Immer mehr Übergewichtige

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"Adipositas-Epidemie" - Kinderärzte werfen Regierung Versagen vor

Beitrag von WernerSchell » 12.10.2018, 05:52

Ärzte Zeitung vom 12.10.2018:
"Adipositas-Epidemie"
Kinderärzte werfen Regierung Versagen vor

Im Kampf gegen Adipositas bei Kindern fordern Pädiater einen nationalen Aktionsplan, der auch Verbote für ungesunde Lebensmittel enthält. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr
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Zu viel Internet-Konsum macht Kinder dick

Beitrag von WernerSchell » 19.10.2018, 17:23

Zu viel Internet-Konsum macht Kinder dick
Experten kritisieren lange Nutzungsdauer und sehen Werbung für Junkfood als Ursache

Liverpool/London (pte001/19.10.2018/06:00) - Kinder, die täglich über eine halbe Stunde mit Tablet oder Smartphone online sind, drängen ihre Eltern, Fertignahrung wie Pizza oder Hamburger zu kaufen. Das tun sie doppelt so häufig wie Kinder, die seltener im Internet surfen, wie Forscher der University of Liverpool http://liverpool.ac.uk in Kooperation mit dem britischen Krebsforschungszentrum http://cancerresearchuk.org erhoben haben.

2.700 Kinder interviewt

Die Wissenschaftler haben 2.700 Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren sowie deren Eltern nach ihren Essgewohnheiten und den Zeiten, die sie im Internet verbringen, befragt. Ziel der Studie war es aufzudecken, ob ein Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Werbung für Fertignahrung im Internet und Fernsehen besteht.

Die Studie zeigt, dass Schulkinder, die pro Tag mehr als drei Stunden lang im Internet surfen, viermal mehr Taschengeld für Schokolade, Knabberzeug, gezuckerte Getränke und Gerichte aus Imbissbuden ausgeben als ihre weniger internetabhängigen Altersgenossen. 79 Prozent der Kinder, die mehr als drei Stunden am Tag im Internet verbringen, sind übergewichtig oder sogar fettleibig. Dieses Schicksal trifft "nur" auf 53 Prozent der Kinder zu, die zwischen 30 und 180 Minuten täglich online sind.

Gewicht zweithöchstes Krebsrisiko

Übergewicht bei Kindern hat fatale Folgen, vor allem im Erwachsenenalter. Die Chance, auch dann übergewichtig zu sein, liegt fünfmal höher als bei normalgewichtigen Kindern. Laut Krebsforschern erhöht das Übergewicht das Risiko, an 13 verschiedenen Krebsarten zu erkranken. Zu viele Pfunde sind nach Rauchen das zweitgrößte Krebsrisiko in Großbritannien. Emma Boyland von der University of Liverpool macht die Werbung im Internet und im kommerziellen TV für die ungesunde Ernährung der Kinder verantwortlich, die viel Zeit vor dem Display verbringen.

Krebsforscher Jyotsna Vohra fordert sogar, dass TV-Werbung für ungesunde Nahrungsmittel nicht vor 21 Uhr gesendet werden darf. Kinder müssten auch vor entsprechender Werbung im Internet und beim Streamen von Videos geschützt werden. "Diese Werbung sorgt dafür, dass Kinder verstärkt ungesunde Nahrungsmittel zu sich nehmen", klagt Vohra.

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail: kempkens@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
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Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in NRW sind übergewichtig

Beitrag von WernerSchell » 26.10.2018, 07:17

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LANDESBETRIEB IT.NRW
STATISTIK UND IT-DIENSTLEISTUNGEN


Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in NRW sind übergewichtig
53,4 Prozent der Erwachsenen in Nordrhein-Westfalen hatten im Jahr 2017 Übergewicht; 2005 hatte der Anteil der Übergewichtigen noch bei 49,4 Prozent gelegen.

Düsseldorf (IT.NRW). 53,4 Prozent der Erwachsenen in Nordrhein-Westfalen hatten im Jahr 2017 Übergewicht; 2005 hatte der Anteil der Übergewichtigen noch bei 49,4 Prozent gelegen. Laut Einstufung der Weltgesundheitsorganisation gelten Frauen und Männer ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 als übergewichtig. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, hatten im vergangenen Jahr 9,6 Millionen Personen ab 18 Jahren bei der Mikrozensusbefragung freiwillige Angaben zu ihrer Körpergröße und zu ihrem Körpergewicht gemacht. Der durchschnittliche Body-Mass-Index an Rhein und Ruhr betrug 25,9. Für Hagen wurde mit 26,8 der höchste, für Münster mit 24,7 der niedrigste BMI-Durchschnittswert aller kreisfreien Städte und Kreise des Landes ermittelt.

