Die Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz NRW engagieren sich im Jahr 2024 unter dem Motto „Einsamkeit begegnen – Zugehörigkeit stärken“ mit vielfältigen Maßnahmen und Projekten dafür, Einsamkeit zu verringern, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und Gemeinschaft zu stärken.
Zum Abschluss des Themenjahres und mit Blick auf zukünftige Entwicklungen werden im Rahmen eines Fachaustauschs die gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse präsentiert. Fachliche Impulse, Perspektiven, praktische Beispiele und Ideen sollen dazu beitragen, nachhaltige Unterstützung und Weiterentwicklung zu fördern.
Wann? Am 26. November 2024 von 11.00 – 13.00 Uhr
Wo? Online via Zoom-Webinar
Wir laden Sie herzlich ein, Erkenntnisse und Erfahrungen zu teilen sowie neue Ansätze und Strukturen zu diskutieren, die der Einsamkeit im Alter entgegenwirken können. Die Teilnahme erfolgt über ein Zoom-Webinar – Anmeldung sind ab nun möglich: Jetzt anmelden.
Vertreter:innen aus dem gesamten Netzwerk, insbesondere aus der kommunalen Verwaltung sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist auch für hörgeschädigte Menschen barrierefrei, da sie in Gebärdensprache und Schriftsprache gedolmetscht wird.
Info >>> Karin Kalina
Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz
Eine gemeinsame Initiative zur Strukturentwicklung
der Landesregierung und der Träger der Pflegeversicherung NRW
Regionalbüro Region Düsseldorf
in Trägerschaft der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Amt für Soziales und Jugend
50/22-3
Willi-Becker-Allee 8, Raum A 204
40227 Düsseldorf
Die Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz haben eine neue Praxishilfe für entwickelt. Diese behandelt das Thema „Einsamkeit erkennen und handeln in der Pflegeberatung.“ Sie finden darin wissenswerte Informationen rund um das Thema Einsamkeit. Die Praxishilfe zeigt insbesondere, wie Sie in der Beratung Risiken und Gefühle von Einsamkeit erkennen können und welche Ansätze zur Unterstützung einsamer Menschen und zur Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls zur Verfügung stehen. Sie finden die neue Praxishilfe der Themenseite Pflegeberatung unter > https://alter-pflege-demenz-nrw.de/wp-c ... ndeln_.pdf
Quelle: Mitteilung vom 09.12.2024
Karin Kalina
Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz
Eine gemeinsame Initiative zur Strukturentwicklung
der Landesregierung und der Träger der Pflegeversicherung NRW
Regionalbüro Region Düsseldorf
in Trägerschaft der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Amt für Soziales und Jugend
50/22-3
Willi-Becker-Allee 8, Raum A 204
40227 Düsseldorf
Telefon: 0211 89-22232
Zentral: 0211 89-22228
E-Mail: karin.kalina@duesseldorf.de
„Du+Wir=Eins – Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit“: Erster Aktionsplan gegen Einsamkeit Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat den ersten Aktionsplan gegen Einsamkeit verabschiedet. Unter dem Titel „Du+Wir=Eins –... > https://www.land.nrw/pressemitteilung/d ... abschiedet
"Wenn wir älter werden, steigen wir die Stufen einer Pyramide hinauf. Mit jedem Schritt wird die Luft ein wenig dünner, und während die Pyramide schrumpft, wird auch der Kreis der Freunde und Angehörigen kleiner." - Dr. Haider Warraich in "Wie wir heute Sterben", mvgverlag (2018). -- Wichtig erscheint daher, der Einsamkeit zeitgerecht entgegen zu wirken und soziale Kontakte zu pflegen!
Die Einsamkeit junger Menschen ist eine Gefahr für die Demokratie
Wer sich als junger Mensch in Deutschland einsam fühlt, ist unzufriedener mit der Demokratie und glaubt kaum daran, dass es lohnend ist, sich für die Gesellschaft zu engagieren. Das geht aus einer Befragung von 16- bis 30-Jährigen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervor. Neben dem fehlenden Engagement droht eine wachsende Anfälligkeit für politische Entfremdung und Radikalisierung. Einsamkeit ist daher nicht nur ein individuelles und soziales Problem, sondern auch eine Gefahr für die Demokratie.
Gütersloh, 26. Mai 2025. 60 Prozent der jungen Menschen in Deutschland, die sich stark einsam fühlen, glauben nicht, dass sie politische oder gesellschaftliche Veränderungen bewirken können. Von denjenigen, die sich nicht einsam fühlen, zweifeln 42 Prozent daran, mit ihrem Handeln etwas bewegen zu können. Ein ähnliches Bild zeigt sich auf lokaler Ebene: Während sich ein Drittel der nicht einsamen Befragten die Fähigkeit abspricht, Dinge in ihrer Stadt oder ihrer Gemeinde verändern zu können, sind es bei den stark Einsamen mehr als die Hälfte (52 Prozent). Auch das Vertrauen in demokratische Strukturen ist bei den stark Einsamen deutlich geschwächt: 63 Prozent zeigen sich unzufrieden mit der Demokratie in Deutschland, bei den nicht Einsamen sind es 41 Prozent.
