Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG) - Eckpunkte zum Sofortprogramm Kranken- und Altenpflege sind die Grundlage

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Bei der Pflege hat die Bundesrepublik Deutschland die "rote Laterne" ...

Beitrag von WernerSchell » 07.12.2018, 08:20

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Pressemitteilung vom 07.12.2018

Bei der Pflege hat die Bundesrepublik Deutschland die "rote Laterne" ...

Bei Facebook hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) zur aktuellen Pflegepolitik ausgeführt: "Versprochen - Wort gehalten! Wir verbessern die Arbeitsbedingungen für Altenpflegerinnen und Altenpfleger. Neu ab 01.01.2019! 13.000 neue Pflegekräfte in stationären Einrichtungen."

Dazu ergibt sich folgende Stellungnahme:

Auch wenn 13.000 neue Stellen - als "Reparaturmaßnahme" zu Lasten der Krankenversicherung - verfügbar sein sollten: Seit der letzten Bundestagswahl sind möglicherweise in gleich hoher Zahl Pflegekräfte aus dem Pflegesystem "geflüchtet". Es wird also keine merkbaren Verbesserungen in den Heimen geben! - Was erforderlich ist: Andere Arbeitsbedingungen mit deutlich verbesserten Stellenschlüsseln und höheren Vergütungen. Seit vielen Jahren wird auf solche Erfordernisse aufmerksam gemacht. Der nächste (30.) Neusser Pflegetreff am 17.04.2019 soll die gesamte Problematik nochmals aufzeigen! > viewtopic.php?f=7&t=22968

Die vom BMG angepriesenen Verbesserungen für das Pflegesystem sind im Übrigen nicht gründlich bedacht worden. Es ging offensichtlich darum, im Schnellschussverfahren zu zeigen, dass da oben jemand aktiv wird nach dem Motto: "Wir haben verstanden und lösen die Probleme" statt alle Aspekte der wiederholt aufgezeigten Handlungsanforderungen mit größter Sorgfalt zu berücksichtigen. Was dabei herausgekommen ist, muss als unvollkommen und als wenig hilfreich eingestuft werden. Daher hat es auch massive Kritik am PpSG gegeben. Es wäre besser gewesen, mit etwas mehr Ruhe und Beteiligung von unabhängigen Experten ein umfängliches Maßnahmebündel in den Blick zu nehmen, das mit Rücksicht auf alle Schwachstellen im Pflegesystem tatsächlich alsbaldige Verbesserungen in Gang bringen könnte. Dazu hat es u.a. von hier zuletzt am 06.07.2018 eine entsprechende Stellungnahme mit geeigneten Vorschlägen gegeben. Leider blieben diese Hinweise (>http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 072018.pdf ) unberücksichtigt. Man hätte zum Beispiel mit etwas mehr Sorgfalt einen lösungsorientierten "Masterplan Pflege" präsentieren können. Jetzt kommt es zu kleinschrittigen Veränderungen, die auf absehbare Zeit wohl eher nichts verbessern können. Die Mängel und der Frust bleiben uns folglich erhalten!

In der Pflegezeitschrift "Die Schwester / Der Pfleger", Ausgabe 12/2018 (Seite 27), hat Prof. Dr. Michael Bossle ebenfalls Klartext zum Pflegenotstand geredet und u.a. ausgeführt: "… seit jeher wurde immer wieder mit dem gleichen Reflex reagiert: dem ´zu Wenig` mit Versuchen nach dem quantitativen ´Mehr` zu begegnen. Aber was ist eigentlich die Ursache für den Pflegefachkräftemangel? Neben dem demografischen Wandel sind es vor allem die seit Jahrzehnten politisch immer wieder nur halbherzig angegangenen Mängel an Attraktivität und Wertschätzung des Berufes. Im internationalen Vergleich tun die meisten Länder mehr für die Pflege. Warum hängt man sich in einem der angeblich besten Gesundheitssysteme der Welt hier die rote Laterne um?" … Bei den von Prof. Dr. Bossle gemachten Gestaltungsvorschlägen wird u.a. angemerkt: "Kommunale Versorgungsettings deutlich stärken. Es braucht mehr Alternativen zur stationären Versorgung in Seniorenheimen. Hierzu braucht es passende Rahmenbedingungen und mehr finanzielle Mittel". Genau das wurde auch von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk mit Hinweis auf die Gestaltung von kommunalen Quartiershilfen gefordert. Und dann führt Prof. Dr. Bossle (sehr zutreffend) noch aus: "Ausbildungsoffensiven in Drittländern lenken von der eigentlichen Malaise ab" (> http://michaelbossle.com/data/documents ... _26-27.pdf ).

