Pflege- bzw. Seniorenpolitik - Was ist nach der Bundestagwahl 2021 zu erwarten?

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 1940
Registriert: 06.02.2021, 16:16

Advanced Practice Nurses unverzichtbar für eine optimale Versorgungsqualität

Beitrag von WernerSchell »

Bild

Advanced Practice Nurses unverzichtbar für eine optimale Versorgungsqualität

Deutsches Netzwerk APN & ANP und Bundesverband Pflegemanagement veröffentlichen Positionspapier zum Einsatz von Advanced Practice Nurses und rücken damit ein wegweisendes Versorgungsmodell für Deutschland in den Fokus.

Advanced Practice Nurses (APNs) sind international, insbesondere im englischsprachigen Raum, in den Versorgungsstrukturen seit Jahrzehnten fest etabliert. Auch in Deutschland hat sich die Disziplin im klinischen Setting in den letzten Jahren stark weiterentwickelt, ist aber noch weit davon entfernt, selbstverständlich zu sein. Experten aus dem Deutschen Netzwerk APN & ANP und dem Bundesverband Pflegemanagement haben im Rahmen einer Arbeitsgruppe in den letzten beiden Jahren gemeinsam ein Positionspapier entwickelt, dass dazu beitragen soll, die Disziplin in Deutschland voranzutreiben.

Der Einsatz von APNs führt nachweislich zu einem besseren Patienten-Outcome, entlastet das ärztliche Personal ebenso wie das Pflegepersonal und trägt erheblich zu einem neuen Selbstverständnis der Pflege bei. In Kliniken, die konsequent APNs einsetzen, ist die Patientenzufriedenheit höher, sind Re-Hospitalisierungs- und Mortalitätsrate signifikant geringer. APNs sind hochqualifizierte Akademiker*innen, die mit ihrer Handlungsautonomie direkt auf Augenhöhe mit dem ärztlichen Personal agieren können. Das Zusammenspiel von Pflegemanagement einerseits und APNs andererseits sorgt für klare Managementstrukturen bei maximaler Flexibilität zur Optimierung der Versorgungsqualität der Patienten.

„Die aktuelle Situation macht deutlich, dass sich die Pflege insgesamt neu aufstellen muss, um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden. Die vertiefende pflegerische Fachlichkeit der APNs verläuft komplementär zur medizinischen Versorgung und ist unverzichtbar für eine moderne, auf den Patienten ausgerichtete, optimale Versorgungsqualität“, kommentiert Peter Bechtel, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Pflegemanagement das Positionspapier.

„Eine transformationale Führungskultur in allen Versorgungsbereichen ist entscheidend für die erfolgreiche Etablierung von APNs und die Weiterentwicklung aller Pflegefachpersonen. Was in England und anderen Ländern bereits selbstverständlich ist, muss in Deutschland jetzt konsequent mit Unterstützung der Gesetzgebung vorangetrieben werden“, ergänzt Anne Volmering-Dierkes, Schatzmeisterin und Mitglied des Vorstandes des Deutschen Netzwerkes APN & ANP.

Quelle: Pressemitteilung vom 29.03.2022
Sabrina Roßius
Geschäftsführerin
Bundesverband Pflegemanagement e.V.
Mitgliedsverband Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Alt-Moabit 91
10559 Berlin
Tel. +49 (0)30 44 03 76 94
Fax +49 (0)30 44 03 76 96
sabrina.rossius@bv-pflegemanagement.de
www.bv-pflegemanagement.de
www.nachwuchs-pflegemanagement.de
https://www.facebook.com/bvpflegemanagement


03 29 PM APN Broschuere
2022_03_29 PM APN Broschuere.pdf (123,4 kB) > https://www.bv-pflegemanagement.de/meld ... chuere.pdf


Am Donnerstag, 31. März 2022, 18 Uhr, wird in einer Online-Veranstaltung die gemeinsame Broschüre mit dem Deutschen Netzwerk APN & ANP vorgestellt. Anmeldungen erwünscht! - Anmelde-URL: https://attendee.gototraining.com/r/5196689297885633282
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 1940
Registriert: 06.02.2021, 16:16

Bonus für Pflegekräfte - Dank für besonderen Einsatz

Beitrag von WernerSchell »

Bild

Karl Lauterbach: “Dank an Pflegekräfte für besonderen Einsatz“
Kabinett beschließt Bonus für Pflegekräfte



Bild


Die Bundesregierung würdigt die Leistung von Pflegekräften in der Corona-Pandemie mit einem Pflegebonus. Je 500 Millionen Euro werden für den Pflegebonus im Bereich der Krankenhäuser sowie der Pflegeeinrichtungen zur Verfügung gestellt. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Kabinett heute verabschiedet.