„Einsamkeit beeinträchtigt das Vertrauen junger Menschen in Demokratie und Politik. Das Misstrauen wächst umso stärker, je weniger sie das Gefühl haben, sich einbringen zu können. Wenn wir junge Menschen nicht verlieren wollen, brauchen wir wirksame, niedrigschwellige Formen politischer Beteiligung – analog wie digital“, sagt Nicole Kleeb, Expertin der Bertelsmann Stiftung für Jugend und Demokratie.
Einsame junge Menschen fühlen sich von der Politik ignoriert
Dass sich fast die Hälfte der jungen Menschen in Deutschland (46 Prozent) moderat oder stark einsam fühlt, hat die Bertelsmann Stiftung 2024 ermittelt. Zwar interessieren sich stark einsame junge Menschen grundsätzlich nicht weniger für politische Themen als ihre nicht einsamen Mitmenschen. Aber sie fühlen sich von der Politik noch mehr übersehen. Nach Meinung von rund der Hälfte der stark einsamen jungen Menschen vertreten Politiker:innen oder Entscheidungsträger:innen auf Bundesebene nicht ihre Werte und Ansichten, während das nur 35 Prozent der nicht einsamen Befragten sagen. Auch äußern die stark Einsamen deutlich häufiger die Ansicht, dass Politiker:innen die Sorgen der jungen Generation nicht ernst nehmen (76 Prozent gegenüber 61 Prozent). Wer sich langfristig ausgegrenzt fühle, könne das Interesse an Politik gänzlich verlieren oder empfänglicher für populistische Positionen werden, warnen die Studienautorinnen.
Zugleich zeigen die Ergebnisse: Das Gefühl von Anerkennung und sozialer Zugehörigkeit kann für junge Menschen eine wichtige Motivation sein, sich einzubringen. Viele erhoffen sich, durch ihr Engagement gesehen und wertgeschätzt zu werden – und erleben gemeinschaftliches Handeln als möglichen Ausweg aus der Einsamkeit. Politische Teilhabe kann so auch präventiv gegen soziale Einsamkeit wirken.
Echte Mitgestaltung erfahren und sich als Teil der Gesellschaft erleben
„Einsame junge Menschen zweifeln sehr daran, dass Politik ihre Interessen ernst nimmt“, erklärt Anja Langness, Expertin der Bertelsmann Stiftung für Jugend und Gesundheit. „Gerade deshalb muss die Politik auf junge Menschen zugehen, ihnen zuhören und sie einbeziehen. Wenn sie echte Mitgestaltung erfahren und sich als Teil der Gesellschaft erleben, stärkt das nicht nur den Einzelnen, sondern unsere Demokratie insgesamt.“
Über die gezielte Ansprache und Unterstützung einzelner Betroffener hinaus empfiehlt die Bertelsmann Stiftung daher eine gesellschaftspolitische Gesamtstrategie zur Einbindung junger Menschen, um Einsamkeit zu bekämpfen und ihr Engagement zu fördern. Neben bezahlbaren Freizeit- und Kulturangeboten sollten insbesondere sogenannte „dritte Orte“ gefördert werden – offene, kostenlose Begegnungsräume wie Jugendzentren, Stadtteilcafés oder digitale Orte, die soziale Bindung und Interaktion ermöglichen. Ebenso ist es wichtig, vor allem auf kommunaler Ebene neue und niedrigschwellige Möglichkeiten zur Beteiligung zu schaffen.
Zusatzinformationen:
Für die Studie „Jung, einsam – und engagiert?“ hat das internationale Meinungsforschungsinstitut Verian 2.532 Personen aus Deutschland im Alter zwischen 16 und 30 Jahren repräsentativ befragt. Insgesamt gaben 10 Prozent von ihnen an, sich stark einsam zu fühlen, 35 Prozent fühlen sich moderat einsam. Die Stichprobe ist nach Alter, Geschlecht, Region, Bildungsgrad und Migrationshintergrund gewichtet. Die Befragung erfolgte online vom 13. bis 29. März 2024.
Einsamkeit verstärkt Alzheimerrisiko: So kann man neue Kontakte knüpfen
Alleinsein kennt jeder, und viele Menschen genießen es auch, hin und wieder Zeit für sich zu haben. Einsamkeit ist jedoch ein Zustand, der auf Dauer traurig und krank macht. So zeigen Studien, dass Menschen, die viel ungewollt allein sind, ein bis zu doppelt so hohes Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken. Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. erklärt die Zusammenhänge und gibt Tipps, was man gegen Einsamkeit tun kann.
