Gewalt gegen Rettungs- und Pflegekräfte / Prävention ...

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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Mann ersticht Arzt und verletzt Helferin

Beitrag von WernerSchell » 17.08.2018, 06:05

Ärzte Zeitung vom 17.08.2018:
Offenburg
Mann ersticht Arzt und verletzt Helferin

Ein Mann hat in einer Offenburger Arztpraxis einen Mediziner erstochen und eine Helferin schwer verletzt. Ob die Tat am Donnerstagmorgen zu verhindern gewesen wäre, ist noch völlig offen. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
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Tödlicher Messerangriff - der Schock sitzt tief

Beitrag von WernerSchell » 20.08.2018, 06:19

Ärzte Zeitung vom 20.08.2018:
Reaktionen der Ärzteschaft
Tödlicher Messerangriff - der Schock sitzt tief

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Hausarzt reagierten Ärztevertreter bestürzt. Wie können Kollegen vor Gewalt geschützt werden? mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr

Anmerkung:
Die Tagesschau hat über den tödlichen Messerangriff auf einen Arzt überhaupt nicht berichtet. Das wurde in den sozialen Medien heftig kritisiert, berechtigter Weise.
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Gewalt gegen Einsatzkräfte

Beitrag von WernerSchell » 07.09.2018, 17:34

Gewalt gegen Einsatzkräfte
Inneres und Heimat/Antwort

Berlin: (hib/STO) Im vergangenen Jahr sind laut Bundesregierung 2.182 Einsatzkräfte "Opfer von vollendeten Delikten der Gewaltkriminalität im Zusammenhang mit ihrer Berufs-/Dienstausübung" geworden. Wie aus der Antwort der Bundesregierung (19/4016 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/040/1904016.pdf ) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/3607 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/036/1903607.pdf ) weiter hervorgeht, lag diese Zahl im Jahr 2016 bei 2.473 und im Jahr 2015 bei 2.061, nachdem sie von 1.673 im Jahr 2013 auf 2.178 im Jahr 2014 gestiegen war. Nicht enthalten ist den Angaben zufolge die Anzahl der Einsatzkräfte, die Opfer von einfacher Körperverletzung wurden.

Quelle: Mitteilung vom 07.09.2018
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
E-Mail: vorzimmer.puk2@bundestag.de
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Gewalt unter Jugendlichen

Beitrag von WernerSchell » 07.10.2018, 08:32

Gewalt unter Jugendlichen

Wie können Eltern, Staat und Schule der Aggression und Gewalt unter Jugendlichen begegnen? Zahlen zeigen: Die Gewaltbereitschaft in Deutschland steigt - aber nachdem sie bis 2015 gefallen ist.
+++ WDR 5 Stadtgespräch: Gewalt unter Jugendlichen
04.10.2018, Hansesaal Lünen +++
>>> https://www.facebook.com/wdr5/videos/19 ... 929/?t=154
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So schützen sich Pfleger und Schwestern vor Angriffen

Beitrag von WernerSchell » 16.10.2018, 05:57

Ärzte Zeitung vom 16.10.2018:
"Es geht darum, dass man nicht alleine ist"
So schützen sich Pfleger und Schwestern vor Angriffen

Eine Krankenschwester ist allein mit einem Patienten und wird bedroht. Sie zieht an einer Schnur - und schon kommen Kollegen zur Hilfe: Ein Echtzeit-Lokalisierungssystem mit Alarmfunktion ist im Saarland im Einsatz. Ein Besuch vor Ort. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=97 ... efpuryykqr
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Gewalt gehört für die meisten Beschäftigten in hessischen Notaufnahmen zum Arbeitsalltag

Beitrag von WernerSchell » 23.01.2019, 13:19

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Gewalt gehört für die meisten Beschäftigten in hessischen Notaufnahmen zum Arbeitsalltag

Erste Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie zu psychischen, physischen und sexualisierten Gewaltereignissen gegenüber Beschäftigten in der Notaufnahme zeigen dringenden Handlungsbedarf im betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe am Fachbereich Pflege und Gesundheit der Hochschule Fulda hat das Personal in Notaufnahmen zu körperlichen, verbalen und sexualisierten Gewaltereignisse befragt. Wie oft kommen Gewaltereignisse vor? Was löst die Gewalttaten aus? Und welche Folgen haben sie für die Betroffenen? Ziel der Studie ist es, aus arbeitsmedizinischer Sicht und aus Sicht des Personalmanagements Anhaltspunkte zu liefern, welche Ressourcen zur Gestaltung der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz Notaufnahme notwendig sind. Die Onlinebefragung richtete sich an alle Beschäftigten von 51 Notaufnahmen in Hessen. 354 Personen füllten den Fragebogen vollständig aus.

