Alzheimer vorbeugen: 10.000 Schritte täglich empfohlen

Allgemeine Informationen zu allen relevanten Themen einschließlich interessante Nachrichten aus dem weiten Gebiet der Medizin und Heilkunde (z.B. Studien- und Forschungsergebnisse)

Moderator: WernerSchell

Gesperrt
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 22162
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Alzheimer vorbeugen: 10.000 Schritte täglich empfohlen

Beitrag von WernerSchell » 05.06.2019, 09:42

Alzheimer-Forschung Initiative e.V.

Alzheimer vorbeugen: 10.000 Schritte täglich empfohlen

Düsseldorf – „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“ – Was schon die alten Römer wussten, wird heute durch die Alzheimer-Forschung bestätigt. Denn Forschungsergebnisse zeigen: Körperliche Aktivität ist besonders wichtig für ein gesundes Älterwerden.

Darauf weist die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) in ihrer kostenlosen Broschüre „Alzheimer vorbeugen: Gesund leben – gesund altern“ hin. Die Broschüre kann bestellt werden unter: www.alzheimer-forschung.de/alzheimer-vorbeugen.


Bild
Walkinggruppe beugt Alzheimer vor

Als Faustregel für den Alltag gilt: Über 65-Jährige sollten 7.000 Schritte pro Tag machen, bis zu einem Alter von 65 Jahren werden täglich 10.000 Schritte empfohlen. Ein 30-minütiger Spaziergang entspricht etwa 3.000 Schritten. „Wichtig ist es, sich nicht zu überfordern. Es geht nicht darum, Bestzeiten zu erzielen, sondern Spaß an der Bewegung zu haben“, heißt es in der AFI-Broschüre. Empfohlen werden Aktivitäten, bei denen man leicht ins Schwitzen kommt, sich aber nebenher noch unterhalten kann.

Neben Hinweisen zum körperlichen Training bietet die Broschüre auch Tipps zur geistigen Fitness, zur Ernährung, zu sozialen Kontakten und zur medizinischen Vorsorge.

Bestellinformation: „Alzheimer vorbeugen: Gesund leben – gesund altern“ sowie weitere Informationsmaterialien können kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0; Webseite: www.alzheimer-forschung.de/alzheimer-vorbeugen


Bild
Quelle: https://www.alzheimer-forschung.de/alzh ... vorbeugen/

Weitere Informationen zum Thema Alzheimer vorbeugen > https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/vorbeugen/
Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit > https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/


Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.
Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. trägt. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 266 Forschungsaktivitäten mit über 10,2 Millionen Euro unterstützen und rund 825.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Dateien
Titelbild „Alzheimer vorbeugen: Gesund leben – gesund altern“ 2 MB > https://www.alzheimer-forschung.de/file ... beugen.jpg
pm_2019-02-26_AFI PM Vorbeugen 437 KB > https://www.alzheimer-forschung.de/file ... beugen.pdf


Quelle: Pressemitteilung vom 26.02.2019
Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)
Stiftung Alzheimer Initiative gGmbH (SAI)
Kreuzstr. 34 | 40210 Düsseldorf
Postfach 20 01 29 | 40099 Düsseldorf
Dr. Christian Leibinnes
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher
Tel.: 0211 - 86 20 66 27
E-Mail: info@alzheimer-forschung.de


+++
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk macht seit Jahren darauf aufmerksam, dass eine gesunde Lebensführung in vielfältiger Weise Krankheiten vorbeugen oder sogar heilen kann! - Eigenverantwortung ist angesagt und sollte verstärkt eingefordert werden.

Sport wirkt günstig auf die kognitive Funktion und kann auch einer Demenz vorbeugen. Körperliche Inaktivität hingegen ist ein bedeutsamer Risikofaktor für die Alzheimer-Erkrankung. Darauf und die Tatsache, dass ein gesunder Lebensstil (u.a. mit ausreichender Bewegung und Meidung von Risikofaktoren) zahlreiche Krankheiten vermeiden oder günstig beeinflussen kann, wurde bereits beim Neusser Pflegetreff am 22.11.2017 eindrucksvoll erläutert. > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 012018.pdf (Filmdoku > https://www.youtube.com/watch?v=ukP2Nj9 ... e=youtu.be ). Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie hat das Thema mit Blick auf die Alzheimerprävention am 20.02.2019 erneut aufgegriffen und jedem empfohlen, körperlich aktiv zu sein. Dem kann ich mich nur anschließen! > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 67#p107767
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 68#p107768
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 22162
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Studie von Harvard-Forscher - Täglich mindestens 10.000 Schritte zu machen, gilt allgemein als gesundes Maß für Bewegung

Beitrag von WernerSchell » 05.06.2019, 09:45

Bild
Studie von Harvard-Forscher
Wie viel Schritte verlängern das Leben?

