ARMUT DURCH PFLEGEBEDÜRFTIGKEIT: VOLLVERSICHERUNG KANN RISIKO DEUTLICH SENKEN - Studie informiert

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Finanzierung der Pflege durch Ausbau des Pflegevorsorgefonds angeregt

Beitrag von WernerSchell » 22.11.2019, 07:16

Deutsches Ärzteblatt vom 21.11.2019:
Finanzierung der Pflege durch Ausbau des Pflegevorsorgefonds angeregt
Gütersloh – Die Bertelsmann-Stiftung setzt sich für einen „Generationenausgleich“ innerhalb des solidarischen Systems der Pflegeversicherung gefordert. Angesichts der sich abzeichnenden Mehrausgaben in diesem Bereich reiche der heutige... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/31 ... 975-q1c096
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Studie: Pflegeversicherung dürfte bis 2050 erheblich teurer werden

Beitrag von WernerSchell » 22.11.2019, 09:31

Studie: Pflegeversicherung dürfte bis 2050 erheblich teurer werden
Wer bezahlt die höheren Pflegekosten? Die Versicherungsbeiträge steigen, und die Politik streitet über Steuerzuschüsse. Die Bertelsmann Stiftung hat nun einen neuen Vorschlag zum Generationenausgleich gemacht.
Quelle: Spiegel Online > https://newsletter.vzbv.de/d/d.html?o00 ... ujrf6dm6y6
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Warmlaufen für die nächste Pflegereform - Steigende Eigenanteile sorgen für Unruhe

Beitrag von WernerSchell » 25.11.2019, 07:31

Ärzte Zeitung vom 25.11.2019
Parteien und Verbände
Warmlaufen für die nächste Pflegereform

Sockel-Spitze-Tausch, mehr Eigenvorsorge oder doch Bürgerversicherung? Die Diskussion darüber, wie sich die Pflegeversicherung in die Zukunft hinüber retten lässt, ist in vollem Gang.
Von Anno Fricke und Thomas Hommel
Berlin. Norbert Blüm (CDU) geriet geradezu ins Schwärmen und sprach von „der besten Nachricht seit 20 Jahren“. Der frühere Bundesarbeitsminister meinte damit die Verabschiedung der Pflegeversicherung im April 1995.
Doch schon damals wies der jüngste Sozialversicherungszweig Mängel auf: Weil der Beitragssatz niedrig sein sollte, wurde der Pflegebedürftigkeitsbegriff eng gefasst. Demenzkranke tauchten darin gar nicht auf. Erst Jahre später wurde das korrigiert.
Die Geldknappheit im Pflegetopf dagegen ist bis heute ein Thema. Kein Wunder: Kaum ein Bereich ist so „demografieanfällig“ wie die Pflege. Besonders kniffelig werden könnte es schon in zehn Jahren. Dann erreichen die ersten „Babyboomer“ ein Alter, in dem das Risiko für Pflegebedürftigkeit steigt. Und damit auch Bedarf und Kosten.
Steigende Eigenanteile sorgen für Unruhe
... (weiter lesen unter) ... > http://ods-mailing.springer-sbm.com/d-r ... &tags=test
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Warmlaufen für die nächste Pflegereform - Steigende Eigenanteile sorgen für Unruhe

Beitrag von WernerSchell » 25.11.2019, 07:47

Text für die sozialen Medien:

Warmlaufen für die nächste Pflegereform - Steigende Eigenanteile sorgen für Unruhe (Beiträge informieren) > viewtopic.php?f=4&t=23387 = ZDF-Mima berichtet am 25.11.2019, 13.00 Uhr, dazu passend über "Kostenexemplosion im Altenheim" - > https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-mitt ... 9-100.html = Dabei voraussichtlich ein Interview mit Werner Schell.
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Bundesländervergleich: Pflege-Eigenanteile steigen bis zu 78 Prozent

Beitrag von WernerSchell » 25.11.2019, 09:26

Bundesländervergleich: Pflege-Eigenanteile steigen bis zu 78 Prozent
Ein Pflegefall in der Familie, viele Angehörige bringt das an den Rand der finanziellen Belastbarkeit. In einigen Bundesländern ist die Höhe der durchschnittlichen Zuzahlungen nun enorm gestiegen.
Quelle: Spiegel Online > https://newsletter.vzbv.de/d/d.html?o00 ... cc4tkm3446
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Weiterentwicklung der Pflegeversicherung durch Begrenzung der Eigenanteile

Beitrag von WernerSchell » 25.11.2019, 11:40

AWO, Diakonie, ver.di und Angehörigenvertreter fordern Weiterentwicklung der Pflegeversicherung - Begrenzung der Eigenanteile der pflegebedürftigen Menschen notwendig

Berlin, 25. November 2019 Spitzenvertreterinnen und Spitzenvertreter der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Diakonie Deutschland, der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und einer Angehörigeninitiative haben am heutigen Montag (25. November 2019) in der Bundespressekonferenz in Berlin eine Weiterentwicklung der Pflegeversicherung angemahnt. Diese müsse dringend auf die politische Tagesordnung.

Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand:
"Arbeiten in der Altenpflege muss attraktiver werden. Die Beschäftigten brauchen gute Arbeitsbedingungen, vor allem mehr Personal und eine angemessene Vergütung für diese verantwortungsvolle und oft auch körperlich und emotional anstrengende Arbeit. Die meisten kommerziellen Anbieter verweigern Tarifverträge. Wir wollen wieder Gemeinwohl statt Hedgefonds, die auf Kosten der zu pflegenden Menschen und der Beschäftigten hohe Profite machen. Die Politik hat die Altenpflege dem wirtschaftlichen Wettbewerb ausgesetzt; deshalb ist die Politik auch in der Verantwortung, die unsägliche Entwicklung zu stoppen und die Beschäftigten vor Ausbeutung zu schützen."

Wolfgang Stadler, Vorsitzender des Vorstandes des AWO-Bundesverbandes:
"Schon heute leidet die Pflegebranche unter einem akuten Fachkräftemangel. Viele junge Menschen sehen ihre Zukunft nicht in der Pflege, weil soziale Berufe in Wertschätzung und Bezahlung weit abgehängt sind. Es darf nicht sein, dass eine Arbeit an Maschinen bei gleicher Qualifikation höher angesehen ist und deutlich besser bezahlt wird als die Arbeit mit Menschen. Wir können den Fachkräftemangel nur bekämpfen, wenn wir die Pflegeberufe aufwerten und besser bezahlen. Das Pflegelöhneverbesserungsgesetz, das kürzlich erst verabschiedet wurde, ebnet den Weg für einen bundesweiten, allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für die Pflegebranche."

Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:
"Die Pflegeversicherung muss reformiert werden. Das bekannteste Problem sind die immer weiter steigenden Eigenanteile, die im Pflegeheim bezahlt werden müssen.
Insgesamt steigen die Kosten für die Pflege, aber die Leistungen der Pflegeversicherung sind gedeckelt. Lohnerhöhungen und Qualitätsverbesserungen in der Pflege müssen heute vollständig von den pflegebedürftigen Menschen finanziert werden oder vom Sozialamt, wenn die Eigenmittel aufgebraucht sind.
Die Pflegeversicherung muss deshalb zu einer bedarfsdeckenden Sozialversicherung ausgebaut werden. Die begründeten Kostensteigerungen für die Pflege müssen von der Pflegeversicherung finanziert werden. Die pflegebedürftigen Menschen übernehmen einen begrenzten und kalkulierbaren Eigenanteil."

Klaus Hommel, Angehörigeninitiative "Eigenanteile der Pflegekosten in Seniorenheimen senken":
"Pflegebedürftige müssen jede kleine Verbesserung finanzieren: durch höhere Versicherungsbeiträge und durch höhere Eigenanteile, die immer weiter steigen.
Diese Situation ist für uns untragbar, denn Pflegebedürftigkeit darf nicht ins Sozialamt führen. Wir wollen gute Löhne für die Pflegekräfte und eine gute Pflege; das muss von allen mitfinanziert werden. Wir wollen, dass die Eigenanteile der Pflegebedürftigen sofort gesenkt und mittelfristig durch eine Pflegebürgervollversicherung abgeschafft werden. Die Bundesregierung muss umgehend einen Zeitplan für die Einführung einer zukunftsorientierten Pflegeversicherung vorlegen."