Erste Ergebnisse: Knapp 76 % der Befragten gaben an, in den letzten zwölf Monaten mindestens eine Form körperlicher Gewalt erlebt zu haben. Bei der verbalen Gewalt liegen die Zahlen noch deutlich höher. Hier bestätigten 97% der Befragten, im Laufe der letzten zwölf Monate mindestens eine Form verbaler Gewalt erlebt zu haben. Jeder und jede zweite Befragte (52%) gab zudem an, mindestens einer Form sexualisierter Gewalt ausgesetzt gewesen zu sein.

Gewalterfahrungen werden zur Normalität

Von jenen Personen, die in den vergangenen zwölf Monaten eine oder mehrere Formen verbaler Gewalt erlebt hatten, sagten 61,8%, diese täglich oder wöchentlich zu erleben. Bei körperlicher Gewalt sind es 24,1%, bei sexualisierter Gewalt 20,6%. Zugleich stimmten 77% der Befragten zu, dass das Erleben von Gewalt gegen die eigene Person in der Notaufnahme normal sei. Bezüglich des Sicherheitsgefühls während der Arbeitszeit gaben 39% an, dass sie sich nachts in der Notaufnahme meist nicht oder nie sicher fühlen. Tagsüber hingegen sind es lediglich 2,9%.

Betroffene reagieren mit Gereiztheit und Verlust der Freude am Beruf

Bezüglich der langfristigen Folgen, die Gewaltereignissen zugeschrieben werden, sind die fünf am häufigsten genannten Reaktionen, die die Befragten bei sich selbst beobachteten: Gereiztheit (43,7%), gedrückte Stimmung (36,2%), Abstumpfung (34,4%), Verlust der Freude am Beruf (32,1%) und der Wunsch nach einem Berufswechsel (26,5%).

Auch nach den Auslösern, dem Dokumentations- und Meldeverhalten fragte die Studie: Hier wurden am häufigsten der Einfluss von Alkohol oder Drogen (85,5%), lange Wartezeiten (83,3%), Verwirrtheit der Patientinnen und Patienten (55,1%), Unzufriedenheit mit der Versorgung (44,9%) und Verständigungsprobleme (37,7%) genannt. Mit Blick auf das Dokumentationsverhalten gaben nur 41,8% an, Gewaltereignisse immer zu dokumentieren, und lediglich 19,8% gaben an, dass sie Gewaltereignisse immer melden.

Handlungsbedarf für betriebliches Gesundheitsmanagement

„Mit Blick auf die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten in Notaufnahmen besteht ein dringender Bedarf, spezifische Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu etablieren, das zeigen die Daten ganz deutlich,“ schlussfolgern die Wissenschaftlerinnen am Fachbereich Pflege und Gesundheit der Hochschule Fulda, Prof. Dr. Margit Christiansen und Prof. Dr. Gamze Güzel-Freudenstein. Dazu bedürfe es eines multidisziplinären Ansatzes aus Arbeits- und Gesundheitsschutz, Personalmanagement und Arbeitsorganisation.

Das Forschungsteam, das sich aus Expertinnen und Experten der Arbeitsmedizin, des Personalmanagements und der Gesundheitswissenschaften zusammensetzt, will bis Ende Juni dieses Jahres die Daten auch unter Genderaspekten auswerten.

Das Forschungsprojekt wird vom hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Frauen- und Geschlechterforschung gefördert.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Margit Christiansen
Mail: Margit.Christiansen@pg.hs-fulda.de
Tel.: +49 661 9640-619

Prof. Dr. Gamze Güzel-Freudenstein
Mail: Gamze.Guezel-Freudenstein@pg.hs-fulda.de
Tel.: +49 661 9640-644

Weitere Informationen:
https://www.hs-fulda.de/pflege-und-gesu ... walt/gina/

Quelle. Pressemitteilung vom 23.01.2019
Dr. Antje Mohr Pressestelle
Hochschule Fulda
https://idw-online.de/de/news709340
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