Corona-Virus – besorgniserregende Lage!

Allgemeine Informationen zu allen relevanten Themen einschließlich interessante Nachrichten aus dem weiten Gebiet der Medizin und Heilkunde (z.B. Studien- und Forschungsergebnisse)

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Stiftung Warentest klärt auf: Muss man seine Patientenverfügung wegen Corona ändern?

Beitrag von WernerSchell » 22.05.2020, 06:05

Kölner Stadt-Anzeiger berichtet am 21.05.2020
Stiftung Warentest klärt auf: Muss man seine Patientenverfügung wegen Corona ändern?
Manche haben bereits eine, andere denken jetzt darüber nach: Die Patientenverfügung regelt, wie die medizinische Behandlung aussieht, wenn der ... (weiter lesen unter) ... > https://www.ksta.de/ratgeber/verbrauche ... --36714140
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Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai 2020 - Corona-Pandemie ist ein Grund mehr, "seine Lunge zu schonen"

Beitrag von WernerSchell » 22.05.2020, 06:33

Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai 2020 - Corona-Pandemie ist ein Grund mehr, "seine Lunge zu schonen" ...


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Pro Jahr sterben mehr als acht Millionen Menschen an den Folgen von Tabakkonsum - so die Angaben der Weltgesundheitsorganisation. Auf die Gefahren des Rauchens soll mit dem Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai 2020 aufmerksam gemacht werden. Die Deutsche Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen legen in diesem Jahr den Fokus auf die manipulierende Wirkung von Werbung und mahnen, dass Corona ein Grund mehr sei, "seine Lunge zu schonen".

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Nach den Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in ihrem Jahrbuch Sucht 2019 sind im Jahr 2013 rund 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens gestorben. Dem Drogen- und Suchtbericht 2019 zufolge verkürzt Tabakkonsum das Leben durchschnittlich um etwa zehn Jahre. Mehr als die Hälfte aller regelmäßigen Raucher stirbt vorzeitig an Lungenkrebs, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einer anderen Atemwegserkrankung.
Der Welt-Nichtraucher-Tag wurde am 31. Mai 1987 von der WHO ausgerufen. Ansprechpartner für die deutsche Kampagne sind die Deutsche Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung.
Die AOK engagiert sich gegen das Rauchen und beteiligt sich an Kampagnen für das Nichtrauchen - zum Beispiel an der Aktion "Be Smart - Dont´t Start" für Schulen.
Zum Thema Nichtrauchen am Arbeitsplatz bietet der AOK-Service zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Unternehmen Tipps und Infos.

Weitere Informationen, Texte und Hörfunkbeiträge bietet der AOK-Mediendienst unter: > http://aok-bv.de/presse/gesundheitstage/


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Quelle: Pressemitteilung vom 20.05.2020
Web-Infomail des AOK-Bundesverbandes
Herausgeber:
AOK-Bundesverband
Webredaktion
Tel.: 030/220 11-200
Fax: 030/220 11-105
mailto:aok-mediendienst@bv.aok.de
https://www.aok-bv.de
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Sterbefallzahlen in der 17. Kalenderwoche 3 % über dem Durchschnitt der Vorjahre

Beitrag von WernerSchell » 22.05.2020, 14:37

PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 179 vom 22.05.2020

Sterbefallzahlen in der 17. Kalenderwoche 3 % über dem Durchschnitt der Vorjahre

WIESBADEN – Nach vorläufigen Ergebnissen sind in der 17. Kalenderwoche (20. bis 26. April 2020) in Deutschland mindestens 17 974 Menschen gestorben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sind die Sterbefallzahlen damit im Vergleich zur Vorwoche (13. bis 19. April) um 882 Fälle gesunken, sie liegen jedoch noch immer etwa 3 % über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Im Vergleich zu den einzelnen Jahren liegen die Sterbefallzahlen dieser Woche in einer Spannweite von 5 % über den Zahlen von 2016 und 1 % über denen von 2019. Die erhöhten Sterbefallzahlen zeigen sich seit der 13. Kalenderwoche (23. bis 29. März). In der 15. Kalenderwoche war die Abweichung mit 2 251 Fällen beziehungsweise 13 % über dem vierjährigen Durchschnitt am größten.
+++
Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

Herausgeber:
DESTATIS | Statistisches Bundesamt
Gustav-Stresemann-Ring 11
65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 / 75 - 34 44
www.destatis.de/kontakt
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COVID-19 in Augsburg: Obduktionen zeigen schwere Lungenschädigungen

Beitrag von WernerSchell » 22.05.2020, 14:44

Universität Augsburg

COVID-19 in Augsburg: Obduktionen zeigen schwere Lungenschädigungen


Eine Studie des Augsburger Universitätsklinikums, die vor kurzem in der renommierten Fachzeitschrift Journal of the American Medical Association (JAMA) erschienen ist, zeigt, dass das Lungengewebe von verstorbenen COVID-19 Patienten irreversibel geschädigt ist. Ursache der Schädigungen war das Virus, dessen Erbgut noch in den Atemwegen nachgewiesen werden konnte. Lungenschädigungen durch die maschinelle Beatmung konnten als Ursache weitgehend ausgeschlossen werden, da mehr als die Hälfte der Patienten nicht künstlich beatmet wurde. Die massiv beeinträchtigte Sauerstoffaufnahme der Lungen führte schließlich zum Tod der Erkrankten.
Obduktionen zeigen: Massive Lungenschäden als Todesursache

Die Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus verläuft in der Mehrzahl der Fälle als wenig komplikationsträchtige Erkrankung der oberen Atemwege, insbesondere des Rachens. Einige der Patienten entwickeln jedoch eine Lungenentzündung, die in einem geringen Anteil der Fälle so schwer verläuft, dass eine künstliche Beatmung erforderlich wird. Trotz aller intensivmedizinischer Maßnahmen versterben Patienten an dieser Erkrankung.
Ein interdisziplinäres Ärzteteam um die Augsburger Pathologin Dr. Tina Schaller führte seit dem 4. April diesen Jahres 19 Obduktionen an verstorbenen Patienten mit COVID-19 durch. Dank einer sorgfältigen Aufklärung der Angehörigen konnte in Augsburg eine Obduktionsrate von annähernd 90% der Todesfälle erreicht werden, was den Ärzten eine unverfälschte Beurteilung ermöglichte. Die Ergebnisse der ersten zehn Obduktionen wurden mittlerweile in der renommierten Fachzeitschrift Journal of the American Medical Association (JAMA) publiziert. „Bei den Untersuchungen konnten wir das Erbgut des Virus noch im Atemwegssystem der Verstorbenen nachweisen,“ erklärt Dr. Schaller, leitende Oberärztin und Erstautorin der Studie. Im Lungengewebe selbst zeigte sich durchweg eine ungewöhnlich schwere, teils mutmaßlich irreversible Schädigung. Das Ärzteteam sieht diese Veränderung als Todesursache an, da hierdurch die Sauerstoffaufnahme durch die Lungen zur Versorgung der Organe massiv beeinträchtigt ist.

