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Kinderarzt Dr. Gerhard Koch ist neuer Vorstandsvorsitzender der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)

Beitrag von WernerSchell » 17.05.2019, 06:46

Kinderarzt Dr. Gerhard Koch ist neuer Vorstandsvorsitzender der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
Langjährige Vorstandsvorsitzende Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich übergibt den Staffelstab


Berlin, 16. Mai 2019 – Am 16. Mai wurde der ehemalige Chefarzt der Kinderklinik in Hagen Dr. Gerhard Koch zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich an, die nach sechs erfolgreichen Amtsjahren an der Spitze das Amt übergeben hatte.
Zum Abschied betont die ausscheidende peb-Vorstandsvorsitzende: „Es war eine spannende Erfahrung diesem einzigartigen Netzwerk vorzustehen, das wie keine andere Institution die Themen Ernährung und Bewegung mit einer ursachengerechten Perspektive auf die kindliche Übergewichtsentwicklung verbindet. Das war sicherlich nicht immer einfach. Aber das multifaktorielle Problem des Übergewichts braucht entsprechende Lösungen – einfache Antworten werden nicht zum Erfolg führen. peb ist der richtige Weg, denn hier kommen alle Akteure unter dem Dach von peb an einen Tisch und arbeiten multidisziplinär zusammen.“ so Prof. Ungerer-Röhrich.
Neben ihrem Amt als Vorstandsvorsitzende hat Prof. Ungerer-Röhrich ihre Expertise stets auch in die Projektarbeit der Plattform Ernährung und Bewegung eingebracht und wichtige Impulse für die inhaltliche Arbeit gesetzt. Als Projektleitung des Forschungsprojekts „QueB – Qualität entwickeln mit und durch Bewegung“ bleibt sie der peb auch weiterhin treu.
Mit Dr. Gerd Koch konnte peb nun einen außerordentlich engagierten Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin gewinnen, dessen berufliches Schaffen stets im Zeichen der fortwährenden Weiterbildung für die Kindergesundheit lag. Zuletzt leitete Dr. Koch als Chefarzt die Kinderklinik im Allgemeinen Krankenhaus Hagen (AKH), die er in den letzten 25 Jahren u.a. mit spezialisierten Angeboten wie beispielsweise einer zertifizierten Diabetesambulanz, einem Schlaflabor oder einer ernährungsmedizinischen Schwerpunktpraxis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ausbaute. Dieses Spektrum zeigt, dass Koch über den Tellerrand der eigenen Expertise schaut und die interdisziplinäre Zusammenarbeit sucht.
Dr. Koch begründet sein weiteres Engagement für die Kindergesundheit und die Übernahme des peb-Vorstandsvorsitzes: „Meine Vorgängerin hat in den letzten Jahres Großartiges geleistet, daran möchte ich anknüpfen. Es ist herausragend, was die interdisziplinär aufgestellte Plattform Ernährung und Bewegung vorangebracht hat! Wie uns die aktuellen KIGGS-Daten zeigen, sind die Ziele nicht erreicht, denn noch immer sind zu viele Kinder und Jugendliche übergewichtig und zu viele leiden an täglichem Bewegungsmangel. Auch stehen wir vor Fragen, wie wir mit einem kindlichen Alltag voller digitaler Herausforderungen umgehen. Ich freue mich daher auf die große und verantwortungsvolle Aufgabe, die Plattformarbeit künftig mit meinen Erfahrungen als Kinderarzt zu unterstützen und weiter voranzubringen!“

Die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) ist ein Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Zahlreiche Partner setzen sich aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein.
_______________________________________

Quelle: Pressemitteilung vom 17.05.2019
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Europäischer Adipositas-Tag: SpiFa für klein dosierten Konsum von Softdrinks