Bild

Pflegekräfte sorgen mit ihrem besonderen Einsatz dafür, dass Deutschland bisher die Pandemie bewältigen konnte. Dafür wollen wir uns erneut auch mit einer Prämie bedanken. Insgesamt stellt die Bundesregierung dafür 1 Milliarde Euro zur Verfügung. Auch in Zeiten knapper Kassen ist das ein wichtiges Zeichen. Aber wir werden es nicht bei diesem Bonus belassen. Arbeitsbedingungen und Bezahlung von Pflegekräften müssen insgesamt deutlich besser werden. Gute Pflege ist eine immer wichtiger werdende Stütze unserer Gesellschaft. Für den Aufbau der Pflege werden wir uns weiter einsetzen.
Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach


Die wichtigsten Regelungen im Überblick:

Mittel zur Auszahlung eines Pflegebonus bekommen Krankenhäuser, die im Jahr 2021 besonders viele mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte Patientinnen und Patienten zu behandeln hatten, die beatmet werden mussten. Erfasst werden damit Krankenhäuser, in denen im Jahr 2021 mehr als zehn infizierte Patientinnen und Patienten behandelt wurden, die mehr als 48 Stunden beatmet wurden – insgesamt sind das 837 Krankenhäuser.

Die Krankenhäuser geben den Bonus an Pflegefachkräfte in der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen und Intensivpflegekräfte weiter, die im Jahr 2021 für mindestens 185 Tage in dem Krankenhaus beschäftigt waren. Die Prämienhöhe für Intensivpflegefachkräfte soll um das 1,5-fache höher liegen, als für Pflegefachkräfte auf bettenführenden Stationen.

Außerdem werden in der Alten- bzw. Langzeitpflege die nach dem Elften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI) zugelassenen Pflegeeinrichtungen und weitere Arbeitgeber in der Pflege verpflichtet, ihren Beschäftigten nach dem 30. Juni 2022, spätestens bis zum 31. Dezember 2022, einen Pflegebonus für die besonderen Leistungen und Belastungen in dieser Pandemie zu zahlen. Alle Beschäftigten, die innerhalb des Bemessungszeitraums (1. November 2020 bis 30. Juni 2022) für mindestens drei Monate in oder für eine zugelassene Pflegeeinrichtung in der Altenpflege tätig waren, erhalten einen steuer- und sozialabgabenfreien Bonus (gestaffelt nach Nähe zur Versorgung, Qualifikation, Umfang).

Vollzeitbeschäftigte in der direkten Pflege und Betreuung erhalten den höchsten Bonus in Höhe von bis zu 550 Euro (gestaffelt nach Nähe zur Versorgung, Qualifikation, Umfang der wöchentlichen Arbeitszeit). Bis zu 370 Euro bekommen andere Beschäftigte, die in oder für eine zugelassene Pflegeeinrichtung in der Altenpflege tätig sind und die mindestens 25 Prozent ihrer Arbeitszeit gemeinsam mit Pflegebedürftigen tagesstrukturierend, aktivierend, betreuend oder pflegend tätig sind.

Auch Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Helferinnen und Helfer im freiwilligen sozialen Jahr und Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Servicegesellschaften, die in der Alten- bzw. Langzeitpflege tätig sind, erhalten einen Bonus.

Das Gesetz tritt voraussichtlich Ende Juni 2022 in Kraft.

