Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe

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Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe

Beitrag von WernerSchell » 15.05.2018, 06:00

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Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)

Durch das Pflegeberufegesetz (> https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xa ... 0977750577 ) werden die Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und der Krankenpflege und der Kinderkrankenpflege zu einer neuen, generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung zusammengeführt. Der neue einheitliche Berufsabschluss ist der der "Pflegefachfrau" oder des "Pflegefachmanns".

Am 22. März 2018 haben das Bundesfamilien- und das Bundesgesundheitsministerium die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zum Pflegeberufegesetz in die Ressorts-, Länder-, und Verbändeabstimmung gegeben und damit das Gesetzgebungsverfahren eingeleitet. Die Verordnung schafft die Voraussetzungen für die Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung, die durch das Pflegeberufegesetz eingeführt wird. Die neue Ausbildung startet ab dem 1. Januar 2020.

Der Verordnungsentwurf (vom 22.03.2018 > https://www.bundesgesundheitsministeriu ... flAPrV.pdf ) ergänzt das Pflegeberufegesetz und regelt das Nähere zu den Mindestanforderungen an die berufliche Pflegeausbildung einschließlich der nach zwei Jahren zu absolvierenden Zwischenprüfung, die zu vermittelnden Kompetenzen und das Verfahren der staatlichen Prüfungen. Dazu gehören erstmalig bundesweit einheitliche Rahmenvorgaben für die staatlichen Bestandteile der Prüfung für die hochschulische Pflegeausbildung nach Teil 3 des Pflegeberufegesetzes.

Daneben enthält der Verordnungsentwurf Bestimmungen zu Kooperationsvereinbarungen, der Errichtung sowie Zusammensetzung und Konkretisierung der Aufgaben der Fachkommission nach § 53 PflBG. Ergänzend enthält der Entwurf Bestimmungen für die Anerkennung von Ausbildungen aus beispielsweise einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Drittstaat.
Die Verordnung bedarf der Zustimmung des Bundesrates. Sie ist dem Deutschen Bundestag gemäß § 56 Absatz 1 Satz 2 und 3 Pflegeberufegesetz vor Zuleitung an den Bundesrat zur Beschlussfassung zuzuleiten.

Quellen:
> https://www.bundesgesundheitsministeriu ... egeberufe/
> https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/ge ... ufe/122884
> https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/ge ... tz-/119230
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Ausbildungsreform Pflege zügig umsetzen

Beitrag von WernerSchell » 15.05.2018, 06:02

Ausbildungsreform Pflege zügig umsetzen

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt ausdrücklich den Entwurf der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zum Pflegeberufegesetz als wichtigen weiteren Schritt in Richtung der Ausbildungsreform. Damit erfolgt die Anpassung der Ausbildung in der professionellen Pflege an die aktuellen und zukünftigen Anforderungen bei der Versorgung von gesunden, kranken und pflegebedürftigen Menschen. Die große Mehrzahl der Regelungen in der Verordnung ist sachgerecht und angemessen. Überdimensioniert ist allerdings insbesondere die Zwischenprüfung geraten.

Der DBfK weist ausdrücklich Einschätzungen zurück, die inhaltlichen Anforderungen der künftigen Pflegeausbildung seien überzogen. Diese Bewertungen sind durchsichtige und verzweifelte Versuche einzelner Gruppierungen, ihre ganz anders begründete Ablehnung der Ausbildungsreform zu bemänteln. Die Kompetenzen in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung entsprechen dem Anforderungsniveau der Berufeanerkennungsrichtlinie und - noch wichtiger - den Anforderungen an eine professionelle Pflege. Die immer komplexer werdenden Versorgungsbedarfe erfordern hohe Fachkompetenz! Ebenso unbegründet ist die Kritik am Zeitplan der Beratung. Hier wird lediglich der Versuch unternommen, das Inkrafttreten des Gesetzes zu verzögern.

Der DBfK fordert die Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat auf, sich nicht von den Verfechtern einer Pflegeausbildung mit möglichst niedrigen Anforderungen beirren zu lassen, sondern die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung, die den Vorgaben im Pflegeberufegesetz entspricht, zügig der weiteren Beratung zuzuleiten. Damit kann sie noch vor der Sommerpause verabschiedet werden und es können dann die weiteren Umsetzungsschritte in Bund, Ländern sowie bei Schulen und Trägern der praktischen Ausbildung folgen. Dies ist auch ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung der pflegerischen Versorgung in Deutschland.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de
www.dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke finden Sie auf der Homepage www.dbfk.de. Für Interviewwünsche oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 14.05.2018
Susanne Adjei|Sozialmanagerin | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
adjei@dbfk.de| www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-11 | Fax 030-219157-77
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http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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