Claudia Moll ist Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege

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WernerSchell
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Claudia Moll ist Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege

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Bundesministerium für Gesundheit


Bundesgesundheitsminister Prof. Lauterbach ernennt die Beauftragten seines Geschäftsbereichs

Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach hat am Mittwoch die Beauftragten der Bundesregierung für Pflege, Patientenbelange und Drogen ernannt. Das Kabinett hatte zuvor seinem Vorschlag zugestimmt. Bei der Übergabe der Ernennungsurkunden im BMG würdigte Lauterbach die neuen Beauftragten als "Experten auf ihrem Gebiet". Die Beauftragten sind im Geschäftsbereich des BMG angesiedelt.

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Foto: Claudia Moll > https://www.bundestag.de/abgeordnete#ur ... 12&dir=ltr

Die Bundestagsabgeordnete Claudia Moll ist Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege. Sie bringt als ausgebildete Altenpflegerin ihre Praxiserfahrung mit in das Amt.

Der Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze ist Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten. Er hat in zurückliegenden Legislaturperioden unter anderem durch seine Mitarbeit im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages Erfahrungen mit Bürgeranliegen wie auch Patienteninteressen gesammelt.

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Burkhard Blienert ist Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen. Der Gesundheitsexperte hat sich im Deutschen Bundestag eingehend mit den Politikfeldern Drogen und Sucht befasst.

Quelle und weitere Informationen (vom 12.01.2022): > https://www.bundesgesundheitsministeriu ... eichs.html
WernerSchell
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Claudia Moll ist Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich mit der nachfolgenden E-Mail-Zuschrift vom 24.01.2022 an die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung gewandt und auf einige Handlungserfordernisse aufmerksam gemacht:


Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


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24.01.2022

An die
Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung
Frau Claudia Moll
E-Mail: claudia.moll@bundestag.de; pflegebevollmaechtigte@bmg.bund.de;

Sehr geehrte Frau Moll,

nach jahrzehntelanger Lehrtätigkeit an Kranken- und Altenpflegeschulen (einschließlich Lehrbuchveröffentlichungen) befasse ich mich seit längerer Zeit ehrenamtlich mit dem Pflegenotstand und werbe schriftlich und mittels Pflegetreffs für entsprechende Reformen. Leider haben diesbezügliche Bemühungen keinen Erfolg gehabt, die Mangelsituation hat sich ambulant und stationär leider ungünstig fortentwickelt. Durch die Corona-Pandemie wird so manche Fehlentwicklung nicht mehr deutlich. Dies vor allem deshalb, weil z.B. die gebotenen Überprüfungen in den Pflegeeinrichtungen nicht oder nur unzureichend stattfinden.

Ich habe daher Gelegenheit genommen, die Koalitionäre am 01.11.2021 auf die Situation aufmerksam zu machen und zu entsprechenden Vereinbarungen zu ermuntern. Dies ist aber nicht wirklich gelungen. Es muss befürchtet werden, dass sich bezüglich der Pflegesituation nicht viel ändern wird. Dies möglicherweise auch deshalb, weil die "Kassenlage" keine großen "Reformsprünge" zulassen wird.

Gleichwohl mache ich auf die Pflegenot aufmerksam und übersende Ihnen nachfolgend den seinerzeit an die Koalitionäre übermittelten Brieftext mit der Bitte, meine Hinweise in geeigneter Weise in Ihre Arbeit als Pflegebevollmächtigte einzubeziehen. Für weitere Informationen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.
unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.
ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).


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Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


01.11.2021

An die
SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP
Koalition-Verhandlungsgruppe Pflege / Gesundheit


Koalition muss die pflegerische Versorgung reformieren und in den Kommunen unterstützende Netzwerke gestalten helfen ...

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu den laufenden Verhandlungen gebe ich mit Blick auf die zwingend notwendigen Reformen bei der Versorgung pflegebedürftiger Menschen folgende Hinweise:

Über 40 Jahre Lehrtätigkeit an Pflegeschulen haben mir Veranlassung gegeben, mich intensiv für bessere Pflegebedingungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen einzusetzen und dabei auch die häusliche Pflege zu berücksichtigen. In zahlreichen Statements und öffentlichen Pflegetreffs, u.a. mit Pflegexperten und Bundespolitikern, wurden umfänglich geeignet erscheinende Vorschläge unterbreitet. U.a. ging es darum, für deutlich verbesserte Stellenschlüssel in den Krankenhäusern bzw. Pflegeeinrichtungen und höhere Vergütungen für die Pflegekräfte einzutreten. Bezüglich der häuslichen Pflege wurde im Wesentlichen auf die Erfordernisse der ergänzenden Gestaltung von unterstützenden Netzwerken in den Kommunen (= Quartierskonzepte) aufmerksam gemacht.