Coronavirus als Verursacher der Lungenschäden

„Die wichtigste Erkenntnis aus der ersten Analyse ist, dass die beschriebenen Lungenschädigungen offensichtlich nicht eine Komplikation der Beatmung darstellen. Vielmehr entstehen sie unabhängig von dieser intensivmedizinischen Maßnahme am ehesten direkt durch die virale Schädigung. Alle Patienten litten an schweren Grunderkrankungen, die jedoch nicht unmittelbar zum Tod führten“, ergänzt Prof. Dr. Bruno Märkl, Direktor des Instituts für Pathologie und Molekulare Diagnostik des Universitätsklinikums Augsburg sowie Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine und Spezielle Pathologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg. In den übrigen Organen konnten keine augenscheinlich schweren Veränderungen nachgewiesen werden. Die durch SARS-CoV-2 hervorgerufenen ausgeprägten Lungenschäden sind vergleichbar mit den Auswirkungen der SARS- und MERS-Erkrankungen.

Die Studie
Sample: Obduktion von 10 Patientinnen und Patienten mit SARS-CoV-2 im Durchschnittsalter von 79 Jahren mit durchschnittlich vier Vorerkrankungen, überwiegend im kardiovaskulären Bereich.

______________________________________________________

Die Augsburger Universitätsmedizin

…umfasst die Medizinische Fakultät der Universität Augsburg, das Universitätsklinikum Augsburg sowie – als Kooperationspartner – das Bezirkskrankenhaus Augsburg – Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Universität Augsburg. Die Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät liegen in den Bereichen Medizinische Informatik sowie Umwelt und Gesundheit. Rund 100 Professorinnen und Professoren werden im Endausbau in der bio- und humanmedizinischen Forschung und Lehre tätig sein. Seit dem Wintersemester 2019/20 bietet die Medizinische Fakultät einen humanmedizinischen Modellstudiengang an, der vorklinische und klinische Inhalte integriert und besonderen Wert auf eine wissenschaftliche Ausbildung der im Endausbau 1.500 Studierenden legt.

Das Universitätsklinikum Augsburg (UKA), seit 2019 in der Trägerschaft des Freistaates Bayern, bietet unter anderem durch seine Einbindung in universitäre medizinische Forschung und Lehre der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg der Bevölkerung der Stadt und der Region eine optimale medizinische Versorgung. Die tagesklinischen Betten mitgezählt, stehen am UKA 1.740 Betten zur Verfügung. 24 Kliniken, drei Institute und 19 Zentren garantieren in allen medizinischen Fachdisziplinen Diagnose und Therapie auf höchstem Niveau. Jährlich werden über 250.000 ambulante und stationäre Patientinnen und Patienten versorgt. Mit zirka 80.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr ist die Notaufnahme des UKA die zweitgrößte der Bundesrepublik. Jährlich erblicken am UKA mehr als 2.450 Kinder das Licht der Welt. Mit 560 Ausbildungsplätzen ist die an das UKA angeschlossene Akademie für Gesundheitsberufe einer der größten Ausbildungsträger der Region.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. med. Tina Schaller, Leitende Oberärztin am Universitätsklinikum Augsburg
Telefon: 0821 400-2150 (Sekretariat)
E-Mail: tina.schaller@uk-augsburg.de

Originalpublikation:
Schaller T, Hirschbühl K, Burkhardt K, et al. Postmortem Examination of Patients With COVID-19. JAMA. Published online May 21, 2020. doi:10.1001/jama.2020.8907

Weitere Informationen:
https://jamanetwork.com/journals/jama/f ... le/2766557 Studie im Journal of the American Medical Association (JAMA)

Quelle: Pressemitteilung vom 22.05.2020
Michael Hallermayer Presse - Öffentlichkeitsarbeit - Information
Universität Augsburg
https://idw-online.de/de/news747836
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Corona-Pandemie - Buchveröffentlichungen helfen mit vielfältigen Informationen!

Beitrag von WernerSchell » 23.05.2020, 06:37

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Corona-Pandemie - Buchveröffentlichungen helfen mit vielfältigen Informationen! - Nachfolgend einige Tipps

Prof. Dr. med. Wang Zhou | Prof. Dr. med. Nanshan Zhong:
Das Coronavirus Handbuch
So schützen Sie sich richtig
Weitere Infos > viewtopic.php?f=6&t=23610&p=113052

Dr. Ulbrich & Kaminski, Rechtsanwälte / Notar (Hrsg.)
Heim-Management in der Coronakrise
Der Rechtsratgeber
Weitere Infos > viewtopic.php?f=4&t=23671

Dr. Eberhard Kiesche und Prof. Dr. Wolfhard Kohte
unter Mitwirkung von Patrick Aligbe, LL.M.
und Dr. Ulrich Faber, Rechtsanwalt
Arbeits- und Gesundheitsschutz in Zeiten von Corona
Der Leitfaden für Betriebe und Beschäftigte - ist Teil der Reihe: Vorsorgebroschüren
Weitere Infos > viewtopic.php?f=5&t=23676

Dr. Rudolf Likar u.a.
Bereit für das nächste Mal
Wie wir unser Gesundheitssystem ändern müssen
Konsequenzen aus der Corona-Krise
Weitere Infos > viewtopic.php?f=4&t=23677


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Pflegepersonaluntergrenzen: Gut gemeint, bislang schlecht gemacht

Beitrag von WernerSchell » 23.05.2020, 07:31

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Pflegepersonaluntergrenzen: Gut gemeint, bislang schlecht gemacht

Pflegepersonaluntergrenzen (PpUG) in den Krankenhäusern - seit 4. März 2020 sind sie pandemiebedingt vorläufig ausgesetzt, die Pflegepersonalbemessung ist seitdem willkürlich. Was die Politik als wichtiges Instrument zur Stärkung des Pflegepersonals und der Patientensicherheit in den Kliniken ab 1. Januar 2019 eingeführt hatte, wurde mit Beginn der Krise als verzichtbar eingestuft.
Bis zur Aussetzung konnten allerdings in allen Krankenhäusern bereits die Auswirkungen der PpUG beobachtet werden und es zeigte sich schon früh, dass die angekündigten Verbesserungen für alle Betroffenen weitestgehend ausblieben.
Im letzten Quartal des 1. PpUG-Jahres, vom 1. Oktober bis 30. November 2019, hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) eine Online-Umfrage unter beruflich Pflegenden aus den Krankenhäusern durchgeführt. Die ausgewerteten Antworten werden jetzt unter dem Titel „Ziel erreicht? Ergebnisse einer Online-Umfrage zu Effekten der Pflegepersonaluntergrenzen im Krankenhaus“ veröffentlicht. Wir wollten wissen, welche Effekte im täglichen Pflegealltag spürbar werden und wie die Betroffenen sie einschätzen und bewerten.

