Corona-Virus – besorgniserregende Lage!

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Gesetze und Rechtsprechung zur COVID-19-Pandemie - Überblick behalten ....

Beitrag von WernerSchell » 14.05.2020, 07:58

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Gesetze und Rechtsprechung zur COVID-19-Pandemie … der dejure.org Rechtsinformationssysteme GmbH … > https://dejure.org/corona-pandemie
Informationen: Rechtsprechung zu Corona … der Bundesrechtsanwaltskammer … > https://www.brak.de/zur-rechtspolitik/n ... tsexamina/


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Corona-Pandemie: „Rettungsdienste bekommen mehr Anerkennung als früher“

Beitrag von WernerSchell » 14.05.2020, 16:30

Rhein-Kreis Neuss
PRESSEMITTEILUNG NR. 343/2020
Datum: 14.5.2020


Marc Zellerhoff über die Auswirkungen der Corona-Pandemie: „Rettungsdienste bekommen mehr Anerkennung als früher“

Rhein-Kreis Neuss. Marc Zellerhoff begleitet die Arbeit des Rettungsdienstes im Rhein-Kreis Neuss seit 2011 als dessen Ärztlicher Leiter. Er ist für die medizinische Qualität des Rettungsdienstes verantwortlich und dabei Ansprechpartner für Sanitäter, Ärzte, Krankenhäuser, Ärzte, Verwaltung, Bezirksregierung und Ministerium. Er erläutert, weshalb dies insbesondere jetzt während der Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung ist.
Sie sind im Rhein-Kreis Neuss für rund 600 Mitarbeiter im Rettungsdienst verantwortlich.

Was war in den letzten Wochen besonders?
Zellerhoff: Alle Kräfte im Rettungsdienst mussten zu Beginn der Pandemie speziell geschult werden. Dabei ging es insbesondere um Handlungs-Anweisungen für den Alltag: Im normalen Einsatz brauchen z.B. zurzeit alle einen Mund-Nasenschutz; bei einem Patienten mit Corona-Verdacht ist weitere Schutzkleidung erforderlich. Außerdem haben wir sechs zusätzliche Fahrzeuge in den Einsatz geschickt, um das Personal zu entlasten.

Steht ausreichend Schutzmaterial für die Kräfte der Rettungsdienste zur Verfügung?
Zellerhoff: Wir sind mittlerweile gut ausgestattet, und dies verdanken wir dem Rhein-Kreis Neuss als Träger des Rettungsdienstes. Zum einen hat der Kreis selbst inzwischen ein großes Lager mit Schutzmaterial eingerichtet. Zum anderen erhalten wir regelmäßig Lieferungen von der Bezirksregierung, die wir wöchentlich an die Rettungswachen ausgeben.

Welche besonderen Einsätze hatten die Hilfsorganisationen zuletzt?
Zellerhoff: Ein großer Einsatz war Ende April die Testung von 377 Bewohnern des Wabenhauses in Grevenbroich, die das Gesundheitsamt in Zusammenarbeit mit dem DRK erfolgreich durchgeführt hat. Darüber hinaus ist das DRK permanent im Testcenter Neuss im Einsatz. Auch die Zusammenarbeit mit den Maltesern und der Johanniter Unfallhilfe verläuft sehr gut.

Sie stehen in enger Kommunikation mit den Krankenhäusern. Gab es dort in den vergangenen Wochen Kapazitätsprobleme?
Zellerhoff: Über eine digitale Plattform haben wir bereits seit mehreren Jahren eine landesweite Übersicht über die Belegung der Betten in den Krankenhäusern. Dies kommt uns jetzt zu Gute, weil wir hier auf einen Blick alle freien Ressourcen sehen. Zum Glück hatten und haben wir bisher keine Engpässe. Dies ist zu einem sehr großen Teil den Krankenhäusern zu verdanken, die in einzelnen Bereichen ihre Kapazitäten verdoppelt haben.

Wie sah ihr Alltag in den vergangenen Wochen aus, und wie sehen die Pläne für die nächste Zeit aus?
Zellerhoff: Als Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes sitze ich an der Schnittstelle zwischen Verwaltung und den am Rettungsdienst beteiligten Strukturen, und durch Corona bin ich seit nunmehr über 90 Tagen in die Arbeit unseres Krisenstabs eingebunden. Ich hoffe, dass wir jetzt schrittweise in den Alltag zurück finden. Wichtig ist zum Beispiel die Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zuletzt haben wir häufig auf E-Learning zurückgegriffen, und ich hoffe, dass die Fortbildungen demnächst wieder in kleinen Gruppen stattfinden, natürlich mit Abstand und ohne Vermischung der Gruppen und Schichten.

