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BeitragVerfasst: 31.08.2007, 07:45 
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phpBB God

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PFLEGEQUALITÄT
Pressekonferenz zur
Pflegequalität in Deutschland
Essen, 27. August 2007

Wie steht es aktuell um die Versorgung und Betreuung von pflegebedürftigen Menschen in Deutschland? Hat sich die Pflegequalität in Heimen und Pflegediensten in den letzten Jahren verändert? Auf diese Fragen gibt der zweite Pflegequalitätsbericht des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) Antworten.

Im Abstand von drei Jahren berichtet der MDS über den Stand und die Entwicklung der Pflegequalität und der Qualitätssicherung in deutschen Pflegeeinrichtungen. Grundlage sind die Qualitätsprüfungen der Medizinischen Dienste in den Bundesländern. Der aktuelle Bericht basiert auf den Ergebnissen von 3.736 Qualitätsprüfungen in ambulanten Pflegediensten und 4.217 Qualitätsprüfungen in Pflegeheimen aus den Jahren 2004 bis 2006.

In der Pressekonferenz

am Freitag, 31. August 2007, 11:00 Uhr
Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm 40 / Ecke Reinhardtstrasse 55
10117 Berlin

stellen unter anderem Dr. Werner Gerdelmann, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Angestellten-Krankenkassen, und MDS-Geschäftsführer Dr. Peter Pick die Ergebnisse vor.

Quelle: http://www.mdk.de/1585.htm


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BeitragVerfasst: 31.08.2007, 08:18 
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phpBB God

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Bericht prangert katastrophale Pflegesituation an

Ein aktueller Prüfbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS) offenbart einem Zeitungsbericht zufolge katastrophale Zustände in Pflegeheimen.
...
Wie die "Bild-Zeitung" in ihrer Freitagausgabe berichtet, bekommt laut dem Bericht jeder dritte Pflegefall (Heime: 34,4 Prozent; ambulante Pflege: 29,6 Prozent) nicht ausreichend zu essen und zu trinken.
...
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Bericht Pflegesituation/246719.html
Quelle: FTD-Financial Times Deutschland

Pflege in Deutschland
So schlimm ist es wirklich

Von HANNO KAUTZ

Wehe, du wirst in Deutschland ein Pflegefall! Tausende Schwerkranke werden unzureichend behandelt und versorgt. BILD stellt die dramatischen Fakten des neuesten Prüfberichts des Medizinischen Dienstes vor. Die katastrophale Lage in unserem Pflegesystem

Berlin – Albtraum Pflegeheim! Für die Bewohner häufig blanker Horror – und für die Mitarbeiter ein alltäglicher Wettlauf mit der Zeit. Waschen, füttern, Betten machen, Medikamente verabreichen ...

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/20 ... 14392.html

Kommentar:
Eine Schande für unser Land!
VON GEORG GAFRON
Was ist nur aus unserem Land geworden? Vor wenigen Tagen schockte die Meldung über steigende Kinderarmut die Menschen. Jetzt enthüllt der neueste Pflegebericht, wie schäbig unsere Alten behandelt werden.
...
http://www.bild.t-online.de/BTO/news/st ... 16590.html


ZDF berichtet:

Alte und Kranke oft vernachlässigt
Neuer Pflegebericht sieht große Missstände

...
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/19/ ... 03,00.html


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BeitragVerfasst: 31.08.2007, 10:23 
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phpBB God

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Missstände in Pflegeheimen aufdecken
Sozialverband VdK fordert regelmäßige unangemeldete Kontrollen


"Demenzkranke können sich nicht wehren. Um menschenunwürdigen Missständen auf die Spur zu kommen, muss der Medizinische Dienst der Krankenkassen die Pflegeheime regelmäßig unangemeldet kontrollieren." Dies fordert der Präsident des Sozialverbands VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, anlässlich des aktuellen Pflege-Prüfberichts.

Demenz ist die Hauptursache für die stationäre Pflege. Die Zahl der Demenzkranken wird weiter steigen. Hirrlinger: "So viele Altenheime, wie bei der demographischen Entwicklung erforderlich wären, können kaum gebaut werden, weil das Geld fehlt. Deshalb müssen die ambulanten Dienste ausgebaut werden, damit Pflegebedürftige ausreichend zu Hause versorgt werden können."

Menschen, die nicht mindestens 90 Minuten Hilfe am Tag brauchen, bekommen bisher überhaupt keine Pflegeleistungen. Das sind diejenigen, die beispielsweise nur zu drei Viertel in die Pflegestufe 1 gehören. Dazu gehören insbesondere Demenzkranke, die vor allem Betreuung und nur teilweise Pflege benötigen. Daher fordert der Sozialverband VdK im Rahmen der Pflegereform eine Pflegestufe 0 einzuführen.