Weitere Informationen
Fragen und Antworten zum Pflegebonus > https://www.bundesgesundheitsministeriu ... bonus.html

Quelle: Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministerium vom 30.03.2022 > https://www.bundesgesundheitsministeriu ... inett.html


+++

Zu dem heute von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Pflegebonus für Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen finden Sie nachfolgend ein Zitat von Jan Korte, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Posselt


Jan Korte: "Mindestens genauso wichtig wie die symbolische Anerkennung der Leistung des Pflegepersonals ist eine Perspektive für die Beschäftigten: Die Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen müssen endlich besser werden. Dafür muss es jetzt ein Konzept geben, aber Karl Lauterbach hat weder Mut noch einen Plan. Die Bundesregierung müsste Krankenhäuser und Pflegeheime jetzt mit massiven Gehaltserhöhungen und einem gut finanzierten Personalgewinnungsprogramm neu aufstellen. Gewinnabflüsse müssen umgehend gestoppt und Krankenhäuser und Pflegeheime wieder in öffentliche Hand übernommen werden. Nach vielen Worten in gefühlt tausend Talkshows muss Karl Lauterbach jetzt mal klar machen, was er eigentlich anders machen will als sein gescheiterter Vorgänger."

Quelle: Mitteilung vom 30.03.2022
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Pressesprecher: Michael Schlick, Tel. 030/227-50016, Mobil 0172/373 13 55 Stellv. Pressesprecherin: Sandy Stachel, Tel. 030/227-52810, Mobil 0151/22 10 28 35 Telefax 030/227-56801, pressesprecher@linksfraktion.de, www.linksfraktion.de
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 1940
Registriert: 06.02.2021, 16:16

Bonus für Pflegekräfte - Dank für besonderen Einsatz

Beitrag von WernerSchell »

Heute, 30.03.2022, in den sozialen Medien gepostet:

Die Bundesregierung hat heute, 30.03.2022, einen Gesetzentwurf für einen Bonus für Pflegekräfte beschlossen. Damit soll die Leistung von Pflegekräften in der Corona-Pandemie gewürdigt werden. Je 500 Millionen Euro werden für den Pflegebonus im Bereich der Krankenhäuser sowie der Pflegeeinrichtungen zur Verfügung gestellt (Näheres hier > viewtopic.php?f=4&t=230&p=4629#p4629 ). Wichtiger wäre allerdings eine grundlegende Reform des Pflegesystems zur Auflösung des Pflegenotstandes. Mehr Pflegefachkräfte und höhere Vergütungen werden seit Jahren gefordert, vergeblich. Man kann insoweit von einem politischen Totalversagen sprechen (Näheres u.a. hier > viewtopic.php?f=5&t=362 ).
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 1940
Registriert: 06.02.2021, 16:16

Coronabonus für Pflegende darf kein Alibi sein!

Beitrag von WernerSchell »

Bild

Coronabonus für Pflegende darf kein Alibi sein!
Statement von DBfK-Präsidentin Christel Bienstein


Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) äußert sich kritisch zum gerade vom Kabinett verabschiedeten Pflegebonusgesetz, das voraussichtlich Ende Juni in Kraft treten soll. DBfK-Präsidentin Christel Bienstein dazu:

„Es reicht nicht aus, den beruflich Pflegenden mit einmaligen Zahlungen „Danke“ zu sagen. Wir leiden unter einem jahrzehntelangen Reformstau und brauchen dringend nachhaltige Investitionen in die Profession Pflege, die für langfristige Verbesserungen der Rahmenbedingungen und vor allem der Personalausstattung sorgen. Eine Milliarde Euro sind viel Geld, dies darf nicht als Alibi für ausbleibende Investitionen herhalten. Wir sehen dieses Risiko angesichts der hohen Ausgaben, die durch die Pandemie und den Krieg in der Ukraine auf uns zu kommen. Wir nehmen Bundesminister Lauterbach beim Wort, wenn er verspricht, dass es nicht bei Bonuszahlungen bleibe, sondern er die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung verbessern will. Außerdem fordern wir spürbare Investitionen in die Qualifizierung von Fachpersonal, von Pflegeassistenz bis zum Hochschulabschluss.“

Quelle: Pressemitteilung vom 05.04.2022
Anja Kathrin Hild | Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e. V.
hild@dbfk.de | www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157- 30 | Fax 030-219157-77
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 1940
Registriert: 06.02.2021, 16:16