Hat sich durch Corona etwas geändert? Wird die Arbeit der Rettungsdienste mehr wertgeschätzt?
Insgesamt hat Corona dazu geführt, dass die Menschen großes Verständnis für die Arbeit der Rettungsdienste zeigen – zum einen erhalten diese mehr Anerkennung als bisher, zum anderen sind viele Bürger geduldiger als früher. Wir wünschen uns, dass dies so bleibt.

Petra Koch
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Impressum:

Rhein-Kreis Neuss
Der Landrat
Pressesprecher
Benjamin Josephs (V.i.S.d.P.)
Oberstr. 91
41460 Neuss
Tel.: 02131/928-1300

Rhein-Kreis Neuss
ZS5.2 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Oberstraße 91
41460 Neuss
Tel: 02131 928-1300
Fax: 02131 928-1330
Email: Presse@rhein-kreis-neuss.de
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Mensch gegen Virus - Geschichte im Ersten - Video (rd. 43 Min.) verfügbar bis 11.05.2021

Beitrag von WernerSchell » 14.05.2020, 17:03

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Mensch gegen Virus - Geschichte im Ersten - Video (rd. 43 Min.) verfügbar bis 11.05.2021: "Mutter der modernen Pandemien" wird die Spanische Grippe genannt. Sie forderte 1918/19 mehr Tote als der Erste Weltkrieg. Die Doku schaut zurück auf die großen Pandemien des 20. und 21. Jahrhunderts.
> https://www.ardmediathek.de/daserste/pl ... egen-virus
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Unzulässige Verfassungsbeschwerden gegen Lockerungen und gegen Verlängerungen der Eindämmungsmaßnahmen zur Covid-19 Pand

Beitrag von WernerSchell » 14.05.2020, 17:37

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Unzulässige Verfassungsbeschwerden gegen Lockerungen und gegen Verlängerungen der Eindämmungsmaßnahmen zur Covid-19 Pandemie
Pressemitteilung Nr. 36/2020 vom 14. Mai 2020


Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Mai 2020, Beschluss vom 13. Mai 2020
1 BvR 1027/20
1 BvR 1021/20


Die 1. und die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts haben mit heute veröffentlichten Beschlüssen zwei Verfassungsbeschwerden nicht zur Entscheidung angenommen. Die Verfassungsbeschwerde des demnächst 65-jährigen Beschwerdeführers im Verfahren vor der 3. Kammer zielte darauf, Bund und Länder zu verpflichten, Lockerungen staatlicher „Corona-Maßnahmen“ zurückzunehmen. Die Verfassungsbeschwerde eines jüngeren Mannes im Verfahren vor der 1. Kammer zielte umgekehrt darauf, Einschränkungen durch die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung für unter 60 Jahre alte Menschen weiter zu lockern.

I. Der Beschwerdeführer im Verfahren vor der 3. Kammer, der sich aufgrund seines Lebensalters einer Risikogruppe zurechnet, machte geltend, die Lockerungen kämen auch nach Ansicht wissenschaftlicher Studien zu früh und bedrohten sein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG). Die Lockerungsmaßnahmen seien daher im Wege einstweiliger Anordnung auszusetzen und die Öffnung der Grundschulen einstweilen zu untersagen. Seine Verfassungsbeschwerde war jedoch nicht hinreichend substantiiert. Sie berücksichtigte insbesondere nicht den Gestaltungsspielraum, der dem Staat zusteht, um grundrechtliche Schutzpflichten zu erfüllen, und den lediglich prognostischen Gehalt wissenschaftlicher Stellungnahmen.