Im Übrigen ist der Pflegebeitrag nach Auffassung der Bundesregierung langfristig kaum kalkulierbar (so heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Bundestages vom 06.12.2018 > viewtopic.php?f=4&t=22683 ). Dies lässt befürchten, dass in der Pflegepolitik der Überblick verloren gegangen ist. Es muss doch eigentlich längst deutlich geworden sein, dass aufgrund der demografischen Entwicklung mit den anwachsenden Hilfeerfordernissen Haushaltsmittel von Bund, Ländern und Kommunen eingesetzt werden müssen. Dies v.a. auch, weil dringlich die Gestaltung von kommunalen Quartiershilfen zur Gewährleistung des Grundsatzes "ambulant vor stationär" geboten ist.

Werner Schell
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Deutscher Pflegerat begrüßt Ausgliederung der Pflegekosten aus dem DRG-System

Beitrag von WernerSchell » 07.12.2018, 15:43

PRESSEMELDUNG
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen:

Berlin (07. Dezember 2018, Nr. 42/2018)

Pflegepersonal-Stärkungsgesetz
Deutscher Pflegerat begrüßt Ausgliederung der Pflegekosten aus dem DRG-System
Entwicklung/Etablierung eines Personalbemessungsinstruments muss damit verbunden sein


Für den Deutschen Pflegerat e. V. (DPR) als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens ist die Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus dem DRG-System und die zukünftige Finanzierung der Pflege über ein krankenhausindividuelles Pflegebudget der richtige Weg, um dem weiteren Stellenabbau entgegenzuwirken.

Verbunden werden müsse dies allerdings zwingend mit der Entwicklung eines Pflegepersonalbemessungsinstruments. Der DPR hat in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe hierzu in einem ersten Schritt konzeptionelle Vorarbeiten geleistet, um ein entsprechendes Bemessungsinstrument zur Bestimmung des Pflegepersonalbedarfs zu entwickeln. Dieses soll pflegebedarfsbezogen die Funktion der PPR weiterentwickeln („PPR 2.0“).

Der vom Gesetzgeber formulierte Auftrag, die Prozedurenschlüssel zu benennen, die nach Einführung des Pflegebudgets nicht mehr benötigt werden, muss konsequent umgesetzt werden. Das erklärte Ziel, Dokumentationsaufwand zu reduzieren und somit Pflegekräfte zu entlasten, ist u. a. über die Streichung der Pflegekomplexmaßnahmen-Scores (PKMS) zu erreichen.

Der PKMS war und ist mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbunden und stellt keinen Qualitätsindikator dar. Die Herausnahme des PKMS aus den Prozedurenschlüsseln würde den Kolleginnen und Kollegen in der direkten Pflege und den Patientinnen und Patienten zugutekommen, da mehr Zeit für die Pflege am Bett zur Verfügung steht und die wertvolle Arbeitszeit der Pflegekräfte nicht patientenfern in einem „bürokratischen Überbau“ vergeudet wird.

Ansprechpartner:
Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304

E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände:
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).
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Pflegepersonal-Stärkungsgesetz zu einem Krankenhauspersonal-Stärkungsgesetz weiterentwickeln

Beitrag von WernerSchell » 14.12.2018, 17:00

Sieben Verbände von Berufsangehörigen, die auch im Krankenhaus beschäftigt sind, appellieren an den Gesetzgeber, das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz zu einem Krankenhauspersonal-Stärkungsgesetz weiterzuentwickeln.

Mehr Personal in der Pflege sei zweifellos das Gebot der Stunde. Die strenge Differenzierung zwischen Pflegekräften und dem übrigen nichtärztlichen sowie ärztlichen Personalbereich im Pflegepersonal-Stärkungsgesetz gehe aber an der Realität vorbei und führe zu neuen Verwerfungen. „Die Personalsituation darf nicht isoliert betrachtet werden, sie ist vielmehr Teil eines größeren Problems. Die Fehlanreize und Risiken des DRG-Vergütungssystems, insbesondere betriebswirtschaftliche Anreize zur weiteren Leistungsverdichtung auf Kosten des Klinikpersonals, tragen maßgeblich zu den Personalengpässen in den Krankenhäusern bei. In einem Dienstleistungssektor, bei dem der Personalkostenanteil rund 70 Prozent der Betriebskosten ausmacht, reagieren viele Kliniken auf veränderte Entgelte für Krankenhausleistungen mit Personalabbau. Diese Abwärtsspirale muss durchbrochen werden“, fordern die Verbände in einer gemeinsamen Resolution.