Wie beeinflusst Einsamkeit das Alzheimer-Risiko?
Soziales Miteinander hält geistig fit. Zwar führt Einsamkeit nicht automatisch zu Alzheimer, dennoch gilt ungewolltes Alleinsein als großer Risikofaktor, zu erkranken.
• Einsamkeit und fehlende Ansprache können auf Dauer dazu führen, dass das Gehirn nicht mehr gefordert wird und die kognitive Leistung abnimmt.
• Einsamkeit kann Auslöser für Depressionen sein, die die Forschung mit der Entstehung von Alzheimer in direkten Zusammenhang bringt.
Was können Gründe für Einsamkeit sein?
Kaum jemand sucht sich Einsamkeit selbst aus. Oft sind es Veränderungen im Leben, die sich auch auf das soziale Umfeld auswirken. Diese können sich vorher ankündigen, wie der Auszug der Kinder oder der Eintritt in die Rente. Manchmal sind es aber auch unerwartete Ereignisse, die das Leben von heute auf morgen auf den Kopf stellen, wie plötzliche Erkrankungen, Trennungen, Umzüge oder der Tod nahestehender Menschen.
Der Aufbau neuer Kontakte und Beziehungen ist oft leichter gesagt als getan. Für viele erfordert es Mut, vor allem für schüchterne und unsichere Menschen. Dabei kann es hilfreich sein, sich zu vergegenwärtigen, dass es anderen vielleicht ganz ähnlich geht. Ein guter Startpunkt ist, sich zu überlegen, worin die Gründe für die Einsamkeit liegen: Ist der Partner oder die Partnerin verstorben oder fehlt eher die Gemeinschaft, weil sich der Freundeskreis ausdünnt oder der tägliche Kontakt zu den Kolleg*innen nicht mehr besteht? Oft kommen auch mehrere Faktoren zusammen. Wenn man weiß, was fehlt, fällt es leichter, sich Aktivitäten zu suchen, die den Alltag lebendiger machen.
Das kann man gegen Einsamkeit tun
Alte Kontakte auffrischen
Vielleicht braucht es einen kleinen Ruck – aber warum sich nicht mal wieder bei früheren Bekannten, Freund*innen oder Arbeitskolleg*innen melden? Ob ein Anruf, eine E-Mail oder eine Facebook-Nachricht – es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, alte Kontakte wieder zu reaktivieren.
Nachbarschaftliche Kontakte pflegen
Eine Unterhaltung über den Gartenzaun oder mal beim Nachbarn klingeln, wenn einem das Salz ausgegangen ist – auch ein guter nachbarschaftlicher Kontakt kann bei Einsamkeit helfen.
Ein Ehrenamt übernehmen
Es gibt viele Möglichkeiten, sich für die Gemeinschaft einzusetzen – und dabei in Kontakt zu kommen. Ein ehrenamtliches Engagement wird oft als erfüllend und sinnvoll erlebt.
Ein neues Hobby suchen
Auch bei Freizeit- und Sportaktivitäten kann man neue Menschen kennen lernen. Volkshochschulen haben zum Beispiel oft ein sehr vielseitiges Programm und viele Sportvereine, Orchester oder Chöre freuen sich über neue Mitglieder.
Digitale Möglichkeiten nutzen
Es gibt viele Online-Börsen oder Internetangebote, in denen man Menschen für gemeinsame Aktivitäten finden kann. Auch über soziale Medien wie Facebook kann man neue Kontakte knüpfen oder mit Menschen in Kontakt kommen, die ähnliche Interessen haben.
Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.
Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) fördert seit 1995 Alzheimer- und Demenzforschung. Mit kostenlosen Broschüren und umfassenden Informationen auf der Website https://www.alzheimer-forschung.de klärt die AFI über Demenzerkrankungen auf. Bis heute konnte der Verein 420 Forschungsaktivitäten mit 17,7 Millionen Euro unterstützen und über 975.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Die AFI finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden und kooperiert nicht mit der Pharmaindustrie. Als Träger des Spendenzertifikats des Deutschen Spendenrates verpflichtet sich der Verein zu einer transparenten Verwendung von Spenden. Die AFI ist Mitglied im Netzwerk Nationale Demenzstrategie. Botschafterin ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals einen Bericht über Einsamkeit und ihre Folgen herausgegeben. Demnach birgt der tief empfundene, unfreiwillige Kontaktmangel unter anderem erhebliche Risiken für die Gesundheit. „Das Thema Einsamkeit und seine Folgen wird in Deutschland über die Generationen hinweg noch unterschätzt“, ist Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorstandsvorsitzende des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), sicher. Sie fordert, das mögliche Vorliegen von Einsamkeit bei der Prävention stärker zu berücksichtigen.