Zwar umfasst das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit die staatliche Pflicht, sich schützend und fördernd vor das Leben zu stellen sowie vor Beeinträchtigungen der Gesundheit zu schützen. Doch kommt dem Gesetzgeber dabei ein weiter Einschätzungs-, Wertungs- und Gestaltungsspielraum zu. Daher kann das Bundesverfassungsgericht die Verletzung einer Schutzpflicht nur feststellen, wenn überhaupt nichts getan wird, wenn Maßnahmen offensichtlich ungeeignet oder völlig unzulänglich sind oder wenn sie erheblich hinter dem Schutzziel zurückbleiben. Das ist hier nicht ersichtlich. Zwar kann mit dem Beschwerdeführer angenommen werden, dass die vollständige soziale Isolation der gesamten Bevölkerung den besten Schutz gegen eine Infektion bietet. Doch verletzt der Staat grundrechtliche Schutzpflichten nicht, wenn er soziale Kontakte unter bestimmten Bedingungen zulässt. So trägt er anderen grundrechtlich geschützten Freiheiten Rechnung; zudem kann er die gesellschaftliche Akzeptanz der angeordneten Maßnahmen berücksichtigen und sich auch für ein behutsames oder auch wechselndes Vorgehen im Sinne langfristig wirksamen Lebens- und Gesundheitsschutzes entscheiden. Daran ändern die fachwissenschaftlichen Stellungnahmen, auf die sich der Beschwerdeführer stützt, nichts, denn sie präsentieren ausdrücklich nicht eine bestimmte Maßnahme, sondern unterschiedliche prognostische Szenarien.

II. Der jüngere Beschwerdeführer im Verfahren vor der 1. Kammer machte umgekehrt geltend, die fortbestehenden Freiheitsbeschränkungen durch die Dritte und Vierte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verletzten die Nicht-Risikogruppen der Bevölkerung in ihren Grundrechten. Auch seine Verfassungsbeschwerde hatte keinen Erfolg. Soweit der Beschwerdeführer sinngemäß behauptete, die Einschränkungen für die Gruppe derer, die jünger als 60 Jahre sind, seien generell unverhältnismäßig, weil die Gefährdung durch das Coronavirus für sie nicht größer sei als die Gefährdung durch die jährlich auftretenden Influenzaviren und weil niemand zu einem Verhalten gezwungen werden könne, das nur seine eigene körperliche Unversehrtheit schütze, stellte der Beschwerdeführer nicht in Rechnung, dass die Beschränkungen seiner Freiheit auch den Schutz Dritter bezwecken, die stärker gefährdet sind. Zu deren Schutz ist der Staat aber nach Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG grundsätzlich berechtigt und verpflichtet.

Soweit der Beschwerdeführer hingegen geltend machte, dass die Freiheit jüngerer Personen nicht zum Schutz von Risikogruppen beschränkt werden dürfe, sondern allein diesen gefährdeten Personengruppen selbst „Quarantänemaßnahmen“ auferlegt werden müssten, führt das - unabhängig davon, ob eine solche Strategie überhaupt praktisch realisierbar wäre - nicht zum Erfolg. Nach dem Grundgesetz ist der Staat nicht darauf beschränkt, den Schutz gesundheits- und lebensgefährdeter Menschen allein durch Begrenzungen deren eigener Freiheit zu bewerkstelligen. Vielmehr darf der Staat Regelungen treffen, die auch den vermutlich gesünderen und weniger gefährdeten Menschen in gewissem Umfang Freiheitsbeschränkungen abverlangen, wenn gerade hierdurch den stärker gefährdeten Menschen ein gewisses Maß an gesellschaftlicher Teilhabe und Freiheit gesichert werden kann und sie sich nicht über längere Zeit vollständig aus dem Leben in der Gemeinschaft zurückziehen müssen. Dabei lassen die Grundrechte einen Spielraum für den Ausgleich der widerstreitenden Grundrechte. Dieser Spielraum kann mit der Zeit geringer werden -– etwa bei besonders schweren Grundrechtsbelastungen und wegen der Möglichkeit zunehmender Fachkenntnis über Risiken und anderweitige Eindämmungsmöglichkeiten. Dem trägt der Verordnungsgeber hier dadurch Rechnung, dass die Freiheitsbeschränkungen von vornherein befristet sind und durch wiederholte Änderungen der Verordnung stetig gelockert werden. Vor diesem Hintergrund hätte der Beschwerdeführer konkreter darlegen müssen, warum er die Grundrechtseingriffe gleichwohl für verfassungswidrig hält.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 36/2020 des Bundesverfassungsgerichts vom 14.05.2020
https://www.bundesverfassungsgericht.de ... 0-036.html
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SARS-CoV-2: Wie ein Sänger (fast) den gesamten Chor angesteckt hat