Beitrag von WernerSchell » 17.05.2019, 16:15

Europäischer Adipositas-Tag: SpiFa für klein dosierten Konsum von Softdrinks

Berlin, 17. Mai 2019 – Im Kampf gegen krankhaftes Übergewicht (Adipositas) ruft der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) dazu auf, auf eine gesunde Ernährung und angemessene Portionsgrößen zu achten – mit Blick auf den bevorstehenden Sommer insbesondere beim Genuss von Softdrinks.
Anlässlich des Europäischen Adipositas-Tags am 18. Mai weist der SpiFa auf die Risiken bei überportioniertem Genuss von Softdrinks hin. Lars Lindemann, Hauptgeschäftsführer des SpiFa, erklärte dazu heute: „Je größer die Dose ist, desto größer ist die aufgenommene Portion an Zucker. Und offenbar sind sich die Konsumenten gerade bei zuckerhaltigen Softdrinks in großen Getränkedosen häufig nicht bewusst, wie viel Zucker sie beim Verzehr einer Portion zu sich nehmen. “ Denn anders als andere Getränkeverpackungen wie Glas- oder PET-Flaschen sind Dosen nicht wiederverschließbar. Die getrunkene Portion entspricht damit immer der Füllmenge.
„Eine 0,5 Liter Dose eines zuckerhaltigen Erfrischungsgetränks enthält bis zu 83g Zucker oder 27 Stück Würfelzucker. Der Konsument nimmt damit so viel zugesetzten Zucker zu sich, wie beim Verzehr von eineinhalb Tafeln Milchschokolade. Dabei gibt es gegen eine solche unkontrollierte Aufnahme einfache Strategien wie die Kontrolle von Portionsgrößen“, so Lindemann weiter. Bereits im Jahr 2014 wurde durch eine von McKinsey erstellte Studie gezeigt, dass die Portionskontrolle im Kampf gegen Übergewicht mindestens genauso wirksam ist wie Steuern oder Gesundheitskampagnen. Eine Portionsorientierung auf kleinere Dosen trägt damit zum Kampf gegen Adipositas bei. In der Pflicht sieht Lindemann nicht nur die Produzenten, sondern auch die Händler. Diese können ebenfalls zur Lösung des Problems von krankhaftem Übergewicht beitragen, indem sie freiwillig große Dosen aus ihrem Sortiment nehmen.

Sie haben Fragen oder Interviewwünsche? Melden Sie sich gern bei unserer Pressereferentin Anja Köhler unter 0173 – 74 66 039 oder per Mail an presse@spifa.de.

Mit freundlichen Grüßen
Anja Köhler
Pressereferentin

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Experiment bestätigt: Fertiggerichte machen dick

Beitrag von WernerSchell » 21.05.2019, 08:11

Experiment bestätigt: Fertiggerichte machen dick
Zum Frühstück einen Joghurt mit Obst und Nüssen, oder doch lieber das gesund wirkende Hafer-Crunchy-Müsli mit Honig? Der Unterschied ist immens. Wie sehr Fertigessen dick macht, haben Wissenschaftler jetzt erforscht.
Quelle: Spiegel Online > https://newsletter.vzbv.de/d/d.html?o00 ... ddpn7mqqy6
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Verkürzen Fertiggerichte das Leben? - Hinweise aus zwei Studien

Beitrag von WernerSchell » 07.06.2019, 12:55

Ärzte Zeitung vom 07.06.2019:
Hinweise aus zwei Studien
Verkürzen Fertiggerichte das Leben?
Menschen, die viel Fertiggerichte essen, erkranken häufiger an Krebs sowie Herzkreislauf-Leiden und müssen mit einem verkürzten Leben rechnen. Darauf deuten zwei Studien hin. ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/red ... CC82074E6E
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Vorgaben für gesunde Ernährung gefordert