Die Resolution wird von folgenden Verbänden unterstützt:
Bundespsychotherapeutenkammer
Deutscher Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie
Deutscher Bundesverband für Logopädie
Deutscher Verband der Ergotherapeuten
Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)
Marburger Bund Bundesverband
Verband Physikalische Therapie

Den vollständigen Text der Resolution finden Sie Anhang zu dieser E-Mail und auf der Website des Marburger Bundes.

Quelle: Pressemitteilung vom 14.12.2018
Hans-Jörg Freese
Marburger Bund Bundesverband
Referat Verbandskommunikation
Hans-Jörg Freese (Pressesprecher)
Tel.: 030/746846-41
Handy: 0162/2112425
presse@marburger-bund.de
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Untergrenzen allein reichen nicht aus!

Beitrag von WernerSchell » 20.12.2018, 07:17

Ärzte Zeitung vom 20.12.2018:
Intensivstationen
Untergrenzen allein reichen nicht aus!

Der von Gesundheitsminister Spahn verordnete Personalschlüssel macht nichts besser – eher schlechter, glauben Klinik-Vertreter. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr
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5000 offen Stellen für Klinikärzte - Untergrenzenregelungen gefordert

Beitrag von WernerSchell » 27.12.2018, 08:38

Die Rheinische Post berichtet am 27.12.2018:
Gesundheitspolitik:
5000 offen Stellen für Klinikärzte

Berlin Ärztepräsident Montgomery fordert Personaluntergrenzen auch für die Mediziner in Krankenhäusern – nach dem Vorbild der ab Januar geltenden Untergrenzen für das Pflegepersonal.
… (weiter lesen unter) … https://rp-online.de/politik/deutschlan ... d-35326707
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Einfluss Dritter auf Pflegegesetz

Beitrag von WernerSchell » 27.12.2018, 16:36

Einfluss Dritter auf Pflegegesetz
Gesundheit/Kleine Anfrage

Berlin: (hib/PK) Die Fraktion Die Linke hinterfragt die Einflussnahme von Interessenvertretern auf den Entwurf für das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG). Die Mitglieder des Bundestages wüssten wenig Konkretes über die Erkenntnisquellen des Gesetzentwurfs, die gegebenenfalls durch externe Dritte eingeführt worden seien, heißt es in einer Kleinen Anfrage (19/6613 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/066/1906613.pdf ) der Fraktion.
Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung nun erfahren, nach welchen Kriterien und mit welchen konkreten Auswirkungen Verbände, Unternehmen, Organisationen oder Institutionen an der Erarbeitung des Gesetzentwurfes beteiligt wurden.

Quelle: Mitteilung vom 27.12.2018
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
E-Mail: vorzimmer.puk2@bundestag.de
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Montgomery fordert Personaluntergrenzen für Klinikärzte

Beitrag von WernerSchell » 28.12.2018, 07:47

Ärzte Zeitung vom 28.12.2018:
Krankenhäuser
Montgomery fordert Personaluntergrenzen für Klinikärzte

Rund 5000 Ärzte fehlen in den Krankenhäusern, bemängelt BÄK-Präsident Montgomery. Er schlägt vor, Personaluntergrenzen auch für Ärzte einzuführen. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr
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Pflegepersonal-Stärkungsgesetz und Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung

Beitrag von WernerSchell » 29.12.2018, 08:14

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Pflegepersonal-Stärkungsgesetz und Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung

Pflegepersonal-Stärkungsgesetz
> https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xa ... 6066987807

Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung
> https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xa ... 6067254650
Erläuterungen dazu unter
> https://www.bundesgesundheitsministeriu ... enzen.html

Wie wird sichergestellt, dass die Untergrenzen eingehalten werden?
Die Krankenhäuser müssen für die einzelnen Monate Durchschnittswerte der Personalbesetzung ermitteln und dabei zwischen verschiedenen Stationen und Schichten differenzieren. Unabhängige Wirtschaftsprüfer oder Buchprüfer müssen die Einhaltung der Untergrenzen bestätigen.
Krankenhäuser, die sich nicht an die Vorgaben halten und die Grenzen unterschreiten, müssen Vergütungsabschläge hinnehmen.
Quelle: https://www.bundesgesundheitsministeriu ... enzen.html

