IW-Pflegeatlas: Wo die Pflege in Deutschland am teuersten ist

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung
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WernerSchell
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IW-Pflegeatlas: Wo die Pflege in Deutschland am teuersten ist

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Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.


IW-Pflegeatlas: Wo die Pflege in Deutschland am teuersten ist

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(Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.)

Bei den Pflegekosten in Deutschland gibt es große regionale Unterschiede. Am teuersten ist die vollstationäre Pflege in Coburg, am günstigsten in Wilhelmshaven, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Im Bundesdurchschnitt zahlen Heimbewohner im ersten Jahr ihres Aufenthalts monatlich 2.948 Euro für Pflege, Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten aus eigener Tasche. Wie hoch die Selbstkosten für Pflegebedürftige ausfallen, variiert jedoch stark innerhalb und zwischen den Bundesländern: Am niedrigsten ist die durchschnittliche Eigenbeteiligung in Sachsen-Anhalt (2.456 Euro), am höchsten in Nordrhein-Westfalen (3.314 Euro). Das zeigt eine neue IW-Auswertung auf Basis von Daten zu fast 11.000 Pflegeheimen bundesweit.

Großes Stadt-Land-Gefälle
Mit 4.079 Euro pro Monat liegt Coburg auf Kreisebene an der Spitze, der Wert wird jedoch durch eine einzelne Einrichtung verzerrt – im Median fällt die Stadt deshalb deutlich zurück. Auf dem zweiten Platz folgt Solingen mit 3.737 Euro, dahinter Düsseldorf mit 3.712 Euro. Am wenigsten zahlen Heimbewohner in Wilhelmshaven: Hier sind es nur 2.288 Euro monatlich. Insbesondere in Niedersachsen gibt es viele Kreise mit niedrigen Pflegekosten– etwa in den Landkreisen Wittmund (2.346 Euro) oder im Schaumburg (2.372 Euro).

Auffällig ist ein deutliches Stadt-Land-Gefälle: So ist ein Heimplatz in Ballungsräumen wie München (3.375 Euro), Stuttgart (3.427 Euro), oder Köln (3.597 Euro) überdurchschnittlich teuer. Ländliche Regionen Ostdeutschlands – wie das Jerichower Land in Sachsen-Anhalt (2.321 Euro) – schneiden deutlich günstiger ab. Die hohen Wohnkosten in Metropolregionen sind hierfür ein wesentlicher Faktor: In Regionen mit hohen Mieten fallen auch die Preise für vollstationäre Pflege höher aus.

Löhne sind Kostentreiber
Neben den Mieten spielen auch die Löhne eine wichtige Rolle. „Die seit 2022 geltende Tarifpflicht hat die Löhne deutlich steigen lassen – das hat sich auch in den Pflegeheimkosten niedergeschlagen“, sagt IW-Experte Maximilian Stockhausen. Die Politik müsse prüfen, ob Mindestentgelte und Leistungszuschläge zielgerichtet wirken oder nur zusätzliche Kosten verursachen.

Zur Methodik: Grundlage der Analyse sind Preisdaten der Plattform pflegelotse.de des Verbands der Ersatzkassen (vdek). Anfang Oktober 2024 wurden die Angaben zu 10.820 vollstationären Pflegeheimen automatisiert erhoben. Fehlende Investitionskosten wurden durch den jeweiligen Kreisdurchschnitt ersetzt. Betrachtet wurden die Pflegegrade 2 bis 5 sowie alle vier Kostenkomponenten – Pflege, Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten. Dargestellt werden die Kosten im ersten Aufenthaltsjahr. Der Leistungszuschlag gemäß §43c SGB XI wird bereits kostenmindernd berücksichtigt.


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Zur Studie > https://newsletter.iwkoeln.de/c/5951208 ... 065-t5v2ob
Studie als pdf-Datei > https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_u ... eatlas.pdf


Quelle: Pressemitteilung vom 17.11.2026
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
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Besucheranschrift:
Konrad-Adenauer-Ufer 21
50668 Köln
Telefon: 0221 4981-0
Telefax: 0221 4981-533
Ruth Schüler / Maximilian Stockhausen / Jan Wendt / Hendrik Böhmer | 17. November 2025
Quelle und weitere Informationen > https://www.iwkoeln.de/studien/ruth-mar ... flege.html