Pressekontakt:
ver.di: Richard Rother, Telefon 030/6956-1013
AWO: Jennifer Rotter, Telefon 030/26309-218
Diakonie: Stephan Röger, Telefon 030/65211-1780
Angehörigeninitiative: Klaus Hommel, Telefon 0173/620 78 73

Ein Konzept der Diakonie Deutschland zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung gibt es unter https://www.diakonie.de/diakonie-texte/ ... egereform/,
einen Themenschwerpunkt zur Pflegeversicherung unter https://www.diakonie.de/pflegeversicherung/

Quelle: Pressemitteilung vom 25.11.2019
Stephan Röger, stellv. Pressesprecher
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
F +49 30 65211-3780
pressestelle@diakonie.de

Diakonie Deutschland
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin www.diakonie.de
****************************************


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Deutsches Ärzteblatt vom 25.11.2019:
Private Pflegekosten teilweise stark angestiegen
Köln – Die privaten Pflegekosten in der vollstationären Pflege sind einer Studie zufolge teilweise deutlich gestiegen. Besonders in den ostdeutschen Bundesländern gab es nach der heute veröffentlichten Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/31 ... 975-q1jd5i
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Eigenanteile bei den Pflegekosten müssen begrenzt werden

Beitrag von WernerSchell » 25.11.2019, 14:43

Studie: Private Pflegekosten teilweise stark angestiegen. Begrenzung der Eigenanteile der pflegebedürftigen Menschen erscheint zwingend geboten.

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Darüber berichtete das ZDF-Mittagsmagazin am 25.11.2019 - Videobeitrag (2,34 Min. > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... kosten.mp4 ) mit Kurzstatement Werner Schell. Zahlreiche Beiträge im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk informieren umfänglicher > viewtopic.php?f=4&t=23387&p=111347#p111347 bzw. viewtopic.php?f=4&t=23387
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Friedrich-Ebert-Stiftung macht Vorschläge zur Neuausrichtung der Pflegepolitik

Beitrag von WernerSchell » 28.11.2019, 08:00

Deutsches Ärzteblatt vom 27.11.2019:
Friedrich-Ebert-Stiftung macht Vorschläge zur Neuausrichtung der Pflegepolitik
Bonn – Die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen in Deutschland muss fundamental umgebaut werden. Dieser Ansicht ist die Friedrich-Ebert-Stiftung, die ein Positionspapier zum Umbau der Pflegepolitik erarbeitet hat. Danach sollte die Politik die... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/31 ... 975-q1n1oh
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Sozialminister wollen Eigenanteile an Pflegekosten begrenzen

Beitrag von WernerSchell » 29.11.2019, 18:40

Deutsches Ärzteblatt vom 28.11.2019:
Sozialminister wollen Eigenanteile an Pflegekosten begrenzen
Rostock – Die Arbeits- und Sozialminister der Länder machen sich weiter für eine Weiterentwicklung der Pflegeversicherung stark. „Wir müssen vor allem von Grundsatz wegkommen, dass die steigenden Pflegekosten hauptsächlich von den Pflegebedürftigen... [mehr] > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/31 ... 975-q1ox5r
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DBfK unterstützt Forderungen der ASMK nach Weiterentwicklung von SGB XI

Beitrag von WernerSchell » 03.12.2019, 13:53

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DBfK unterstützt Forderungen der ASMK nach Weiterentwicklung von SGB XI

Die 96. Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) hat einstimmig die Einrichtung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung und die Begrenzung der Eigenanteile der Pflegebedürftigen gefordert. Diese Forderungen werden vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt und unterstützt.

Mehr Stellen in der Langzeitpflege und eine bessere Bezahlung gehen – wie auch die Ausbildungskosten – stark zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen. Dem muss vorgebeugt und es müssen die Ungleichheiten zwischen den Bundesländern nivelliert werden. Aus Sicht der ASMK sind hierzu gemeinsame Verhandlungen erforderlich. Sie müssen einerseits eine Begrenzung der Eigenanteile von pflegebedürftigen Menschen und die Einführung eines Steuerzuschusses für die Pflegeversicherung, der die Beiträge zur Pflegeversicherung nicht weiter steigen lässt, zügig regeln.

Der DBfK begrüßt darüber hinaus ausdrücklich, dass die Länder die Umsetzung der neuen Personalbemessung einfordern. Der DBfK erwartet durch das neue Verfahren deutlich bessere Personalschlüssel und eine Stärkung der Fachkraftquote - sowohl in der stationären als auch der ambulanten Langzeitpflege. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Entlastung der beruflich Pflegenden, zum Verbleib im Beruf und darüber hinaus zu mehr Attraktivität des Pflegeberufes.

Quelle: Pressemitteilung vom 03.12.2019
Johanna Knüppel, Referentin, Sprecherin, Redakteurin
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
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> https://www.dbfk.de/de/presse/meldungen ... ferenz.php
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