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++++
NRW-Gesundheitsaminister Karl-Josef Laumann sieht die große Gefahr, dass Pflegekräfte aus dem Bereich der ambulanten Pflege und der Altenpflege in die Kliniken abwandern, weil sie dort besser bezahlt werden. Siehe insoweit > https://www.nrz.de/nrw-gesundheitsminis ... 82247.html - Auch deshalb ist es erforderlich, einen "Masterplan Pflege" zu gestalten, der alle erforderlichen Reformmaßnahmen - aufeinander abgestimmt - enthält und in die Zukunft trägt.
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DKG fordert: Überstunden der Pflegekräfte steuerfrei stellen

Beitrag von WernerSchell » 08.01.2019, 16:24

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DKG ZUM FACHKRÄFTEMANGEL IN DER PFLEGE
DKG fordert: Überstunden der Pflegekräfte steuerfrei stellen


Zur Diskussion um den Fachkräftemangel in der Pflege erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhaus-gesellschaft (DKG), Georg Baum:

„In den vergangen Jahren hat die Zahl der Pflegekräfte in den Kliniken deutlich zugenommen. Gleichzeitig steigt aber auch die Zahl der unbesetzten Stellen. Diese Entwicklung macht deutlich, dass die Kliniken bei der Pflege nicht „sparen“ und es objektive Unmöglichkeiten auch bei der Deckung von Spitzenbelastungen gibt. Zur Erfüllung der neuen Mindestbesetzungen im Rahmen der Pflegepersonaluntergrenzen werden die Kliniken zumindest übergangsweise auf die Bereitschaft der Pflegekräfte zu Überstunden angewiesen sein. In dieser Situation plädiert die Deutsche Krankenhausgesellschaft dafür, den Beschäftigten, die derzeit schon Überstunden leisten, um die Versorgung zu sichern, diese Überstunden der Pflegenden dauerhaft nach französischem Vorbild steuerfrei zu stellen. Damit würde ein regierungsmöglicher schneller Beitrag zur Einkommensverbesserung in der Pflege geleistet. Für die Pflegekräfte wäre es ein deutliches Zeichen der Wertschätzung ihres über das übliche Maß hinausgehenden Engagements. Alle anderen Bemühungen, mehr Menschen für die Pflege zu gewinnen, werden selbstverständlich weiter mit aller Energie betrieben.“

DATEIEN
2019-01-08_PM-DKG-zum Fachkräftemangel in der Pflege. (docx, 60 KB) > https://www.dkgev.de/media/file/107151. ... flege.docx
2019-01-08_PM-DKG-zum Fachkräftemangel in der Pflege (pdf, 28 KB) > https://www.dkgev.de/media/file/107161. ... Pflege.pdf

Quelle: Pressemitteilung vom 08.01.2019
Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Wegelystraße 3
10623 Berlin
https://www.dkgev.de/dkg.php/cat/38/aid ... der_Pflege
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Vorgabe von Untergrenzen nicht geeignet zur Entspannung der Personalbelastung in der Pflege

Beitrag von WernerSchell » 14.01.2019, 13:56

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Vorgabe von Untergrenzen nicht geeignet zur Entspannung der Personalbelastung in der Pflege

„Die Unterbesetzung von intensivmedizinischen Abteilungen im Krankenhaus kann fatale Folgen für Patienten haben“, stellte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sehr richtig fest. Und möchte mit dem seit 1. Januar geltenden Gesetz „Personaluntergrenze für pflegesensitive Krankenhausbereiche“ für ausreichend Pflegepersonal sorgen. Einer dieser Bereiche ist die Intensivmedizin. Hier sind ab sofort pro Tagschicht maximal 2,5 Patienten pro Pflegekraft zu versorgen, in der Nachtschicht 3,5 Patienten pro Pflegekraft. Soweit die Theorie.