Dass Bewegung gesund ist, zweifelt niemand an. Doch wie viele Schritte müssen Frauen ab 62 Jahren gehen, um lange zu leben? Dies untersuchen nun Forscher aus den USA und rütteln an einer alten Weisheit.
Täglich mindestens 10.000 Schritte zu machen, gilt allgemein als gesundes Maß für Bewegung. Die wissenschaftlichen Grundlagen dafür fehlen jedoch. Aus diesem Grund haben sich Forscher der Harvard Medical School an die Arbeit gemacht und die Daten von insgesamt 16.741 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 72 Jahren über vier Jahre hinweg erhoben und ausgewertet.

... (weiter lesen unter) ... https://www.n-tv.de/wissen/Wie-viel-Sch ... 66458.html
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 22162
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Körperliche Inaktivität als Risikofaktor für Demenz überschätzt?

Beitrag von WernerSchell » 05.06.2019, 16:09

Bild

Körperliche Inaktivität als Risikofaktor für Demenz überschätzt?

Bild

05.06.2019 - Im British Medical Journal wurde eine Metaanalyse publiziert [1], in der über 400.000 Teilnehmer im Hinblick darauf ausgewertet wurden, ob körperliche Inaktivität einen Risikofaktor für die spätere Entwicklung einer Demenz darstellt. Demzufolge scheint Sport einen geringeren direkten präventiven Einfluss zu haben als bislang angenommen. Dennoch raten die Experten weiterhin zur körperlicher Aktivität. Denn Sport schützt vor kardiovaskulären und metabolischen Erkrankungen, die wiederum Demenzen begünstigen können.

Verschiedene Studien zeigten, dass körperliche Aktivität und sportliche Betätigung zu besserer kognitiver Leistungsfähigkeit führen – ob jedoch umgekehrt die körperliche Inaktivität die spätere Entwicklung einer Demenzerkrankung begünstigt (und in welchem Umfang), ist dagegen als nicht abschließend geklärt [2]. Demenzerkrankungen geht oft eine bis zu zehnjährige präklinische Phase voran, in der uncharakteristische Vorzeichen (Prodromi) auftreten. Zu denen gehört auch eine abnehmende körperliche Aktivität. Insofern könnte die körperliche Inaktivität auch ein frühes Vorzeichen der Demenzerkrankung sein und kein ursächlicher Risikofaktor wie bislang angenommen, zumal die meisten Studien eine Nachbeobachtungszeit von weniger als zehn Jahren hatten.

Um dieses „Henne-Ei-Problem“ zu lösen, also um zu untersuchen, ob körperliche Inaktivität zu Demenz beiträgt oder sie ein frühes Symptom einer Demenzerkrankung ist, wurde eine große Metaanalyse initiiert, die nur Studien mit sehr langen Nachbeobachtungszeiten einschloss. Die Studienergebnisse liegen nun vor [1]. Insgesamt waren 9.741 Studien gesichtet und auf ihre Eignung überprüft worden. Aus 19 prospektiven Beobachtungsstudien wurden dann die Daten von 404.840 einzelnen Studienteilnehmern aus elektronischen Patientenakten extrahiert und als gemeinsame Studienpopulation in der vorliegenden Metanalyse ausgewertet. Primärer Endpunkt war die Inzidenz der Alzheimer-Demenz sowie von Demenzen jedweder Ursache. Gesondert betrachtet wurde die Bedeutung begleitender Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen wie Diabetes mellitus, Schlaganfälle und Herzkranzgefäßerkrankungen (koronare Herzkrankheit, KHK), die als sekundäre Endpunkte erfasst wurden. Die Teilnehmer waren initial demenzfrei, das mittlere Alter lag bei 45,5 Jahren, 57,7% waren weiblich. Bei allen war zu Studienbeginn die physische Aktivität bewertet worden. Als physisch inaktiv wurden Angaben definiert wie „weniger als 30 Minuten wöchentliches Laufen/Joggen/zügiges Gehen“, „sehr wenige/nur gelegentliche Spaziergänge“ oder „sportliche Betätigung nur ein paarmal im Jahr“.

Die Gesamtinzidenz aller Demenzformen betrug 2.044/6 Millionen Personenjahre; eine Alzheimer-Demenz betraf 1.602/5,2 Millionen Personenjahre. Bei Messungen, die weniger als zehn Jahre vor einer Demenzdiagnose erfolgten, war physische Inaktivität mit einer um 40% höheren späteren Demenzinzidenz assoziiert (HR 1,4); ähnlich verhielt es sich speziell mit der Alzheimerdemenz (HR 1,36). Zur Klärung einer möglichen reversen Kausalitätsbeziehung wurden für die Analyse nur Aktivitäts-Messungen, die mehr als zehn Jahre vor einer Demenzdiagnose erfolgt waren, berücksichtigt. Dabei zeigte sich dann jedoch kein statistischer Zusammenhang zwischen physischer Inaktivität und Demenzrisiko.