Die Anhebung der Leistungen für Demenzkranke von 460 Euro auf bis zu 2400 Euro im Jahr reicht bei weitem nicht aus, um die Pflege von Demenzkranken zu Hause zu organisieren. VdK-Präsident Hirrlinger: "Die finanziellen Leistungen für niederschwellige Angebote für Menschen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung müssen kurzfristig angehoben werden." (Sabine Kohls)

Quelle: Pressemitteilung vom 31.8.2007
http://www.vdk.de/perl/cms.cgi?ID=de16522


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BeitragVerfasst: 31.08.2007, 10:55 
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phpBB God

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Gemeinsame Presseerklärung vom 31.8.2007

Spitzenverbände der gesetzlichen Pflegekassen
AOK-Bundesverband, Bonn
BKK-Bundesverband, Essen
IKK-Bundesverband, Bergisch-Gladbach
Knappschaft, Bochum
See-Krankenkasse, Hamburg
Bundesverband der landwirtschaftlichen Krankenkassen, Kassel
Verband der Angestellten-Krankenkassen e.V., Siegburg
AEV - Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e.V., Siegburg

Medizinischer Dienst der Spitzenverbände
der Krankenkassen (MDS), Essen


Qualität der Pflege muss weiter verbessert werden
Pflegekassen und MDS stellen Pflegequalitätsbericht vor


Die Qualität der ambulanten und stationären Pflege hat sich seit der Veröffentlichung des ersten Pflegequalitätsberichts im Jahr 2003 verbessert. Zu diesem Schluss kommen der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) und die Spitzenverbände der Pflegekassen anlässlich der Vorlage des zweiten Berichts zur "Qualität in der ambulanten und stationären Pflege". Die Pflegeeinrichtungen haben erkennbare Anstrengungen unternommen, um die Pflegequalität in den Pflegeeinrichtungen weiterzuentwickeln. Allerdings gibt es leider nach wie vor zum Teil erheblich Qualitätsdefizite und deshalb deutlichen Handlungsbedarf. Der Pflegequalitätsbericht zeigt, dass es neben guten auch sehr schlechte Einrichtungen gibt. Hier sind alle in der Pflege Beteiligten gefordert, um Qualitätsverbesserungen im Interesse der Pflegebedürftigen zu erreichen. Wenn die Gesundheit von Pflegebedürftigen geschädigt wird, sind Einrichtungen zu schließen. Auch die anstehende Reform der Pflegeversicherung wird hier deutliche Anstöße geben müssen. Pflegekassen und MDS betonten, für sie gelte der Leitsatz: Jeder schlecht versorgte Pflegebedürftige ist einer zu viel!

Der MDS gibt alle drei Jahre einen umfassenden Bericht zur Situation und zur Entwicklung der Pflegequalität bei häuslicher Pflege und in Pflegeheimen ab. Der jetzt vorgestellte Bericht bezieht sich auf die Jahre 2004 bis 2006. Dafür wurden Daten aus 3.736 Qualitätsprüfungen in ambulanten Pflegediensten und aus 4.215 Qualitätsprüfungen in stationären Pflegeeinrichtungen ausgewertet. Im Rahmen der Qualitätsprüfungen wurden rund 14.950 Pflegebedürftige, die von ambulanten Pflegediensten betreut wurden, und 24.650 Bewohner von Pflegeheimen zu ihrer Versorgungssituation befragt und ihr Pflegezustand bewertet. Außerdem wurden in den Einrichtungen Pflegekonzepte, Abläufe und die fachliche Arbeit der Pflegekräfte überprüft.

Bei den MDK-Qualitätsprüfungen wird die Pflegedokumentation darauf hin analysiert, ob die Schritte des Pflegeprozesses nachvollziehbar sind. Im Vergleich zum ersten Bericht aus dem Jahr 2004 sind bei wichtigen Versorgungskriterien Verbesserungen eingetreten. Fanden die MDK-Gutachter im Jahre 2003 noch bei rund 37 Prozent der von ambulanten Pflegediensten betreuten Pflegebedürftigen und bei 41 Prozent der Pflegeheimbewohnern Defizite bei der Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung, reduzierten sich diese Werte auf knapp 30 Prozent im ambulanten Bereich und ca. 34 Prozent im stationären. Die festgestellten Mängel sind nicht gleichbedeutend mit einer bereits eingetretenen Unterversorgung, sondern zeigen an, dass pflegerische Standards nicht erfüllt waren. In vielen Fällen wurde etwa der Gewichtsverlauf des Pflegebedürftigen nicht ausreichend kontrolliert oder der individuelle Kalorienbedarf nicht berücksichtigt. Angemessen war die Umsetzung des Pflegeprozesses in Hinblick auf die Ernährung und die Flüssigkeitsversorgung bei etwa 70 Prozent der untersuchten Pflegebedürftigen, die von einem ambulanten Pflegedienst betreut wurden, und bei knapp 66 Prozent der Pflegeheimbewohner. Bei den pflegerischen Maßnahmen zur Vorbeugung von Druckgeschwüren (Dekubiti), bei der Inkontinenzversorgung und bei der Betreuung von Menschen mit Demenz stellt sich die Situation ähnlich dar: Trotz der eingetretenen Verbesserungen erfüllen nach wie vor viele Einrichtungen nicht die notwendigen Anforderungen einer guten pflegerischen Arbeit. Hier besteht weiterer großer Verbesserungsbedarf.