Und die Praxis? „Wir lehnen die neuen Richtwerte entschieden ab und fordern die Politik auf, sich an unseren Vorgaben aus der Praxis zu orientieren“, sagt Professor Stefan Schwab, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), in einer Pressemitteilung. Und auch die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) stellt fest: „Wir sehen Pflegepersonaluntergrenzen in neurologischen Kliniken als sinnvolles Instrument an, wenn sie sich am tatsächlichen Versorgungsbedarf der Patienten ausrichten“, so Professor Armin Grau, Mitglied der Task Force Pflege der DGN. Beide Gesellschaften empfehlen für neurologische Intensivstationen durchgehend den Personalschlüssel von einer Pflegekraft für die Versorgung von zwei Patienten.

Dieser Empfehlung schließt sich auch die Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) an. In einer Stellungnahme äußert sich der Vorstand wie folgt: „Grundsätzlich erscheint eine gesetzliche Festlegung von Untergrenzen im Verhältnis von Pflegekraft zu Patienten sinnvoll. Ob mit den im neuen Gesetz festgelegten Untergrenzen allerdings das geplante Ziel der Qualitätsverbesserung sowie der deutlichen Entlastung der Pflegenden erreicht werden kann, bleibt abzuwarten.“ Das geplante Vorgehen erscheint nicht geeignet, eine aktuell notwendige zeitnahe und auch kurzfristige Lösung zur Entspannung der Personalbelastung in der Pflege herbeizuführen. Problematisch sieht die DGNI die Berechnungsgrundlage für die Pflegeuntergrenzen, die in einer Perzentilenrechnung erfolgte. Im Rahmen einer Untersuchung zeigte sich ein deutlicher Unterschied in der jeweiligen Personalbesetzung in unterschiedlichen Krankenhäusern. Im internationalen Vergleich ist die festgesetzte pflegerische Grenze auch eher am unteren Bereich anzusiedeln. „Es sollen ja initial nur die 25% der schlechtesten Krankenhäuser im Hinblick auf Personal/Patientenverhältnis an die übrigen 75% angeglichen werden. Erfolgt die Berechnung der Untergrenzen auf oder nur knapp über dem Niveau der am schlechtesten besetzten Kliniken birgt dies auch potentiell das Risiko einer schlechteren Personalausstattung in der Zukunft, da Kliniken mit besserem Personalschlüssel bei fehlendem positiven finanziellen Anreiz dann Personal einsparen würden und trotzdem die gesetzlichen Vorgaben einhalten würden. Daher erscheint ein positiver finanzieller Anreiz für Krankenhäuser mit besserem Personalschlüssel eigentlich als besserer Ansatz“, betont DGNI-Präsidiumsmitglied Dr. Sylvia Bele.

Zudem ist der Personalschlüssel zu Patienten nicht der einzige Grund für die steigende Arbeitsbelastung. Hierzu zählt z.B. die zunehmende Dokumentationspflicht, zunehmend ältere multimorbide Patienten, erhöhter Patientenumsatz in den Krankenhäusern und vieles mehr. Dies wird in dem Gesetz nicht berücksichtigt, ebenso wenig wird dem jeweiligen Versorgungsaufwand der Patienten einer Station keine Bedeutung beigemessen. Dies dient zur Vereinfachung der Einführung von Pflegeuntergrenzen und soll potentiell in einem zweiten Schritt dann mit zurate gezogen werden, um entsprechende Pflegeuntergrenzen in besonderen Bereichen festzulegen.

Zusätzlich muss berücksichtigt werden, dass bei fehlender personeller Abdeckung Betten in den entsprechenden Abteilungen geschlossen und Patienten evtl. in eine andere, weiter entfernte Klinik transportiert werden müssen, was auch ein Risiko bergen kann. Allein die geplante Schaffung neuer Pflegestellen und die Vorgabe von Untergrenzen kann dieses Problem nicht lösen, da es zur Zeit nicht genügend Pflegekräfte am Markt gibt, um den Bedarf zu decken. Im Gesetz fehlen grundsätzlich der Anreiz zur Bindung der Pflegekräfte an die jeweilige Versorgungseinheit und das Krankenhaus, zur Steigerung der Attraktivität des Arbeitsplatzes in einem pflegesensitiven Bereich sowie die Aufwertung und Wertschätzung des Pflegeberufes. Woher die fehlenden Pflegekräfte rekrutiert werden sollen, bleibt unklar.

Die Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) veranstaltet gemeinsam mit der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) in dieser Woche ihre Jahrestagung ANIM 2019. Diese findet zum 36. Mal statt und zwar vom 17.-19. Januar, in diesem Jahr in Berlin. Seit jeher steht die ANIM für eine enge Verzahnung der neurologischen und neurochirurgischen Notfall- und Intensivmedizin und dem Pflegebereich.

