Welttag gegen Diskriminierung und Misshandlung älterer Menschen am 15.06.2018

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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Welttag gegen Diskriminierung und Misshandlung älterer Menschen am 15.06.2018

Beitrag von WernerSchell » 14.06.2018, 06:40

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Welttag gegen Diskriminierung und Misshandlung älterer Menschen am 15.06.2018

Die Vereinten Nationen (UN) haben den 15. Juni 2018 als Welttag gegen Diskriminierung und Misshandlung älterer Menschen ausgerufen. Mit diesem Tag soll seit 2011 auf ein globales Problem aufmerksam gemacht werden, das die Behandlung älterer Menschen in und von der Gesellschaft betrifft. Etwa fünf Prozent der älteren Personen über 60 werden Opfer von häuslicher Gewalt. Sie sind zum Teil körperlich schwach oder krank und auf die Hilfe ihrer Familienmitglieder angewiesen. Durch Überforderung kann es bei einer solchen häuslichen Pflege wiederholt zu Überreaktionen und Gewaltanwendungen kommen.
UN-Generalsekretär Ki-moon erinnert an das Recht eines jeden Menschen in Würde zu altern und als Mitglied der Gesellschaft wertgeschätzt und akzeptiert zu werden. Besonders in Anbetracht des demografischen Wandels ist der Welttag gegen Diskriminierung und Misshandlung älterer Menschen ein wichtiges Zeichen gegen ein ernst zu nehmendes Problem. Die Gewalt und der Missbrauch an älteren Menschen reichen von emotionaler Vernachlässigung über finanzielles Ausbeuten bis hin zu schweren körperlichen und psychischen Übergriffen. Da ältere Menschen ihren Peinigern oft schutzlos ausgeliefert sind, soll der Welttag gegen Diskriminierung und Misshandlung älterer Menschen das Bewusstsein für dieses Problem stärken.

Der Text "Welttag gegen Diskriminierung und Misshandlung älterer Menschen" wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.

Quelle: http://www.kleiner-kalender.de/event/we ... 87591.html
Siehe auch unter
https://worldday.de/15-juni-welttag-geg ... eness-day/
https://www.programm-altersbilder.de/pr ... ement.html
viewtopic.php?f=3&t=17467&p=102185
viewtopic.php?f=4&t=22168

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"Dem Alter mehr Leben und dem Leben mehr Alter geben".
Rosel Band - Einrichtungsleiterin der Johanniter-Pflegeeinrichtung in Kaarst
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Recht auf gewaltfreie Pflege gefordert

Beitrag von WernerSchell » 15.06.2018, 06:30

BIVA-Pflegeschutzbund fordert spezielles Recht auf gewaltfreie Pflege

Bonn. Bis heute gibt es in Deutschland kein gesetzlich verankertes Recht auf gewaltfreie Pflege. Darauf weist der BIVA-Pflegeschutzbund am Welttag gegen Misshandlung älterer Menschen hin. „Die Zeit ist endlich reif für so ein Gesetz“, sagt Dr. Manfred Stegger, Vorsitzender des Vereins, der seit über 40 Jahren bundesweit die Interessen alter und pflegebetroffener Menschen vertritt.
Aktuell werden pflegebedürftige Menschen in Deutschland lediglich durch die Strafgesetzgebung geschützt. Die allgemein gehaltenen Strafgesetze werden der besonderen Lage Pflegebedürftiger aber nicht gerecht: Die Pflegebedürftigen befinden sich in einer Situation der Abhängigkeit und meist gibt es keine Zeugen. Die Beweisführung ist daher schwer und die Strafverfolgung wird häufig eingestellt.
Ein spezielles „Pflegeschutz-Gesetz“ kann diesen Zustand verbessern. Es wäre eine deutliche Aussage des Gesetzgebers, die besonders verletzliche Gruppe der Pflegebedürftigen zu schützen. „Wenn endlich klargestellt ist, dass es einen gesetzlichen Anspruch auf gewaltfreie Pflege gibt“, so Stegger, „werden die Menschen nach und nach sensibilisiert für dieses Tabuthema.“ Präventionsmaßnahmen, spezialisierte Strafverfolgung durch Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften oder Pflegeschutzbeauftragte könnten beispielsweise daraus abgeleitet werden. Der BIVA-Pflegeschutzbund fordert daher ein Schutzgesetz für Pflegebedürftige. Vorbilder für ein solches Gesetz sieht der Verein im Kinderschutzgesetz oder im Schweizer „Erwachsenenschutzrecht“, in dem auch Pflegebedürftige vor Gewalt geschützt werden.
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Der BIVA-Pflegeschutzbund vertritt seit 1974 bundesweit die Interessen von Menschen, die im Alter Wohn- und Pflegeangebote in Anspruch nehmen. Der BIVA-Pflegeschutzbund ist gemeinnützig, konfessionell ungebunden und überparteilich. BIVA ist die Abkürzung für Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen e.V.
Ansprechpartner: Annette Stegger; Dr. David Kröll

Quelle: Pressemitteilung vom 13.06.2018
BIVA-Pflegeschutzbund e.V. - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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