Bei zehn Prozent der untersuchten Heimbewohner (2003: 17,4 Prozent) stellten die MDK-Gutachter allerdings gesundheitliche Schädigungen und damit einen akut unzureichenden Pflegezustand fest. Dies sind inakzeptable Zustände, die durch entsprechende Maßnahmen zu beseitigen sind. Im ambulanten Bereich war nach den Feststellungen des Medizinischen Dienstes der Pflegezustand bei immerhin noch 5,7 Prozent der untersuchten Pflegebedürftigen unzureichend (2003: 8,8 Prozent). Beim Pflegezustand geht es u. a. um grundlegende Kriterien wie Hautzustand, Mundzustand und die Versorgung mit Sonden, Kathetern und Inkontinenzprodukten.

Transparenz erhöhen

Die Ergebnisse des übergreifenden MDS-Prüfberichts hätten deutlich gemacht, dass externe Qualitätsprüfungen weiter nötig sind. Ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz und Verbraucherschutz wäre die Offenlegung der MDK-Prüfergebnisse. Diese Veröffentlichung ist derzeit aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Die Spitzenverbände der Pflegekassen und MDS fordern die Politik auf, die Weichen dafür zu stellen, dass zukünftig die Prüfergebnisse des MDK, aber auch die der Heimaufsichten in verständlicher Form - für Laien - veröffentlicht werden können.


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BeitragVerfasst: 31.08.2007, 11:15 
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phpBB God

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--- Skandalöse Zustände
Bericht zu Pflegediensten


Skandalöse Zustände bei ambulanten Pflegediensten und in deutschen
Pflegeheimen offenbart der aktuelle Prüfbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen. Danach bekomme jeder dritte Pflegefall nicht genug zu essen und zu trinken. 35,5 Prozent der Heimbewohner und 42,4 Prozent der Pflegebedürftigen, die zu Hause versorgt werden, würden nicht häufig genug umgebettet und lägen sich wund. ...

http://www.n-tv.de/846120.html


--- Erhebliche Missstände bei der Pflege

Bei ambulanten Pflegediensten und in Pflegeheimen gibt es zum Teil erhebliche Mängel. So bekommt jede dritte zu pflegende Person nicht genug zu essen oder zu trinken. Das geht aus dem aktuellen Pflegebericht der Krankenkassen hervor. Allerdings hat sich die Situation im Vergleich zum Vorgängerbericht etwas verbessert. [mehr]
http://newsletter.tagesschau.de/re?l=6m70w2I1o9nofI33


--- Deutsche Hospiz Stiftung: Politik muss angesichts skandalöser Zustände in Pflegeheimen handeln

Dortmund. „Wenn mehr als 3 von 10 Deutschen lieber Suizid begehen wollen, als zum Pflegefall zu werden, ist das ein dringender Appell an die Politik zu handeln“, verdeutlicht der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch. Das ist angesichts der heutigen Medienberichterstattung über skandalöse Zustände in deutschen Pflegeheimen, die ein aktueller Prüfbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen attestiert, nicht verwunderlich.

„Für die Grund- und Basisversorgung von Pflegebedürftigen geben wir in Deutschland weitaus weniger aus als unsere nordeuropäischen Nachbarn“, kritisiert Brysch. Schuld sind also nicht die Pflegeheime. So besteht auch für Pauschalkritik an Pflegeheimen und Pflegepersonal kein Anlass. Anstatt sich die Pflegenden zu Gegnern zu machen, sollten sie für eine Verbesserung der Versorgung von Schwerstkranken und Sterbenden zu Verbündeten werden. Dabei packen die bisher veröffentlichten Pläne von Ulla Schmidt zur Pflegereform, wie etwa zehn Tage Pflegeurlaub für pflegende Angehörige, die Probleme nicht an der Wurzel. „Ein großer Wurf in Sachen Pflegereform scheint nicht in Aussicht“, so Brysch.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Hospizstiftung vom 31.8.2007
Bei Rückfragen und Interview-Wünschen:
Andrea Breddermann Telefon 030 / 2 84 44 84 - 2
E-Mail: breddermann@hospize.de


--- Pressemitteilung Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V.:

"BILD"-Zeitung spricht von Pflege-Schande und schürt Ängste alter und pflegebedürftiger Menschen

Enem Bericht der "BILD"-Zeitung zufolge wird der Prüfbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS) heute offenbaren, dass in Deutschland tausende Schwerkranke unzureichend behandelt und versorgt werden, dursten, hungern und wund liegen….

