Weltweite Ächtung der Genitalverstümmelung rückt näher

Arbeits- und Arbeitsschutzrecht, Allgemeine Rechtskunde (einschließlich Staatsrecht), Zivilrecht (z.B. Erbrecht)

Moderator: WernerSchell

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 23200
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung: Immer noch weit verbreitet, auch in Europa Gabriela Heinrich, zuständ

Beitrag von WernerSchell » 06.02.2018, 14:00

Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung: Immer noch weit verbreitet, auch in Europa

Gabriela Heinrich, zuständige Berichterstatterin:

Heute ist der Internationale Tag der Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung. Leider ist dieser Tag immer noch notwendig, denn diese extreme Form der Menschenrechtsverletzung ist weit verbreitet – und zwar in allen Teilen der Welt. Aufklärung und Gesetze zum Schutz von Mädchen und Frauen müssen wir unterstützen.
„Weltweit leiden etwa 200 Millionen Mädchen und Frauen unter grauenhaften Verstümmelungen, die ihre Gesundheit ruinieren, ihre Sexualität einschränken und ihnen lebenslange Schmerzen bereiten – aufgrund von Tradition und patriarchalischen Machtverhältnissen.
Um diese Traditionen aufzubrechen und die Gefahren für die Frauen deutlich zu machen, muss vielschichtig vorgegangen werden. Aufklärung und Gesetze zum Schutz der Mädchen und Frauen müssen wir unterstützen werden. Patriarchale Denkmuster und Traditionen, die sich über die weibliche Sexualität stellen, müssen langfristig aufgebrochen werden. Nur wer bereit ist, das Tabu zu benennen, kann es auch aufbrechen.
Wir stehen auch in Europa in der Verantwortung, das Thema immer wieder zu benennen und die Schutzmechanismen in unseren Ländern zu unterstützen und zu finanzieren. Hierfür ist die kraftvolle Umsetzung der Istanbul-Konvention eine Chance.“

________________________________________
Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier:
http://www.spdfraktion.de/presse/presse ... -noch-weit
Die komplette Pressemitteilung als PDF:
http://www.spdfraktion.de/node/2376436/pdf
________________________________________

Quelle: Mitteilung vom 06.02.2018
SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de
V.i.S.d.P. Herausgeber Carsten Schneider MdB, Redaktion Lena Daldrup
TELEFON (030) 227-522 82 / (030) 227-511 18 TELEFAX (030) 227-568 69
E-MAIL presse@spdfraktion.DE
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 23200
Registriert: 18.05.2003, 23:13

So viele Mädchen sind genitalverstümmelt

Beitrag von WernerSchell » 09.02.2018, 07:10

Ärzte Zeitung vom 09.02.2018:
Analyse
So viele Mädchen sind genitalverstümmelt

Zum Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung hat eine Stiftung bekannt gegeben, wie viele Frauen davon betroffen sind - und wo der Eingriff noch praktiziert wird. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=95 ... efpuryykqr
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 23200
Registriert: 18.05.2003, 23:13

So viele Mädchen sind genitalverstümmelt

Beitrag von WernerSchell » 09.02.2018, 07:11

Ärzte Zeitung vom 09.02.2018:
Analyse
So viele Mädchen sind genitalverstümmelt

Zum Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung hat eine Stiftung bekannt gegeben, wie viele Frauen davon betroffen sind - und wo der Eingriff noch praktiziert wird. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=95 ... efpuryykqr
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 23200
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Hohe Dunkelziffer bei Genitalverstümmelung

Beitrag von WernerSchell » 05.03.2018, 16:51

Die Rheinische Post berichtete am 5. März 2018
Hohe Dunkelziffer bei Genitalverstümmelung
Düsseldorf. Die Beschneidungspraktik wird von der NRW-Landesregierung bekämpft. Sie hat jetzt aktuelle Zahlen vorgelegt.
In NRW wurden im vergangenen Jahr 89 Mädchen vor einer Genitalverstümmelung bewahrt. Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage vor, die unserer Redaktion vorab vorliegt. Über die Gesamtzahl der Betroffenen im Land liegen demzufolge keine Zahlen vor. "Weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung", heißt es in der Antwort von NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU). Die Bekämpfung dieser Beschneidungspraktiken und der Schutz der Opfer seien wichtige Anliegen der Politik der Landesregierung.