Knapp 1000 Antworten konnten ausgewertet werden. Das Meinungsbild zeigt deutlich, dass die Umsetzung der PpUG vielfach zu mehr negativen als positiven Effekten geführt hat und keineswegs mehr Patientensicherheit, Versorgungsqualität oder Mitarbeiterzufriedenheit garantiert. Stattdessen kam es zu gestiegenem Dokumentationsaufwand und Verschiebungen von Personal und Patient/innen.

„Auf dem verordnet niedrigen Niveau und begrenzt auf bestimmte Teilbereiche können die PpUG keine Patientensicherheit gewährleisten oder die Pflegenden vor Überlastung schützen. Dass in vielen PpUG-Bereichen Pflegefachpersonal aufgestockt werden musste, um die Vorgaben zu erfüllen, zeigt aber, dass Untergrenzen wirken. Besonders deutlich wird dadurch, wie schlecht die Personalausstattung vorher gewesen sein muss. Und immer wieder wurde in der Einrichtung kein Pflegepersonal aufgestockt, sondern nur verschoben. Die von der Politik versprochenen Verbesserungen verpuffen“, erklärt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein. „Ohne ein verbindlich anzuwendendes Pflegepersonalbemessungsinstrument, das auch als Referenzsystem für Personaluntergrenzen verwendet wird, ändert sich an der kritischen Situation der professionell Pflegenden in den Krankenhäusern nichts. Eine verbindliche Personalbemessung muss umgehend eingeführt werden. Die Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch. Und mit der Rückkehr zur Normalität in den Krankenhäusern müssen jetzt auch umgehend die Schutzregelungen für Arbeitszeit und Personaluntergrenzen wieder eingesetzt werden.“

Der 18-seitige Abschlussbericht zu den Umfrageergebnissen ist als Download unter www.dbfk.de aufzurufen. > https://www.dbfk.de/media/docs/download ... -05-19.pdf

Quelle: Pressemitteilung vom 23.05.2020
Ivonne Köhler-Roth | Redakteurin Unternehmenskommunikation
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
presse@dbfk.de| www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-13 | Fax 030-219157-77


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Dazu berichtet die Ärzte Zeitung wie folgt:
Mehrheit der Pflegekräfte senkt bei Personaluntergrenzen den Daumen
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Me ... 09734.html
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Corona-„Familienbonus“: 300 Euro pro Kind. Warum nicht gleich 600 Euro? Für alle. Wirklich für alle?

Beitrag von WernerSchell » 24.05.2020, 16:04

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Blogbeitrag von Professor Dr. Stefan Sell vom 24.05.2020:

Corona-„Familienbonus“: 300 Euro pro Kind. Warum nicht gleich 600 Euro? Für alle. Wirklich für alle?

Dass derzeit Unmengen an Geld ausgeschüttet oder zumindest versprochen werden, deren Ausmaße man sich vor wenigen Wochen, als Hinweise auf dringend erforderliche Ausgabenbedarfe selbst für existenzielle Angelegenheiten mit dem Textbaustein „das ist nicht finanzierbar“ in den Papierkorb befördert wurden, nicht annähernd vorstellen konnte, ist nun jedem bekannt. Und eigentlich sollte es, bei all den unterschiedlichen und für sich genommen sicher verständlichen Hilferufen nach staatlichen Hilfen, keinen großen Widerspruch auslösen, dass man das nicht unbegrenzt fortführen kann und das man die begrenzten Mittel fokussieren sollte zum einen auf diejenigen, die einen besonderen Hilfebedarf haben, zum anderen aber staatliche Subventionen zu vermeiden sind, wenn Mitnahmeeffekte dominieren, angestrebte Wirkungen nur zu einem Bruchteil erreichbar sind oder wo bestehende Ungleichheiten auch noch potenziert werden. ...
... (weiter lesen unter) ... https://aktuelle-sozialpolitik.de/2020/ ... turpakets/
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Klartext zur Corona-Pandemie und den wirtschaftlichen Folgen!

Beitrag von WernerSchell » 25.05.2020, 07:11

Klartext zur Corona-Pandemie und den wirtschaftlichen Folgen!
Quelle: viewtopic.php?f=6&t=23530&p=113739#p113739

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Die Maßnahmen zur Bekämpfung / Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland sind im Wesentlichen als richtig zu bewerten. Allerdings hätten diese Maßnahmen 1-2 Wochen früher einsetzen und von vornherein auf mehr Schutz des Gesundheitspersonals (mittels geeigneter Schutzausrüstung und Tests) setzen müssen. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat daher wiederholt entsprechende Schutzmaßnahmen eingefordert; u.a. am 29.04.2020. 1) Manches hat aber einfach zu lange gedauert.

"Die Politik hat die Möglichkeiten, Menschen, die in Pflegeheimen leben und arbeiten, konsequent und von Beginn an vor dem Coronavirus zu schützen, versäumt." - Zwischenruf von Patrick Weiss in CAREkonkret, 15.05.2020

Ungeachtet dessen wird die Infektionslage in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern (noch) als positiv beschrieben. Ob das vornehmlich auf große Solidarität der Menschen zurück zu führen ist, bleibt offen. Vielleicht haben wir in Deutschland mit unserer relativ guten Krankenhausversorgung auch nur Glück gehabt. Was in der Bevölkerung anhaltend für Verwirrung und Unmut sorgt, ist der föderale "Flickenteppich" bei den einschränkenden Maßnahmen. Es gibt insoweit vielfältige Fragen. 2)

Hinsichtlich der Belastungsdauer ist zu bemerken: Die Corona-Pandemie wird uns noch für lange Zeit, voraussichtlich bis weit in das Jahr 2021, (erhebliche) Einschränkungen auferlegen. Das wird in unterschiedlicher Weise Probleme aufwerfen. Wir sollten uns aber als Gesellschaft darauf einstellen, zeitgerecht die richtigen Maßnahmen zu treffen und vor allem dauerhaft Solidarität zu praktizieren. Dazu passt (auch) eine alte Weisheit: "Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten". - Katharina von Siena.