Dazu Ulrich Kochanek, Hauptgeschäftsführer des bad e.V.: "Der MDS hat uns mit Schreiben vom gestrigen Tag vorab über die zentralen Ergebnisse des 2.Berichts nach § 118 Abs.4 SGB XI informiert. Die "Offenbarungen" der "BILD"-Zeitung können wir nicht nachvollziehen!

Tatsächlich wird in dem Bericht ausdrücklich das Ergebnis verzeichnet, dass

im Vergleich zum 1.Bericht Verbesserungen in der Qualität der Pflege zu verzeichnen sind….
Ambulante Pflege
….. die Zufriedenheitswerte der Pflegebedürftigen sich nach wie vor auf hohem Niveau bewegen (die Ergebnisse liegen meist über 90%)…
Stationäre Pflege
Die Zufriedenheitswerte (…Körperpflege 95,7%...Abstand Mahlzeiten 94,5%) mit jeweils 90% weiterhin auf einem hohen Niveau…"
Ein Telefonat vom heutigen Tag mit den Kollegen vom MDS ergab im Übrigen, dass diese die von der "BILD" zitierten Äußerungen nicht getätigt haben."

Betroffen zeigt sich Andrea Kapp, Stellvertretende Hauptgeschäftsführer des bad e.V.: "Menschenwürdige Pflege ist das zentrale Anliegen der von uns vertretenen ambulanten und stationären Einrichtungen. Solche Berichte ignorieren alle unsere Bemühungen und verunsichern die betroffenen Menschen in unverantwortlicher Weise! Bis 2030 wird die Zahl der Pflegebedürftigen von heute 1,9 Millionen Menschen auf etwa 3,1 Millionen ansteigen. Tag für Tag kämpfen wir mit unseren Einrichtungen um die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Pflege. Der Druck unter dem unsere Einrichtungen arbeiten müssen ist bekannt! Täglich hören wir von sich selbst ausbeutenden, überforderten Pflegekräften, die sich mit persönlichem Einsatz aufopfern, um unter denen von der Politik und den Kostenträgern vorgegebenen miserablen Bedingungen, die Situation der von ihnen gepflegten Menschen erträglich zu gestalten. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die Verweildauer im Beruf im Bereich Pflege die niedrigste ist! Es ist mittlerweile Alltag, dass unsere Einrichtungen kostenfreie Beratungsleistungen erbringen, für die Pflegebedürftigen Kontakt zu deren Kranken- und Pflegekassen halten, Broschüren, die der bad e.V. herausgibt wie z.B. "Dekubitusprophylaxe für pflegende Angehörige" verschenken.

Quelle: Pressemitteilung vom 31.8.2007, 14.00 Uhr.
Bundesverband Ambulante Dienste
und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V.
Krablerstr. 136
45326 Essen
http://www.bad-ev.de


-- ABVP weist Vorwürfe des MDS zurück: Es gibt keine „Pflegeschande“ in ambulanten Pflegeeinrichtungen!

