Pflegeversicherung am Limit: Der Reformbedarf ist tiefgreifend

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung
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WernerSchell
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Pflegeversicherung am Limit: Der Reformbedarf ist tiefgreifend

Beitrag von WernerSchell »

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„Pflegeversicherung am Limit: Der Reformbedarf ist tiefgreifend – sowohl mit Blick auf die Finanzierung als auch auf die Strukturen der Pflege “ (Wochenzeitschrift für die Pflegebranche „care konkret“, Ausgabe vom 15.08.2025). – Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk macht seit über zwei Jahrzehnten auf den sich fortentwickelnden Pflegenotstand aufmerksam und hat insoeweit umfänglich Handlungsempfehlungen vorgestellt, u.a. in über 30 Pflegetreffs mit Bundes- und Landespolitikern sowie Pflegeexperten.

Siehe u.a. folgende Beiträge:
 Pflege ist nötig - stell Dir vor, keiner kommt und hilft ....> viewtopic.php?f=4&t=1351
 Wir haben jetzt schon einen Notstand - aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was kommt … > viewtopic.php?f=4&t=1156
 Pflegeversicherung im Fokus! - Statement bringt es auf den Punkt…. > viewtopic.php?f=5&t=1380
 Pflegeversicherung - Politikversagen auf breiter Front … > viewtopic.php?f=5&t=1106


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WernerSchell
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Pflegereform - Pflegedeckel bei Eigenanteilen? ...

Beitrag von WernerSchell »

Bei der geplanten Pflegereform geht es offensichtlich weiter um zentrale Fragen. Strittige Punkte sind unter anderem die Einführung eines Pflegedeckels zur Begrenzung der Eigenanteile in der stationären Pflege sowie die Bündelung von Pflegeleistungen. Bereits innerhalb der Koalitionsverhandlungen galt das Thema Pflegedeckel als problematisch. "Pauschale Entlastungen begünstigten „zu einem größeren Teil Personen mit mittlerem oder höherem Einkommen, anstatt gezielt Bedürftige zu unterstützen“, so argumentiert etwa der Leiter des Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherung (WIP), Frank Wild. Weitere Finanzierungsfragen der Pflegeversicherung, wie Beitragsanpassungen und Bundeszuschüsse, sind ebenfalls umstritten. In der neuesten Version des Eckpunktepapiers werden weiterhin zwei verschiedene Möglichkeiten aufgeführt: der Sockel-Spitze-Tausch einerseits und die Dynamisierung der Leistungsbeträge andererseits. Zudem ist die Schaffung eines Notfallbudgets vorgesehen - das geht aus einem nicht abgestimmten Entwurf hervor, der Table.Media vorliegt. "Durch Ausgaben, die bisher teils für die Kurzzeitpflege aufgewendet wurden, soll unter anderem ein „ambulanter Pflegenotdienst“ finanziert werden."
Quelle: PKV-Newsletter vom 02.12.2025
WernerSchell
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Pflegenotstand auflösen - Pflegekatastrophe vermeiden!

Beitrag von WernerSchell »

Pflegenotstand auflösen - Pflegekatastrophe vermeiden! – Mit diesem Tenor habe ich mich am 06.01.2026 in einem umfänglichen Schreiben an das Bundesgesundheitsministerium, die Pflegebevollmächtige der Bundesregierung, den Patientenbeauftragten der Bundesregierung und zahlreiche weitere Adressaten gewandt und nochmals eindringlich auf die seit vielen Jahren bestehenden pflegerischen Versorgungsdefizite aufmerksam gemacht und erneut Handlungsempfehlungen vorgestellt. … > viewtopic.php?f=5&t=1515 - Mit Sprechblasen und den bislang bekannten politischen Planungen wird es keine hilfreichen Verbesserungen geben können.
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Eigenanteile für einen Platz im Pflegeheim sind erneut deutlich gestiegen

Beitrag von WernerSchell »