Beitrag von WernerSchell » 24.06.2019, 17:31

Vorgaben für gesunde Ernährung gefordert
Ernährung und Landwirtschaft/Anhörung

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Berlin: (hib/LL) In der frühen Kindheit, während der Schwangerschaft und im Säuglingsalter werden die Grundlagen für ein gesundes Leben gelegt. Darüber waren sich die Sachverständigen in einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft am Montag einig. Der Ausschuss befasste sich unter dem Vorsitz von Alois Gerig (CDU) mit drei Anträgen der Oppositionsfraktionen FDP (19/9926 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/099/1909926.pdf ), Die Linke (19/7025 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/070/1907025.pdf ) und Bündnis 90/Die Grünen (19/6441 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/064/1906441.pdf ) zum Thema gesunde Ernährung. "Gute Ernährung zu stärken ist ein großes Thema für die ganze Gesellschaft", sagte Gerig. Gerade Kinder und Jugendliche sowie Einkommensschwache gelte es mitzunehmen und ihnen zu ermöglichen, an einer abwechslungsreichen und gesunden Esskultur teilzunehmen.
Die angehörten Sachverständigen kritisierten, dass die bisherigen Maßnahmen seitens der Politik sich zu stark auf Appelle und das Prinzip der Freiwilligkeit verließen. Die Vorschläge der Experten an den Gesetzgeber für mehr verbindliche Vorgaben reichten von einem kostenlosen Essensangebot in Schulen und Kitas bis hin zu einer Besteuerung von zuckerhaltigen Softdrinks. Unisono forderten die Fachleute zudem, mehr Geld auszugeben, um mit neuen Forschungsvorhaben die Datenlage zu verbessern. Wie schlecht es um die Datenlage in einigen Bereichen, wie beispielsweise bei der Mangelernährung der Senioren, bestellt sei, darauf verwies Ulrike Arens-Azevedo, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. "Um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln, braucht man handfeste Daten." Auch Hans-Konrad Biesalski, Ernährungsmediziner von der Universität Hohenheim, betonte, dass ein zusätzlicher Bedarf an Daten für die Forschung herrsche, vor allem bei Kleinkindern. Aber bereits jetzt könne man mit neuen Maßnahmen beginnen und Kitas, Schulen und Familien mehr Wissen zum Thema gesunde Ernährung vermitteln. Er warb zudem für kostenlose Ernährung in Kitas und eine Steuer auf Softdrinks. "Damit erreichen Sie bereits einen Großteil der Zuckerquellen", so der Ernährungsmediziner. Zucker führe zu kindlichem Übergewicht. Biesalski warnte aber auch, bei der Gesetzgebung über das Ziel hinauszuschießen. So gefährde man beispielsweise die ausreichende Versorgung mit Jod, sobald man versuche, den Salzkonsum einzuschränken.
Regina Ensenauer vom Klinikum der Universität München erläuterte, wie sehr sich bereits eine ungünstige Ernährung werdender Mütter auf den gesamten Lebensverlauf ihrer Kinder auswirken. Bereits während der Schwangerschaft und der frühesten Kindheit würden entscheidende Weichen gestellt. "Insbesondere die früheste Lebensphase ist wichtig. In den ersten 1.000 Tagen modelliert sich der Organismus", so die Kinderärztin. Während Übergewicht einen ungünstigen Einfluss habe, fördere das Stillen die Entwicklung. Aber auch dabei gelte: Je ausgewogener die Nahrungsaufnahme der Mutter, desto besser für die Entwicklung des Kindes. Ohne Verbote auszusprechen, könne man mit einer Zuckersteuer eine sinnvolle Regulierungswirkung erzielen, sagte Hans Hauner von der Technischen Universität München. Mehr als 40 Länder praktizierten dies bereits. Das Angebot ungesunder Lebensmittel sei heute unglaublich hoch. "Noch nie waren wir so sehr von schlechten Lebensmitteln umgeben." Am wirksamsten sei eine Steuer auf Inhaltsstoffe zudem bei der Hauptzielgruppe politischer Maßnahmen der sozial Schwächeren, die mehr zuckerhaltige Getränke konsumieren würden. Diese Produkte würden dann einfach weniger gekauft. Der Bereich der Ernährung als Faktor für die Gesundheit sei lange unterschätzt worden, sagte Hauner. Mehr als 20 Prozent aller Todesfälle weltweit könnten auf schlechte Ernährung zurückgeführt werden.
Gerhard Koch, ehemaliger Chefarzt der Kinderklinik am Allgemeinen Krankenhaus Hagen, wies vor allem auf die Bewegungslosigkeit als Ursache für Übergewicht hin. "Wir müssen uns mehr bewegen". Kinder bräuchten dazu eine bewegungsfreundliche Umgebung, Spielplätze vor dem Haus, auf der Straße und müssten zudem ihren Schulweg sicher zu Fuß zurücklegen könne. Die Stadtplanung sei gefordert. Bis vor 70 Jahren haben der Mensch in der Evolution noch nie mit zu vielen Nahrungsmitteln klarkommen müssen, sagte Koch. Der gesamte Stoffwechsel sei genetisch darauf ausgerichtet, nicht zu verhungern. Noch 1920 sei jeder im Durchschnitt 20 Kilometern pro Tag zu Fuß gegangen. "In den letzten 70 Jahren hat sich das dramatisch verändert. Aber unsere Genetik steuert nicht nach." Wohin der Bewegungsmangel und falsche Ernährungsgewohnheiten führen unterstrich Kai Kolpatzik, Arzt und Gesundheitswissenschaftler: Die Bevölkerung werde immer übergewichtiger, mittlerweile sei jedes siebte Kind übergewichtig. Übergewicht und Adipositas aber zögen im Lauf des Lebens Folgeerkrankungen nach sich, verursachten unnötiges individuelles Leid und hohe Kosten für die Gesellschaft. Auch er plädierte dafür, den Zuckergehalt in Getränken zu verringern.
Andrea Lambeck vom Berufsverband Oecotrophologie e.V. stellte fest, dass das Ernährungswissen nicht mehr selbstverständlich von Generation zu Generation weitergegeben werde. Kenntnisse über Lebensmittel und Ernährung würden Menschen zunehmend aus den Medien, vor allem auch aus den Sozialen Medien, sowie über Werbung und nicht über die klassischen Bildungsinstitutionen erhalten. Problematisch sei dabei, dass die Qualität der Informationen nicht immer gesichert sei. Peter Nawroth vom Universitätsklinikum Heidelberg warnte davor, die Lösung in bevormundenden Maßnahmen zu suchen. Das Essverhalten vieler Menschen könne durch eine Verbesserung der Lebensbedingungen durch sozialpolitisches Handeln effektiver beeinflusst werden. Fehlernährung sei häufig ein Problem der benachteiligten, psychisch kranken, einsamen Menschen.

