Was hat die Private Krankenversicherung mit einer Reform der GKV zu tun?
Die Koalition will am 29. April ein großes Spargesetz für die Sozialversicherung im Bundeskabinett beschließen. Dass die Beitragsstabilität nun zum Maß der Dinge werden soll, ist ordnungspolitisch richtig. Es stärkt das Versicherungsprinzip – und damit einen Grundsatz, der eigentlich selbstverständlich sein sollte: Beiträge und Leistungen hängen miteinander zusammen.
Nun mag mancher fragen: Was hat die Private Krankenversicherung mit einer Reform der GKV zu tun? Eine große Stärke unseres Gesundheitssystems ist das duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Veränderungen an der einen Säule wirken sich immer auch auf die andere aus. Wir stehen für das duale System und den Wettbewerb zwischen beiden Säulen.
Das bedeutet auch, dass wir ein klares Interesse daran haben, dass die GKV gut funktioniert. Damit unser Wettbewerb seine Wirkung entfalten kann, müssen beide Seiten leistungsfähig bleiben. Wir werden die Reformbestrebungen daher sehr genau begleiten und darauf achten, dass das Wettbewerbsverhältnis gesund bleibt und es unterschiedliche Lösungsansätze in beiden Systemen gibt.
Quelle: PKV-Newsletter vom 16.04.2026
Florian Reuther, PKV-Verbandsdirektor
Was hat die Private Krankenversicherung mit einer Reform der GKV zu tun?
-
WernerSchell
- Administrator
- Beiträge: 4958
- Registriert: 06.02.2021, 16:16
-
WernerSchell
- Administrator
- Beiträge: 4958
- Registriert: 06.02.2021, 16:16
Reformerwägungen bezüglich Gesundheitssysten nicht zielführend ...
Die Reformerwägungen der amtierenden Bundesregierung zur Reform des Gesundheitssystem sind nicht zielführend. Zur gleichen Zeit werden neue Schulden in Erwägung gezogen. So wird Deutschland zur führenden Schuldenrepublik in Europa. Es werden keine Fehlentwicklungen aufgelöst, sondern neue umfängliche Probleme aufgetürmt. – Es gibt mittlerweile Proteste von allen relevanten Fachverbänden und Einzelpersonen (einige dieser kritischen / ablehnenden Statements sind unter > viewtopic.php?f=5&t=1567 nachlesbar).
Die Sanierung der Krankenversicherung könnte einfach gelingen, wenn man die 93 Krankenkassen auf 5, höchstens 10, reduzieren würde. Denn müsste sichergestellt werden, dass für diejenigen, die keine eigene Beiträge aufbringen, z.B. Bürgergeldempfänger, der Staat aufkommt. Im Übrigen ist zu bedenken, dass wir Weltmeister bei den Arztbesuchen, aber nicht gesünder als die Menschen in anderen Ländern sind. Die Gesundheitskompetenz der meisten Menschen ist niedrig. Daher sind mehr Angebote zur Prävention geboten. Die Eigenverantwortung der Versicherten ist im Übrigen in § 1 SGB V angesprochen, wird aber kaum eingefordert. Über Risikozuschläge für einige Versorgungserfordernisse müsste nachgedacht und entschieden werden. ... Im Übrigen: Angesichts der Planungen, im Gesundheits- und Pflegesystem immense Beiträge einzusparen, gehören vorab alle Ausgabenpositionen, die nicht auf Rechtsverpflichtungen beruhen, auf den Prüfstand. Insbesondere erscheint es geboten, die finanzielle Förderung von sog. Nichtregierungsorganisationen überwiegend zu beenden ("Omas gegen rechts" usw.). Die Union hat ja dazu 551 Fragen aufgeworfen; ist aber dann "eingeknickt." Vorrangig muss die Sicherung des soziales Netzes haben.
Die Sanierung der Krankenversicherung könnte einfach gelingen, wenn man die 93 Krankenkassen auf 5, höchstens 10, reduzieren würde. Denn müsste sichergestellt werden, dass für diejenigen, die keine eigene Beiträge aufbringen, z.B. Bürgergeldempfänger, der Staat aufkommt. Im Übrigen ist zu bedenken, dass wir Weltmeister bei den Arztbesuchen, aber nicht gesünder als die Menschen in anderen Ländern sind. Die Gesundheitskompetenz der meisten Menschen ist niedrig. Daher sind mehr Angebote zur Prävention geboten. Die Eigenverantwortung der Versicherten ist im Übrigen in § 1 SGB V angesprochen, wird aber kaum eingefordert. Über Risikozuschläge für einige Versorgungserfordernisse müsste nachgedacht und entschieden werden. ... Im Übrigen: Angesichts der Planungen, im Gesundheits- und Pflegesystem immense Beiträge einzusparen, gehören vorab alle Ausgabenpositionen, die nicht auf Rechtsverpflichtungen beruhen, auf den Prüfstand. Insbesondere erscheint es geboten, die finanzielle Förderung von sog. Nichtregierungsorganisationen überwiegend zu beenden ("Omas gegen rechts" usw.). Die Union hat ja dazu 551 Fragen aufgeworfen; ist aber dann "eingeknickt." Vorrangig muss die Sicherung des soziales Netzes haben.