Insgesamt war der Anteil der Übergewichtigen bei Männern höher als bei Frauen: Während 63,4 Prozent der Männer Übergewicht hatten, waren es bei den Frauen 43,2 Prozent. Für Frauen ergibt sich bei einer durchschnittlichen Körpergröße von 1,66 Meter und einem Durchschnittsgewicht von 69,0 Kilogramm rein rechnerisch ein BMI von 25,1, während Männer mit 1,79 Metern und 85,8 Kilogramm auf einen BMI von 26,8 kamen.

Den höchsten Anteil an übergewichtigen Personen aller kreisfreien Städte und Kreise Nordrhein-Westfalens hatte mit 59,7 Prozent Duisburg. Dahinter folgten Oberhausen mit 59,3 Prozent und Hagen mit 59,2 Prozent. Den niedrigsten Anteil von Erwachsenen mit Übergewicht gab es in Münster mit 39,7 Prozent gefolgt von Aachen (41,6 Prozent) und Bonn (43,8 Prozent).

Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße (Gewicht dividiert durch Größe zum Quadrat).

Bei den vorliegenden Angaben handelt es sich um Ergebnisse von Mikrozensus-Zusatzbefragung auf freiwilliger Basis bei Personen in privaten Haushalten. Seit 2017 werden im Mikrozensus bei Personen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, nur noch wenige soziodemografische Grunddaten erhoben; daher ist diese Personengruppe in den Ergebnissen nicht mehr berücksichtigt. (IT.NRW)

Quelle: Pressemitteilung vom 25. Oktober 2018
Claudia Key
0211 9449-6661
Leo Krüll
0211 9449-6662
Derendorfer Allee 1
40476 Düsseldorf
pressestelle@it.nrw.de
https://www.it.nrw/mehr-als-die-haelfte ... htig-93431

file type icon Bevölkerung (Männer und Frauen) in Nordrhein-Westfalen mit Angaben zu Körpergewicht und -größe 2005, 2009, 2013 und 2017 (Ergebnisse für krfr. Städte und Kreise) >>> https://www.it.nrw/sites/default/files/ ... 305_18.pdf

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Anmerkung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk:
Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in NRW sind übergewichtig. - 53,4 % der Erwachsenen in NRW hatten im Jahr 2017 Übergewicht - 2005 hatte der Anteil der Übergewichtigen noch bei 49,4 % gelegen. (Quelle: Pressemitteilung des LANDESBETRIEB IT.NRW - STATISTIK UND IT-DIENSTLEISTUNGEN vom 25.10.2018).
"Immer mehr Übergewichtige" haben am 17.01.2018 die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) veranlasst, folgende Forderungen an die Bundesregierung zu richten:
- Die Einbindung relevanter Fachgesellschaften in die gesundheits- und wissenschaftspolitischen Entscheidungsprozesse zum Thema Adipositas
- Einen nationalen Aktionsplan Adipositas
- Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Adipositas
- Weitere Stärkung der Adipositas- Forschung in Deutschland
- Einen Bundesbeauftragten für Adipositas und Prävention
Da auch das Übergewicht bei Kindern dramatisch ansteigt, haben sich im September 2018 auch die Kinder- und Jugendärzte zu Wort gemeldet und konkrete Gegenmaßnahmen eingefordert. Nach aktuellen Forschungsergebnissen der Universität Leipzig entwickelt sich Übergewicht bereits in der frühen Kindheit – und bleibt dann bestehen! - Das alles sind besorgniserregende Entwicklungen, die in den politischen Programmdiskussionen bislang keine Berücksichtigung gefunden haben.


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Ärzte machtlos bei ungesunder Ernährung

Beitrag von WernerSchell » 05.11.2018, 18:09

Im Rahmen einer aktuellen Befragung hat DocCheck Research das Thema Ernährung und Gesundheit aus Ärztesicht untersucht. Lesen Sie dazu die folgende Pressemitteilung:

Ärzte machtlos bei ungesunder Ernährung
DocCheck Research untersucht Ernährung und Gesundheit aus Ärztesicht


Köln, 05.11.2018 – Deutsche Hausärzte sehen sich weitgehend machtlos beim Versuch, Patienten zu einer gesunden Ernährung zu bewegen - konsequente Schulungsprogramme braucht das Land. Der Frust sitzt tief, zeigt eine neue Befragung von DocCheck Research.