… (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/panorama/hohe-d ... -1.7434820
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 23200
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Weibliche Genitalverstümmelung bekämpfen

Beitrag von WernerSchell » 05.02.2019, 10:46

Pressemitteilung Nr. 47/2019 - 05.02.2019
Arbeitsgruppe: Menschenrechte und humanitäre Hilfe



Weibliche Genitalverstümmelung bekämpfen

Gabriela Heinrich, stellvertretende menschenrechtspolitische Sprecherin:

Am 6. Februar ist der Internationale Tag der Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung. In Deutschland hat die Zahl der von Genitalverstümmelung gefährdeten Mädchen und Frauen in den letzten Jahren zugenommen. Wir müssen entschieden gegen diese Menschenrechtsverletzungen vorgehen – weltweit.
„Frauenrechte sind Menschenrechte. Notwendig im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung sind kohärente Maßnahmen: Die SPD-Bundestagsfraktion fordert, dass strikte Gesetzgebung und Strafverfolgung Hand in Hand gehen mit Aufklärungsarbeit sowie tabubrechenden Gesprächen mit Betroffenen und deren Gemeinschaften. Auch Männer müssen beim Thema Genitalverstümmelung einbezogen werden. Nur wenn die Maßnahmen ineinandergreifen, kann dieser Menschenrechtsverletzung ein Ende bereitet werden.
Insofern ist der Internationale Tag der Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung dringend notwendig, um auf diese immer noch weit verbreitete Praxis aufmerksam zu machen. Die Zahl der Betroffenen liegt weltweit bei über 200 Millionen Frauen und Mädchen, wobei die Dunkelziffer extrem hoch ist.
In Deutschland ist weibliche Genitalverstümmelung verboten, aber die Zahl der gefährdeten Mädchen ist im vergangenen Jahr angestiegen. Grund für den Anstieg ist die Migration nach Deutschland aus Ländern, in denen Genitalverstümmelung an der Tagesordnung ist. Weibliche Genitalverstümmelung ist in vielen Teilen der Welt, vor allem in Afrika, dem Nahen Osten und Südostasien verbreitet. Das weibliche Genital wird meist ohne Betäubung stark verletzt oder Teile komplett entfernt. Diejenigen Frauen, die nicht an dem Eingriff sterben, haben ihr Leben lang mit physischen und psychischen Folgen zu kämpfen. Hinter dieser Menschenrechtsverletzung stehen vor allem patriarchale Traditionen, die Frauen unterdrücken und ihnen jegliche körperliche und sexuelle Selbstbestimmung nehmen.“

________________________________________
Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier:
http://www.spdfraktion.de/presse/presse ... bekaempfen
Die komplette Pressemitteilung als PDF:
http://www.spdfraktion.de/node/3382133/pdf
________________________________________

Quelle: SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de
V.i.S.d.P. Herausgeber Carsten Schneider MdB, Redaktion Lena Daldrup
TELEFON (030) 227-522 82 / (030) 227-511 18 TELEFAX (030) 227-568 69
E-MAIL presse@spdfraktion.DE
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 23200
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Genitalverstümmelung verletzt Menschenrechte

Beitrag von WernerSchell » 06.02.2019, 07:34

Ärzte Zeitung vom 06.02.2019:
WHO
Genitalverstümmelung verletzt Menschenrechte

Zum internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung erinnert die WHO an die rund 200 Millionen betroffenen Frauen und an Richtlinien für Ärzte, wie Verletzungen behandelbar sind. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=98 ... efpuryykqr
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 23200
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Genitalverstümmelung auch in Deutschland bekämpfen