In der heutigen Ausgabe der BILD-Zeitung wird die pflegerische Versorgung in Deutschland als „Pflegeschande“ bezeichnet. Anlass für diese reißerische Darstellung sind vorab veröffentlichte Zahlen des zweiten Berichts des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS), die vom MDS am heutigen Vormittag auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt werden.
Nach den vorab veröffentlichten Zahlen werden folgende Defizite in der stationären und ambulanten Versorgung angesprochen: Pflegebedürftige würden nicht häufig genug umgebettet, sie bekämen nicht genug zu trinken und zu essen und es fände keine angemessene Inkontinenzversorgung statt. Weiter ist von einer schlechten Pflege bei altersverwirrten Menschen (Demenzkranken) die Rede.
In dem entsprechenden Bericht werden diese Mängel nicht nur stationären, sondern auch ambulanten Pflegeeinrichtungen vorgeworfen. Andreas Wilhelm, der Vorsitzende des Arbeitgeber- und Berufsverbandes Privater Pflege e.V (ABVP), kann diese Vorwürfe gegenüber den ambulanten Pflegeeinrichtungen nicht nachvollziehen: „Wie soll ein ambulanter Pflegedienst, der lediglich die vom Pflegebedürftigen in Auftrag gegebenen Leistungen erbringen kann und daher oft nur wenige Minuten am Tag bei dem Pflegebedürftigen vor Ort sein kann, eine angemessene Ernährung des Patienten sicherstellen?“
Und - so Wilhelm weiter: „Der Pflegedienst kann allenfalls den Pflegebedürftigen und seine Angehörigen dahingehend beraten, wie eine angemessene Ernährung erfolgen soll. Wenn sich die Betroffenen dann nicht an die Beratung halten, hat der Pflegedienst nicht die Möglichkeit, hier aktiv einzugreifen, sondern hat lediglich die Option, diesen Mangel zu dokumentieren und diese Information an den Medizinischen Dienst und die Pflegekassen weiterzugeben.“
Weiterhin verweist Wilhelm darauf, dass Leistungen der Dekubitusvorsorge, wie z.B. das Lagern und Umbetten des Pflegebedürftigen, häufig nicht nur durch den Pflegedienst allein, sondern zusätzlich auch durch im Haushalt tätige Pflegepersonen, wie z.B. Angehörige, durchgeführt werden. Diese Pflegepersonen werden zwar vom Pflegedienst beraten und dahingehend angeleitet, das erforderliche „Lagern und Umbetten“ fachgerecht auszuführen. Erzwingen kann der Pflegedienst die fachgerechte Umsetzung durch die Pflegeperson jedoch nicht.
Der mangelnden Versorgung von altersverwirrten Menschen (so genannten Demenzkranken) kann durch eine bessere Ausgestaltung der finanziellen Leistungen für diese Menschen begegnet werden. Insofern begrüßt der ABVP einen entsprechenden Vorschlag der Bundesregierung im Rahmen der geplanten Pflegeversicherungsreform. Notwendig ist weiter eine Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, der bislang die Belange von Demenzkranken nur unzureichend berücksichtigt.
Kritisch bewertet der ABVP-Vorsitzende dagegen den von der Bundesregierung geplanten vermehrten Einsatz von Einzelpflegekräften unterschiedlicher Qualifikation: „Gerade im Hinblick auf die vom MDS festgestellten Mängel sollten die Qualitätsanforderungen und deren Überprüfung bei Einzelpflegekräften die selben sein wie bei ambulanten Pflegediensten!“
Für Rückfragen: Andreas Wilhelm, 05 11 - 33 89 80, E-Mail: dialog@abvp.de
Quelle: presse info privater pflege des ABVP vom 31.08.2007


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BeitragVerfasst: 31.08.2007, 12:24 
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Experte Werner Schell zu Missständen bei der Pflege
Pflege: Für Zuneigung bleibt keine Zeit


Viele Pflegebedürftige bekommen nicht ausreichend zu essen oder zu trinken. Andere werden nicht oft genug umgebettet. Einem Qualitätsbericht zufolge gibt es bei der Pflege in vielen Bereichen nach wie vor erhebliche Missstände. Woran liegt es? WDR.de sprach mit dem Pflege-Experten Werner Schell.
...
Weiter lesen unter
http://www.wdr.de/themen/gesundheit/ges ... view.jhtml

Meinungsäußerungen von Lesern im WDR-Forum "Pflege":
http://www.wdr.de/themen/gesundheit/ges ... buch.jhtml

_________________
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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BeitragVerfasst: 31.08.2007, 16:06 
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Information:

WDR 2, Der Sender, bringt am 01.09.2007, zwischen 07.00 und 09.00 Uhr, ein Interview zum Thema "Pflegemissstände" mit Werner Schell.

_________________
Werner Schell ist seit 1.8.2008 Leiter / Ansprechparter bei:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vor
http://www.pro-pflege-selbsthilfnetzwerk.de


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BeitragVerfasst: 31.08.2007, 20:14 
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phpBB God

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Krankenkassen-Bericht enthüllt Missstände in Pflegeheimen

Berlin – Auf gravierende Missstände in Pflegeheimen und bei ambulanten Pflegediensten hat ein Prüfbericht des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) hingewiesen. Allerdings habe sich die Situation in den vergangenen drei Jahren verbessert. Fanden die MDK-Gutachter im Jahre 2003 noch bei rund 37 Prozent der von ambulanten Pflegediensten betreuten Pflegebedürftigen und bei 41 Prozent der Pflegeheimbewohnern Defizite bei der Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung, [mehr]
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/lette ... m&id=23484


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.08.2007, 21:29 
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Beiträge: 1
Diese ganzen Berichte erschrecken uns doch nicht mehr, oder?
Wer in der Pflege arbeitet, der weiss das ohnehin.

Was mich immer mehr erschreckt, ist die Tatsache, dass das die Pflegenden allesamt so hinnehmen.

Ich wundere mich, spätestens seit dem Ärztestreik schwer, warum Schwestern und Pfleger, egal ob aus dem Krankenhaus oder einem Heim, nicht gesammelt auf die Strasse gehen.

Weiterhin muss ich definitiv feststellen, dass die Altenpflegeausbildung nicht gut ist.