Jeder zweite Patient könnte aus Sicht deutscher Hausärzte gesundheitlich deutlich von einer gesünderen Ernährung profitieren, jeder fünfte Arzt sieht das Potential sogar bei 75 Prozent und mehr seiner Patienten. Der Tenor der Mediziner lautet: Die Esskultur der Deutschen gefährdet die Gesundheit. Die Hauptursachen, die einer gesunden Ernährung im Wege stehen, liegen den Ärzten zufolge nicht nur bei mangelnder Disziplin in Form von übermäßigem Essen (47 Prozent) oder ungesundem Essen (46 Prozent). Laut 42 Prozent der Ärzte mangelt es vorwiegend am Verantwortungsbewusstsein für die eigene Gesundheit sowie der Esskultur im Familienalltag bzw. Wertschätzung gemeinsamer Mahlzeiten (35 Prozent).

Zudem wissen viele Patienten den Ärzten zufolge überhaupt nicht, wie richtige Ernährung funktioniert: Fast jeder dritte Hausarzt sieht eine Hauptursache für die verbreitete Fehlernährung im mangelnden Wissen über die Zusammenhänge von Gesundheit und Ernährung sowie im Wissen, worauf es bei einer gesunden Ernährung ankommt (27 Prozent).

Aufgrund der meist fehlenden Einsicht der Patienten sehen sich die Ärzte kaum in der Lage, in einzelnen Gesprächen etwas auszurichten. Ernährungsberatung ist ihnen zufolge ein Schulungsthema, das am grundsätzlichen Essverhalten der Patienten ansetzen muss. Benötigt werden den Medizinern zufolge explizite Verhaltensrichtlinien und langfristige Konzepte.

Auch bei den Ärzten besteht Schulungsbedarf: Wenn es um gesunde Ernährung allgemein geht, fühlen sie sich zwar mehrheitlich beratungssicher (87 Prozent), ebenso im Kontext chronischer Erkrankungen wie Diabetes (84 Prozent). Bei Ernährungsfragen rund um Schwangerschaft oder kindliche Entwicklung kennt sich allerdings nur rund ein Drittel der Hausärzte aus. 41 Prozent beraten hierzu nicht. Auch bei besonderen Ernährungsweisen wie speziellen Diäten (z.B. Atkins-Diät, Low Carb, Low Fat) sowie der vegetarisch/veganen Ernährung hält sich ein Großteil der Ärzte als Berater zurück. Die Mehrheit der Mediziner fremdelt insbesondere mit Pflanzenköstlern: Nur 8 Prozent der befragten Ärzte stehen der veganen Ernährung befürwortend gegenüber, 71 Prozent skeptisch.

Für die Studie wurden vom 18. bis 30. Oktober 2018 n = 300 in Deutschland niedergelassene Allgemeinmediziner und Internisten ohne Schwerpunkt per Zufallsauswahl aus dem DocCheck Online Panel durch das Institut DocCheck Research befragt. Weiterführende Infos unter: research.doccheck.com > https://doccheck.us8.list-manage.com/tr ... fac36cd183

Die Pressemitteilung dazu finden Sie hier zum Download > https://doccheck.us8.list-manage.com/tr ... fac36cd183
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"Schwer adipöse Kinder sind die Verlierer"

Beitrag von WernerSchell » 12.11.2018, 07:53

Ärzte Zeitung vom 12.11.2018:
Kindergesundheit
"Schwer adipöse Kinder sind die Verlierer"

Um die Gesundheit von vielen adipösen Kindern ist es nicht gut bestellt. Einige haben Erkrankungen, wie sie bei Patienten jenseits der 50 vorkommen. Hilfe für sie gibt es kaum. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr
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Jedes sechste Kind ist zu dick. … Es ist Zeit für eine Steuer ...