Quelle: Mitteilung vom 24.06.2019
Deutscher Bundestag
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Gesündere Ernährung - Bundesregierung hat klares Ziel, aber unklare Umsetzung

Beitrag von WernerSchell » 08.07.2019, 15:35

Ärzte Zeitung vom 08.07.2019:
Gesündere Ernährung
Bundesregierung hat klares Ziel, aber unklare Umsetzung

Eine gesunde Ernährung der Bevölkerung ist auch politisch gewollt. Erläuterungen der Regierung legen offen: Für die Lebensmittelwirtschaft sind noch keine Verpflichtungen in Sicht. ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/red ... 1A969392AB
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Gesündere Ernährung - Klares Ziel, unklare Umsetzung

Beitrag von WernerSchell » 10.07.2019, 06:15

Ärzte Zeitung vom 10.07.2019:
Gesündere Ernährung
Klares Ziel, unklare Umsetzung

Eine gesündere Ernährung der Bevölkerung ist auch politisch gewollt. Erläuterungen der Bundesregierung legen jedoch offen: Für die Lebensmittelwirtschaft sind noch keine Verpflichtungen in Sicht. > http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen vorbeugen - Onlineangebot informiert

Beitrag von WernerSchell » 10.07.2019, 16:04

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Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 10.07.2019:

Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen vorbeugen
Neues Onlineangebot der BZgA informiert Familien und Fachkräfte


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Köln, 10. Juli 2019. Ernährungs- und Bewegungsverhalten sowie weitere Lebensstilfaktoren sind entscheidend, um Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen. Mit dem neuen Angebot www.uebergewicht-vorbeugen.de bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Eltern und Fachkräften wissenschaftlich fundierte Informationen, wie sie den Nachwuchs unterstützen können, gesunde Verhaltensweisen zu erlernen und diese zu Gewohnheiten werden zu lassen.

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland sind übergewichtig. Das kann schon früh fatale gesundheitliche Folgen haben. Im Vergleich zu gleichaltrigen normalgewichtigen Kindern leiden sie beispielsweise häufiger an orthopädischen Störungen, an Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder sogar Diabetes mellitus Typ 2. Damit die Gesundheit im Kindes-, Jugend- und später auch im Erwachsenenalter nicht entscheidend negativ geprägt wird, kommt der Prävention von Übergewicht bei Heranwachsenden deshalb besondere Bedeutung zu. Auf der neuen Internetseite der BZgA erfahren Eltern und Fachkräfte, wie sie Kinder und Jugendliche dabei unterstützen können, der Entwicklung von Körpergewicht vorzubeugen.“

Die Internetseite www.uebergewicht-vorbeugen.de der BZgA gibt Empfehlungen zum Bewegungs-, Ess- und Trinkverhalten, zur Entspannung sowie zur Nutzung von Online-Medien. Darüber hinaus erfahren Familien, wo sie bei bereits bestehendem Übergewicht Hilfe für ihre Kinder und Jugendlichen finden können.

Auch Fachkräften bietet das Onlineportal unterstützende Informationen: Eine Sammlung von Bewegungsübungen, anschaulichen Infografiken und kurzen Themenblättern steht zum Herunterladen und Ausdruck bereit. Sie können zum Beispiel im Beratungsgespräch Eltern an die Hand gegeben werden. Zudem finden Fachkräfte im Portal ein Online-Tool, den sogenannten Methodenfinder. Er hilft passende Übungen, zum Beispiel zu Bewegung oder Entspannung, auszuwählen. Wer in seinem Arbeitsfeld ein Programm zur Vorbeugung von Übergewicht anbieten möchte, kann auch zur Qualitätssicherung direkt auf den Leitfaden der BZgA für die Planung, Umsetzung und Bewertung von gesundheitsfördernden Maßnahmen zugreifen.

Weitere Informationen unter:
www.uebergewicht-vorbeugen.de

________________________________________
Kontakt:
Pressestelle der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Maarweg 149-161
50825 Köln
pressestelle@bzga.de
https://www.bzga.de
https://twitter.com/bzga_de
>>> https://www.bzga.de/presse/pressemittei ... vorbeugen/
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Übergewichtige Kinder ...