Gerade in der Ausbildung müssten die Schüler auf Gewalt in der Pflege, und auch auf Gefährliche Pflege "getrimmt werden". Damit meine ich das Wissen darum.
Es ist vielleicht gewollt, dass die Ausbildung nicht gerade vor fachlicher Kompetenz strotzt. Politisch.
Hierzu kann man sich einiges denken.
Ich fände es wichtig hier Abhilfe zu schaffen.
Mehr Wissen für Pflegende.
Dazu fände ich eine Fortbildungsverpflichtung mehr als nötig, seitens des Arbeitgebers!
Dieser muss angehalten werden, sein ganzes Personal, über Pflegerelevante Probleme und Krankheiten in seinem Heim fortzubilden.
Weiterhin dahingehend, wie man fachmännisch, falls das überhaupt zu machen ist, mit der Einstufung von Bewohnern vorgeht, einschl. der Dokumentation.
usw.

Noch Fragen zu meinem Geschreibsel?


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BeitragVerfasst: 01.09.2007, 06:58 
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phpBB God

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Gute Pflege gibt es nicht zum Nulltarif
Diakonie weist pauschale Kritik an Pflege zurück


Die Diakonie weist jede pauschale und unangemessene Kritik an der Pflege zurück. Diese missachte die hervorragende Arbeit, die Tausende von hochmotivierten und hervorragend ausgebildeten Pflegekräften jeden Tag in Deutschland leisten.
Außerdem schüre sie die Ängste bei älteren Menschen und ihren Angehörigen, die ambulante oder stationäre Pflegedienstleistungen in Anspruch nehmen oder dies planen. In den meisten Altenhilfeeinrichtungen pflege man die Menschen zuverlässig und professionell, bestätige auch der aktuelle Prüfbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS). Dasselbe treffe auf die ambulanten Dienste zu. Der Bericht zeige jedoch, dass weitere Anstrengungen zur Qualitätssicherung notwendig seien.
Die Diakonie appelliert daher an die Politik, Qualitätssicherungssysteme wie das Diakonie-Siegel-Pflege auszubauen und zu fördern und Unterstützungssysteme für haushaltsnahe Dienste und soziale Betreuung bereitzustellen, um das Pflegesystem zu entlasten.

Preisdumping im Pflegebereich sei jedenfalls keine Alternative. Gute Pflege gebe es nicht zum Nulltarif, hebt die Diakonie hervor. Daher müsse die Diskussion über die Finanzierung der Pflege in Politik und Gesellschaft weitergeführt werden.

Das Diakonische Werk der EKD und die Ev. Akademie zu Berlin laden am Montag, den 10. Oktober 2007 von 16 bis 18 Uhr zur Veranstaltung "Bedürftige Pflege - Perspektiven für eine menschenwürdige Pflege im Alter" in die Französische Friedrichstadtkirche in Berlin ein.

Die Diakonie unterhält bundesweit 2.320 Pflegeheime und andere stationäre Altenhilfeeinrichtungen mit 154.322 Plätzen und 94.749 Voll- und Teilzeitbeschäftigten.

Weitere Informationen:
Diakonische Positionen zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung
http://www.diakonie.de/de/html/fachforum/4243_5006.html

Quelle: Pressemitteilung vom 31.8.2007
http://www.diakonie.de/de/html/aktuelles/23_5370.html

siehe auch unter
viewtopic.php?t=7151


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BeitragVerfasst: 01.09.2007, 07:09 
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phpBB God

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Erneut erhebliche Qualitätsdefizite in der Pflege festgestellt
Transparenz und konsequentes Handeln gefordert


Der gerade veröffentlichte 2. Bericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS) zur Qualität in der ambulanten und stationären Pflege weist, neben teilweisen Verbesserungen, erneut „zum Teil erheblich Qualitätsdefizite und deshalb deutlichen Handlungsbedarf" aus. Der Pflegequalitätsbericht zeige, daß es neben guten auch sehr schlechte Einrichtungen gibt, heißt es. Und weiter: „Wenn die Gesundheit von Pflegebedürftigen geschädigt wird, sind Einrichtungen zu schließen." „Jeder schlecht versorgte Pflegebedürftige ist einer zu viel!". Ehrenamtliche in der Heim-Mitwirkung fordern daher ebenfalls mehr Transparenz und konsequentes Handeln gegen die schwarzen Schafe der Heimbetreiber.

In diesem Zusammenhang sind unangemeldete Heimüberprüfungen als bundeseinheitlicher Standard zu fordern. Einzelne Bundesländer wie Bayern praktizieren dies bereits seit Jahren erfolgreich. Andere signalisieren mit ihrem Ansinnen, im Wechsel, also ein Jahr angemeldet und im folgenden unangemeldet prüfen zu wollen, eher Unentschlossenheit. Heimbewohner, Heimbeiräte, Heimfürsprecher und Angehörige berichten, daß vor angemeldeten Heimbegehungen immer wieder hektische Betriebsamkeit zu beobachten ist. Und auch Pflegekräfte bestätigen, daß an solchen Tagen oft mehr Kollegen als sonst anwesend sind.