Beitrag von WernerSchell » 06.12.2018, 07:54

Bericht und Kommentierung der Rheinischen Post vom 06.12.2018:
Jedes sechste Kind ist zu dick. … Es ist damit einem erhöhten Risiko ausgesetzt, an Diabetes zu erkranken, Herz-Kreislauf-Probleme zu bekommen, gemobbt zu werden und seine Lebenszeit beträchtlich zu verkürzen. … Es ist Zeit für eine Steuer … Die Folgekosten von Übergewicht bei Kindern liegen in dreistelliger Milliardenhöhe. …
… (weiter lesen unter) … https://www.pressreader.com/germany/rhe ... /20181206/ bzw. https://www.presseportal.de/pm/30621/4135532
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Gesund ernähren – geht das?

Beitrag von WernerSchell » 08.01.2019, 07:38

Gesund ernähren – geht das?
Zucker macht krank, Weizen dumm und Wurst verursacht Krebs ¬– immer wieder gibt es neue Schreckensnachrichten über schädliches Essen und krankmachende Inhaltsstoffe. Aber auch Tipps, was man unbedingt essen sollte, werden überall verbreitet. Doch was genau ist davon tatsächlich gut für uns? Sind es wirklich die Inhaltsstoffe, die ein Lebensmittel gesund machen oder ist es am Ende nur der Glaube, dass sie uns guttun? Quarks klärt auf und zeigt, was hinter dem neuen Essenskult steckt.

Quarks – WDR Fernsehen – Dienstag, 8. Januar 2019, 21:00 - 21:45 Uhr
Sehen Sie schon jetzt die gesamte Sendung im Netz | sendungsvideo > https://www1.wdr.de/mediathek/video/sen ... --100.html
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Mutter-Kind-Studie LINA zeigt: Mütterlicher Stress führt zu Übergewicht bei Kindern

Beitrag von WernerSchell » 10.01.2019, 10:18

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Mutter-Kind-Studie LINA zeigt: Mütterlicher Stress führt zu Übergewicht bei Kindern

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Stress der Mutter bedingt Übergewicht der Kinder - Nomad_Soul_fotolia

Übergewicht ist nicht gesund. Doch immer mehr Menschen in Deutschland sind übergewichtig, vor allem auch Kinder. Im Rahmen der Mutter-Kind-Studie LiNA, die am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniert wird, konnten Forscher den empfundenen Stress der Mutter im ersten Lebensjahr des Kindes als einen Risikofaktor für Übergewichtsentwicklung im Kleinkindalter ausmachen. Dieser wirke sich vor allem auf die Gewichtsentwicklung von Mädchen aus und führe zu einer langfristigen Prägung, schreiben Forscher des UFZ, der Universität Bristol und des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung in ihrer gemeinsamen im Fachmagazin BMC Public Health erschienenen Studie.

In Deutschland sind fast zehn Prozent der Kinder zwischen zwei und sechs Jahren übergewichtig, davon rund drei Prozent sogar fettleibig. Hochkalorische Ernährung und zu wenig Bewegung sind bekannte Risikofaktoren für Übergewicht. „Mütterlicher Stress steht ebenfalls im Verdacht, zu einer Entwicklung von Übergewicht bei Kindern beizutragen“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Kristin Junge vom Department Umweltimmunologie am UFZ. „Gerade das Zeitfenster während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren ist in der kindlichen Entwicklung sehr sensibel für äußere Einflüsse, die zu Krankheiten oder auch Übergewicht führen können.“ Und dazu können auch psychologische Einflüsse gehören, wie beispielsweise mütterlicher Stress. In ihrer aktuellen Studie untersuchten die UFZ-Wissenschaftlerinnen, ob und wie sich mütterliches Stressempfinden während der Schwangerschaft sowie in den ersten beiden Lebensjahren auf die Gewichtsentwicklung des Kindes bis zum fünften Lebensjahr auswirkt. Dafür analysierten sie vorhandene Daten aus der Mutter-Kind-Studie LiNA.