Geplante Pflegebonuszahlung ist zu gering und unverständlich

Beitrag von WernerSchell »

PRESSEMELDUNG
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen:
Berlin (27. April 2022, Nr. 11/2022)


Geplante Pflegebonuszahlung ist zu gering und unverständlich
Deutscher Pflegerat fordert Änderungen am Pflegebonusgesetz


Zum Corona-Bonus für Pflegekräfte anlässlich der Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags am heutigen Mittwoch (27.04.2022) hält Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), fest:

„Der geplante Pflegebonus ist in seiner Höhe viel zu gering und in der Verteilung auf die Profession Pflege im höchsten Maße unverständlich sowie ungerecht. Viele der Profession Pflege wird er vor allem im Krankenhausbereich nicht erreichen. Sie gehen leer aus. Der Bonus wird insgesamt zu einem enormen Unmut der Profession führen.

Grundsätzlich begrüßt der Deutsche Pflegerat die Absicht einer über die Bonuszahlung zum Ausdruck gebrachten Wertschätzung der Bundesregierung für den enormen Einsatz der Pflegenden in den Krankenhäusern, in der ambulanten Pflege und den stationären Pflegeeinrichtungen während der Pandemie.

Es muss jedoch nachgebessert werden. Die von Beginn an festgelegte 1 Milliarde Euro als Gesamthöhe der zur Verfügung gestellten Mittel für den Bonus ist angesichts der enormen Belastungen der Profession Pflege während der Pandemie und der Zahl der in der Pflege- und Gesundheitsbranche arbeitenden Pflegenden viel zu gering.

Wir gehen davon aus, dass der Bonus steuer- und sozialabgabenfrei ausgezahlt wird.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass alle Pflegenden eines Krankenhauses von einer Bonuszahlung ausgeschlossen werden, wenn das Krankenhaus, in dem sie arbeiten, im Lauf des Jahres 2021 nicht mehr als 10 Corona-Patient*innen mehr als 48 Stunden beatmet hat. Eine solche Abgrenzung und Diskriminierung ist völlig unverständlich und durch nichts gerechtfertigt. Das wird zu einem enormen Unmut vieler professionell Pflegenden führen.

Von pandemiebedingten zusätzlichen Belastungen waren und sind die Pflegenden aller Krankenhäuser betroffen – auf den bettenführenden Intensiv- und Normalstationen, in den Notaufnahmen und in den OP-Bereichen. Sie alle haben einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung des pflegebezogenen Alltags unter Corona-Bedingungen geleistet und müssen einen Bonus erhalten. Auch muss der Bonus für Leiharbeitnehmer*innen, wie die der gestellten Mitglieder der DRK-/BRK-Schwesternschaften und ggf. anderer Schwesternschaften gelten.

In SGB-XI-Einrichtungen soll es zu einer Bonuszahlung an die Beschäftigten in der direkten Pflege und Betreuung der Pflegebedürftigen in Höhe von bis zu 550 Euro kommen. Die Höhe der Bonuszahlung ist völlig unzureichend. Weiter muss die geplante Ungleichbehandlung der Bonushöhe im Krankenhaus zur Langzeitpflege klar kommuniziert und soweit wie möglich minimiert werden.“

Ansprechpartnerin:
Christine Vogler
Präsidentin des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
Präsidentin des Deutschen Pflegerats ist Christine Vogler. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Annemarie Fajardo.

Mitgliedsverbände:
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Endoskopiefachberufe e.V. (DEGEA); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 1940
Registriert: 06.02.2021, 16:16

Situation ukrainischer Pflegefachpersonen in Mecklenbu - Keine falschen Hoffnungen wecken rg-Vorpommern -

Beitrag von WernerSchell »

Bild
DBfK Nordost
Keine falschen Hoffnungen wecken
Der DBfK Nordost zur Situation ukrainischer Pflegefachpersonen in Mecklenburg-Vorpommern


In einem Pilotprojekt will die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern Pflegenden aus der Ukraine eine Tätigkeit als anerkannte Fachkraft ermöglichen. Der DBfK Nordost sieht darin nicht nur eine Chance.