Siehe auch unter > viewtopic.php?p=15707#p15707

Zum Thema wurde u.a. bei Facebook gepostet:
IW-Pflegeatlas: Wo die Pflege in Deutschland am teuersten ist (Presseinfo vom 17.11.2025) … > viewtopic.php?f=5&t=1464 – Bereits am 22.07.2025 wurde vom Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) mitgeteilt, dass die monatliche Eigenbeteiligung in der stationären Pflege weiter steigt. Die Forderung bereits damals: Politik muss endlich wirksam handeln > viewtopic.php?p=15707#p15707 ). – Leider ist nicht erkennbar, dass die Bundesregierung wirklich verstanden hat, wie das Problem der steigenden Belastungen der pflegebedürftigen Menschen und der Angehörigen zu lösen ist. Es ist im Übrigen so, dass neben den immensen Zuzahlungspflichten in der Heimpflege andere Kosten weiter fortbestehen können und in kurzer Zeit eine ruinöse Situation annehmen können. – Während in anderen Zusammenhängen eine verhängnisvolle Schuldenorgie gestaltet wird, bahnt sich im sozialen Netz eine katastrophale Unterversorgung an. - Werner Schell
WernerSchell
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Pflegekosten laufen davon ...

Beitrag von WernerSchell »

Pflegekosten laufen davon ...


Die hohen Pflegekosten in Nordrhein-Westfalen waren bei der NGZ / RP schon neulich Thema. Durchschnittlich 3582 Euro werden im ersten Jahr des Heimaufenthalts an Rhein und Ruhr fällig. Was diese finanzielle Belastung für viele Familien bedeutet, muss ich hier nicht umständlich ausbreiten. Einer repräsentativen Umfrage zufolge, die die Krankenkasse DAK NRW in Auftrag gegeben hatte, macht das Thema den Menschen im Land große Sorgen. „59 Prozent der Menschen bewerten die Pflegesituation derzeit als nicht oder gar nicht gut. 46 Prozent gehen davon aus, dass sich die Situation in den kommenden zehn Jahren weiter verschlechtert“, heißt es in dem Report. Als ein weiteres drängendes Problem geben Befragte den Fachkräftemangel in der Pflege an. – So berichtet die NGZ / RP in ihrem Newsletter vom 06.02.2026.

Angesichts dieser Informationen muss aber festgestellt werden, dass in einigen Neusser Pflegeeinrichtungen bereits Eigenanteile von rd. 4.000 Euro / Monat verlangt werden. Wie es scheint, sind weitere Kostensteigerungen absehbar. – Unter diesen Gesichtspunkten ist das, was die amtierende Bundesgesundheitsministerin als Reform in Aussicht genommen hat, völlig unzureichend. Eine Reform an Haupt und Gliedern muss gestaltet werden. Dabei ist nicht etwa ausreichend, weitere Kostensteigerungen zu vermeiden. Die Kosten für die Pflegebedürftigen müssen deutlich gesenkt werden. Und dazu muss u.a. viel Geld in Hand genommen werden. Dies erscheint unvermeidlich, weil sämtliche Bundesregierung seit Einführung der Pflegeversicherung zwar immer wieder von Pflegereformen gesprochen, aber letztlich nie einen großen „Wurf“ zustande gebracht haben. Die Pflegenot hat sich über die Jahrzehnte stetig verschlimmert und eine Pflegekatastrophe ist absehbar.

Pflegenotstand auflösen - Pflegekatastrophe vermeiden! – Mit diesem Tenor habe ich mich am 06.01.2026 in einem umfänglichen Schreiben an das Bundesgesundheitsministerium, die Pflegebevollmächtige der Bundesregierung, den Patientenbeauftragten der Bundesregierung und zahlreiche weitere Adressaten gewandt und nochmals eindringlich auf die seit vielen Jahren bestehenden pflegerischen Versorgungsdefizite aufmerksam gemacht und erneut Handlungsempfehlungen vorgestellt. … > viewtopic.php?f=5&t=1515 - Mit Sprechblasen und den bislang bekannten politischen Planungen wird es keine hilfreichen Verbesserungen geben können.
WernerSchell
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Pflegenotstand auflösen - Pflegekatastrophe vermeiden!

Beitrag von WernerSchell »

NRW-Gesundheitsminister Laumann lehnt eine Deckelung des Eigenanteils in der Pflege ab. Damit "würde man auch Menschen entlasten, die sich die Zuzahlung leisten können - und alle, auch Geringverdiener, müssten dies über höhere Beiträge oder Steuern mittragen." Laumann verweist zudem darauf, dass sich die Mehrheit die Zuzahlung leisten kann und neben der Rente noch andere Einkommensarten hat: "Zwei Drittel der Menschen, die im Heim leben, bekommen keine finanzielle Unterstützung, Hilfe zur Pflege, durch die Kommunen." - Quelle: Rheinische Post vom 13.02.2026 - Mit dieser Äußerung liegt der NRW-Gesundheitsminister Laumann völlig daneben. Um den Pflegenotstand aufzulösen bzw. eine Pflegekatastrophe zu vermeiden, sind umfängliche Reformanstrengungen geboten. Dazu habe ich mich in einem längeren Brief an das Bundesgesundheitsministerium geäußert und einige Handlungserfordernisse aufgezeigt. Dieser Brief wurde auch dem NRW-Gesundheitsministerium übermittelt. ... > viewtopic.php?f=5&t=1515 Leider ist bislang nicht zu erkennen, dass die gegebenen Hinweise aufgegriffen werden. - Werner Schell
WernerSchell
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Armutsfalle Pflege: DAK-Studie zeigt Rekordwerte bei der Sozialhilfequote in Heimen