LiNA ist eine Langzeitstudie, in der sensible kindliche Entwicklungsphasen unter besonderer Berücksichtigung von Lebensstil, Umweltbelastungen und dem späteren Auftreten von Allergien, Atemwegserkrankungen und Übergewicht untersucht werden. Seit 2006 begleiten UFZ-Forscher in Kooperation mit dem Städtischen Klinikum St. Georg in Leipzig sowie seit kurzem auch mit dem Universitätsklinikum Leipzig mehrere hundert Mutter-Kind-Paare von der Schwangerschaft an, um Auswirkungen von Umwelteinflüssen und Lebensgewohnheiten auf Gesundheit und Wohlbefinden zu erforschen. Dabei werden regelmäßig Befragungen, Schadstoffmessungen im Wohnumfeld sowie Labor- und ärztliche Untersuchungen von Müttern und Kindern durchgeführt. Die aktuelle UFZ-Studie basiert auf Daten von 498 Mutter-Kind-Paaren der LiNA-Studie. Aus den Zahlen zu Größe und Gewicht ermittelten die Forscher den Body Mass Index (BMI) der Kinder und normierten ihn auf Alter und Geschlecht. Der empfundene Stress der Mütter wurde mithilfe validierter Fragebögen erhoben und umfasste die Themen Sorgen und Ängste, Gefühle von Anspannung, allgemeine Zufriedenheit sowie den Umgang mit täglichen Anforderungen. „Die Daten zum empfundenen Stress der Mütter während der Schwangerschaft sowie in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes haben wir mit der Entwicklung des BMI der Kinder bis zu ihrem fünften Lebensjahr ins Verhältnis gesetzt und geschaut, ob es einen Zusammenhang gibt“, erklärt Biochemikerin Dr. Beate Leppert, Erstautorin der Studie, die mittlerweile an der Universität Bristol arbeitet.

Erstes Lebensjahr besonders prägend
Und die Ergebnisse der Studie zeigen: Den Zusammenhang gibt es tatsächlich. Hatten Mütter im ersten Lebensjahr ihres Kindes ein hohes Stressempfinden, so war die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihre Kinder in den ersten fünf Lebensjahren einen erhöhten BMI entwickeln. „Die Auswirkungen durch mütterlichen Stress scheinen langfristig prägend zu sein“, sagt Kristin Junge. Der Zusammenhang zwischen mütterlichem Stressempfinden im ersten Lebensjahr des Kindes und erhöhtem BMI war besonders deutlich bei Mädchen zu sehen. „Es scheint, dass vor allem Töchter gestresster Mütter ein erhöhtes Risiko haben, übergewichtig zu werden“, sagt Dr. Saskia Trump, Letztautorin der aktuellen Studie, die mittlerweile am Berliner Institut für Gesundheitsforschung arbeitet. „Es gibt Studien, die zeigen, dass solche psychologischen Faktoren wie das Stressempfinden der Mutter von Jungen möglicherweise weniger intensiv wahrgenommen oder besser kompensiert werden“. Keine signifikanten Auswirkungen auf die Gewichtsentwicklung beider Geschlechter hatte der empfundene Stress der Mütter während der Schwangerschaft sowie während des zweiten Lebensjahres des Kindes. „Das erste Lebensjahr scheint eine sensible Phase und für die Neigung zu Übergewicht prägend zu sein“, sagt Junge. Schließlich verbringen Mutter und Kind meist das gesamte erste Jahr gemeinsam – viel Zeit, in der das mütterliche Stressempfinden oder damit verbundene Verhaltensweisen vom Kind wahrgenommen werden. „In dieser Zeit sollte dem Befinden der Mutter daher besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden“, ergänzt Trump.

Stressoren identifizieren
Doch wodurch wird der empfundene Stress der Mütter überhaupt verursacht? Um diese Frage zu beantworten, haben die Forscher weitere Daten der Mutter-Kind-Befragungen untersucht und nach möglichen Einflussfaktoren wie Haushaltseinkommen, Bildungsstatus sowie Qualität des Lebensumfeldes gefahndet. Die Ergebnisse zeigen, dass Mütter mit einem deutlich erhöhten empfundenen Stresslevel häufig viel Verkehr oder Lärm ausgesetzt waren, in einem einfachen Wohnumfeld lebten oder ein niedriges Haushaltseinkommen hatten. Mütterlicher Stress, verursacht durch schwierige Lebensbedingungen oder ein ungünstiges Wohnumfeld, kann bei Kindern langfristig zu Übergewicht führen. „Der von Müttern empfundene Stress sollte ernstgenommen werden“, sagt Junge. „Hebammen, Frauen-, Kinder- und Hausärzte sollten im ersten Jahr nach der Geburt des Kindes besonders aufmerksam sein für Anzeichen von Stress.“ Denn wenn man den Müttern frühzeitig hilft oder Unterstützung anbietet, könnte man vielleicht gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Das mütterliche Wohlbefinden verbessern und damit auch der Übergewichtsentwicklung ihrer Kinder vorbeugen. In zukünftigen Forschungsarbeiten will das UFZ-Team untersuchen, ob die Auswirkungen mütterlichen Stressempfindens auch über das fünfte Lebensjahr der Kinder hinausgehen.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Kristin Junge
UFZ-Department Umweltimmunologie
kristin.junge@ufz.de

