Pflege in Not - Video "Die Karawane der Pflegerinnen" ...

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Pflege in Not - Video "Die Karawane der Pflegerinnen" ...

Beitrag von WernerSchell » 04.01.2019, 07:11

Die Karawane der Pflegerinnen (2017)
Video anschaubar bei Youtube > https://www.youtube.com/watch?v=TCL58IU0szo

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Themenabend am 08.08.2017:
Pflege in Not

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Zurzeit leben in Deutschland 750.000 Pflegebedürftige, verteilt auf mehr als 10.000 Pflegeheime. Bis 2030 wird ein Fachkräftemangel von rund 500.000 Pflegern erwartet, eine Situation, die für die westlichen Industrieländer typisch ist und nicht gerade hoffnungsvoll in die eigene Zukunft blicken lässt. In Deutschland vollzieht sich ein in Europa bisher einmaliger Vorgang: Betroffene klagten vor dem obersten Verfassungsgericht, weil der deutsche Staat seine Schutz- und Fürsorgepflicht gegenüber pflegebedürftigen Menschen durch Untätigkeit und Billigung von katastrophalen Missständen in der Pflege verletzt. Der Film "Der Pflegeaufstand" nimmt die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht zum Ausgangspunkt, um das System der Pflege zu hinterfragen. Das Pflegedrama findet aber auch in den privaten Haushalten statt. Woche für Woche begeben sich polnische Frauen auf eine lange Reise nach Deutschland. Sie arbeiten dort als sogenannte 24-Stunden-Kräfte. Ihre Arbeitsbedingungen sind bis heute eine gesetzliche Grauzone, in der auch viele Vermittler verdienen. Viele Familien sind allerdings auf die Hilfe der Osteuropäerinnen angewiesen. Der Film "Die Karawane der Pflegerinnen" blickt hinter die Kulissen dieses Geschäfts. - Die Filme wurden 2016 produziert.

TV-Tipp für den 08.08.2017, 22.50 Uhr - 23.45 Uhr, Arte
Wiederholung: 16.08.2017 | 09:30 Uhr | arte

Die Karawane der Pflegerinnen
Dokumentation Deutschland 2016 - Thema: Pflege in Not
Jährlich kommen immer mehr Frauen aus Osteuropa nach Deutschland, um sich hier um alte Menschen in deren Haushalten zu kümmern und Geld zu verdienen. Derzeit sollen es zwischen 150.000 und 400.000 Pflegerinnen sein. Die Schätzungen schwanken stark, denn ihre genaue Zahl ist schwer zu bestimmen, da die meisten von ihnen schwarz arbeiten. Der stetig wachsende Bedarf hat einen Grund: Es gibt immer mehr Pflegebedürftige. Allein von 1999 bis 2013 stieg ihre Zahl von rund 2 auf etwa 2,6 Millionen. Für 2030 prognostizieren Experten 3,5 Millionen Menschen, die sich nicht mehr selbst versorgen können. Viele von ihnen möchten nicht ins Pflegeheim, sondern sich im häuslichen Umfeld betreuen lassen. Bei der sogenannten 24-Stunden-Betreuung oder -Pflege ist nicht nur die Schwarzarbeit ein Problem. Von Gewerkschaften, Arbeitsrechtlern und Sozialethikern werden die Arbeitsbedingungen vieler Betreuerinnen kritisch gesehen: Zum Beispiel zu lange Arbeits- und Bereitschaftszeiten. Auch die Beschäftigungsmodelle werden als rechtlich fragwürdig eingestuft: Ganz egal, ob die Frauen von einem ausländischen Unternehmen entsendet werden, ob sie selbständig arbeiten oder direkt bei den Familien angestellt sind. Die ARTE-Dokumentation begleitet die 57-jährige polnische Betreuerin Alicja bei ihrer Arbeit im Haushalt einer an Demenz erkrankten 74-jährigen Deutschen und geht dabei der Frage nach, wie man den wachsenden Betreuungsbedarf alter Menschen in den reichen EU-Ländern decken kann, ohne die Rechte und die Würde der betreuenden osteuropäischen Frauen zu verletzen.
Quelle: http://programm.ard.de/TV/Programm/Send ... 4239655189

TV-Tipp für den 08.08.2017, 23.45 Uhr - 00.40 Uhr, Arte
Wiederholung: 16.08.2017 | 10:25 Uhr | arte

Der Pflegeaufstand
Dokumentation Deutschland 2016 - Thema: Pflege in Not
Noch nie lebten in Deutschland so viele Menschen in Pflegeheimen. Und noch nie stand Pflege so sehr in der Kritik. Weil der Verdacht besteht, dass die deutsche Pflegegesetzgebung die Würde des Menschen nicht ausreichend schützt, rief eine Gruppe von Klägern die Instanz an, die über das Grundgesetz wacht: das Bundesverfassungsgericht. Der Vorwurf: Der Staat vernachlässigt seine Schutzpflicht für hunderttausende pflegebedürftige Menschen und gefährdet damit Grundrechte. Der Film nimmt die Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht zum Ausgangspunkt, um das System der Pflege zu hinterfragen. Wie ist das Pflegesystem seit der Einführung der Pflegeversicherung 1995 in Deutschland organisiert, finanziert und wie wird Pflege kontrolliert? Welche Folgen hat es, dass die Pflegebranche seitdem zu einem lukrativen Markt geworden ist, der von den Marktakteuren weitestgehend selbst verwaltet wird, die sogar ihre eigenen Kontrollkriterien mitbestimmen dürfen? Unsere Reise führt uns zum Pflegebeauftragen der Bundesregierung, zur Vorstandsvorsitzenden des größten europäischen Pflegekonzerns, zur Kontrolleurin des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, zum Quereinsteiger, der sein Pflegeheim eigentlich nur gekauft hat, weil er ein gutes Geschäft vermutete, zu den Juristen, die die Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht ausgearbeitet haben, und in ein kleines privates Pflegeheim in Bayern, das beweist: Man kann gute und menschliche Pflege gewährleisten. Es gibt keine einfache Antwort, kein simples Urteil. Aber es gibt ein grundsätzliches Problem: Pflege ist zu einem lukrativen Geschäft geworden – und das System der weitgehenden Selbstverwaltung lässt Marktkräfte wirken, die die Interessen der Pflegebedürftigen ins Hintertreffen bringen.
Quelle: http://www.arte.tv/de/

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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