„Hinsichtlich des Demenzrisikos scheinen bisherige Beobachtungsstudien den Faktor physische Inaktivität wegen zu kurzer Studiendauern überschätzt zu haben, denn in der vorliegenden Meta-Analyse zeigte sich kein direkter Zusammenhang zwischen körperlicher Inaktivität und späterer Demenzerkrankung “, so Prof. Dr. med. Thomas Duning, Oberarzt an der Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Münster. „Dennoch empfehlen wir älteren Menschen, sportlich aktiv zu sein, da Sport kardiovaskulären und metabolischen Erkrankungen vorbeugt, die wiederum Demenzen begünstigen können.“ Auch in der vorliegenden Studie war die physische Inaktivität mit einem erhöhten Risiko für Diabetes (HR 1,42), KHK (HR 1,24) und Schlaganfälle (HR 1,16) assoziiert. Bei Teilnehmern, bei denen kardiometabolische Erkrankungen einer Demenz vorausgingen, stellte körperliche Inaktivität (gemessen vor >10 Jahren) auch ein gewisses Demenzrisiko dar (HR 1,3), welches allerdings die statistische Signifikanz verfehlte.

Literatur
[1] Kivimäki M, Singh-Manoux A, Pentti J et al.; IPD-Work consortium. Physical inactivity, cardiometabolic disease, and risk of dementia: an individual-participant meta-analysis. BMJ 2019 Apr 17; 365:l1495. doi: 10.1136/bmj.l1495
[2] Brasure M, Desai P, Davila H et al. Physical Activity Interventions in Preventing Cognitive Decline and Alzheimer-Type Dementia: A Systematic Review. Ann Intern Med 2018; 168(1): 30-38

Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
c/o albersconcept, Jakobstraße 38, 99423 Weimar
Tel.: +49 (0)36 43 77 64 23
Pressesprecher: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen
E-Mail: presse@dgn.org

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren über 9500 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin. www.dgn.org

Präsidentin: Prof. Dr. med. Christine Klein
Stellvertretender Präsident: Prof. Dr. med. Christian Gerloff
Past-Präsident: Prof. Dr. Gereon R. Fink
Generalsekretär: Prof. Dr. Peter Berlit
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter
Geschäftsstelle: Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, Tel.: +49 (0)30 531437930, E-Mail: info@dgn.org

Quelle: Pressemitteilung vom 05.06.2019
https://www.dgn.org/presse/pressemittei ... erschaetzt
https://idw-online.de/de/news717004
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 22162
Registriert: 18.05.2003, 23:13

Wie viele Schritte soll man gehen, damit das Sterblichkeitsrisiko sinkt?

Beitrag von WernerSchell » 15.08.2019, 12:15

Wie viele Schritte soll man gehen, damit das Sterblichkeitsrisiko sinkt?
Weniger als die vielfach propagierten 10.000/Tag genügen dafür.

Publiziert am 12. August 2019 von Prof. Helmut Schatz, Bochum

„Um fit zu bleiben, muss man täglich 10.000 Schritte gehen.“ Dieser gut gemeinte Bewegungstipp ist oft in Medien und Ratgebern zu lesen. Doch die wenigsten Menschen kommen im Büroalltag auf ein solches Pensum von umgerechnet 6 bis 8 Kilometern pro Tag. Aber gibt es überhaupt ein wissenschaftliches Fundament für die Empfehlung der 10.000 Schritte? US-Mediziner, die das Bewegungsverhalten von mehr als 17.000 älteren Frauen untersuchten, fanden heraus, dass das Mortalitätsrisiko schon bei deutlich weniger Schritten signifikant sinkt.

Im JAMA Internal Medicine wurde am 29. Mai 2019 eine Kohortenstudie an älteren Frauen publiziert, die zeigte, dass bei täglich 4400 Schritten das Mortalitätsrisiko signifikant geringer war als bei 2700 Schritten/Tag. Ein Kommentar von Jennifer Abbasi im JAMA online vom 24. Juli 2019 trägt den Titel „For Mortality, Busting the Myth of 10 000 Steps per Day”. … weiterlesen >>> https://blog.endokrinologie.net/wieviel ... ehen-4248/

Quelle: Mitteilung vom 15.08.2019
Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V.
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Helmut Schatz
DGE-Pressestelle
Dagmar Arnold und Andreas Mehdorn
Tel.: 0711 8931-380; -313
Fax: 0711 8931-167
E-Mail: arnold@medizinkommunikation.org; mehdorn@medizinkommunikation.org
www.endokrinologie.net
www.hormongesteuert.net
Auch auf: www.facebook.com/dge.hormongesteuert
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
Bild

Gesperrt