Alle Informationen zur ANIM, weitere Pressemitteilungen sowie die Möglichkeit zur Akkreditierung finden Sie online über die Tagungshomepage www.anim.de.

Medienvertreter sind herzlich nach Berlin eingeladen! Wenn Sie an einem speziellen Thema Interesse haben, vermitteln wir Ihnen gern einen individuellen Interviewpartner dazu. Bitte wenden Sie sich mit allen Fragen an den Pressekontakt!

Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI)
Romy Held, Pressestelle
c/o Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH
Telefon 03641/3116-280
presse@dgni.de

Weitere Informationen:
http://www.anim.de
http://www.dgni.de

Quelle: Pressemitteilung vom 14.01.2019
Romy Held Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin
https://idw-online.de/de/news708818
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Bundesgesundheitsministerium ignoriert erneut Reha-Sektor

Beitrag von WernerSchell » 15.01.2019, 17:21

Bundesgesundheitsministerium ignoriert erneut Reha-Sektor

Als die Bundesregierung zum Ende des Jahres das Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG) beschloss, hatten 38.000 Reha-Pflegekräfte das Nachsehen: Sie wurden von den Vergünstigungen des PpSG ausgeschlossen. Jetzt hat Spahn ein neues Gesetzespaket vorgelegt. Profitieren sollen insbesondere die Heilberufe des deutschen Gesundheitssystems wie Physiotherapeuten/innen, Ergotherapeuten/innen und Logopäden. Erneut nicht berücksichtigt: die Angestellten der Rehakliniken im Land.

Köln, 15.01.2019: Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen reagiert die Reha-Branche alarmiert auf ein Gesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Dieser hatte am 05.12.2018 ein Gesetzespaket vorgelegt, wie die Patientenversorgung mit Heilmitteln zu stärken und die Arbeitsbedingungen in den Heilberufen zu verbessern sei.

Gesetzesentwurf bedroht Reha-Branche
„Wir begrüßen die Verbesserung von Arbeitsentgelt und Arbeitsbedingungen für die Therapeuten in den ambulanten Praxen ausdrücklich. Aber warum tut Herr Spahn schon wieder nichts für das qualifizierte Personal in deutschen Reha-Kliniken? Hier arbeitet doch ein Großteil der Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden! Deren Gehalt bleibt wieder durch die Grundlohnsumme gedeckelt“, ärgert sich Dr. Ursula Becker, geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe. Für sie und andere Rehaklinik-Betreiber sei dies ein echtes Problem. „Wenn Therapeutengehälter in ambulanten Praxen politisch gewollt massiv steigen, müssen wir befürchten, gehaltlich nicht mehr attraktiv für unsere Mitarbeiter zu sein. Da es insbesondere in der Physiotherapie schon seit einigen Jahren zu Fachkräfteengpässen kommt, bedroht jetzt auch dieser Gesetzesentwurf – wie schon das PpSG – die Reha-Branche massiv“, so Becker.

Zugang zur Reha für Patienten/innen vereinfachen
Gemeinsam mit anderen Rehaklinik-Betreibern fordert Ursula Becker deshalb ausdrücklich den Wegfall der Grundlohnsummenbindung als maximale Obergrenze für Verhandlungen mit den Krankenkassen ab dem 01.01.2019. Eine weitere Forderung der Branchenexperten/innen bezieht sich auf die Umsetzung des Wunsch- und Wahlrechts der Patienten/innen. Es sei dringend überfällig, ihnen den Weg in die Reha zu vereinfachen. Wie bei Heilmitteln auch, müsse künftig eine ärztliche Verordnung ausreichen, um eine Reha bewilligt zu bekommen. Der Bewilligungsvorbehalt solle ersatzlos entfallen.

