
Zahnreport 2/2026
Zahnärztliche Versorgung von Pflegebedürftigen: Was wurde erreicht?
Autoren: Michael Rädel, Heinz-Werner Priess, Steffen Bohm,
Michael H. Walte
Report abrufbar hier > https://www.barmer.de/resource/blob/150 ... 6-data.pdf
BARMER Presseunterlagen hier > https://www.barmer.de/presse/infothek/s ... 26-1504928
Videostatement zum BARMER-Zahnreport 2026 hier > https://www.youtube.com/watch?v=x38HN_s_Xhc
Kernergebnisse des Zahnreports
Bei stationär Pflegebedürftigen gibt es eine Versorgungslücke durch massive Unterschiede beim Zugang zu zahnärztlicher Prävention.
Die Inanspruchnahme der zahnärztlichen Präventionsleistungen Mundgesundheitsstatus mit Mundgesundheitsplan und Mundgesundheitsaufklärung ist insgesamt angestiegen. Bei BARMER-versicherten Heimbewohnern hat sie sich seit dem Jahr 2019 jeweils etwa verdoppelt, bei ambulant Pflege-bedürftigen ist sie auf sehr niedrigem Niveau stagniert.
Im Jahr 2024 erhoben Zahnärzte bei bundesweit mehr als einem Viertel der BARMER-versicherten Pflegeheimbewohner den Mundgesundheitsstatus und erstellten einen Mundgesundheitsplan. Rund 80 Prozent dieser Leistungen erfolgten im Rahmen von Besuchen in Einrichtungen mit Kooperationsvertrag.
BARMER-Chef Straub: „Für stationär Pflegebedürftige ist der Besuch einer Zahnarztpraxis kaum möglich. Deshalb droht eine massive Versorgungslücke, wenn Prävention vor Ort nicht möglich ist. Pflegeheime sollten Kooperationsverträge mit Zahnärzten abschließen.“
Reportautor Walter: „Die Teilhabe Pflegebedürftiger an der zahnärztlichen Versorgung und insbesondere den Präventionsleistungen hat sich verbessert, aber längst nicht für alle Personengruppen. Auch für ambulant Pflegebedürftige ist die Situation besorgniserregend. Hier herrscht Handlungs-bedarf.“