Studie warnt vor Überalterung: BILD-Rechner zeigt, wer besonders betroffen ist
Deutschlands große Pflege-Welle rollt an: Wenn die Babyboomer ins hohe Alter kommen, steigt die Zahl der Hochbetagten massiv an – ausgerechnet dort, wo schon heute Pflegekräfte und Hausärzte fehlen. Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung (liegt BILD exklusiv vor) zeigt, wie hart welche Region betroffen sein wird. Wie sich der Altersquotient in ausgewählten Kreisen entwickelt und warum manche Regionen auf einen regelrechten Pflege-Kollaps zusteuern, wird in der Bild vom 29.07.2026 näher erläutert. – Es stellt sich Frage: „Wer kann all die Senioren später pflegen?“
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Konrad Adenauer Stiftung - Mitteilung vom 29.07.2026:
Nach den Babyboomern
von Catherina Hinz, Frederick Sixtus
Wie sich der demografische Wandel über 2030 hinaus entwickelt
Die demografische Alterung endet nicht mit dem Renteneintritt der Babyboomer. In den kommenden Jahrzehnten verschieben sich die Herausforderungen von Arbeitsmarkt und Rente stärker hin zu Pflege, Wohnen und regionaler Versorgung. Diese Analyse zeigt: Alterung verläuft nicht überall gleich. Während viele ostdeutsche Regionen früh betroffen waren, stehen westdeutsche ländliche Räume vor starken Zuwächsen Hochaltriger. Politik und Kommunen sollten deshalb frühzeitig planen.
Demografische Entwicklungen verlaufen nicht geradlinig. Die öffentliche Debatte richtet ihr Augenmerk inzwischen immer häufiger auf Fragen, die über den Renteneintritt der Babyboomer hinausgehen: Was geschieht auf dem Wohn- und Immobilienmarkt, wenn in den kommenden Jahrzehnten viele Häuser und Wohnungen in andere Hände übergehen, weil ältere Eigentümerinnen und Eigentümer ausziehen, vererben oder versterben? Auch für den Mittelstand wird die Frage drängender: Was geschieht, wenn eine große Generation nach und nach aus ihren bisherigen Rollen herauswächst und Betriebe, Verantwortung oder Eigentum weitergegeben werden müssen?
Die Folgen der gesellschaftlichen Alterung enden nicht mit dem Ausscheiden der Babyboomer aus dem Erwerbsleben. Sie werden unterschiedliche Bereiche der Gesellschaft verändern. Genau hier setzt die Analyse an. Sie richtet den Blick über die erste, inzwischen breit diskutierte Phase des demografischen Wandels hinaus. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Auswirkungen der Alterung der geburtenstarken Jahrgänge in den kommenden Jahrzehnten fortsetzen und welche regionalen sowie altersstrukturellen Verschiebungen dadurch sichtbar werden. Die Perspektive auf Länder und Kommunen macht Besonderheiten sichtbar, die im bundesweiten Gesamttrend leicht verdeckt bleiben. Alterung wirkt in wachsenden Städten, ländlichen Räumen, strukturschwachen Regionen und wohlhabenden Zuzugsgebieten unterschiedlich stark und zeitlich teils versetzt. Gerade deshalb braucht der Umgang mit dem demografischen Wandel nach 2030 einen genaueren Blick auf Räume, Zeitverläufe und Übergänge zwischen Lebensphasen.
Zukunft ohne Babyboomer >>> Herunterladen >>> https://www.kas.de/documents/252038/402 ... 5304367680
Kontakt: Jacques Hermes
Referent Bevölkerungsentwicklung und sozialer Wandel
Quelle: https://www.kas.de/de/einzeltitel/-/con ... abyboomern
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Zur Bild-Reportage und zur Veröffentlichung der Konrad Adenauer Stiftung > "Nach den Babyboomern" passt:
Pflege- und Gesundheitsreformen - Interessen der Patienten und pflegebedürftigen Menschen verbessern! Mit diesem Tenor hat Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk am 27.07.2026 nochmals das Bundesgesundheitsministerium angeschrieben und auf geeignete Reformerfordernisse aufmerksam gemacht, die in einer massiv älter werdenden Gesellschaft dringend geboten erscheinen. Einfach mal machen (so ein Statement des neuen Gesundheitsministers Carsten Linnemann). Verschlechterungen der bereits bestehenden Regelungen müssen außer Betracht bleiben! … > https://www.neuss-erfttal.de/forum/view ... f=7&t=1026 / > viewtopic.php?f=4&t=1698