Die Eigenanteile für einen Platz im Pflegeheim sind erneut deutlich gestiegen. Das zeigen aktuelle Zahlen des AOK-Bundesverbands und des Verbands der Ersatzkassen. Als Hauptgründe für den erneuten Anstieg werden die Tariferhöhungen in der Pflege sowie die Inflation genannt. Laut AOK kletterte der Betrag, den Pflegebedürftige im ersten Jahr des Heimaufenthalts aus eigener Tasche aufbringen müssen, zwischen Juni und Dezember 2025 durchschnittlich um 112 Euro auf monatlich 3.204 Euro. Die Ersatzkassen kamen auf einen bundesweiten Schnitt von 3.245 Euro im Monat, 137 Euro mehr als zum 1. Juli 2025 und 261 Euro mehr als Anfang vergangenen Jahres. Damit kostet ein Heimplatz unter Berücksichtigung der Zahlungen der Pflegeversicherung nun erstmals im Durchschnitt mehr als 5.000 Euro. Generell gibt es zwischen den Bundesländern große regionale Unterschiede. Ersatzkassen-Vorständin Ulrike Elsner und AOK-Chefin Carola Reimann sehen beide die Politik gefordert, eine nachhaltige Finanzierung der Pflege umzusetzen, die auch Pflegebedürftige in Heimen deutlich entlastet. Ein Problem sei, dass die Pflegeheim-Bewohnenden die Versäumnisse der Länder bei der Finanzierung der Investitionskosten ausgleichen müssen - die Länder müssten endlich ihren Verpflichtungen nachkommen.

Quelle: PKV-Newsletter vom 22.01.2026
WernerSchell
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Pflegekosten laufen davon ...

Beitrag von WernerSchell »

Pflegekosten laufen davon ...


Die hohen Pflegekosten in Nordrhein-Westfalen waren bei der NGZ / RP schon neulich Thema. Durchschnittlich 3582 Euro werden im ersten Jahr des Heimaufenthalts an Rhein und Ruhr fällig. Was diese finanzielle Belastung für viele Familien bedeutet, muss ich hier nicht umständlich ausbreiten. Einer repräsentativen Umfrage zufolge, die die Krankenkasse DAK NRW in Auftrag gegeben hatte, macht das Thema den Menschen im Land große Sorgen. „59 Prozent der Menschen bewerten die Pflegesituation derzeit als nicht oder gar nicht gut. 46 Prozent gehen davon aus, dass sich die Situation in den kommenden zehn Jahren weiter verschlechtert“, heißt es in dem Report. Als ein weiteres drängendes Problem geben Befragte den Fachkräftemangel in der Pflege an. – So berichtet die NGZ / RP in ihrem Newsletter vom 06.02.2026.

Angesichts dieser Informationen muss aber festgestellt werden, dass in einigen Neusser Pflegeeinrichtungen bereits Eigenanteile von rd. 4.000 Euro / Monat verlangt werden. Wie es scheint, sind weitere Kostensteigerungen absehbar. – Unter diesen Gesichtspunkten ist das, was die amtierende Bundesgesundheitsministerin als Reform in Aussicht genommen hat, völlig unzureichend. Eine Reform an Haupt und Gliedern muss gestaltet werden. Dabei ist nicht etwa ausreichend, weitere Kostensteigerungen zu vermeiden. Die Kosten für die Pflegebedürftigen müssen deutlich gesenkt werden. Und dazu muss u.a. viel Geld in Hand genommen werden. Dies erscheint unvermeidlich, weil sämtliche Bundesregierung seit Einführung der Pflegeversicherung zwar immer wieder von Pflegereformen gesprochen, aber letztlich nie einen großen „Wurf“ zustande gebracht haben. Die Pflegenot hat sich über die Jahrzehnte stetig verschlimmert und eine Pflegekatastrophe ist absehbar.