Beitrag von WernerSchell » 14.05.2020, 17:49

Deutsches Ärzteblatt vom 14.05.2020:
SARS-CoV-2: Wie ein Sänger (fast) den gesamten Chor angesteckt hat
Atlanta − Das Zusammentreffen vieler Menschen auf engem Raum fördert die Ausbreitung des neuen Coronavirus SARS-CoV-2. US-Epidemiologen berichten in Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR: 2020; DOI: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/ ... 19e6-H.pdf ) über ein Superspreader-Ereignis in einem Kirchenchor, wo eine Person gleich 52 Mitsänger infizierte, von denen 3 schwer erkrankten, davon 2 mit Todesfolge. Ähnliche Ereignisse wurden in Großbritannien und aus Berlin berichtet. … (weiter lesen unter) … > https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... 7ac2e8834e
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Gesundheitsämter - Fehlendes Personal erschwert Kontaktverfolgung

Beitrag von WernerSchell » 15.05.2020, 06:17

Ärzte Zeitung vom 14.05.2020:
Gesundheitsämter - Fehlendes Personal erschwert Kontaktverfolgung
Die Personalausstattung in Gesundheitsämtern ist in vielen Bundesländern defizitär. In der Corona-Pandemie kann das fatal sein
Berlin. Die personelle Ausstattung vieler Gesundheitsämter bleibt hinter den Anforderungen in der Corona-Pandemie zurück. Das erschwert ihre Aufgabe, Kontaktpersonen von COVID-19-Patienten nachzuverfolgen. Das geht aus einer Umfrage von NDR und WDR hervor. Dafür waren bundesweit 380 Gesundheitsämter angeschrieben worden, von denen 178 geantwortet haben.
Den Angaben nach stehen in 119 Stadt- und Landkreisen (67 Prozent) nicht so viele Mitarbeiter zur Verfügung, wie es der Beschluss von Bund und Ländern vom 25. März vorsieht. Demnach soll jeder Landkreis pro 20.000 Einwohner ein aus fünf Mitarbeitern bestehendes Team bilden, um Kontaktpersonen nachzuverfolgen. ... (weiter lesen unter) ... https://www.aerztezeitung.de/Politik/Fe ... 46BC4EBYI4

Anmerkung:
Es ist so, dass in den zurückliegenden Jahrzehnten der öffentliche Gesundheitsdienst bewusst zurückgefahren wurde, und zwar zum Vorteil der niedergelassenen Ärzteschaft. Man hat gemeint, auf den öffentlichen Gesundheitsdienst mehr und mehr verzichten zu können. Dies wurde schon früh kritisiert und wird jetzt in der Corona-Pandemie als Fehlleistung mehr als deutlich. - Werner Schell
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Sterbefallzahlen über dem Durchschnitt ...

Beitrag von WernerSchell » 15.05.2020, 15:10

PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 177 vom 15.05.2020

Sterbefallzahlen auch in der 16. Kalenderwoche über dem Durchschnitt der Vorjahre

Nach vorläufigen Ergebnissen sind in der 16. Kalenderwoche (13. bis 19. April 2020) in Deutschland mindestens 18 693 Menschen gestorben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sind die Sterbefallzahlen damit im Vergleich zur Vorwoche (6. bis 12. April) um 1 343 Fälle gesunken, sie liegen jedoch noch immer etwa 8 % über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Im Vergleich zu den einzelnen Jahren liegen die Sterbefallzahlen dieser Woche in einer Spannweite von 12 % über den Zahlen von 2017 und 4 % über denen von 2018 beziehungsweise 2019. Die erhöhten Sterbefallzahlen zeigen sich seit der 13. Kalenderwoche (23. bis 29. März). In der 15. Kalenderwoche war die Abweichung mit knapp 2 150 Fällen beziehungsweise 12 % über dem vierjährigen Durchschnitt am größten..

+++
Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

Herausgeber:
DESTATIS | Statistisches Bundesamt
Gustav-Stresemann-Ring 11
65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 / 75 - 34 44
www.destatis.de/kontakt
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Wiedereröffnung der Pflegeheime verantwortungslos ....