Bei all dem gilt es zu beachten: Die Gesundheitsämter nehmen in der Corona-Pandemie-Bekämpfung zentrale und wichtige Aufgaben wahr. Dass diese Ämter aktuell personell aufgerüstet worden sind, war folgerichtig. Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes hat aber angemahnt, dass Personal bei den Gesundheitsämtern auch nach Abklingen der Coronakrise dauerhaft zu verstärken. Diese Forderungen verdienen uneingeschränkte Unterstützung. Die Gesundheitsämter sind nämlich in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr vernachlässigt worden. Dass diese Entwicklung gestoppt und deutliche Personalaufstockungen geboten sind, macht die Corona-Pandemie mehr als deutlich. 3)

Es war grundsätzlich richtig, in wirtschaftlicher Hinsicht umfänglich Hilfen anzubieten. Diese werden aber zum Teil als übertrieben eingeschätzt. "Wer hat noch nicht, wer will noch mal" - so sieht z.B. der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, die branchenindividuellen Soforthilfen der Bundesregierung in der Corona-Krise. Der Experte geht davon aus, dass dieser Weg finanzpolitisch nicht lange tragbar ist. Ein marktwirtschaftlicher Kurs wird für notwendig erachtet. 4) Ergänzend wird ein Corona-„Familienbonus“ von 300 Euro pro Kind diskutiert. Dazu fragt Prof. Dr. Stefan Sell in einem Blog vom 24.05.2020. "Warum nicht gleich 600 Euro? Für alle. Wirklich für alle?" 5)

Es sollte bei den verschiedenen Hilfen, so wird vielfach gefordert, auch mehr auf die wirkliche Bedürftigkeit und deren Überprüfung abgestellt werden. Denn sonst werden die Hilfsprogramme alsbald zu einem Zusammenbruch der Staatsfinanzen und der Sozialsysteme führen. Zu bedenken ist nämlich auch, dass neben den anfallenden hohen Ausgaben (teilweise zeitversetzt) auch weniger Einnahmen erzielt werden. Folgerichtig kommt von der CSU (22/23.05.2020) auch der Ruf nach einer Obergrenze für die wirtschaftlichen Hilfen. Ob man das Obergrenze nennt, ist eigentlich belanglos. Klar muss sein, dass die Hilfen und Unterstützungsstrukturen im Interesse des Allgemeinwohls dringend begrenzt werden müssen.

Bei den bereits jetzt bekannten Fördersummen von über 1,25 Billionen Euro und weiteren von der EU in Aussicht genommenen 500 Milliarden Euro für Staatshilfen wird deutlich, dass schnellstmöglich Grenzlinien für weitere Begierlichkeiten gezogen werden müssen. Denn alles, was der Staat bzw. die Staatengemeinschaft an Fördermittel vergibt, muss später durch Steuern, Abgaben und Beiträge refinanziert werden. Eine direkte Finanzierung der Schulden anderer Staaten durch Zuschüsse der EU darf nach all dem nicht ernstlich in Betracht kommen! Allenfalls sollten Kredite der EU für konkrete Programme erwogen werden.

Ein Überdenken der Aktivitäten der EZB ist, v.a. nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 05.05.2020 6), dringend geboten. Dabei gehört nicht nur der Kauf von Staatsanleihen auf den Prüfstand, sondern auch die Nullzinspolitik der EZB. Denn diese Politik schädigt bzw. behindert seit vielen Jahren die Sparer bzw. Alterssicherungssysteme eindeutig in ihren Vorsorgeerwägungen.

Dass es bei der Beantragung von Staatshilfen zu Missbräuchen und kriminellen Aktivitäten gekommen ist, haben die Medien bereits mehrfach berichtet. So spricht z.B. die Rheinische Post am 23.05.2020 allein für den Düsseldorfer Raum von einer Summe in Höhe von mehreren Millionen Euro, die missbräuchlich eingefordert wurde (die Staatsanwaltschaft ermittelt). Der Titel des Berichts: "Millionen-Schaden durch Soforthilfe-Betrug". Wenn man die bisher bekannt gewordenen zahlreichen Missbrauchsfälle - und das, was möglicherweise noch zu erwarten ist - addiert, wird man am Ende von Milliarden Euro Schäden infolge von krimineller Energie reden müssen.

Und wer hat für all das am Ende einzustehen? Natürlich der Steuerzahler! Vor allem wird es die nachrückende Generation treffen.

Werner Schell

1) viewtopic.php?f=6&t=23530&p=113410#p113410
2) viewtopic.php?f=6&t=23530&p=113293
3) viewtopic.php?f=6&t=23530&p=113686#p113686
4) https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wirtscha ... 36982.html
5) viewtopic.php?f=4&t=23678
6) viewtopic.php?f=5&t=23660


+++
Klimawandel gilt es ebenfalls bei allen anstehenden Maßnahmen zu berücksichtigen:
„Healthy Recovery“: Millionen Menschen aus dem Gesundheitssektor fordern von den G 20-Staatsoberhäuptern die Sicherung der Lebensgrundlagen auf diesem Planeten! Sie fordern, dass die massive Wirtschaftsförderung und die enormen Investitionen, die im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie in den kommenden Monaten in Schlüsselsektoren wie Gesundheitswesen, Verkehr, Energie und Landwirtschaft getätigt werden, den Gesundheitsschutz und die Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt stellen. Es geht in dem Brief auch um die „planetare Gesundheit“, d.h. um sauberes Wasser, saubere Luft und das Aufhalten des Klimawandels, wovon das Wohlbefinden von Natur und Menschheit abhängen. Der Deutsche Pflegerat e.V. hat die Initiative mit seiner Unterschrift unterstützt. …. Und das ist gut so!
viewtopic.php?f=6&p=113784#p113784
viewtopic.php?f=6&t=23530&p=113783#p113783
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Land unterstützt Corona-Helfer: Rhein-Kreis Neuss verteilt 25 000 Euro an Freiwilligen-Organisationen

Beitrag von WernerSchell » 26.05.2020, 14:00

Rhein-Kreis Neuss
PRESSEMITTEILUNG NR. 367/2020
Datum: 26.5.2020


Land unterstützt Corona-Helfer: Rhein-Kreis Neuss verteilt 25 000 Euro an Freiwilligen-Organisationen

Rhein-Kreis Neuss. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt ehrenamtliche Corona-Helfer mit über einer Million Euro. Das Geld soll für Hilfsangebote der Freiwilligenagenturen, Nachbarschaftsinitiativen und Vereine für ältere und vorerkrankte Bürgerinnen und Bürger verwendet werden. Dem Rhein-Kreis Neuss stehen hierfür 25 000 Euro zur Verfügung.
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke betont: „Die Corona-Pandemie hat bei uns im Kreis enorme Hilfsbereitschaft sowie Solidarität und Miteinander auf privater Ebene ausgelöst. Die Anbieter von Hilfsangeboten sollen mit dem Geld unbürokratisch und schnell unterstützt werden.“ Der Rhein-Kreis Neuss verteilt das Geld an die Freiwilligenagenturen und Vereine, die vor Ort hilfsbedürftige Menschen in der Corona-Krise unterstützen.
Petrauschke freut sich über diese Landesinitiative: „Vielen engagierten Bürgern ist es nicht egal, wie es dem Nachbarn geht und ob diese mit dem Nötigsten versorgt werden oder einsam sind. Mit der Landesförderung soll das ehrenamtliche Bürgerengagement unterstützt werden.“ Gefördert werden unter anderem Einkaufsdienste und psychosoziale Angebote. Auch Auslagen zum Beispiel für das Nähen von Behelfsmasken und die Anschaffung von Schutzkleidung sowie die Einrichtung von Videokonferenzen können erstattet werden.
Freiwilligenagenturen, Nachbarschaftsinitiativen und Vereine werden mit jeweils maximal 200 Euro unterstützt. Bis zum 5. Juli stellen sie einen Online-antrag unter diesem Link: http://rkn.nrw/uea.