Dr. Beate Leppert
University of Bristol, Bristol Medical School, Population Health Sciences beate.leppert@bristol.ac.uk

Dr. Saskia Trump und Prof. Irina Lehmann
Charité - Universitätsmedizin Berlin und Berliner Institut für Gesundheitsforschung
saskia.trump@charite.de

Originalpublikation:
Publikation:
Leppert B, Junge KM, Röder S, Borte M, Stangl GI, Wright RJ, Hilbert A, Lehmann I, Trump S.: Early maternal perceived stress and children's BMI: longitudinal impact and influencing factors. BMC Public Health. 2018 Oct 30; 18(1):1211. doi: 10.1186/s12889-018-6110-5.

Quelle: Pressemitteilung vom 09.01.2019
Susanne Hufe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ
https://idw-online.de/de/news708646
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Schädigt Übergewicht das Gehirn?

Beitrag von WernerSchell » 11.01.2019, 07:30

Ärzte Zeitung vom 11.01.2019:
Weniger Graue Substanz
Schädigt Übergewicht das Gehirn?

Bei stark übergewichtigen Menschen kann das Gehirn in bestimmten Bereichen geschrumpft sein. Das haben britische Forscher herausgefunden. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr
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Patientenleitlinie zur Diagnose und Behandlung der Adipositas

Beitrag von WernerSchell » 12.02.2019, 07:41

SHR Hochschule für Gesundheit

Gesundheitshochschule beteiligt sich an Entwicklung der Patientenleitlinie Adipositas
Patientenleitlinie Adipositas jetzt verfügbar.

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Die SRH Hochschule für Gesundheit, Campus Gera und die wissenschaftliche Fachgesellschaft Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) haben heute die „Patientenleitlinie zur Diagnose und Behandlung der Adipositas“ herausgegeben. „Die neue Patientenleitlinie schließt eine wichtige Lücke für eine bessere Versorgung von Menschen mit Adipositas, denn sie verdeutlicht den Betroffenen, nach welchen wissenschaftlich begründeten Empfehlungen Ärzte im Bereich Adipositas handeln. Patienten können so besser, d.h. informierter medizinische Entscheidungen treffen, z.B. bevor sie sich zu einer Teilnahme an einem Adipositas-Therapieprogramm entscheiden oder einer chirurgischen Maßnahme unterziehen. Die Patientenleitlinie leistet daher eine wichtige Aufklärungsarbeit“, so Professor Dr. med. Matthias Blüher, Adipositasexperte, Past President und Tagungspräsident der DAG 2020.

Die Patientenleitlinie ist unter der Leitung von Professorin Dr. PH Sylvia Sänger und Professorin Dr. rer. med. Claudia Luck-Sikorski von Studierenden des Masterstudiengangs Medizinpädagogik an der SRH Hochschule für Gesundheit in einem wissenschaftlichen Projekt erstellt worden.

„Die Adipositas ist eine komplexe Erkrankung, die auch komplex behandelt werden muss. Diesem Umstand haben wir nicht nur in der ärztlichen, sondern auch in der Patientenleitlinie Rechnung getragen und deshalb auch alle maßgeblichen Fachgesellschaften und Professionen an der Ausarbeitung beteiligt: neben Hausärzten und Internisten auch Endokrinologen, Ernährungstherapeuten und –berater, Physiotherapeuten, Psychologen und Chirurgen sowie die Studierenden der Medizinpädagogik, die auch alle verschiedene medizinische Fachberufe haben“ , so Luck-Sikorski, zugleich auch tätig am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB AdipositasErkrankungen) in Leipzig.

„Wir haben so einerseits sichergestellt, dass die Patientenleitlinie inhaltlich identisch mit der wissenschaftlichen Leitlinie für Ärzte ist, andererseits haben wir auch Patienten in die Erstellung eingebunden und können so sicher sein, dass die Patientenleitlinie nun auch laien-verständlich ist“, erläutert Sänger. Beigetragen haben eine Selbsthilfegruppe aus Jena und Patientenvertreter aus bundesdeutschen Selbsthilfeorganisationen.