Beitrag von WernerSchell » 16.05.2020, 06:17

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 15.05.2020 berichtet:
Kritik an NRW-Regierung - „Der Druck wurde auf die Träger und Pflegeheime abgewälzt“
Düsseldorf Seit Samstag dürfen Pflegeheim-Bewohner in Nordrhein-Westfalen wieder Besuch bekommen. Den Trägern zufolge hielt sich der Andrang in Grenzen, Angehörige zeigten meist Verständnis. Es gibt aber auch Kritik.
Von Merlin Bartel
Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Nordrhein-Westfalen kritisiert die Landesregierung für die Wiedereröffnung der Pflegeheime am vergangenen Samstag. „Es ist verantwortungslos, wenn der Gesundheitsminister den Angehörigen zum Muttertag Besuche verspricht, sich aber in keiner Weise um die Umsetzung kümmert“, sagt Sprecherin Katrin Mormann. „Dieser Druck wurde einfach auf die Träger und vor allem auf Einrichtungen abgewälzt.“ Die gelockerten Besuchsmöglichkeiten seit dem vergangenen Wochenende funktionierten nur wegen der guten Vorbereitung der Einrichtungen. ... (weiter lesen unter) > ... https://rp-online.de/panorama/coronavir ... okal-neuss

Anmerkung:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat die Lockerungen für Besucher mehrfach nach Art und Umfang kritisiert. Es werden vermeidbar Gefahren für BewohnerInnen und Pflegekräfte provoziert. Der seit vielen Jahren bekannte Pflegenotstand wird es nicht zulassen, dass ordentliche Pflegeleistungen und Besucherbegleitung angemessen gestaltet werden können.
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Coronavirus-Infektion: Gefühlte Sicherheit wächst

Beitrag von WernerSchell » 16.05.2020, 07:25

Bundesinstitut für Risikobewertung

Coronavirus-Infektion: Gefühlte Sicherheit wächst

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Immer mehr Menschen glauben, dass sie sich vor einer Ansteckung schützen können
Die Coronavirus-Pandemie prägt seit Monaten den Alltag in Deutschland. Mittlerweile ist jedoch anscheinend mehr Gelassenheit in der Bevölkerung eingekehrt. Darauf deuten die Ergebnisse des achten „BfR-Corona-Monitors“ hin, einer regelmäßigen Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Während in der ersten Erhebung im März nur 28 Prozent der Befragten der Auffassung waren, sich vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus schützen zu können, stieg dieser Wert inzwischen auf 41 Prozent. „Es gibt weitere Anzeichen dafür, dass die Menschen weniger beunruhigt sind“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „So sank der Anteil der Personen, die große gesundheitliche Auswirkungen einer Coronavirus-Erkrankung auf ihre Gesundheit befürchten, im selben Zeitraum von 37 auf 26 Prozent.“


• BfR-Corona-Monitor - Stand 12. Mai 2020 (1.1 MB) > http://www.bfr.bund.de/cm/343/200512-bf ... onitor.pdf

Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, gibt mehr als die Hälfte der Befragten an, die Öffentlichkeit zu meiden. 40 Prozent sagen, dass sie Schutzkleidung wie Handschuhe oder Masken anlegen. Gleichzeitig sank aber die Akzeptanz gegenüber der Maskenpflicht im Vergleich zur Vorwoche um neun Prozentpunkte auf 73 Prozent.
Das stärkere Sicherheitsempfinden ist offenbar auch mit einem wachsenden Wunsch nach mehr Freizeitaktivitäten verknüpft. Während in der ersten Erhebung die Schließung von Kultureinrichtungen wie Kinos oder Theater noch von 97 Prozent der Befragten befürwortet wurde, wird diese Maßnahme sieben Wochen später nur noch von 77 Prozent als angemessen beurteilt. In Bezug auf die Einschränkungen der Reiseaktivitäten und die Kontrollen an der deutschen Grenze wandelt sich ebenfalls die Einstellung: Auch diese Maßnahmen werden zwar nach wie vor von der Mehrheit akzeptiert, über die letzten Wochen zeigte sich aber ein Abwärtstrend.
In der sich dynamisch verändernden Situation aktualisiert das BfR kontinuierlich seine FAQs zum Thema Coronavirus.


• Kann das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Gegenstände übertragen werden? > http://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neua ... 44062.html

Über den BfR-Corona-Monitor
Der BfR-Corona-Monitor ist eine wiederkehrende (mehrwellige) repräsentative Befragung zur Risikowahrnehmung der Bevölkerung in Deutschland gegenüber dem neuartigen Coronavirus. Seit dem 24. März 2020 werden dazu jeden Dienstag rund 500 zufällig ausgewählte Personen per Telefon unter anderem zu ihrer Einschätzung des Ansteckungsrisikos und zu den von ihnen getroffenen Schutzmaßnahmen befragt. Eine Zusammenfassung der Daten wird regelmäßig auf der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung veröffentlicht. Mehr Informationen zur Methode und Stichprobe finden sich in den Veröffentlichungen zum BfR-Corona-Monitor.