Pflegenotstand auflösen - Pflegekatastrophe vermeiden! – Mit diesem Tenor habe ich mich am 06.01.2026 in einem umfänglichen Schreiben an das Bundesgesundheitsministerium, die Pflegebevollmächtige der Bundesregierung, den Patientenbeauftragten der Bundesregierung und zahlreiche weitere Adressaten gewandt und nochmals eindringlich auf die seit vielen Jahren bestehenden pflegerischen Versorgungsdefizite aufmerksam gemacht und erneut Handlungsempfehlungen vorgestellt. … > viewtopic.php?f=5&t=1515 - Mit Sprechblasen und den bislang bekannten politischen Planungen wird es keine hilfreichen Verbesserungen geben können.
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Menschen in NRW verlieren das Vertrauen in die Pflegeversorgung

Beitrag von WernerSchell »

Presseteam der DAK-Gesundheit Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen gibt es einen großen Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Pflegeversorgung: 59 Prozent der Menschen bewerten die Pflegesituation derzeit als nicht oder gar nicht gut. Fast jeder Zweite rechnet mit einer Verschlechterung innerhalb der nächsten zehn Jahre. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage durch das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor. Diese zeigt die Erwartungen der Menschen in NRW an Politik und Pflegereform auf: 88 Prozent der Befragten fordern, dass die Pflege in Deutschland „für alle bezahlbar“ werden müsse. Hohe Kosten für die Pflege im Heim werden als eines der zentralen Probleme benannt. Ende 2025 hatte die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Bund-Länder-Kommission „Zukunftspakt Pflege“ ihre „Roadmap“ für die angekündigte große Pflegereform vorgelegt. Lesen Sie mehr in unserer aktuellen Pressemeldung.


DAK-Report: Menschen in NRW verlieren das Vertrauen in die Pflegeversorgung
• Aktuelle Allensbach-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigt Erwartungen an große Pflegereform
• Fast 50 Prozent der Befragten in NRW rechnen in Zukunft mit schlechterer Versorgung
• DAK-Landeschef Klaus Overdiek fordert strukturelle Neuausrichtung der Pflegeversicherung


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In Nordrhein-Westfalen gibt es einen großen Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Pflegeversorgung: 59 Prozent der Menschen bewerten die Pflegesituation derzeit als nicht oder gar nicht gut. Fast jeder Zweite rechnet mit einer Verschlechterung innerhalb der nächsten zehn Jahre. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage durch das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor. Diese zeigt die Erwartungen der Menschen in NRW an Politik und Pflegereform auf: 88 Prozent der Befragten fordern, dass die Pflege in Deutschland „für alle bezahlbar“ werden müsse. Hohe Kosten für die Pflege im Heim werden als eines der zentralen Probleme benannt. Ende 2025 hatte die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Bund-Länder-Kommission „Zukunftspakt Pflege“ ihre „Roadmap“ für die angekündigte große Pflegereform vorgelegt.

„Unser DAK-Pflegereport zeigt eine große Verunsicherung der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen“, sagt Klaus Overdiek, Landeschef der DAK-Gesundheit. „Die Ergebnisse der Allensbach-Befragung sind ein Weckruf an die Politik in Bund und Ländern. Das Vertrauen der Menschen in die Pflege muss gestärkt und die bekannten Probleme in der Finanzierung und Versorgung müssen gelöst werden. Wir brauchen jetzt eine Reform mit einer strukturelle Neuausrichtung der Pflegeversicherung, die die Menschen in NRW ausreichend, verlässlich und bezahlbar absichert.“
Für den DAK-Pflegereport hatte das Institut für Demoskopie Allensbach gemeinsam mit Studienleiter Prof. Dr. Thomas Klie bundesweit rund 4.400 Menschen zwischen 16 und 75 Jahren befragt, davon knapp 700 in NRW. Die Ergebnisse zeigen die Erwartungen, Ängste und Herausforderungen der Bevölkerung auf. Demnach sehen 74 Prozent der Befragten in NRW die Finanzierung der Pflegeversicherung als nicht gesichert an.

Große Sorge um verlässliche Pflegeversorgung

Die Mehrheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen sieht die Pflegeversorgung gefährdet: 59 Prozent der Befragten empfinden diese als nicht gut oder gar nicht gut. 46 Prozent gehen davon aus, dass sich die Situation in den kommenden zehn Jahren weiter verschlechtert. Wie im Bund sehen die Befragten in NRW die größten Probleme im Bereich der Finanzierung: 70 Prozent der Befragten nennen an erster Stelle die hohen Kosten für Pflegebedürftige und ihre Familien bei stationärer Pflege. Es folgen mit 69 Prozent der Personalmangel und fehlende Pflegekräfte. 61 Prozent bewerten die Finanzierung des gesamten Pflegesystem als größtes Problem.