Wenn zudem Aufsichtsbehörden noch von Problemen berichten, Heime mit fest­gestellten gravieren­den Mängeln schließen zu können, ist das kaum nachvollziehbar und muß sich dringend ändern. So ist ein Fall bekannt, in dem auch der alarmierte zuständige Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) zwar die Mängel bestätigte und formell den Versorgungsvertrag mit dem Heim kündigte - allerdings erst zum Ende des Jahres. Hier ist konsequenteres Handeln dringend geboten. Auch Pflegekräfte, die nicht mehr bereit sind, Mängel zu decken und diese den Behörden melden, können nicht verstehen, wenn anschließend kaum etwas geschieht Es gehört schon eine beträchtliche Portion Courage dazu, seinen Chef anzuzeigen und auf bestehende Mängel hinzuweisen. Schließlich setzen sie ihren Arbeitsplatz aufs Spiel. Wenn dann keine oder kaum Konsequenzen daraus wahrnehmbar sind, ist das sicher das verkehrte Signal.

Ansprechpartner für diese Presse-Info:
Reinhard Leopold c/o
Ehrenamtliche in der Heim-Mitwirkung
- Internet & Öffentlichkeitsarbeit -
Rembertistr. 9, 28203 Bremen
Telefon 0421 / 33 65 91-20
eMail: presse@heim-mitwirkung.de
http://www.heim-mitwirkung.de

Quelle: Pressemitteilung vom 31.8.2007


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BeitragVerfasst: 01.09.2007, 07:22 
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phpBB God

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Neuer Pflegequalitaetsbericht: Pflegenotstand in Deutschland dauert an

Siegburg / Essen (ALfA). Nach wie vor erhebliche Missstaende in deutschen Pflegeheimen bemaengeln der Medizinische Dienst der Spitzenverbaende der Krankenkassen (MDS) und die Spitzenverbaende der Pflegekassen in ihrem zweiten Bericht zur "Qualitaet in der ambulanten und stationaeren Pflege" fuer die Jahre 2004-2006, vorgestellt am 31. August. Zwar habe sich die Qualitaet der ambulanten und stationaeren Pflege seit der Veroeffentlichung des ersten Pflegequalitaetsberichts im Jahr 2003 verbessert und die Pflegeeinrichtungen haetten erkennbare Anstrengungen unternommen, um die Pflegequalitaet weiterzuentwickeln, es gebe aber nach wie vor zum Teil "erhebliche Qualitaetsdefizite und deshalb deutlichen Handlungsbedarf", heisst es in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom selben Tag.

Laut dem Gutachten gibt es bei den betreuten Pflegebeduerftigen bei knapp 30 Prozent (2003: 37 Prozent) im ambulanten Bereich und ca. 34 Prozent (2003: 41 Prozent) im stationaeren Bereich Defizite bei der Ernaehrungs- und Fluessigkeitsversorgung. Die festgestellten Maengel seien nicht gleichbedeutend mit einer bereits eingetretenen Unterversorgung, sondern zeigen an, dass pflegerische Standards nicht erfuellt waren. Bei den pflegerischen Massnahmen zur Vorbeugung von Druckgeschwueren (Dekubiti), bei der Inkontinenzversorgung und bei der Betreuung von Menschen mit Demenz war dies aehnlich. Bei zehn Prozent der untersuchten Heimbewohner (2003: 17,4 Prozent) stellten die Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) allerdings gesundheitliche Schaedigungen und damit einen akut unzureichenden Pflegezustand fest. Im ambulanten Bereich war nach den Feststellungen des Medizinischen Dienstes der Pflegezustand bei immerhin noch 5,7 Prozent (8,8 Prozent im Jahr 2003) der untersuchten Pflegebeduerftigen unzureichend. Beim Pflegezustand geht es u. a. um grundlegende Kriterien wie Hautzustand, Mundzustand und die Versorgung mit Sonden, Kathetern und Inkontinenzprodukten.

Die Ergebnisse des uebergreifenden MDS-Pruefberichts haetten deutlich gemacht, dass externe Qualitaetspruefungen weiter noetig seien. Ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz und Verbraucherschutz waere die Offenlegung der MDK-Pruefergebnisse. Diese Veroeffentlichung sei derzeit aus rechtlichen Gruenden nicht moeglich. Die Spitzenverbaende der Pflegekassen und MDS fordern die Politik daher auf, die Weichen dafuer zu stellen, dass zukuenftig die Pruefergebnisse des MDK, aber auch die der Heimaufsichten in verstaendlicher Form - fuer Laien - veroeffentlicht werden koennen.