Über das BfR
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
________________________________________

Quelle: Pressemitteilung Nr. 16/2020 vom 15.05.2020
Bundesinstitut für Risikobewertung
Max-Dohrn-Str. 8-10
D-10589 Berlin
Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Suzan Fiack
Tel.: 030 1 8412-4300
Fax.: 030 1 8412-4970
E-Mail: pressestelle@bfr.bund.de
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Corona-Virus: Schutz der Heimbewohnerinnen und Pflegekräfte mängelbehaftet

Beitrag von WernerSchell » 16.05.2020, 16:44

"Die Politik hat die Möglichkeiten, Menschen, die in Pflegeheimen leben und arbeiten, konsequent und von Beginn an vor dem Corronavirus zu schützen, versäumt."
Zwischenruf von Patrick Weiss in CAREkonkret, 15.05.2020
>>> viewtopic.php?f=4&t=23653&p=113643#p113643

+++
Die Medien haben lebhaft zur Besuchslockerung in den Pflegeeinrichtungen berichtet, zum Teil sehr kritisch. U.a. berichtete die Rheinische Post am 16.05.2020 wie folgt:

Kritik an NRW-Regierung:
„Der Druck wurde auf die Träger und Pflegeheime abgewälzt“

Düsseldorf Seit Samstag dürfen Pflegeheim-Bewohner in Nordrhein-Westfalen wieder Besuch bekommen. Den Trägern zufolge hielt sich der Andrang in Grenzen, Angehörige zeigten meist Verständnis. Es gibt aber auch Kritik.
Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Nordrhein-Westfalen kritisiert die Landesregierung für die Wiedereröffnung der Pflegeheime am vergangenen Samstag.
„Es ist verantwortungslos, wenn der Gesundheitsminister den Angehörigen zum Muttertag Besuche verspricht, sich aber in keiner Weise um die Umsetzung kümmert“,
sagt Sprecherin Katrin Mormann. „Dieser Druck wurde einfach auf die Träger und vor allem auf Einrichtungen abgewälzt.“ Die gelockerten Besuchsmöglichkeiten seit dem vergangenen Wochenende funktionierten nur wegen der guten Vorbereitung der Einrichtungen.
… (weiter lesen unter) …. > https://rp-online.de/panorama/coronavir ... d-51105303
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Heim-Management in der Coronakrise - Der Rechtsratgeber - Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 17.05.2020, 07:10

Buchtipp!

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Quelle und weitere Informationen > https://www.altenheim.net/silver.econte ... oronakrise
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Corona-Pandemie: Die getroffenen Bekämpfungs- und Hilfemaßnahmen können im Wesentlichen Zustimmung erfahren

Beitrag von WernerSchell » 17.05.2020, 08:50

Corona-Pandemie: Die getroffenen Bekämpfungs- und Hilfemaßnahmen können im Wesentlichen Zustimmung erfahren. Allerdings verunsichern u.a. der föderale "Fleckenteppich" und die ständigen Diskussionen in den Talkshows der TV-Medien. Wünschenswert erscheinen lebhafte und kontroverse Erörterungen der anstehenden Fragen in den Parlamenten statt der Rededuelle zwischen den um Einfluss und Macht buhlenden Politprofis im abendlichen TV-Programm. Das würde unserer rechtsstaatlichen Grundordnung, die ja als parlamentarische Demokratie ausgestaltet ist, eher entsprechen!
Quelle: https://www.facebook.com/werner.schell.7 und https://www.facebook.com/fluegge.erik/p ... __tn__=K-R


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Corona ... Mehrheit fühlt sich belastet, vertraut den Gesundheitsmaßnahmen und ist für eine Vermögensabgabe für Reiche

Beitrag von WernerSchell » 19.05.2020, 15:54

Presseinformation der Albert-Ludwigs-Universität
Freiburg, 19.05.2020



MITTEILUNG
Bundesweite Umfrage zur Corona-Pandemie


Mehrheit fühlt sich belastet, vertraut den Gesundheitsmaßnahmen und ist für eine Vermögensabgabe für Reiche