„Die Patientenleitlinie trägt dazu bei, dass sich Patienten mit Ärzten auf Augenhöhe begegnen können“, bestätigt auch Steffy Wirtz, Patientenbeauftragte der DAG. Dies sei so wichtig, weil Adipositas eine Erkrankung mit vielen Facetten ist und Betroffenen vor einer Maßnahme einschätzen können müssten, was auf sie zukomme und ob sie dazu bereit seien, so die Patientenvertreterin der Adipositas-Hilfe Deutschland.

Die Patientenleitlinie verdeutliche den Patienten auch, dass die Adipositas keine „aktive Entscheidung“, sondern eine chronisch fortschreitende Erkrankung ist. Wie bei der Therapie jeder anderen chronischen Erkrankung erfordere Adipositas lebenslang gemeinsame Anstrengung von Betroffenen und Behandlern, so Adipositasexperte Blüher.

Hintergrund:

Gut die Hälfte der Menschen in Deutschland hat eine geringe Gesundheits¬kompetenz1. Das bedeutet, es fällt ihnen schwer, relevante Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, richtig einzuordnen, kritisch zu beurteilen und auf ihre eigene Lebenssituation zu beziehen, um ihre Gesundheit zu fördern oder zu erhalten.

Chronische Krankheiten, wie die Adipositas, sind hochkomplex und langfristig. Sie gehen mit vielfältigen Anforderungen an die Krankheitsbewältigung und einem hohen und immer wieder sich verändernden Bedarf an Information, Kommunikation und Unterstützung einher. Der Anteil an Patienten mit eingeschränkter Gesundheitskompetenz ist bei chronisch Kranken mit fast 73% besonders hoch2.

Teilhabe, Mitsprache und Selbstbestimmung sind zentrale Aspekte für die heute geforderte, partizipative Entscheidungsfindung im Arzt-Patientengespräch. Leicht verständliche medizinischen Informationen, z.B. Patientenleitlinien, ermöglichen es Patient und Arzt, gemeinsam zu entscheiden, welcher therapeutische Weg eingeschlagen werden soll.

Darüber hinaus ist es für Menschen mit schwerem Übergewicht auch deshalb wichtig, verlässliche Informationen für ihr Krankheitsmanagement zu erhalten, weil es immer noch keine geregelte medizinischen Versorgung der Adipositas gibt und demzufolge der „graue Markt“ unseriöser Hilfsangebote groß ist. Die „Patientenleitlinie zur Diagnose und Behandlung der Adipositas“ (Stand Januar 2019) ist hier downloadbar. >>> https://www.adipositas-gesellschaft.de/ ... ositas.pdf

Quellen:
1 www.nap-gesundheitskompetenz.de
2„Gesundheitskompetenz in die Versorgung von Menschen mit chronischer Erkrankung integrieren“. Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz, Strategiepapier #2 zu den Empfehlungen des Natioalen Aktionsplans. www.nap-gesundheitskompetenz.de/aktions ... iepapiere/ (Abrage 22.01.2019)

Quelle: Mitteilung vom 11.02.2019
Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski
Leitung Forschung

Studiengangsleiterin Psychische Gesundheit und Psychotherapie, M. Sc.;
Professorin für Psychische Gesundheit und Psychotherapie
E-Mail: claudia.luck-sikorski@srh.de
> https://www.gesundheitshochschule.de/de ... dipositas/


+++
Dazu berichtet die Ärzte Zeitung am 12.02.2019:
Krankhaftes Übergewicht
Patientenleitlinie Adipositas jetzt verfügbar

Ärzten wie adipösen Patienten fällt die Entscheidung für die am besten geeignete Therapie gegen Übergewicht oft schwer. Eine neu erarbeitete Patientenleitlinie soll hier helfen. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=98 ... efpuryykqr
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Die neue Patientenleitlinie Adipositas