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) will die schnelle Integration ukrainischer Pflegefachpersonen in das Gesundheitssystem abseits der gängigen Verfahren ermöglichen. Zunächst begrüßt der DBfK die Integration von professionell Pflegenden jeder Herkunft in das Gesundheitssystem. Jedoch warnt der Berufsverband davor, mit der Situation der ukrainischen Geflüchteten den Personalmangel in der Pflege lösen zu wollen.
In Mecklenburg-Vorpommern ist ein langes Anerkennungsverfahren gängig, damit Pflegekräfte aus dem Ausland in ihrem Beruf tätig werden können. Der DBfK hält eine Beschleunigung der Vorgänge mit Augenmaß für sinnvoll, solange darunter weder die Integration in das Gesundheitssystem, noch die Pflegenden selber leiden.
So warten in Mecklenburg-Vorpommern – wie auch in allen anderen Bundesländern – migrierte Pflegefachpersonen teilweise jahrelang darauf, eine Ausbildung oder eine Berufsanerkennung beginnen zu können. Die schnellere Anerkennung dieser Menschen und ihres Wunsches, dauerhaft in der Pflege tätig zu sein, müsste neben dem nun anlaufenden Pilotprojekt vorrangiges Ziel der Gesundheitspolitik sein.
„Am Besten wäre es, wenn ukrainische Pflegefachpersonen sicher und unbeschadet in ihrer gewohnten Umgebung arbeiten könnten. Wenn es Pflegende gibt, die nun den Wunsch haben, in Mecklenburg-Vorpommern zu arbeiten, begrüßen wir das. Jedoch sollte nicht der Eindruck entstehen, dass die deutsche Politik mit den ukrainischen Pflegenden eigene Versäumnisse kaschieren will“, sagt Swantje Kersten, Vorstandsvorsitzende des DBfK Nordost.
Arbeitsverhältnisse, die nun eingegangen würden, müssten außerdem der Qualifikation der Pflegenden entsprechend vergütet werden, da mit der Not der geflüchteten Pflegenden kein Geschäft gemacht werden dürfe.
„Wenn Menschen mit Migrationsgeschichte in Mecklenburg-Vorpommern in der Pflege arbeiten wollen, wird der DBfK Nordost sie als Teil der Berufsgemeinschaft dabei unterstützen – solange sie selbst dies aus freien Stücken so entscheiden“, sagt Swantje Kersten.

Quelle: Pressemitteilung vom 02.06.2022
DBfK Nordost e.V.
Alt-Moabit 91
10559 Berlin
Ansprechpartnerin:
Dr. Natalie Sharifzadeh
T +49 30 20 89 87 260
F +49 30 20 89 87 289
nordost@dbfk.de
www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN)
und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR).
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 1940
Registriert: 06.02.2021, 16:16

Pflegebonus - Flugblatt/Informationen für Altenpflege und Krankenhäuser

Beitrag von WernerSchell »

Bild


Pflegebonus - Flugblatt/Informationen für Altenpflege und Krankenhäuser

Bundestag und Bundesrat haben den sogenannten Pflegebonus beschlossen. Wer bekommt ihn und wie hoch ist er? Dazu informieren wir in

- einem Flugblatt für Beschäftigte in der Altenpflege > https://gesundheit-soziales-bildung.ver ... 1a4a160100
und
- einem Flugblatt für Beschäftigte in den Krankenhäusern > https://gesundheit-soziales-bildung.ver ... 1a4a160111 .

Diese und ähnliche Informationen gibt es im Newsletter Gesundheit & Soziales des Fachbereichs (Abo unter https://meine.verdi.de/abos).

Quelle: Mitteilung vom 23.06.2022
Matthias Gruß
Gewerkschaftssekretär
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bundesfachbereich C - Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft
Bereich Gesundheitswesen/Gesundheitspolitik
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin

Tel.: (030) 6956-1832
Fax.: (030) 6956-3430
Mobil: (0151) 730 111 22
www.altenpflege.verdi.de
www.facebook.com/altenpflege.aktiv
Gesperrt