Beitrag von WernerSchell » 12.10.2019, 06:44

Deutsches Ärzteblatt vom 11.10.2019:
Terre des Femmes: Genitalverstümmelung auch in Deutschland bekämpfen
Berlin – Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes (TDF) hat sich für ein größeres Bewusstsein für Genitalverstümmelung von Frauen und Mädchen in Deutschland ausgesprochen. Die Zahl der vermutlich betroffenen oder bedrohten Mädchen und Frauen... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/30 ... 975-pz7xd1
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 23200
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Weibliche Beschneidung: Hilfen für verstümmelte Frauen

Beitrag von WernerSchell » 15.11.2019, 07:25

Deutsches Ärzteblatt vom 15.11.2019:
Weibliche Beschneidung: Neoklitoris und Vulvarekonstruktion für verstümmelte Frauen
Die Aufmerksamkeit für Genitalverstümmelung wächst auch hierzulande, nicht zuletzt aufgrund zunehmender Migrationsströme. Mithilfe chirurgischer Maßnahmen kann es gelingen, den versehrten Frauen und Mädchen nicht nur ihr äußeres Genitale, sondern auch ihre Empfindungsfähigkeit wiederzugeben. Die Zahl der Mädchen und Frauen, deren Genitalien... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/31 ... 975-q0zvye
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 23200
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung

Beitrag von WernerSchell » 06.02.2020, 13:37

Pressemitteilung
Nr. 34/2020 - 06.02.2020
Arbeitsgruppen: Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Familie, Senioren, Frauen und Jugend



Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung
Josephine Ortleb, zuständige Berichterstatterin;
Gülistan Yüksel, zuständige Berichterstatterin:

Die Zahl der gefährdeten Opfer von Genitalverstümmelung droht, bis 2030 auf weitere 70 Millionen Frauen und Mädchen zu steigen. Am Tag der Null Toleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung und generell ist für die SPD-Bundestagsfraktion klar: Die persönliche Integrität und sexuelle Selbstbestimmung müssen geschützt werden. Schon jetzt müssen 200 Millionen Mädchen und Frauen mit den Folgen dieser menschenverachtenden Praxis leben.
„Jedes Mädchen und jede Frau, die weibliche Genitalverstümmelung erlebt hat, ist eine zu viel. Es müssen endlich konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um diese Praktik zurückzudrängen und den Schutz der Mädchen und Frauen zu gewährleisten.
Studien zufolge sind bis 2030 sogar weitere 70 Millionen Mädchen und Frauen bedroht. Die Dunkelziffer liegt bei weitem höher. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, dieses Thema zu benennen und sich dagegen einzusetzen. Dieser Einsatz gelingt aber nur, wenn wir alle gemeinsam gegen Genitalverstümmelungen kämpfen – Männer und Frauen, politische Entscheidungsträgerinnen und -träger, Zivilgesellschaft, Opfer und Gefährdete.
Es beginnt mit der Bekämpfung der Ursachen männlich dominierter Gesellschaftsstrukturen, die weibliche Genitalverstümmelung befördern und geht weiter mit der Förderung von Menschenrechtsbildung in Schulen, sowie der Stärkung der Frauen- und Mädchenrechten weltweit. Frauenrechte sind Menschenrechte – immer und überall.
Die internationale Gemeinschaft muss mit einer gemeinsamen finanziellen Anstrengung Präventions- und Aufklärungsarbeit leisten und Hilfe- und Betreuungsstrukturen für (gefährdete) Opfer finanzieren, um somit die Menschenrechte von Frauen und vor allem Mädchen zu schützen. Deutschland muss dabei eine herausragende Stellung einnehmen.”

________________________________________
Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier:
http://www.spdfraktion.de/presse/presse ... emmelung-1
Die komplette Pressemitteilung als PDF:
http://www.spdfraktion.de/node/4698103/pdf

________________________________________

Quelle: Pressemittilung vom 06.02.2020
SPD-Bundestagsfraktion - Internet: https://www.spdfraktion.de
V.i.S.d.P. Herausgeber Carsten Schneider MdB, Redaktion Ali von Wangenheim
TELEFON (030) 227-522 82 / (030) 227-511 18 TELEFAX (030) 227-568 69
E-MAIL presse@spdfraktion.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

Antworten