Beitrag von WernerSchell »

DAK-Gesundheit


Pflege wird zunehmend zur Armutsfalle: Durch die massiv gestiegenen Eigenanteile in stationären Pflegeeinrichtungen sind immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner auf unterstützende Sozialhilfeleistungen angewiesen. Die Sozialhilfequote in Pflegeheimen erreicht 2026 den neuen Höchstwert von 37 Prozent. Ohne Reformen könnten die Belastungen der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2035 ungebremst auf knapp 43 Prozent ansteigen. Das zeigen neue Berechnungen des Bremer Gesundheitsökonomen Prof. Heinz Rothgang im Auftrag der DAK-Gesundheit. Laut Sonderanalyse könnte sich die Zahl der Sozialhilfeempfänger in den nächsten neun Jahren um 15 Prozent auf 356.000 Betroffene erhöhen. DAK-Vorstandschef Andreas Storm warnt angesichts der aktuellen Prognosen vor einem Pflegekollaps und fordert von der Bundesregierung kurzfristig eine umfassende Pflegereform. -Lesen Sie mehr in unserer Pressemeldung und der beigefügten Sonderanalyse.


Armutsfalle Pflege: DAK-Studie zeigt Rekordwerte bei der Sozialhilfequote in Heimen
• Historischer Höchststand: 2026 benötigen bereits 37 Prozent der Menschen in Pflegeheimen Sozialhilfeleistungen
• Pflegeexperte Prof. Heinz Rothgang erwartet ohne Reform bis 2035 weiteren Anstieg auf knapp 43 Prozent
• DAK-Chef Storm fordert neue Pflegefinanzierung: faire Lastenverteilung durch Beiträge, Eigenanteile und Steuern


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Armutsfalle Pflege: Durch die massiv gestiegenen Eigenanteile in stationären Pflegeeinrichtungen sind immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner auf unterstützende Sozialhilfeleistungen angewiesen. Die Sozialhilfequote in Pflegeheimen erreicht 2026 den neuen Höchstwert von 37 Prozent. Ohne Reformen könnten die Belastungen der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2035 ungebremst auf knapp 43 Prozent ansteigen. Das zeigen neue Berechnungen des Bremer Gesundheitsökonomen Prof. Heinz Rothgang im Auftrag der DAK-Gesundheit. Laut Sonderanalyse könnte sich die Zahl der Sozialhilfeempfänger in den nächsten neun Jahren um 15 Prozent auf 356.000 Betroffene erhöhen. Die Sonderanalyse untersucht auch die Effekte der bisherigen Kostendämpfung durch gestaffelte Leistungszuschläge (§ 43c SGB XI) sowie aktuelle Reformvorschläge wie einen jährlichen Inflationsausgleich oder die Deckelung von Heimkosten. DAK-Vorstandschef Andreas Storm warnt angesichts der aktuellen Prognosen vor einem Pflegekollaps und fordert von der Bundesregierung kurzfristig eine umfassende Pflegereform.

„Die stationäre Pflege wird für immer mehr Menschen zur konkreten Armutsfalle“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. „Mit einer Sozialhilfequote von aktuell 37 Prozent sind wir am Limit. Einen weiteren Anstieg dürfen wir nicht zulassen. Das Vertrauen in die soziale Pflegeversicherung schwindet und es droht ein Pflegekollaps. Die Begrenzung der Eigenanteile in den Heimen muss Teil einer großen Pflegereform werden. Wir brauchen einen neuen Finanzierungsmix. Das Ziel muss eine faire Lastenverteilung zwischen Beitragszahlenden, Pflegebedürftigen und Steuerzahlenden sein.“
Die Soziale Pflegeversicherung (SPV) wurde im Jahr 1994 auch deshalb eingeführt, um pflegebedingte Verarmung zu vermeiden und den Bezug von Hilfe zur Pflege (HzP) in Pflegeheimen wieder zum Ausnahmefall zu machen. Wer sein Leben lang gearbeitet und eine durchschnittliche Rente erworben habe, sollte wegen der Kosten der Pflegebedürftigkeit nicht zum Sozialamt gehen müssen, so die konkrete Zielstellung des Gesetzgebers.
Laut DAK-Studie erreicht die sogenannte Sozialhilfequote in Pflegeheimen trotz bereits erfolgter Reformen zur Kostendämpfung in diesem Jahr einen historischen Höchststand. 2026 liegt die HzP-Quote mit 37 Prozent bei einem Rekordwert. Nach den Berechnungen von Prof. Rothgang steigt die Zahl der Sozialhilfeempfänger nach geltendem Recht im Jahr 2032 auf eine Quote von 40,4 Prozent weiter an und steuert bis 2035 ungebremst auf knapp 43 Prozent zu. „Damit verpasst die Pflegeversicherung ihre eigenen Ziele nachdrücklich“, heißt es in der Analyse. Nach Hochrechnungen der DAK-Gesundheit könnte die Zahl der Menschen, die in Pflegeheimen Sozialhilfe beziehen, in den kommenden neun Jahren um 15 Prozent von aktuell 309.000 auf dann bis zu 356.000 Betroffene ansteigen.