Leider haben die hiesigen Anregungen, zusammen mit den Vorschlägen anderer Verbände, die Groko nicht dazu veranlasst, geeignete Reformmaßnahmen auf den Weg zu bringen (> viewtopic.php?f=5&t=242 ). „Spahn hat viel gemacht, aber wenig bewegt“, so lautet die aktuelle Beurteilung von Sylvia Bühler vom Verdi-Bundesvorstand. Laut Bühler sind z.B. die grundlegenden Probleme in der Altenpflege ungelöst (Quelle: Altenpfleger-Newsletter vom 21.10.2021). … Und diese Einschätzung wird von zahlreichen Verbänden und Experten geteilt. Aber nicht nur die Altenpflege ist dramatisch notleidend, sondern das gesamte Pflegesystem, ambulant und stationär! … Siehe dazu auch das hiesige Statement vom 20.09.2021 > viewtopic.php?f=5&t=242

Es wäre übrigens ein Fehler, auf mehr Hilfskräfte, niedrig schwellig ausgebildete Dienstkräfte, zu setzen. Gute Pflege erfordert qualitätsgesicherte Dienstleistungen an meist schwerkranken Menschen - und dies hat unter Beachtung von rd. 10 Pflegestandards und weiteren Pflegestandards zu erfolgen. Insoweit sind allein Pflegefachkräfte mit ausreichender Kompetenz ausgestattet.

Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass Ihnen die einschlägigen Forderungen im Wesentlichen bekannt sind und verzichte daher darauf, diese in längeren Ausführungen hier noch einmal zu wiederholen. Es wird lediglich auf ein umfängliches Statement aus dem Jahr 2014 aufmerksam gemacht: > https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzw ... se2014.pdf

Allerdings erscheint es mir wichtig, auf die dringend notwendige Gestaltung von kommunalen Netzwerken zur Unterstützung der älteren bzw. pflegebedürftigen Menschen bzw. ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. Solche Netzwerke können die Leistungen der Pflegeversicherung zielgerichtet ergänzen, die häusliche Versorgung stärken und damit Heimaufenthalte verhindern helfen. Solche Netzwerke werden unterschiedlich als Quartierskonzepte oder Lotsenpunkte beschrieben. Es ist im Prinzip auch das, was man als präventive Hausbesuche bezeichnet. - Solche Netzwerke können Wachstum im Dienstleistungsbereich bewirken, ohne dabei klimaschädlich zu wirken.

Präventive Hausbesuche waren in der letzten Groko-Vereinbarung ausdrücklich zur Umsetzung angesprochen. Geschehen ist aber insoweit nichts. Dies, obwohl ich das Bundesgesundheitsministerium mehrfach auf dieses Thema aufmerksam gemacht und entsprechende Aktivitäten angemahnt habe.

Ich rege an, dass Sie dieses ignorierte - aber wichtige - Unterstützungsthema in den Verhandlungen gebührend berücksichtigen und entsprechende Vereinbarungen anstreben. Wenn Sie es wünschen, kann ich Ihnen dazu auch weitere Informationen übermitteln. Zunächst möchte ich darauf verzichten, Sie mit Rücksicht auf die Zeitenge mit längerem Lesestoff zu belasten. Ich nehme lediglich Bezug auf ein von mir bereits 2015 verfasstes Statement: > https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzw ... 082015.pdf

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell - Diplom-Verwaltungswirt - Oberamtsrat a.D. - Buchautor/Journalist - Dozent für Pflegerecht
Mitglied im Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten e. V.- https://www.vmwj.de
https://www.wernerschell.de - Pflegerecht und Gesundheitswesen
Infos auch bei https://www.facebook.com/werner.schell.7 bzw. https://twitter.com/SchellWerner


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Pflegenotstand auflösen und in den Kommunen unterstützende Netzwerke gestalten. Bund, Länder und Kommunen sind gefordert - eine umfassende Reform an "Haupt und Gliedern" ist dringlich. Jedes Zögern macht alles nur noch schwieriger! - Statement vom 28.06.2021 >>> viewtopic.php?f=5&t=194

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