Laut WHO ist Einsamkeit für nahezu 880 000 Todesfälle pro Jahr weltweit verantwortlich. „Das Thema Einsamkeit und seine Folgen wird in Deutschland über die Generationen hinweg noch unterschätzt“, ist Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorstandsvorsitzende des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), sicher. Während und nach Corona seien junge Leute und ältere Menschen - letztere insbesondere in Pflegeeinrichtungen - in den Fokus gekommen. Der aktuelle Deutsche Alterssurvey zeige aber, so Zurkuhlen, dass sich Menschen in der Lebensmitte einsamer fühlen als Menschen im Rentenalter.
„Dieses Ergebnis mag erst einmal überraschen“, sagte Zurkuhlen. „Es muss uns aber alarmieren. Wir sollten frühzeitig gegensteuern“, forderte sie mit Blick auf die Folgen, die Einsamkeit unter anderem für die Gesundheit haben kann. „Wir müssen mit dem Thema viel offensiver umgehen und Einsamkeit auch in der Prävention stärker mitdenken“, forderte die KDA-Vorständin. Hier sollten Kontaktstellen wie Praxen, Apotheken, Gesundheits- und Sozialämter, lokale Beratungsstellen sowie Vereine eingebunden werden. „Ein guter Ansatz bietet sich etwa, wenn jemand Freude am ehrenamtlichen Engagement hat“, so Zurkuhlen. Manchmal müsse man auf Möglichkeiten hingewiesen werden, konkrete Zugangsmöglichkeiten sollten aufgezeigt werden.
Viele Menschen im mittleren Alter fühlen sich einsam
Etwa jede elfte befragte Person ab 43 Jahren fühlte sich „sehr einsam“. Dabei fühlen sich die ab 76-Jährigen durchschnittlich weniger einsam als die Gruppe der 43- bis 55-Jährigen. Neben Alter und Geschlecht spielt der sozio-ökonomische Status – abgebildet über Einkommen und Erwerbsstatus - eine wichtige Rolle. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Deutschen Alterssurveys, die das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums zum Thema Einsamkeit vorgenommen hat.
Der Druck, unter dem die „Sandwich-Generation“ zwischen Kindererziehung, familiären Verpflichtungen, beruflichem Anspruch, Engagement und in nicht wenigen Fällen der Pflege eines Angehörigen oder Freundes stehe, könne leicht zu einem Gefühl von „einsamem Funktionieren“ führen, gab Zurkuhlen zu bedenken. Das gelte ganz besonders für alleinerziehende Elternteile und Personen, die neben dem Beruf eine private Pflegeverantwortung haben. Auch die WHO-Studie nennt diese Gruppen ausdrücklich. „Hier liefern unsere Projekte unmissverständlich die Erkenntnis, dass die Betreuung eines An- oder Zugehörigen zwar oft selbstverständlich ist, aber tatsächlich auch sehr einsam machen kann, unabhängig vom eigenen Alter“, bestätigte die KDA-Vorständin.
Einsamkeitsfallen aufbrechen
Wichtig ist Zurkuhlen, klarzustellen, dass Einsamkeit nicht Alleinsein meint. Einsamkeit beschreibe vielmehr ein individuelles Empfinden und Erleben. Während das Alleinsein durchaus als Pause vom Alltagstrubel propagiert werde, unterliege Einsamkeit „weitgehend einem gesellschaftlichen Tabu“, so Zurkuhlen. „Dies müssen wir aufbrechen und offensiv sowie präventiv Einsamkeitsfallen angehen“, forderte Zurkuhlen. Das subjektive Erleben von Einsamkeit sei eine „existenzielle und schmerzvolle Erfahrung“ mit vielfältigen Auswirkungen auf Psyche und Körper, aber auch auf das Verhalten im sozialen Umfeld.
Die Wissenschaftler der WHO haben für den Einsamkeits-Report weltweit Studien ausgewertet. Allein zu sein, ist demnach mit einem etwa 30 Prozent erhöhtem Risiko für einen vorzeitigen Tod verbunden, wobei allerdings die Daten vor allem aus wohlhabenden Staaten stammen. Ebenfalls um bis zu 30 Prozent steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Gefahr eines kognitiven Abbaus im Alter sei bei den Betroffenen um etwa 15 Prozent erhöht - bei der Alzheimererkrankung kann die Wahrscheinlichkeit sogar um bis zu 70 Prozent ansteigen. Auch ein Zusammenhang zwischen Einsamkeit und psychischen Leiden wie Depressionen, Abhängigkeitserkrankungen und Suizidalität wird gesehen.
Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorstandsvorsitzende des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA): info@kda.de
Quelle: Pressemitteilung vom 07.08.2025
Solveig Giesecke Pressesprecherin
Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung e. V. https://idw-online.de/de/news856463