„Spahns Aktivitäten werden zu einer Gefahr für Rehabilitationskliniken“
„Der Volkswirtschaft bleiben durch die medizinische Rehabilitation jährlich über 150.000 Arbeitskräfte erhalten, die ohne die Maßnahmen aus dem Arbeitsleben frühzeitig ausscheiden würden. Es kann doch in niemandes Interesse liegen, diesen Effekt durch bürokratische Hürden zu verhindern“, argumentiert Becker. Mit ihrem Auftrag, die Menschen wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen, spare die Reha-Branche den deutschen Pflege- und Sozialkassen schätzungsweise 1 Mrd. Euro pro Jahr. Angesichts dieser Zahlen ist es für Dr. Ursula Becker vollkommen unverständlich, wieso der Reha-Sektor in den aktuellen Gesetzesreformen nun schon zum zweiten Mal ignoriert wird. „Die Aktivitäten des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn werden mehr denn je zu einer Gefahr für die Existenz der Rehabilitationskliniken – und damit des gesamten deutschen Gesundheitssystems. Da muss dringend eine Kurskorrektur erfolgen!“
Die Reha-Branche gilt neben der Akutversorgung und der Altenpflege als dritte große Säule des deutschen Gesundheitssystems. Über 1.000.000 Patienten/innen werden pro Jahr in 1.150 Rehakliniken nach Operationen, Schlaganfall oder aufgrund chronischer oder psychosomatischer Erkrankungen versorgt.

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Quelle: Pressemitteilung vom 15.01.2019
Rebecca Jung
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Becker Unternehmensgruppe
https://www.dbkg.de/downloads/pdf/dr_be ... che_pm.pdf
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Die Entlohnung in der Altenhilfe ist besser als ihr Ruf

Beitrag von WernerSchell » 16.01.2019, 08:55

Die Entlohnung in der Altenhilfe ist besser als ihr Ruf

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Freiburg, Berlin 16.01.2019 // »Die Mitarbeiterinnen in der Altenhilfe werden schlecht bezahlt!« - In jede Talkshow kann man diesen Satz unwidersprochen einwerfen. Aber er stimmt nicht.“ erklärt Dr. Hanno Heil, Vorstandsvorsitzender des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. (VKAD).
„Genauer müsste es heißen: »Ein Teil der Altenpflegekräfte wird nicht gerecht bezahlt.«, so Dr. Heil weiter. Für einen anderen – durchaus beachtlichen – Teil der Altenpflegekräfte gilt dieser Satz nicht; er erfasst nämlich nicht diejenigen, welche in der Caritas (und ähnliches gilt für die Diakonie) beschäftigt sind. Dies sind in der Altenhilfe der Caritas immerhin 115.055 Beschäftigte.

Wie sich ihre Löhne von den übrigen Löhnen in der Altenhilfe unterscheiden, wird in einem Diskussionspapier dargelegt, das der Vorsitzende des VKAD und der Vorsitzende des Fachbeirates Personalentwicklung beim VKAD, Dr. Robert Seitz, erstellt haben. Anhand eines Vergleichs zwischen Entlohnungen von Altenpflege-fach- und -hilfskräften sowie Auszubildenden gegenüber anderen Trägern in der Altenhilfe werden Lohnunterschiede innerhalb der Branche dokumentiert. In einem weiteren Vergleich wird gezeigt, dass in der Caritas die Löhne für den frauen-dominierten Pflegeberuf den Vergleich mit einem männerdominierten Industrieberuf (Mechatroniker) nicht scheuen müssen. Aus diesen Vergleichen werden einige politische Schlussfolgerungen zur Verbesserung der Entlohnung in der gesamten Altenhilfe gezogen.

Falsche Aussagen über die Entlohnungssituation konterkarieren die dringend notwendigen Bemühungen der Personalgewinnung für die Altenpflege. Es ist deshalb an der Zeit, Widerspruch einzulegen gegenüber ständig wiederholten, aber unzutreffenden Aussagen über die Entlohnung in der Altenhilfe.

Kontakt: Dr. Hanno Heil,
Vorstandsvorsitzender VKAD
E-Mail: hanno.heil@caritas.de
Tel: 0173/ 3155289

Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. (VKAD) ist ein bundesweit tätiger und selbstständiger Fachverband für die Altenhilfe innerhalb des Deutschen Caritasverbandes mit Sitz in Freiburg im Breisgau. Der VKAD vertritt die Interessen seiner über 1.200 Mitgliedseinrichtungen durch politische Lobbyarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und fachliche Expertise in enger Kooperation mit dem Deutschen Caritasverband.