Beitrag von WernerSchell » 19.07.2019, 06:17

Bild Leibniz-Institutfür Präventionsforschungund Epidemiologie - BIPS

Bereits im Kleinkindalter folgen auf Übergewicht häufig Stoffwechselerkrankungen

Es ist keine schöne Botschaft: Sind Kinder erst einmal übergewichtig, dann entwickeln sie in den Folgejahren oft auch metabolische Störungen, wie etwa Bluthochdruck, schlechte Blutfettwerte, und erhöhte Glukose- oder Insulinwerte – ¬Risikofaktoren für Diabetes Typ 2 oder Herzkreislauferkrankungen. Das ist das Ergebnis einer vor Kurzem im Fachmagazin International Journal of Epidemiology veröffentlichten Studie, an der zehn europäische Institutionen unter Federführung des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS beteiligt waren.

Es gibt diese Redensart: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. In der Neurologie wurde sie schon lange widerlegt. Menschen können auch noch spät im Leben Gitarrespielen oder Jonglieren lernen. Beim Stoffwechsel scheint diese Weisheit jedoch leider zu stimmen – zumindest meistens. Ist Hänschen stark übergewichtig, dann wird es Hans vermutlich auch sein. Und er trägt damit oft auch ein deutlich erhöhtes Risiko für weitere teils schwerwiegende Krankheiten mit sich herum. Zu diesem Schluss kommt ein europäisches Studienteam, zu dem Claudia Börnhorst, Maike Wolters, Timm Intemann, Anna Floegel und Wolfgang Ahrens vom BIPS zählen. Es wollte wissen, wie sich der metabolische Status vom Kleinkindalter bis hin in die Jugend entwickelt.

Die Antwort auf diese Frage lieferten Daten, die im Rahmen der europäischen IDEFICS/I.Family-Kohortenstudie erhoben wurden. Bei der vom BIPS geleiteten IDEFICS-Studie wurden mehr als 16.000 Kinder im Alter von 2 bis 9 Jahren in acht europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Estland, Italien, Spanien, Schweden, Ungarn und Zypern) untersucht, um den Einfluss von Ernährung und Lebensstil auf ihre Gesundheit zu erforschen. Im Rahmen der ebenfalls BIPS-geführten Folgestudie I.Family wurde ein großer Teil der Kinder – nun zwischen 7 und 17 Jahre alt – zu einem späteren Zeitpunkt erneut untersucht. Darüber hinaus wurden auch Familienmitglieder befragt.

„Ausgewertet wurden hier Daten von 6.768 Kindern, die über eine 6-Jahres Spanne wiederholt untersucht wurden. Die Erhebungen umfassten neben Fragebögen auch körperliche Untersuchungen sowie die Sammlung von Blut-, Speichel- und Urinproben. Insbesondere Blutparameter sind bei jungen Kindern schwierig zu erheben, was unsere Datenbasis so außergewöhnlich und selten macht. Diese Daten ermöglichten es uns, Veränderungen im metabolischen Status von Kleinkindern bis hin in die Jugend zu analysieren“, so Studienerstautorin Dr. Claudia Börnhorst vom BIPS.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konnten fünf zentrale Gruppen identifizieren: Die meisten Kinder waren zur Basiserhebung metabolisch gesund (61,5 Prozent), 15,9 Prozent hatten einen erhöhten Taillenumfang und galten somit als abdominell übergewichtig, 9 Prozent wiesen eine Fettstoffwechselstörung auf, 7 Prozent litten unter Bluthochdruck und 6,6 Prozent vereinten mehrere Komponenten des sogenannten Metabolischen Syndroms. Dazu zählen: Adipositas, Bluthochdruck, Lipidstörungen (schlechte Blutfettwerte) und erhöhte Glukose-/Insulinwerte. Sie alle gelten als Anzeichen einer metabolischen Störung. Sobald drei oder gar vier der oben genannten Risikofaktoren vorgegebene Grenzwerte überschreiten, wird von einem Metabolischen Syndrom gesprochen.