Petra Koch
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Impressum:

Rhein-Kreis Neuss
Der Landrat
Pressesprecher
Benjamin Josephs (V.i.S.d.P.)
Oberstr. 91
41460 Neuss
Tel.: 02131/928-1300

Rhein-Kreis Neuss
ZS5.2 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Oberstraße 91
41460 Neuss
Tel: 02131 928-1300
Fax: 02131 928-1330
Email: Presse@rhein-kreis-neuss.de
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Teilweise erfolgreicher Eilantrag im Zusammenhang mit der Covid19-Pandemie

Beitrag von WernerSchell » 26.05.2020, 17:22

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Teilweise erfolgreicher Eilantrag im Zusammenhang mit der Covid19-Pandemie

Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat der Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin (Verfassungsgerichtshof) einem Antrag auf vorläufige Außerkraftsetzung verschiedener Regelungen der bis zum 5. Juni 2020 geltenden Berliner Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 teilweise stattgegeben.

Der Verfassungsgerichtshof hat die aktuelle Bußgeldvorschrift (§ 24 SARS-CoV-2-EindmaßnV) außer Kraft gesetzt, soweit diese ein Bußgeld für Verstöße gegen das Mindestabstandsgebot und das Gebot, physisch soziale Kontakte auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren (§ 1 Satz 1 und 2 SARS-CoV-2-EindmaßnV), vorsieht. Im Übrigen hat der Verfassungsgerichtshof den Eilantrag abgelehnt.


Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin, Beschluss vom 20. Mai 2020 – VerfGH 81 A/20 > https://www.berlin.de/gerichte/sonstige ... eutral.pdf

Quelle: Pressemitteilung vom 26.05.2020
Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin
Elßholzstraße 30-33
10781 Berlin
https://www.berlin.de/gerichte/sonstige ... 937789.php
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Mehrbedarfe im Hartz IV-System: Daumen hoch für Schülertablets

Beitrag von WernerSchell » 27.05.2020, 08:02

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Blogbeitrag von Professor Dr. Stefan Sell vom 26.05.2020:

Mehrbedarfe im Hartz IV-System: Daumen hoch für Schülertablets, Daumen runter für Mund-Nase-Bedeckungen. Ein Streifzug durch aktuelle Entscheidungen der Sozialgerichte
» mehr > https://aktuelle-sozialpolitik.de/2020/ ... -4-system/
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WernerSchell
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Coronavirus: Nationalakademie Leopoldina legt vierte Ad-hoc-Stellungnahme vor

Beitrag von WernerSchell » 28.05.2020, 12:53

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Coronavirus: Nationalakademie Leopoldina legt vierte Ad-hoc-Stellungnahme vor

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Illustration: Adobe Stock / upixa


Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat ihre vierte Ad-hoc-Stellungnahme zur Coronavirus-Pandemie veröffentlicht. Sie widmet sich dem Thema: „Medizinische Versorgung und patientennahe Forschung in einem adaptiven Gesundheitssystem“. Das Papier konzentriert sich auf kurz- und mittelfristige Aspekte der medizinischen und pflegerischen Versorgung unter den Bedingungen einer anhaltenden Pandemie und zeigt langfristige Maßnahmen für ein resilientes und anpassungsfähiges Gesundheitssystem auf.

Die Autorinnen und Autoren empfehlen ein bedarfs- und nicht primär gewinnorientiertes System, das sich am Patientenwohl orientiert und qualitätsgesichert arbeitet. Es müsse alle Mitarbeitenden wertschätzen sowie Innovationen und digitale Lösungen integrieren. Ziel sei ein adaptives Gesundheitssystem, in dem Öffentlicher Gesundheitsdienst, ambulanter sowie stationärer Sektor gut zusammenarbeiten und eine schnelle Translation von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis erfolgt.

Die Coronavirus-Pandemie hat das deutsche Gesundheitssystem in den vergangenen Wochen vor außergewöhnliche Herausforderungen gestellt. Die Konfrontation mit einer neuen Viruserkrankung hat gezeigt, so die Stellungnahme, wie wichtig eine am Patientenwohl orientierte und zugleich forschungsnahe Krankenversorgung ist. Schutzvorkehrungen gegen eine Infektion mit SARS-CoV-2 sowie die Umstellung der medizinischen Versorgung auf die potenziell hohe Zahl von schwerstkranken COVID-19-Patientinnen und -Patienten hätten gleichzeitig dazu geführt, dass die ambulante und stationäre Versorgung von Menschen mit anderen Erkrankungen in den Hintergrund gerückt sei. Auch wichtige Präventionsmaßnahmen und Forschungsaktivitäten seien unterbrochen worden. Ziel sei es, die bedarfsgerechte Prävention, Diagnostik und Behandlung aller Patientinnen und Patienten zeitnah und vollumfänglich wiederaufzunehmen.

Damit die Versorgung aller Patientinnen und Patienten während der anhaltenden Pandemie erfolgen kann, halten die Autorinnen und Autoren kurz- und mittelfristig folgende Rahmenbedingungen für notwendig:

- Vorhaltung ambulanter, stationärer und poststationärer Kapazitäten sowie personeller, räumlicher und technischer Reserven zur Versorgung von COVID-19-Erkrankten
- Aufbau eines regionalen und krankenhausinternen Frühwarnsystems für SARS-CoV-2-Infektionen
- Umsetzung wissenschaftlich unterlegter, zielgerichteter Teststrategien
- Stärkung des Vertrauens der Öffentlichkeit in eine am Patientenwohl orientierte und sichere Behandlung
- qualitativ hochwertige Versorgung aller Patientinnen und Patienten durch schnelle Integration von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis

Die Krankenversorgung in Krisensituationen und eine qualitätsgesicherte sowie wissenschaftsorientierte medizinische Versorgung der Bevölkerung liegen in der Verantwortung des Staates. Für die langfristige Weiterentwicklung und Sicherung des Gesundheitssystems seien generell die folgenden Punkte zu berücksichtigen:

- Gewährleistung der qualitativ hochwertigen, wissenschaftsorientierten und ethisch verantwortlichen Versorgung aller Patientinnen und Patienten
- Aufbau und Verstetigung regionaler Versorgungs- und Forschungsnetzwerke mit festgelegten Aufgabenbereichen für die Einrichtungen des Gesundheitswesens und einer besonderen Funktion für die Universitätsmedizin
- bedarfsgerechte Ausstattung mit qualifiziertem medizinischen und pflegerischen Personal
Digitalisierung und Vernetzung aller Krankhäuser und ambulanten Versorger
- langfristige Sicherstellung der Versorgungsaufgaben, beispielsweise durch die Ergänzung der bisherigen Fallpauschalen um strukturelle Komponenten und unter Vermeidung von Fehlanreizen
- gesellschaftliche Wertschätzung, eine angemessene Entlohnung, attraktive und bedarfsgerechte Ausbildungsstrukturen und gute Arbeitsbedingungen für medizinisches und pflegerisches Fachpersonal

Mit dieser Stellungnahme legt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina die vierte Ad-hoc-Stellungnahme zur Coronavirus-Pandemie in Deutschland vor. Die ersten drei veröffentlichten Ad-hoc-Stellungnahmen haben sich mit akuten gesundheitspolitischen Maßnahmen im Umgang mit der Pandemie sowie mit den psychologischen, sozialen, rechtlichen, pädagogischen und wirtschaftlichen Maßnahmen, die zu einer schrittweisen Rückkehr in die gesellschaftliche Normalität beitragen können, beschäftigt.

Die ausführliche vierte Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie: Medizinische Versorgung und patientennahe Forschung in einem adaptiven Gesundheitssystem“ inklusive Autorinnen und Autoren gibt es hier im Download. Ein PDF-Dokument mit allen veröffentlichten Stellungnahmen steht hier zum Download bereit.

13. April 2020 – Nationalakademie Leopoldina legt dritte Ad-hoc-Stellungnahme vor
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat eine dritte Ad-hoc-Stellungnahme zur COVID-19-Pandemie veröffentlicht. Das Papier mit dem Titel „Coronavirus-Pandemie – Die Krise nachhaltig überwinden“ behandelt die psychologischen, sozialen, rechtlichen, pädagogischen und wirtschaftlichen Aspekte der Pandemie und beschreibt Strategien, die zu einer schrittweisen Rückkehr in die gesellschaftliche Normalität beitragen können.

Die Autorinnen und Autoren der Stellungnahme betonen, dass vor dem Hintergrund der durch die Coronavirus-Pandemie verursachten psychischen, sozialen, wirtschaftlichen, zivilgesellschaftlichen und politischen Probleme die rasche Eindämmung der Ausbreitung der Pandemie weiterhin höchste Priorität haben müsse. Wenngleich die Pandemie das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben noch auf Monate bestimmen wird, gelte es nun, über die akuten Einschränkungen zentraler Grundrechte (wie der Bewegungsfreiheit) hinaus zu gehen und Kriterien und Strategien für die allmähliche Rückkehr in die Normalität zu entwickeln. Voraussetzung für eine solche allmähliche Lockerung sei, so die Stellungnahme, dass sich die Neuinfektionen auf einem niedrigen Niveau stabilisieren, das Gesundheitssystem nicht überlastet wird, Infizierte zunehmend identifiziert werden und die Schutzmaßnahmen (Hygienemaßnahmen, Mund-Nasen-Schutz, Distanzregeln) eingehalten werden.

Das Papier thematisiert Fragen der daten- und modellgeleiteten Entscheidungsunterstützung und Perspektiven, die in die Abwägung von Rechtsgütern einzubeziehen sind. Vorgeschlagen werden weiterhin Empfehlungen zur Abfederung von psychologischen und sozialen Auswirkungen. Zudem werden Maßnahmen für den Wirtschafts- und Finanzsektor sowie den Bildungsbereich erläutert. Als Rahmen dafür benennt die Stellungnahme folgende Prinzipien: der Schutz jedes einzelnen Menschen und die Ermöglichung eines menschenwürdigen Lebens sowie die stufenweise zu realisierende Wiederherstellung der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Handlungsfähigkeit der Bürgerinnen und Bürger. Alle Maßnahmen sollen sich an den Leitkonzepten von Nachhaltigkeit und Resilienz orientieren.

Die dritte Stellungnahme ergänzt die beiden Stellungnahmen zu gesundheitspolitischen Fragen im Umgang mit der Pandemie vom 3. April und vom 21. März. Diese Empfehlungen gelten weiterhin. Darüber hinaus, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dürfe die aktuell stark auf COVID-19-Patienten konzentrierte Versorgung nicht zu einer Unterversorgung anderer Erkrankter führen. Dabei seien ausreichende Intensiv- und Schutzkapazitäten für neue Ausbrüche der Pandemie als Reserve vorzuhalten. Das Gesundheitswesen solle analysiert und entsprechend angepasst werden. Außerdem müsse die Forschung zu wirksamen Medikamenten und die Entwicklung von schnell und in großen Mengen verfügbaren Impfstoffen massiv vorangetrieben werden. Die Nationale Akademie der Wissenschaften wird den Verlauf der Pandemie weiter aufmerksam und aktiv begleiten.

Die ausführliche dritte Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie – Die Krise nachhaltig überwinden“ inklusive Autorinnen und Autoren gibt es hier im Download.

3. April 2020 – Nationalakademie Leopoldina legt zweite Ad-hoc-Stellungnahme vor
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat eine zweite Ad-hoc-Stellungnahme mit dem Titel „Coronavirus-Pandemie – Gesundheitsrelevante Maßnahmen“ veröffentlicht. Das Papier konzentriert sich auf gesundheitsrelevante Maßnahmen, die zu einer schrittweisen Normalisierung des öffentlichen Lebens beitragen können. Drei werden als besonders wichtig erachtet: 1. flächendeckende Nutzung von Mund-Nasen-Schutz, 2. kurzfristige Verwendung mobiler Daten und 3. Ausbau der Testkapazitäten.

Das Papier ergänzt die Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Herausforderungen und Interventionsmöglichkeiten“ der interdisziplinären Arbeitsgruppe vom 21. März 2020. Darin beschrieben die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie, zum Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen sowie für eine gezielte Kapazitätserhöhung im öffentlichen Gesundheitswesen und im Versorgungssystem. Die gesundheitspolitischen Empfehlungen haben nach wie vor Gültigkeit. Sie werden in dem neuen Papier unter Berücksichtigung der zwischenzeitlichen Entwicklungen ergänzt.

Aktuell sind gesundheitsrelevante Maßnahmen besonders wichtig. Darüber hinaus müssen unmittelbare und langfristige gesellschaftliche sowie ökonomische Folgen berücksichtigt und in die Entscheidungen einbezogen werden. Die Leopoldina erarbeitet derzeit weitere Stellungnahmen mit Empfehlungen für ein nachhaltiges „Wiederhochfahren“ des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft.

Die ausführliche zweite Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie – Gesundheitsrelevante Maßnahmen“ inklusive Autorinnen und Autoren gibt es hier im Download.