Quelle: Pressemitteilung 2/ 2019:
https://www.vkad.de/positionen/position ... nung-in-de

Den faktenbasierten Vergleich zu Fehleinschätzungen zur Entlohnung in der Altenhilfe mit politischen Anregungen können Sie nachfolgend herunterladen. >>> https://www.vkad.de/cms/contents/vkad.d ... ?d=a&f=pdf
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Bayern - Bündnis für Pflege-Ausbildung gegründet

Beitrag von WernerSchell » 18.01.2019, 07:38

Ärzte Zeitung vom 18.01.2019:
Bayern
Bündnis für Pflege-Ausbildung gegründet

Um die Pflegeausbildung zu verbessern, haben sich 40 Partner in Bayern zusammengeschlossen. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Kliniken liefern erste Informationen zu Pflegepersonaluntergrenzen

Beitrag von WernerSchell » 23.01.2019, 13:35

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DKG ZU PFLEGEPERSONALUNTERGRENZEN
Kliniken liefern erste Informationen zu Pflegepersonaluntergrenzen


Bei der Umsetzung der ersten Schritte für die Pflegepersonaluntergrenzen haben ausnahmslos alle Krankenhäuser fristgerecht ihre Anmeldungen vollzogen und damit die Basis für die zukünftige Erfassung der Pflegepersonaluntergrenzen gelegt. "Damit zeigen die Kliniken, dass sie konstruktiv an diesem für sie schwierigen gesetzlichen Vorhaben mitarbeiten. Es ist natürlich Ziel aller Kliniken, eine möglichst gute personelle Ausstattung zu erreichen und zu sichern. Aber der Arbeitsmarkt ist schwierig, und wir haben heute schon rund 15.000 Stellen, für die wir kein Personal finden können. Die politisch gewollte kurzfristige Einführung von Untergrenzen ist aus Sicht der Krankenhäuser problematisch, aber selbstverständlich stellen sich die Krankenhäuser dieser Aufgabe, denn in der Zielsetzung, mehr Pflegekräfte für die Patienten im Krankenhaus zu haben, sind wir uns einig. Die Untergrenzen können aber dazu führen, dass Versorgungskapazitäten abgemeldet werden und Versorgungsengpässe entstehen. Die Auswirkungen werden wir sehr genau beobachten müssen", so Dr. Gerald Gaß, Präsident der DKG.

Seit dem 1. Januar 2019 müssen in pflegesensitiven Bereichen Pflegepersonaluntergrenzen eingehalten werden. Die Erfassung der betroffenen Krankenhäuser wurde nun termingerecht abgeschlossen. Für rund vier Millionen Patienten in über 800 Kliniken muss der Personaleinsatz erfasst und als Monatsdurchschnittswert an das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) gemeldet werden. Das bedeutet für die Kliniken einen hohen zusätzlichen bürokratischen Mehraufwand.

DATEIEN
2019-01-21_PM-DKG zu PPU-Meldung. (docx, 60 KB) > https://www.dkgev.de/media/file/109301. ... ldung.docx
2019-01-21_PM-DKG zu PPU-Meldung (pdf, 232 KB) > https://www.dkgev.de/media/file/109311. ... eldung.pdf

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder - 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände - in der Bundes- und EU-Politik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 1.951 Krankenhäuser versorgen jährlich 19,5 Millionen stationäre Patienten und rund 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,2 Millionen Mitarbeitern. Bei 97 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

Kontakt:
Joachim Odenbach (Leitung)
Holger Mages
Dr. Jörn Wegner
Rike Stähler
Tel. (030) 3 98 01 - 1020 / - 1022 / - 1023 / - 1024

Sekretariat
Stephanie Gervers
Tel. (030) 3 98 01 -1021
Fax (030) 3 98 01 -3021
e-mail: pressestelle@dkgev.de
web: www.dkgev.de

Quelle: Pressemitteilung vom 23.01.2019
Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Wegelystraße 3
10623 Berlin
https://www.dkgev.de/dkg.php/cat/38/aid ... tergrenzen
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Pflegepersonal - Kliniken liefern Infos zu Pflegepersonaluntergrenzen

Beitrag von WernerSchell » 24.01.2019, 07:44

Ärzte Zeitung vom 24.01.2019:
Pflegepersonal
Kliniken liefern Infos zu Pflegepersonaluntergrenzen

BERLIN. Ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Personaluntergrenzen ist gemacht. Ausnahmslos alle Kliniken hätten fristgerecht ihre Anmeldungen abgegeben und damit die Basis für die zukünftige Erfassung der Pflegepersonaluntergrenzen gelegt, so die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG).
.... (weiter lesen) .... https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=98 ... efpuryykqr
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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