Der Geschaeftsfuehrer der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, erklaerte in einer Pressemitteilung zu dem Bericht: "Wenn mehr als 3 von 10 Deutschen lieber Suizid begehen wollen, als zum Pflegefall zu werden, ist das ein dringender Appell an die Politik zu handeln." Das sei angesichts der heutigen Medienberichterstattung ueber skandaloese Zustaende in deutschen Pflegeheimen, nicht verwunderlich.

Der MDS gibt alle drei Jahre einen umfassenden Bericht zur Situation und zur Entwicklung der Pflegequalitaet bei haeuslicher Pflege und in Pflegeheimen ab. Der jetzt vorgestellte Bericht bezieht sich auf die Jahre 2004 bis 2006. und stuetzt sich auf die Auswertung der Daten aus 3.736 Qualitaetspruefungen in ambulanten Pflegediensten und aus 4.215 Qualitaetspruefungen in stationaeren Pflegeeinrichtungen. Die Untersuchung legte damit Pruefergebnisse aus 31,1 Prozent aller ambulanten Pflegedienste und 41,6 Prozent aller Pflegeheime vor.

Weitere Informationen
2. Bericht des MDS nach § 118 Abs. 4 SGB XI Qualitaet in der ambulanten und stationaeren Pflege
212 Seiten im PDF-Format, veroeffentlicht 31.08.2007
http://www.mds-ev.de/download/Q-Bericht_118-4_2007.pdf

Quelle: ALfA-Newsletter 33/07 vom 31.08.2007


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BeitragVerfasst: 01.09.2007, 07:25 
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phpBB God

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Spiegel Online

PFLEGEBERICHT
Schmidt sagt Pflegemängeln den Kampf an


Die im Pflegebericht der Krankenkassen offenbarten Missstände haben für Aufregung gesorgt - Hilfe für alte und kranke Menschen soll jetzt kommen: Gesundheitsministerin Schmidt plant einem Bericht zufolge eine Kommission, die Ideen zur Verbesserung der Pflege in Heimen entwickeln soll.

Berlin - Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" gehe Ulla Schmidts (SPD) Plan aus einem Entwurf zur Pflegeversicherung hervor. Die Sachverständigen sollen demnach Konzepte erarbeiten, mit denen die Betreuung der Heiminsassen verbessert und die Arbeit der Pflegekräfte erleichtert werden kann. Die neue Kommission soll von den Pflegekassen, Sozialhilfeträgern, Kommunen und Pflegeeinrichtungen gegründet werden.
...
Weiter unter
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 84,00.html


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BeitragVerfasst: 01.09.2007, 08:42 
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Jr. Member

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Beiträge: 83
Presse hat geschrieben:
.... Bericht prangert katastrophale Pflegesituation an ....
Pflege in Deutschland -So schlimm ist es wirklich ..... Eine Schande für unser Land!....


Der neue MDK-Bericht 2007 hat ein beachtliches Medienecho ausgelöst. Alle Welt redet zur Zeit über das, was für Experten nicht neu, sondern eher der Alltag ist: Die Pflege in Deutschland ist teilweise menschenunwürdig!
Voraussichtlich wird aber der MDK-Bericht in einigen Wochen wieder in der Versenkung verschwinden und dann wird weiter gemacht - auf niedrigem Pflegeniveau.
Die Rufe nach mehr unangemeldeten Kontrollen löst übrigens das Problem der Pflege auch nicht. Schauen Heimaufsichten wirklich überall hin, sind die Mitarbeiter überhaupt qualifiziert genug, sind sie unabhängig usw. ? - Fragen über Fragen.
Wir brauchen, wie es hier schon wiederholt ausgeführt wurde, eine neue Pflegestruktur, einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff! - Dazu gibt es von Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk, umfangreiche Vorschläge. Die Verantwortlichen müssen nur zuhören.

Pflegefan

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"Die Menschenwürde ist unanstastbar" (Art. 1 Grundgesetz). Dies muss in der Pflege oberste Handlungsmaxime sein - für alle!


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 Betreff des Beitrags: TÜV für Pflegeheime
BeitragVerfasst: 03.09.2007, 10:55 
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phpBB God

Registriert: 10.11.2006, 12:44
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SPD-Vize Ferner fordert TÜV für Pflegeheime – Schmidt will Kommission einrichten

Berlin – Nach den neuesten Berichten über die teilweise erschreckenden Zustände in den Pflegeheimen soll die Qualität künftig deutlich verbessert werden. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Elke Ferner forderte in der „Welt am Sonntag“ ein Bewertungssystem für stationäre Pflegeheime und ambulante Dienste. „Ähnlich wie bei der Stiftung Warentest muss es für sie künftig ein Testurteil geben“, sagte Ferner der Zeitung. Mit Inkrafttreten der geplanten Pflegereform solle außerdem eine [mehr]
... http://www.aerzteblatt.de/v4/news/lette ... m&id=23494


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