27. März 2020 – Nationalakademie Leopoldina berät zur Coronavirus-Pandemie
Das Coronavirus SARS-CoV-2 und die damit einhergehende Atemwegserkrankung COVID-19 breiten sich weltweit mit hoher Dynamik aus. Die Leopoldina hat eine erste Ad-hoc-Stellungnahme zu möglichen gesundheitspolitischen Handlungsoptionen gegen die weitere Ausbreitung des Virus veröffentlicht. Die dazugehörige Arbeitsgruppe wird die Nachjustierung und Ausgestaltung von Maßnahmen mit weiteren Veröffentlichungen unterstützen und begleiten. Eine weitere Arbeitsgruppe, die sich mit den rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen und psychischen Aspekten der Pandemie befasst, wurde eingerichtet.

21. März 2020 – Nationalakademie Leopoldina legt Ad-hoc-Stellungnahme vor
Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Leopoldina hat sich mit medizinischen Perspektiven der Pandemie befasst. Die daraus resultierende Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Herausforderungen und Interventionsmöglichkeiten“ diskutiert mögliche gesundheitspolitische Handlungsoptionen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland.

Die von der Bundesregierung und den Bundesländern ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der aktuellen Coronavirus-Pandemie sind derzeit dringend erforderlich und entsprechen der durch die Pandemie ausgelösten Bedrohung. Sie bestehen aus dem Dreiklang: Eindämmung der Epidemie, Schutz der vulnerablen Bevölkerung sowie einer gezielten Kapazitätserhöhung im öffentlichen Gesundheitswesen und im Versorgungssystem. Für die Wirksamkeit und Notwendigkeit einiger dieser Maßnahmen gibt es wissenschaftliche Hinweise, andere werden aufgrund von Hochrechnungen und politischen Überlegungen vorgeschlagen. Die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen muss mit höchster Priorität verfolgt werden. Hierbei müssen medizinethische Aspekte berücksichtigt werden.

Es deutet sich an, dass zum jetzigen Zeitpunkt ein deutschlandweiter temporärer „Shutdown“ (ca. 3 Wochen) mit konsequenter räumlicher Distanzierung aus wissenschaftlicher Sicht empfehlenswert ist. Dabei müssen notwendige und gesundheitserhaltende Aktivitäten weiterhin möglich bleiben. Alle Anstrengungen der nächsten Wochen und Monate sollten darauf gerichtet werden, dass pharmazeutische Interventionen und Schutzmaßnahmen im öffentlichen Raum verfügbar werden und Kapazitäten zur Testung von Verdachtsfällen und Einreisenden vorhanden sind. In der Zeit des „Shutdowns“ müssen Vorbereitungen für das kontrollierte und selektive Hochfahren des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft getroffen werden.

Mit einem temporären „Shutdown“ hat die Arbeitsgruppe eine bundeseinheitliche stringente Ausgangsbeschränkung bis mindestens nach Ostern diskutiert. Dann wäre die Situation neu zu evaluieren. Dies würde kein Arbeitsverbot, kein Einkaufsverbot von Lebensmitteln und auch keine Unterbindung von Spaziergängen im Familienkreis bedeuten. Ziel ist die konsequente Nutzung von Homeoffice, wenn irgend möglich. Entscheidend ist auch eine disziplinierte räumliche Distanzierung von Personen von 2 Metern, insbesondere, wenn sie nicht in einem Haushalt wohnen.

Die ausführliche Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Herausforderungen und Interventionsmöglichkeiten“ inklusive Autorinnen und Autoren gibt es hier im Download. > https://www.leopoldina.org/publikatione ... aerz-2020/

Quelle: Pressemitteilung vom 27.05.2020
Caroline Wichmann
Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0345 - 472 39 - 800
Fax 0345 - 472 39 - 809
E-Mail presse@leopoldina.org
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WernerSchell
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Deutscher Pflegerat unterstützt den Aufruf zu „Healthy Recovery“

Beitrag von WernerSchell » 28.05.2020, 16:18

PRESSEMELDUNG
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Berlin (28. Mai 2020, Nr. 19/2020)



Deutscher Pflegerat unterstützt den Aufruf zu „Healthy Recovery“

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Millionen Menschen aus dem Gesundheitssektor fordern von den G 20-Staatsoberhäuptern die Sicherung der Lebensgrundlagen auf diesem Planeten!
350 Gesundheitsorganisationen mit weltweit 40 Millionen Beschäftigten aus dem Gesundheitssektor, darunter Pflegende, Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie über 4.500 einzelne Gesundheitsfachpersonen aus 90 Ländern, haben sich am 26. Mai 2020 in einem Offenen Brief an die Staatsoberhäupter der G 20-Staaten gewandt.
Sie fordern, dass die massive Wirtschaftsförderung und die enormen Investitionen, die im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie in den kommenden Monaten in Schlüsselsektoren wie Gesundheitswesen, Verkehr, Energie und Landwirtschaft getätigt werden, den Gesundheitsschutz und die Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt stellen.
Es geht in dem Brief auch um die „planetare Gesundheit“, d.h. um sauberes Wasser, saubere Luft und das Aufhalten des Klimawandels, wovon das Wohlbefinden von Natur und Menschheit abhängen.
Der DPR hat die Initiative mit seiner Unterschrift unterstützt, denn wie es darin in Übereinstimmung mit den eigenen Pressemitteilungen zum Thema heißt, hätten eine rechtzeitige Pandemievorsorge und Investitionen in die Öffentliche Gesundheit sowie Umweltschutz viele Probleme bei der Bewältigung der gegenwärtigen Covid-19-Pandemie verhindern können.
Gleichzeitig ist diese Krise eine einmalige Chance, unsere Lebensweise und Wirtschaft neu zu gestalten, denn gesunde Menschen kann es nur auf einem gesunden Planeten geben.
Gemeinsam mit den vielen anderen Unterzeichnenden begrüßt der Deutsche Pflegerat, dass immer mehr Angehörige der Gesundheitsberufe die Zusammenhänge zwischen der Gesundheit der Menschen und des Planeten erkennen und als Teil ihrer beruflichen Verantwortung dafür aktiv werden.