„Abdominelles Übergewicht scheint tatsächlich bereits bei Kindern der Startpunkt für weitere metabolische Störungen wie beispielsweise Bluthochdruck oder Lipidstörungen zu sein“, führt Börnhorst weiter aus. Sie fügt an: „Überraschend fanden wir, dass es selbst in dem betrachteten 6-Jahres Zeitraum kaum ein Kind aus der Gruppe mit mehreren Komponenten des Metabolischen Syndroms zurück in den metabolisch gesunden Status schaffte. Dies unterstreicht nochmal, wie wichtig es ist, frühzeitig zu intervenieren. Schon bei ersten Tendenzen in Richtung Übergewicht sollte gegengelenkt werden, damit Kinder erst gar nicht in den kaum reversiblen metabolisch ungesunden Status gelangen.“

Waren Kinder bei der ersten Messung metabolisch gesund, dann blieben sie es mit großer Wahrscheinlichkeit auch bis zur Folgeerhebung (86,6 Prozent). Kinder, die bei der ersten Datenerhebung lediglich als übergewichtig galten, entwickelten in 18,5 Prozent der Fälle mehrere Komponenten des Metabolischen Syndroms. Wiesen Kinder bereits bei der ersten Messung mehrere metabolische Störungen wie Bluthochdruck oder erhöhte Insulinwerte auf, dann behielten sie diese mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch über den gesamten Untersuchungszeitraum bei.

Die Erkenntnisse der Studie zeigen außerdem, wie wichtig es ist, die Probandinnen und Probanden über längere Zeiträume wissenschaftlich zu begleiten. Nur so lassen sich die langfristigen Folgen verschiedener Lebensstile identifizieren. Deshalb plant das Forschungsteam für dieses Jahr eine erneute Befragung der dann 12 bis 22 Jahre alten Studienteilnehmenden.

Originalveröffentlichung: Börnhorst C, Russo P, Veidebaum T, Tornaritis M, Molnar D, Lissner L, Marild S, De Henauw S, Moreno LA, Intemann T, Wolters M, Ahrens W, Floegel A, on behalf of the IDEFICS and I.Family consortia. Metabolic status in children and its transitions during childhood and adolescence - The IDEFICS/I.Family study. International Journal of Epidemiology. 2019; (Epub 2019 May 16). http://dx.doi.org/10.1093/ije/dyz097

Das BIPS – Gesundheitsforschung im Dienste des Menschen

Die Bevölkerung steht im Zentrum unserer Forschung. Als epidemiologisches Forschungsinstitut sehen wir unsere Aufgabe darin, Ursachen für Gesundheitsstörungen zu erkennen und neue Konzepte zur Vorbeugung von Krankheiten zu entwickeln. Unsere Forschung liefert Grundlagen für gesellschaftliche Entscheidungen. Sie klärt die Bevölkerung über Gesundheitsrisiken auf und trägt zu einer gesunden Lebensumwelt bei.
Das BIPS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der 95 selbstständige Forschungseinrichtungen gehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.
--
Rasmus Cloes, M.Sc.
Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Achterstr. 30
D-28359 Bremen
Tel: 0421 21856780
Fax: 0421 21856761
E-Mail: cloes@leibniz-bips.de
www.leibniz-bips.de

Geschäftsführung:
Prof. Dr. rer. nat. Iris Pigeot-Kübler
Dipl.-Ökonomin Cornelia Wiedemeyer
Handelsregister: Amtsgericht Bremen, HRB 26905

Quelle: Pressemitteilung vom 18.07.2019
https://www.bips-institut.de/no_cache/a ... ungen.html
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Metabolische Störungen - Schnell handeln bei übergewichtigen Kleinkindern!

Beitrag von WernerSchell » 23.07.2019, 05:58

Ärzte Zeitung online, 22.07.2019
Metabolische Störungen
Schnell handeln bei übergewichtigen Kleinkindern!

Eine Studie macht deutlich: Bei Kleinkindern mit Übergewicht sollte schnell gegengesteuert werden – sonst drohen metabolische Störungen. ... (weiter lesen unter) ... http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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Wie Keime Übergewicht fördern Für Übergewicht gibt es viele Gründe: zu viel und falsches Essen, wenig Bewegung oder gene

Beitrag von WernerSchell » 27.07.2019, 05:59

Wie Keime Übergewicht fördern

Für Übergewicht gibt es viele Gründe: zu viel und falsches Essen, wenig Bewegung oder genetische Veranlagung. Aber auch Mikroben in unserem Darm. Jeder Mensch besitzt Milliarden kleinster Organismen, die an der Verdauung beteiligt sind. Bestimmte Arten fördern die Aufnahme von Fett oder Zucker im Darm, andere wirken in die gegengesetzte Richtung und halten schlank. Und jeder Mensch hat eine individuelle Zusammensetzung von Bakterien in seiner "Darmflora". US-Forscher haben an Mäusen nun einen weiteren Mitspieler untersucht – das Immunsystem. Das Ergebnis: Produziert das Immunsystem nicht genügend Antikörper des Typs Immunglobulin A, vermehren sich die falschen Darmbakterien und es entstehen mehr Krankheitsrisiken – auch für Übergewicht. Diese Forschungsergebnisse lassen sich sicher nicht 1:1 auf den Menschen übertragen, das Grundprinzip ist aber dennoch gleich. Quarks-Reporter und Mikrobiologe Michael Lange mit Details | audio > https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr ... n-100.html