Beitrag von WernerSchell » 14.02.2019, 18:14

Die neue Patientenleitlinie Adipositas
In dieser Woche wurde sie veröffentlicht: die Patientenleitlinie Adipositas. Eine Broschüre, die Menschen helfen soll, die an sehr starkem Übergewicht leiden. Das Besondere an der Patientenleitlinie: sie beruht auf dem aktuellen Stand der Forschung, ist dabei aber so geschrieben, dass es jeder versteht. Schritt für Schritt wird der Leser zu den einzelnen Themen gebracht: Was ist Adipositas, was sind die Folgen? Wie wird diagnostiziert, wie behandelt? An wen kann man sich wenden? Welche verschiedenen Optionen gibt es für den Patienten? Den Betroffenen wird Mut gemacht mit Ärztin oder Arzt zu besprechen, wie man vorgehen kann. Quarks-Reporterin Christina Sartori mit Einzelheiten | podcast – 00:01:30 > https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr ... index.html

Mehr:
PDF: "Patientenleitlinie zur Diagnose und Behandlung von der Adipositas" | download > https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitl ... 019-01.pdf
"Die Last mit der "Fettleibigkeit" ein WDR-Wissen-Beitrag vom 23.07.2016 | mehr > https://www1.wdr.de/wissen/mensch/adipositas-104.html

Quelle: Pressemitteilung vom 14.02.2019
Quarks-Team
Sie haben Fragen oder Anregungen: quarks@wdr.de
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53 % der Erwachsenen waren 2017 übergewichtig

Beitrag von WernerSchell » 02.04.2019, 12:27

PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) „Zahl der Woche“ vom 02.04.2019

53 % der Erwachsenen waren 2017 übergewichtig

WIESBADEN – Die Weltgesundheitsorganisation stuft Erwachsene mit einem Body- Mass-Index (BMI) über 25 als übergewichtig ein. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April weiter mitteilt, traf das nach Ergebnissen des Mikrozensus im Jahr 2017 auf 53 % der Bevölkerung ab 18 Jahre zu. Mit einem Wert über 30 gelten Erwachsene als stark übergewichtig (adipös). Der Anteil der adipösen Menschen betrug 2017 rund 16 %.
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Die vollständige „Zahl der Woche“ ist im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de zu finden.

Herausgeber:
DESTATIS | Statistisches Bundesamt
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65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 / 75 - 34 44
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WHO: Kleinkinder müssen sich mehr bewegen!

Beitrag von WernerSchell » 25.04.2019, 16:58

WHO: Kleinkinder müssen sich mehr bewegen!

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat neue Richtlinien für körperliche Aktivitäten und Schlaf von Kindern unter fünf Jahren veröffentlicht. Die Kleinen sollen sich viel bewegen, viel schlafen und wenig Zeit vor Bildschirmen oder mit anderen passiven Tätigkeiten verbringen. Die Empfehlungen sind nicht wirklich überraschend – aber im Alltag vieler Kinder kommt Bewegung viel zu kurz. Bei den Null bis Einjährigen sollten es mindestens 30 Minuten am Tag sein. Kinder von eins bis fünf sollten sich wenigstens drei Stunden pro Tag bewegen – bei den älteren sollte eine Stunde davon auch sportlicher sein und anstrengend. Das schaffen auch in Deutschland lange nicht alle Kinder – laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts weniger als die Hälfte. Quarks-Reporterin Alexandra Rank mit Einzelheiten | audio > https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr ... n-100.html

Mehr: "Wir brauchen Bewegung im Alltag " ein WDR 5 Quarks-Beitrag vom 05.09.2018 | audio > https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr ... g-100.html


Quelle: Mitteilung vom 25.04.2019
Quarks-Team
quarks@wdr.de
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Wird gestillt, gibt’s weniger adipöse Kinder

Beitrag von WernerSchell » 02.05.2019, 06:35

Ärzte Zeitung vom 02.05.2019:
WHO
Wird gestillt, gibt’s weniger adipöse Kinder

Im Kampf gegen Adipositas bei Kindern hat die Weltgesundheitsorganisation WHO für das Stillen von Säuglingen geworben. In Teilen Europas sei eine vergleichsweise hohe Rate von Adipositas weiter bei Kindern ein Problem, teilte die WHO am Dienstag mit. >>> http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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Fettleibigkeit nimmt im ländlichen Raum stärker zu als in Städten

Beitrag von WernerSchell » 10.05.2019, 06:45

Ärzte Zeitung vom 10.05.2019:
Weltweite Studie
Fettleibigkeit nimmt im ländlichen Raum stärker zu als in Städten

Zwischen 1985 und 2017 hat sich der durchschnittliche BMI von Frauen und Männern weltweit um 2,1 kg / m2 erhöht, das entspricht einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von fünf bis sechs Kilogramm pro Person. ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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