Ansprechpartner:
Dr. h.c. Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Seit 2003 handelt der Deutsche Pflegerat e.V. als eingetragener, gemeinnütziger Verein. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
Präsident des Deutschen Pflegerats ist Dr. h.c. Franz Wagner.
Vizepräsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände des DPR:
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS)
AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG)
Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS)
Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG)
Bundesverband Pflegemanagement
Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV)
Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD)
Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK)
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Deutsche Gesellschaft für Endoskopiefachberufe e.V. (DEGEA)
Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF)
Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV)
Katholischer Pflegeverband e.V.
Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS)
Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP)
Verband der PflegedirektorInnen der Unikliniken e.V. (VPU)
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Minister Laumann und Landrat Petrauschke übergeben Schutzmaterialien an Pflegeeinrichtungen

Beitrag von WernerSchell » 29.05.2020, 14:17

Rhein-Kreis Neuss
PRESSEMITTEILUNG NR. 371/2020
Datum: 29.5.2020



Einladung an die Medien:
Minister Laumann und Landrat Petrauschke übergeben Schutzmaterialien an Pflegeeinrichtungen


Termin: Donnerstag, 4.6.2020, 10 Uhr
Ort: Kreishaus Grevenbroich (Foyer),
Auf der Schanze 2-4
41515 Grevenbroich


Seit Beginn der Corona-Pandemie hat das Land Nordrhein-Westfalen Schutzausrüstung für insgesamt 500 Millionen Euro bestellt. Bislang wurden unter anderem 14,2 Mio. Schutzmasken, 13 Mio. OP-Masken, über 140.000 Schutzanzüge und -kittel sowie 138.000 Liter Desinfektionsmittel an die kommunalen Krisenstäbe im Land übergeben. Diese verteilen das Material weiter – zum Beispiel an Krankenhäuser und Pflegeheime.
Gemeinsam mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke ist Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes NRW, erstmalig bei einer Verteilaktion vor Ort dabei. Vertreter mehrerer Pflegeeinrichtungen im Kreis holen die Schutzmaterialien ab. Im Anschluss stehen Landrat und Minister für Presserückfragen zur Verfügung.

Wir freuen uns, wenn dieser Termin Ihr Interesse findet. Vor Ort halten wir weitere Informationen für Sie bereit.

Petra Koch
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Impressum:

Rhein-Kreis Neuss
Der Landrat
Pressesprecher
Benjamin Josephs (V.i.S.d.P.)
Oberstr. 91
41460 Neuss
Tel.: 02131/928-1300

Rhein-Kreis Neuss
ZS5.2 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Oberstraße 91
41460 Neuss
Tel: 02131 928-1300
Fax: 02131 928-1330
Email: Presse@rhein-kreis-neuss.de
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Thrombosen ernst nehmen. Bewegung rettet Leben! Experten zeigen sich beunruhigt über steigende Zahl schwerer Thrombosen

Beitrag von WernerSchell » 29.05.2020, 14:28

Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V.

Thrombosen ernst nehmen. Bewegung rettet Leben! Experten zeigen sich beunruhigt über steigende Zahl schwerer Thrombosen

Thrombosen und Lungenembolien machen auch während der Corona-Pandemie keine Pause. Experten beobachten sogar eine Häufung schwerer Fälle der lebensbedrohlichen Thromboembolie bei Menschen, die nicht an Covid-19 erkrankt sind. Viele scheuen in der aktuellen Corona-Pandemie den Arztbesuch aus Angst vor einer Infektion, das kann gefährliche Folgen haben. Auch mangelnde Bewegung ist ein Risikofaktor für die Gesundheit und kann das das Thromboserisiko erhöhen.

Symptome ernst nehmen und ärztlichen Rat suchen

Durch den öffentlichen Fokus auf die durch das neuartige Corona-Virus hervorgerufene Covid-19-Erkrankung scheinen andere lebensbedrohliche Krankheiten aus dem Blickfeld zu verschwinden. Diese Entwicklung hat fatale Folgen für viele Patientinnen und Patienten, etwa im Fall einer nichtbehandelten Thrombose. Prof. Rupert Bauersachs, wissenschaftlicher Leiter des Aktionsbündnis Thrombose, appelliert daher an die Patienten: "Achten Sie auf jedes neue Symptom, etwa Schwellungen oder Schmerzen im Bein. Sprechen Sie Ihren Hausarzt an und lassen Sie Ihr Thromboserisiko abklären."
Hintergrund ist eine Häufung von schweren Fällen in letzter Zeit. "Wir beobachten eine deutlich geringere Zahl an Fällen, die von Hausärzten überwiesen werden. Stattdessen kommen deutlich mehr schwere Fälle zu uns in die Klinik, die stationär behandelt werden müssen und häufig Folgeschäden davontragen. Diese Fälle hätte man oft frühzeitig gut behandeln können."

Der erste Ansprechpartner sollte immer die Hausärztin oder der Hausarzt sein. Nach einer kurzen Zeit mit vielen geschlossenen Praxen sind die meisten mittlerweile mit Schutzmaterial ausgerüstet und treffen strenge Vorsichtsmaßnahmen. Das Gleiche gilt für den Besuch von Fachärzten oder Ambulanzen, der nicht unnötig verschoben werden sollte.

Bewegung nicht vernachlässigen

Auch mit den aktuellen Lockerungen bleibt der Grad der Bewegung vieler Menschen unter dem Niveau vor dem Lockdown. Arbeiten im Homeoffice macht den Weg zur Arbeit unnötig und auch die Wege in der eigenen Wohnung sind häufig deutlich kürzer als im Büro. Auch Menschen in Kurzarbeit oder Personen, die sich in ihrem normalen Tagesablauf viel bewegen, spüren diese Einschränkungen.

"Hinzu kommt natürlich der Bereich Sport. Ein ganz normales Training im Verein oder auch im Fitness-Studio wird noch einige Zeit so nicht möglich sein", beschreibt Professor Bauersachs das Problem. "Gesunde Gefäße sind aber ein wichtiger Schutzfaktor gegen eine Thrombose. Einfaches Training hilft schon, die Venen so zu stärken, dass diese ihre Arbeit zuverlässig machen können."

Das Aktionsbündnis Thrombose hat eine Übersicht mit einfachen Übungen wie der "Fußwippe" oder "Zehenspitzen heben" anschaulich aufbereitet und zum kostenlosen Download auf der Website https://www.risiko-thrombose.de/ bereitgestellt. - Siehe > https://idw-online.de/de/newsimage336588.jpg

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Fakten zur Thrombose und Lungenembolie
Über 40.000 Menschen sterben in Deutschland an den Folgen einer Lungenembolie, das sind mehr Tote als durch Verkehrsunfälle, Brust- und Prostatakrebs und HIV zusammen. Häufigste Ursache dafür ist eine Thrombose. Diese kann Menschen jeden Alters treffen. Jährlich werden knapp über 370.000 Neuerkrankungen an Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis registriert. Rund 50.000 Menschen erkranken pro Jahr an einer Lungenembolie.

Das Aktionsbündnis Thrombose
Das Aktionsbündnis Thrombose ist ein Zusammenschluss von medizinischen Fachgesellschaften und einer Patientenvereinigung. Es initiiert eine Aufklärungskampagne, um auf die Risiken von Venenthrombose und Lungenembolie hinzuweisen. Sie soll das öffentliche Bewusstsein für Prävention, Diagnose und Therapie schärfen, damit weniger Menschen an den Folgen einer Thrombose sterben.

Quelle: Pressemitteilung vom 29.05.2020
Doreen Goll Kommunikation
Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V.
https://idw-online.de/de/news748223


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Siehe auch unter > viewtopic.php?f=6&t=23210&p=113796#p109206

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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