Mehr:
"Dick durch Darmflora?" ein Quarks-Beitrag vom 27.09.2016 | video > https://www1.wdr.de/mediathek/video/sen ... a-100.html
"Warum wird man dick – reiner Zufall?" ein Quarks-Beitrag vom 09.01.2018 | video > https://www1.wdr.de/mediathek/video/sen ... l-100.html
"Wie pflege ich meinen Darm?" ein Quarks-Beitrag vom 07.02.2017 | video > https://www1.wdr.de/mediathek/video/sen ... m-100.html

Quelle: Mitteilung vom 26.07.2019
Quarks-Team
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Übergewichtige Kinder - Hypertonie schadet schon Kindern sehr

Beitrag von WernerSchell » 15.08.2019, 06:35

Ärzte Zeitung vom 15.08.2019:
Schäden an Herz und Niere
Hypertonie schadet schon Kindern sehr

Übergewicht führt schon bei jüngeren Kindern zu einem deutlich erhöhten Risiko für Bluthochdruck. Es lohnt sich, die überflüssigen Pfunde und den Bluthochdruck konsequent zu bekämpfen. Denn auch bei Kindern drohen ansonsten bereits Endorganschäden. ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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Jedes vierte Kind neigt zu Übergewicht

Beitrag von WernerSchell » 23.08.2019, 06:37

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtet am 23.08.2019:
Stadt Neuss prüft Fitness der Zweitklässler:
Jedes vierte Kind neigt zu Übergewicht


Anmerkung:
Es werden Fakten vorgestellt, die eigentlich längst bekannt sind. Mit mehr Bewegung allein ist aber das Problem nicht zu lösen. Es muss u.a. ergänzend auf gesunde Ernährung geachtet werden. … Insoweit gibt es vielfältige Konzepte, die weiter helfen könnten. Die Verantwortlichen reagieren aber nur unvollkommen. Einzelne Schulprojekte laufen weitgehend ins Leere, weil die angebotenen Informationen nicht in den Familien ankommen. … Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk macht daher seit Jahren auf die Erfordernisse einer gesunden Lebensführung, beginnend im Kindesalter, aufmerksam und hat, um insoweit zeitgerecht entsprechende Kompetenzen zu vermitteln, die Einrichtung eines Faches "Gesundheit" an den Schulen angeregt. - Werner Schell
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Fettleber erkennen und behandeln = Ernährungsumstellung ist einziger Behandlungsansatz

Beitrag von WernerSchell » 25.09.2019, 07:22

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• Fettleber erkennen und behandeln (Ernährungsumstellung ist einziger Behandlungsansatz) Video (rd. 6 Min. - verfügbar bis 20.09.2020) abrufbar unter > https://www.ardmediathek.de/ard/player/ ... -behandeln
• Studiogespräch zur (rd. 4 Min. - verfügbar bis 20.09.2020) abrufbar unter > https://img.ardmediathek.de/standard/00 ... andant=ard
• Text unter > https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... er102.html
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WernerSchell
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XXL-Report 2019: So werden dicke Menschen ausgegrenzt

Beitrag von WernerSchell » 09.10.2019, 08:32

Fettleibige Menschen werden häufig stigmatisiert und ausgegrenzt. In Nordrhein-Westfalen findet jeder Dritte (35 Prozent) dicke Menschen unästhetisch. Fast Vier von Zehn meinen, dicke Menschen seien selbst schuld an ihrem starken Übergewicht. Das zeigt die aktuelle Studie „XXL-Report 2019 Nordrhein-Westfalen“ der DAK-Gesundheit. Mit einer repräsentativen Forsa-Untersuchung im Auftrag der Krankenkasse wurden Meinungen und Einschätzungen zu Übergewicht und Fettleibigkeit erfragt. Die Studie wurde im Landtag Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit der Eröffnung der Ausstellung „schwere[s]los“ vorgestellt. Lesen Sie mehr in unserer Pressemeldung.
Freundliche Grüße
Ihr Presseteam der DAK-Gesundheit Nordrhein-Westfalen


XXL-Report 2019: So werden dicke Menschen ausgegrenzt
DAK-Studie zeigt Stigmatisierung von Fettleibigen in NRW –Aufklärungskampagne „schwere(s)los“ im Landtag