Forschende der Universität Freiburg, Stuttgart und der Ludwig-Maximilians-Universität München haben vom 7. bis zum 17. Mai 2020 über 7.800 Personen in Deutschland zu ihren Erfahrungen und Einstellungen in der Corona-Pandemie online befragt. Die Ergebnisse stellen Prof. Dr. Uwe Wagschal, Dr. Sebastian Jäckle, Dr. Eva-Maria Trüdinger und Dr. Achim Hildebrandt nun vor: Nahezu jeder und jede Deutsche ist von der Pandemie in gewisser Weise betroffen. Nur fünf Prozent der Befragten sehen sich durch die Einschränkungen und Maßnahmen nicht beeinflusst. Dagegen fühlt sich jeder und jede dritte Befragte stark oder sogar sehr stark belastet, Frauen insgesamt stärker als Männer. Jüngere und ältere Menschen fühlen sich durch die Pandemie aber weniger belastet als Personen zwischen 30 und 60 Jahren.

Die gefühlte Belastung in einzelnen Regionen Deutschlands fällt sehr unterschiedlich aus, berichten die Forschenden. Besonders stark belastet fühlen sich die Befragten in den Regionen Chemnitz, Gießen, aber auch in Mittelfranken, Sachsen-Anhalt und der Region Dresden. Im Vergleich zu den offiziellen Fallzahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in den Regionen zeigt sich jedoch kein starker Zusammenhang zwischen den Zahlen der Infizierten und der gefühlten Belastung. Besonders die Menschen in Norddeutschland sind entspannter, aber auch in den am stärksten betroffenen Gebieten in Bayern und Baden-Württemberg fühlen sich die Befragten eher weniger stark belastet, trotz hoher Ansteckungszahlen und Todesfälle im Süden.

Neben der gefühlten Belastung gibt es auch Angst vor Beeinträchtigungen. Am stärksten ist die Furcht vor eigener Krankheit oder bei nahestehenden Personen: Für knapp 40 Prozent der Befragten ist das die größte Angst – neben der vor einem Einbruch der Wirtschaft sowie davor, ihre Lebensgewohnheiten einschränken zu müssen. Deutlich weniger Angst haben die Befragten dagegen vor Vereinsamung und eigener Arbeitslosigkeit. „Offensichtlich wird die Gefahr eigener Arbeitslosigkeit weniger dramatisch eingeschätzt als die gesamtwirtschaftlichen Folgewirkungen“, erklärt Wagschal. „Insgesamt gibt es jedoch ein hohes Vertrauen in die Gesundheitsmaßnahmen des Bundes und der Länder“, sagt der Freiburger Politikwissenschaftler: Über 60 Prozent der Befragten halten diese für geeignet, um die gesundheitlichen Folgen der Pandemie in den Griff zu bekommen. Deutlich skeptischer sind die Befragten hinsichtlich der Frage, ob die ergriffenen politischen Maßnahmen geeignet sind, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie in den Griff zu bekommen. Davon sind nur knapp 35 Prozent der Befragten überzeugt.

Eine Mehrheit der knapp 7.800 befragten Personen hat eine klare Vorstellung davon, wer für die Kosten der Pandemie aufkommen soll: 51 Prozent halten eine Vermögensabgabe für Reiche für sehr sinnvoll, weitere 30 Prozent halten sie für teilweise sinnvoll. Dagegen halten nur knapp 3 Prozent generelle Steuererhöhungen für sehr sinnvoll. Die Idee, den Solidaritätszuschlag wiedereinzuführen, erachten nur rund 15 Prozent der Befragten für sehr sinnvoll.

„Insgesamt hält mit 59,9 Prozent eine deutliche Mehrheit der Befragten die staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus nicht für übertrieben“, betont Wagschal, „deutliche Unterschiede zeigen sich aber zwischen den Anhängerinnen und Anhängern der Parteien. Mehr als die Hälfte der FDP-Anhänger und fast drei Viertel der AfD-Anhänger halten die Maßnahmen für übertrieben, aber weniger als 15 Prozent der Anhänger von CDU/CSU, Grünen und SPD.“ Jedoch betrachtet auch die generell zustimmende Mehrheit die Maßnahmen differenziert: Schutzmaßnahmen wie die soziale Distanz zu erhöhen, betroffene Gemeinden abzuriegeln oder der Grenzen zu schließen, stimmt sie zu. Maßnahmen wie Telekommunikationsdaten elektronische zu überwachen oder parlamentarische Rechte einzuschränken, sieht sie deutlich kritischer.