Bevölkerung fordert bezahlbare Pflege

88 Prozent sehen es als wichtigstes Ziel, die Pflege für alle Menschen bezahlbar zu machen. 78 Prozent erwarten eine langfristige Sicherung der Finanzierung. Für 73 Prozent ist eine Vereinfachung des Leistungssystems wichtig, während sich 71 Prozent die Deckelung der Pflegeheimplatzkosten wünschen. Die große Mehrheit (83 Prozent) der Befragten in NRW erlebt es als ungerecht, nach langjähriger Einzahlung in die Pflegeversicherung bei Pflegebedarf nicht ausreichend abgesichert zu sein. Beinahe genauso viele (82 Prozent) sind überzeugt, dass die Pflege für viele Menschen schlicht nicht mehr bezahlbar ist. Knapp drei Viertel fürchten durch die Kosten überfordert zu werden, sollten sie selbst pflegedürftig werden. Genauso viele Menschen setzen Pflege mit einem Armutsrisiko für Pflegebedürftige und ihre Familien gleich.

Mehrheit fordert staatliche Zuschüsse zur finanziellen Absicherung

Um die Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung auf ein zukunftssicheres Fundament zu stellen, sieht die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in NRW den Staat in der Pflicht: Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) findet, es sei ausschließlich Sache des Staates und der gesetzlichen Pflegeversicherung, einen Pflegebedarf abzusichern. 59 Prozent finden, es sollten staatliche Zuschüsse oder Steuermittel eingesetzt werden, um die Absicherung von Pflegebedürftigen sicherzustellen. 49 Prozent halten eine Beitragserhöhung für vermögende oder gutverdienende Menschen für den richtigen Weg. Fast ebenso viele (45 Prozent) finden, Vermögende sollten im Pflegefall stärker an den Pflegekosten beteiligt werden. Ein klares Meinungsbild gibt es auch zur Überlegung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe, eine private Pflegezusatzversicherung einzuführen: Nur eine Minderheit (21 Prozent) befürwortet dies.

Die DAK-Gesundheit hat in NRW rund eine Million Versicherte. Bundesweit sind rund 5,4 Millionen Menschen bei der DAK-Gesundheit versichert. Aktuell beziehen rund 560.000 davon Leistungen der Pflegekasse. Angebote zum Thema Pflege unter Pflege: Tipps und Leistungen (dak.de)


Pressemeldung als Download >>> https://www.dak.de/presse/landesthemen/ ... hten_49798

Quelle: Pressemitteilung vom 06.02.2026
Arno Prähler
DAK-Gesundheit
Unternehmenskommunikation / Public Relations
Pressesprecher Nordrhein-Westfalen
Graf-Adolf-Str. 89, 40210 Düsseldorf
Postfach 10 19 23, 40010 Düsseldorf
Tel.: 0211 550415-1120, Fax: 0049 40 33470-268101
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Pressemeldung DAK-Pflegereport NRW
20260206_PM_NRW_DAK-Gesundh... > https://cache.pressmailing.net/content/ ... RW_DAK-~ge in der Krise.pdf


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Pflegenotstand auflösen - Pflegekatastrophe vermeiden! – Mit diesem Tenor habe ich mich am 06.01.2026 in einem umfänglichen Schreiben an das Bundesgesundheitsministerium, die Pflegebevollmächtige der Bundesregierung, den Patientenbeauftragten der Bundesregierung und zahlreiche weitere Adressaten gewandt und nochmals eindringlich auf die seit vielen Jahren bestehenden pflegerischen Versorgungsdefizite aufmerksam gemacht und erneut Handlungsempfehlungen vorgestellt. … > viewtopic.php?f=5&t=1515 - Mit Sprechblasen und den bislang bekannten politischen Planungen wird es keine hilfreichen Verbesserungen geben können. - Werner Schell
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