Fettleibige Menschen werden häufig stigmatisiert und ausgegrenzt. In Nordrhein-Westfalen findet jeder Dritte (35 Prozent) dicke Menschen unästhetisch. Fast Vier von Zehn meinen, dicke Menschen seien selbst schuld an ihrem starken Übergewicht. Das zeigt die aktuelle Studie „XXL-Report 2019 Nordrhein-Westfalen“ der DAK-Gesundheit. Mit einer repräsentativen Forsa-Untersuchung im Auftrag der Krankenkasse wurden Meinungen und Einschätzungen zu Übergewicht und Fettleibigkeit erfragt. Die Studie wurde im Landtag Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit der Eröffnung der Ausstellung „schwere[s]los“ vorgestellt.
Adipositas ist eine Volkskrankheit, die durch viele Faktoren entsteht. Um die verbreiteten Vorurteile gegenüber Betroffenen zu entkräften und eine neue Sicht auf das Thema Adipositas zu bieten, zeigt die DAK-Gesundheit die Aufklärungskampagne „schwere(s)los“ als Wanderausstellung. „Adipöse Menschen haben in unserer Gesellschaft ein schweres Los. Sie kämpfen gegen Pfunde und Vorurteile“, sagt Klaus Overdiek, Leiter der DAK-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen. „Mit unserer aktuellen Studie und unserer Wanderausstellung wollen wir zum Nachdenken anregen“, so Overdiek weiter. Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) ist sogar stark übergewichtig, also adipös.
In der DAK-Umfrage ging es unter anderem darum, das eigene Gewicht einzuschätzen. Sechs Prozent halten sich für untergewichtig und rund ein Drittel (36 Prozent) schätzt sich als normalgewichtig ein. Von etwas Übergewicht gehen 45 Prozent der Befragten aus, 13 Prozent sehen sich als sehr übergewichtig. Zusammengenommen liegen 58 Prozent über dem Normalgewicht, was der RKI Erhebung nahekommt. Die Wahrnehmung, wo Adipositas beginnt ist jedoch abweichend.
Mehrere Studien belegen den Zusammenhang zwischen Adipositas und metabolischen Erkrankungen sowie bestimmten Krebserkrankungen. Diese Gesundheitsgefahr wird offenbar in der Bevölkerung unterschätzt. Nur elf Prozent der Befragten sehen ein stark erhöhtes, 28 Prozent jedoch kein Risiko im Zusammenhang mit krankhaftem Übergewicht. Auch die Gefahr von Unfruchtbarkeit ist lediglich zwölf Prozent der Befragten in NRW bewusst. Auch hier liegen wissenschaftliche Erkenntnisse vor, dass solche Gesundheitsstörungen bei stark übergewichtigen Menschen verbreiteter sind, als bei Normalgewichtigen. Bei Bluthochdruck, Diabetes oder Herzinfarkt weist die Studie Umfragewerte von mehr als 80 Prozent aus, auch das Schlaganfallrisiko stufen 69 Prozent als sehr viel stärker ein.
Fettleibige Menschen leiden hierzulande aber nicht nur gesundheitlich. Sie haben darüber hinaus mit psychosozialen Beeinträchtigungen wie Ausgrenzung und Stigmatisierung zu kämpfen. Das zeigt auch der aktuelle „XXL-Report 2019“ der DAK-Gesundheit für Nordrhein-Westfalen. Neben den Gesundheitsrisiken und Einschränkungen der Mobilität spielen auch andere Faktoren eine Rolle. Vier von zehn meinen, dass es für Betroffene auch in der sozialer Anerkennung Nachteile gibt, 31 Prozent der Befragten sehen das im Bereich Beruf und Karriere. Bei der Frage nach Liebe und Sexualität glauben 27 Prozent und hinsichtlich der Lebensfreude 18 Prozent an Beeinträchtigungen für fettleibige Menschen.
Infos rund um das Thema Adipositas und die Aufklärungskampagne „schwere(s)los“ gibt es auch im Internet unter www.aktion-schwereslos.de.

Rainer Lange
DAK-Gesundheit
Pressesprecher Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen
Graf-Adolf-Str. 89, 40210 Düsseldorf
Postfach 10 19 23, 40010 Düsseldorf
Tel.: 0211 550415-1120
mailto:rainer.lange@dak.de
http://www.dak.de/presse

Attachments
Pressemeldung Download PDF > https://cache.pressmailing.net/content/ ... reslos.pdf
Forsa-Umfrage der DAK-Gesundheit Download PDF > https://cache.pressmailing.net/content/ ... as_NRW.pdf
Statement Klaus Overdiek Download PDF > https://cache.pressmailing.net/content/ ... ndheit.pdf
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