Bei der Frage nach ihren Informationsquellen in Bezug auf die Corona-Berichterstattung zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Anhängern der einzelnen Parteien: Die der CDU/CSU, der SPD und der Grünen vertrauen stark den offiziellen Webseiten wie der des Gesundheitsministeriums oder des RKI sowie den etablierten, öffentlich-rechtlichen Medien und Zeitungen. Die Anhänger der Linken und insbesondere der FDP weisen hier durchweg ein geringeres Vertrauen auf. AfD-Anhänger und die Anhänger anderer Parteien, darunter auch Befragte, die als Wahlpräferenz die neue Gruppierung „Widerstand 2020“ angegeben haben, weichen deutlich vom Rest der Bevölkerung ab. Sie halten sämtliche Informationsquellen im Durchschnitt für eher nicht vertrauenswürdig und informieren sich am ehesten auf Internet-Blogs, YouTube sowie Sozialen Netzwerken – genau bei den Quellen, denen die restliche Bevölkerung am wenigsten Vertrauen entgegenbringt.

Ergebnisse der Online-Befragung „Politikpanel Deutschland“ > https://www.politikpanel.uni-freiburg.de/

Personen, die in Zukunft auch an den Befragungen des Politikpanel Deutschland teilnehmen wollen, können einfach eine E-Mail an politikpanel-liste-subscribe@politik.uni-freiburg.de schicken und sich damit auf der Politikpanel Mailingliste eintragen. Pro Jahr wird maximal zu vier Befragungen eingeladen.

Kontakt:
Prof. Dr. Uwe Wagschal
Seminar für Wissenschaftliche Politik
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-9361
E-Mail: politikpanel@politik.uni-freiburg.de

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Aerosole können Corona-Infektionen auslösen, z.B. beim Singen im Chor

Beitrag von WernerSchell » 20.05.2020, 06:31

Singen hat gesundheitsfördernde Wirkung. Aber im Chor können über Aerosole Corona-Infektionen ausgelöst werden. Darüber berichtete die NDR-Visite am 19.05.2020! - Das Coronavirus breitet sich möglicherweise auch über unsichtbare Schwebeteilchen in der Luft aus. Die sogenannten Aerosole sind winzige, in der Luft schwebende Partikel, kleiner als fünf Mikrometer, und damit so klein wie Feinstaub. Sie entstehen überall, wo Tröpfchen fein vernebelt werden, zum Beispiel beim Sprechen und Singen an den Stimmlippen im Kehlkopf. So könnten Aerosole das Coronavirus über Entfernungen von mehreren Metern durch die Luft verbreiten. - Video (4,45 Min., verfügbar bis 19.05.2021) informiert > https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... s2154.html
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Öffentlicher Gesundheitsdienst mahnt dauerhaft mehr Personal an

Beitrag von WernerSchell » 20.05.2020, 17:10

Deutsches Ärzteblatt vom 20.05.2020:

Öffentlicher Gesundheitsdienst mahnt dauerhaft mehr Personal an

Ute Teichert.jpg
Ute Teichert.jpg (7.19 KiB) 388 mal betrachtet
Foto: Dr. med. Ute Teichert, MPH

Berlin – Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes > https://www.bvoegd.de/ macht sich weiter auch nach der Coronakrise für mehr Personal bei den Gesundheitsämtern stark.
Schon jetzt kehrten viele Mitarbeiter, die kurzfristig eingesprungen seien, an ihre Arbeitsplätze in anderen Behörden zurück, sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert der Welt. Spätestens in einem halben Jahr seien also alle Hilfskräfte weg.
Auch die Arbeitskräfte des Robert-Koch-Instituts, die sich um die Kontaktnachverfolgung kümmerten, seien nur für sechs Monate eingestellt worden.
„Wir brauchen nicht nur freiwillige Hilfskräfte als befristete Unterstützung, sondern dauerhaft neues und qualifiziertes Personal“, sagte Teichert. Bisher habe niemand daran gedacht, neue Stellen auszuschreiben.
… (weiter lesen unter) … > https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... 7ac2e8834e


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Gesundheitsamt Bild.jpg
Gesundheitsamt Bild.jpg (27.34 KiB) 401 mal betrachtet
Die Forderungen, die Gesundheitsämter dauerhaft personell zu stärken, verdient uneingeschränkte Unterstützung. Die Gesundheitsämter sind in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr vernachlässigt worden. Dass diese Entwicklung gestoppt und deutliche Personalaufstockungen geboten sind, macht die Corona-Pandemie mehr als deutlich.
Werner Schell
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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