.leopoldina.org/coronavirus-vierte-welle

Quelle: Pressemitteilung vom 27.11.2021
Caroline Wichmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
https://idw-online.de/de/news783097


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WernerSchell
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Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.

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"Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich
als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne."
Immanuel Kant


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Blinde Testung bei gesunden Geimpften eher entbehrlich?

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Eine blinde Testung bei gesunden Geimpften ist nicht nur logistisch schwierig, sondern möglicherweise auch in ihrer Aussagekraft eingeschränkt.
Christian Drosten, Virologe


Charité-Virologe Christian Drosten hält es für möglich, dass die Aussagekraft von Schnelltests bei Geimpften eingeschränkt ist. Von einer „blinden Testung“ bei Geimpften rät er daher ab – der Einsatz sei aber ratsam, wenn Symptome vorliegen. Mit mehr Tests kann die vierte Corona-Welle aus Sicht des Virologen ohnehin nicht mehr durchbrochen werden.

Quelle: Newsletter RND vom 29.11.2021
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Heimbewohner sechs Monate nach COVID-Impfung fast ohne Antikörper

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Ärzte Zeitung vom 29.11.2021:

Studie
Heimbewohner sechs Monate nach COVID-Impfung fast ohne Antikörper

90 Prozent der Heimbewohner weisen laut Corona-Studie ein halbes Jahr nach Gabe von zwei Dosen Comirnaty® keine nachweisbaren Antikörper mehr gegen die Delta-Variante auf. Auch die Beschäftigten wurden untersucht.
Wiesbaden. Hessen drängt angesichts einer neuen Studie des Instituts für Medizinische Virologie der Uniklinik Frankfurt auf schnelle Corona-Auffrischungsimpfungen für Bewohner von Pflegeheimen. Sozialminister Kai Klose (Grüne) verweist dabei auf die von seinem Haus in Auftrag gegebene Studie „Impf Care“ unter Leitung der Institutsdirektorin Professor Sandra Ciesek. Demzufolge wiesen 90 Prozent der sehr betagten Menschen fünf bis sieben Monate nach der Gabe von zwei Dosen des BioNTech-Impfstoffs keine nachweisbaren neutralisierenden Antikörper mehr gegen die Delta-Variante von SARS-CoV-2 auf.

… (weiter lesen unter) … > https://www.aerztezeitung.de/Nachrichte ... 01C00A5YI4
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