Auch zu der vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) geforderten Reduzierung von Leistungszuschlägen nach § 43c SGB XI kommt die Rothgang-Analyse zu einem ernüchternden Befund. Trotz der erheblichen Mehrkosten habe dieses Instrument einen stark „dämpfenden Einfluss“ auf die Hilfe zur Pflege in Heimen bewirkt. Ohne dieses Instrument läge die Sozialhilfequote aktuell bereits bei 45 Prozent und würde bis 2032 auf über 50 Prozent steigen. „Eine Streichung oder deutliche Reduzierung der Leistungszuschläge ohne einen zumindest gleichwertigen Ersatz führt in Bezug auf die Sozialhilfequote somit zu katastrophalen Effekten“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm.

Kritisch bewertet die Sonderanalyse von Prof. Rothgang auch aktuelle Vorschläge zur regelhaften Dynamisierung. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte kürzlich in einem Zeitungsinterview vorgeschlagen, dass Pflegeleistungen jährlich im Gleichklang mit der Inflationsrate steigen sollten. „Die Dynamisierungsszenarien sind allesamt ungeeignet zur Begrenzung der HzP-Quote“, heißt es in dem Bericht. Den Berechnungen zufolge ergäbe sich bei einer jährlichen Leistungsdynamisierung anhand der allgemeinen Lohnentwicklung für 2035 eine Sozialhilfequote von 42,1 Prozent, bei einer jährlichen Dynamisierung gemäß der Inflationsentwicklung sogar von 42,9 Prozent.. Damit könne die Leistungsdynamisierung die im Koalitionsvertrag von Union und SPD „vorgegebene Zielsetzung nicht erreichen“, so das Fazit in dem Bericht.

Dagegen werden Vorschläge zur Begrenzung der Eigenanteile in Pflegeheimen als wirksames Instrument gegen Altersarmut und eine steigende Zahl von Sozialhilfeempfängern bewertet. „Die Deckelszenarien begrenzen die HzP-Quote und führen diese sogar zurück“, so das Gutachten. Das Team von Prof. Rothgang berechnete unter anderem die Auswirkungen, wenn die pflegebedingten Eigenanteile durch einen „Pflegedeckel“ auf einen Höchstbetrag von 1.000 oder 1.200 Euro im Monat begrenzt würden. Laut Sonderanalyse würde die Sozialhilfequote dann auch im Jahr 2035 in den unterschiedlichen Szenarien nur zwischen 32 und 37 Prozent liegen. Alle Quoten lägen im Jahr 2035 unterhalb des für 2026 errechneten Wertes.
Im Vergleich der aktuell diskutierten Maßnahmen sind „nur die Deckelvarianten in der Lage, die Zielsetzung einer Begrenzung der Eigenanteile und der Sozialhilfequote zu realisieren“, heißt es im abschließenden Ergebnisbericht. Allerdings führten die Deckelvarianten im Vergleich zu den Basisszenarien zu deutlich höheren Ausgaben in der Sozialen Pflegeversicherung. Solle dies nicht zu Beitragssteigerungen führen, müssten der Sozialen Pflegeversicherung weitere Steuermittel zugeführt werden. Laut Sonderanalyse würde zum Beispiel ein Pflegedeckel von 1.200 Euro monatlich bereits 2027 zu zusätzlichen Ausgaben in Höhe von 2,2 Milliarden Euro führen, die bis zum Jahr 2035 auf 8,6 Milliarden Euro ansteigen würden. Allein 2027 würde die Umsetzung einer wirksamen Deckelvariante einen Beitragssatzanstieg von mindestens 0,1 Prozentpunkten in der Sozialen Pflegeversicherung bedeuten, der bis 2035 auf weitere 0,4 Beitragspunkte anwachsen würde.

„Gegen die prekäre Struktur- und Finanzdynamik in der Pflegeversicherung hilft kein Stückwerk, sondern nur noch eine nachhaltige große Pflegereform“, sagt DAK-Vorstandschef Storm. „Es ist Zeit zum Handeln.“

Quelle: Pressemitteilung vom 05.03.2026
DAK-Gesundheit
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